Zungenpfeifenbau in der DDR

schnitgers.anderer.erbe, Freitag, 23. September 2011, 19:04 (vor 5463 Tagen) @ Fabian Brackhane

Also ich weiß es ja auch nur aus Erzählungen. Das Hauptproblem war meist das Material und im Laufe der Zeit ist dann eben auch Technologie flöten gegangen. In meiner ehemaligen Heimatgemeinde zu Kindertagen weiß ich, dass das Zinn für die Pfeifen von der Partnergemeinde im "richtigen Deutschland" bezahlt und beschafft wurde, ebenso die beiden Zungen von Giesecke. Messing für Blätter war auch ein riesen Problem. Man denke sich einmal den Zugriff auf Laukhuf weg und versuche Messingblech in 3 Abstufungen pro 1/10mm zu beschaffen. Ich weiß von einem älteren Orgelbauer, dass er Zungenblech für einen befreundeten Kollegen in die DDR rein geschmuggelt hat und preiswerte Noten und Platten im Gegenzug mitgenommen hat. Gleiche Sorgen, wenn es um ein Gebläse ging. Ist aber auch alles in epischer Breite durch Nussbücker in der Acta und vor allem durch Markus Voigt in seiner Diss dargestellt worden.


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