64'-Oberton

Subkoppel II - I @, Donnerstag, 07. Juli 2011, 15:03 (vor 5538 Tagen) @ BourdonCéleste
bearbeitet von Subkoppel II - I, Donnerstag, 07. Juli 2011, 15:12

Das ist ja gerade der neurophysiologische Effekt der Obertonrekombination, dass es eben nicht auf tatsächlich von Hörsinneszellen aufgenommene reale Schwingungen ankommt, sondern auf das Trugbild, welches das Gehirn aufgrund der nach unten unvollständigen Obertonreihe und dem aus Erfahrungsmechanismen (synaptische Disposition aufgrund regelmäßig prägender Reize) als fehlend empfundenen und dann imaginär ersetzten Grundton fingiert. Daher kommt es beim rekombinierten, fiktiven Grundton nicht auf die physische Hörbarkeit und die 16hz-Schwelle an. Die Imagination scheitert nicht an den Wahrnehmungsgrenzen der Hörsinneszellen.

Das mag ja alles stimmen, aber setzt das nicht ein Mindestmaß an Musikalität voraus?
Was ist mit einem Menschen der völlig unmusikalisch (auch die soll es geben) und 30 Jahre neben dem Geräuschpegel einer Autobahn aufgewachsen ist?
Hört der den akustischen 64' obwohl sein Gehirn sicher nicht auf das Ergänzen von Obertönen trainiert ist ???

Fragt durchaus ernst gemeint,
Subkoppel II - I


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