Ben van Oosten in St. Lambertus, D-Altstadt

Friedrich @, Dienstag, 07. Juni 2011, 10:23 (vor 5630 Tagen) @ Clemens Schäfer
bearbeitet von Friedrich, Dienstag, 07. Juni 2011, 10:51

Eine kleine Hommage an Liszt machte den Auftakt: Die Bearbeitung eines Kantatensatzes
(Einleitung und Fuge C-Dur = Schlußchor aus BWV 21) und die eines Adagios Es-Dur aus BWV 1017 (Violine und Cembalo). Erstere strahlend und klar, die zweite mit der Violinstimme in Tenorlage - sehr apart!

In der Tat -- und werkgetreu auch, denn die Geige darf da wirklich in sahnig-tiefer Lage spielen, also irgendwo zwischen g und c''. Überhaupt ist diese Sonate ein irre gutes Stück: erster Satz Matthäuspassion-Stimmung, die schnellen Sätze durchfugiert und mit herrlichen Sprungthemen. Eigentlich eine Triosonate für zwei Instrumente, denn das Klavier übernimmt den Bass und die zweite Diskantstimme.

War schon ein Guter, der alte Bach.*

Gruß,
Friedrich

* Hatte ich das schon mal zitiert? Ausspruch eines amerikanischen Professors:
"When it comes to music, well, there's Bach. Everything else is stamp-collecting." (Geklaut von einem Spruch, den Ernst Rutherford auf Naturwissenschaften und Physik bezog -- aber gut geklaut.)


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