St. Peter Köln, Susteck Interview

Karsten, Donnerstag, 02. Juni 2011, 21:41 (vor 5632 Tagen)

Hallo!

Hier mal ein wieder orgelbezogenes Thema zu St. Peter Köln.
Ich habe folgenden Link zu einem WDR-Interview mit Dominik Susteck, Hausorganist an St. Peter, gefunden:

http://www.wdr3.de/tonart/details/artikel/wdr-3-tonart-a251946a5f.html
(Etwas runterscrollen)

"Tierkreis" auf der Orgel von Sankt Peter
Der Kölner Organist Dominik Susteck hat Karlheinz Stockhausens Komposition „Tierkreis“ jetzt erstmalig für Orgel eingespielt. Das Werk, das ursprünglich für Spieluhren geschrieben wurde hat dadurch ein ganz neues Gewand bekommen, denn Susteck hat es nicht auf irgendeiner Orgel gespielt, sondern auf der Orgel der Kunststation Sankt Peter. Das ist ein imposantes Instrument mit außergewöhnlichen Registern, das gerade für zeitgenössische Kompositionen gebaut wurde.
WDR 3 TonArt hat Dominik Susteck getroffen und ihn zu diesem Projekt befragt.
Beitrag von Raphael Smarzoch"

Das Interview dauert nicht mal 7 Minuten und Domenik Susteck gibt in dem Interview an der Orgel zahlreiche Klangbeispiele der Effektregister, vom Blech über exotische ALiquotmischungen bis zum Windschweller.

Viel Spaß beim Hören!

Gruß
Karsten

St. Peter Köln, Susteck Interview

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Freitag, 03. Juni 2011, 11:48 (vor 5631 Tagen) @ Karsten

Man hört bestimmt unten in der Kirche nichts mehr davon, aber mich würde dieses gräuliche Quietschen der Tasten wahnsinnig machen, säße ich an diesem Spieltisch!

--
www.orgelauskunft.de

St. Peter Köln, Susteck Interview

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Freitag, 03. Juni 2011, 17:02 (vor 5631 Tagen) @ Fabian Brackhane

...mich würde dieser ganze quietschende Kubus wahnsinnig machen, aber ich gönne Herrn Susteck dieses Spielzeug. In einer Großstadt sollte Platz für Mitteltöniges, Romantisches und Avandgardistisches sein. Schade nur, dass Herr Susteck alte wie romantische Orgelmusik als leblos bezeichnet. Er ist mir schon mit anderen Äußerungen unangehm aufgefallen, sodass ich annehme, dass er sein Lebtag an diesem Instrument gefesselt sein wird.

St. Peter Köln, Susteck Interview

Karsten, Freitag, 03. Juni 2011, 17:13 (vor 5631 Tagen) @ Tabernakelwanze

...mich würde dieser ganze quietschende Kubus wahnsinnig machen, aber ich gönne Herrn Susteck dieses Spielzeug. In einer Großstadt sollte Platz für Mitteltöniges, Romantisches und Avandgardistisches sein. Schade nur, dass Herr Susteck alte wie romantische Orgelmusik als leblos bezeichnet. Er ist mir schon mit anderen Äußerungen unangehm aufgefallen, sodass ich annehme, dass er sein Lebtag an diesem Instrument gefesselt sein wird.

Wenigstens fällt Susteck auf ^^
Wie auch immer: Susteck bezeichnet - zumindest nicht in diesem Interview - nicht Orgelmusik als "leblos", sondern den "klassischen" Orgelklang an sich. Ein kleiner, aber feienr Unterschied.
Es wäre nun interessant zu efahren, durch welche Äußerungen Dir Susteck unangenehm aufgefallen ist. Wäre sicher eine spannende Diskussion...

Gruß
Karsten

St. Peter Köln, Susteck Interview

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Freitag, 03. Juni 2011, 17:42 (vor 5631 Tagen) @ Karsten

Nun, er äußerte sich mal in einem Interwiev nicht besonders nett über die Improvisationspraxis der gesamten Zunft und stellte seine Ansichten und seinen Stil zienmlich absolut dar. Ich fand es sehr unangenehm.

Wenn er denn den Orgelklang als leblos empfindet frage ich mich, warum er sich nicht auf die Violine capriziert hat. Nun gut, wie dem auch sei....

Für mich ist der Orgelklang nicht leblos, für mich ist er unendlich, er erinnert mich an die Ewigkeit, besonders im Zusammenspiel mit einem Orchester, dessen Klang, so gewaltig er auch erscheinen mag, dann doch sehr flüchtig und endlich daherkommt. Könnte es ein besseres Instrument für den Gottesdienst geben? Ich denke nicht.

Wie gestaltet Herr Susteck eigentlich die Gottesdienste mit dem Kubus? Oder finden dort keine mehr statt?

St. Peter Köln, Susteck Interview

Karsten, Freitag, 03. Juni 2011, 18:11 (vor 5631 Tagen) @ Tabernakelwanze

Nun, er äußerte sich mal in einem Interwiev nicht besonders nett über die Improvisationspraxis der gesamten Zunft und stellte seine Ansichten und seinen Stil zienmlich absolut dar. Ich fand es sehr unangenehm.

Mit Kritik, zumal begründeter (und ich unterstelle Susteck mal, dass er keine unbegründete Kritik der Improvisationspraxis abgeliefert hat), muss man umgehen können. Fragt sich nun, was an den Äußerungen "unangenehm" war - vielleicht weil er "recht" hat?
Einen gewissen Absolutheitsanspruch bzgl. seiner Kunst hat jeder Künstler. Da kann man ihm keinen Strick draus drehen.
Aber eine genaue Quellenangabe des besagten Interviews wäre sehr gut, da kann man sich selbst ein Bild machen.

Wenn er denn den Orgelklang als leblos empfindet frage ich mich, warum er sich nicht auf die Violine capriziert hat. Nun gut, wie dem auch sei....

Offensichtlich findet/fand er Wege und Mittel, den Orgelklang in seinem Sinne zu beleben. Und es sei einem Organisten (und jedem Musiker auch) gestattet, sich im Laufe seines künstlerischen Wirkens weiterzuentwickeln und seine Gedanken reifen zu lassen. Er kam sicher nicht mit dem Lebensmotto "Die Orgelklang ist z starr, ich muss das ändern!" auf die Welt...

Wie gestaltet Herr Susteck eigentlich die Gottesdienste mit dem Kubus?

Meines WIssens nutzt er die modernen Klangressourcen der Orgel und seinen avantgardistischen Stil auch da voll aus.

Oder finden dort keine mehr statt?

Diese Frage beantwortet sich durch einen Besuch der Website von St. Peter, wieso das Forum damit belasten?

Gruß
Karsten

St. Peter Köln, Susteck Interview

Karl-Bernhardin Kropf, Samstag, 04. Juni 2011, 08:40 (vor 5630 Tagen) @ Karsten

Nun, er äußerte sich mal in einem Interwiev nicht besonders nett über die Improvisationspraxis der gesamten Zunft und stellte seine Ansichten und seinen Stil zienmlich absolut dar. Ich fand es sehr unangenehm.

Ich kenne die Kritik nicht, kann sie mir aber denken. Und recht hat er. Ich würde dann mit 4/5 meines Tuns auch in der kritisierten Ecke stehen - das letzte Fünftel befasst sich dann mit wirklich neuer, aktueller musikalischer Aussage.

Allein die beiden Tonbeispiele für historische Musik, die er im Interview gibt, zeigen: Er könnte, wenn er wollte (und liegt damit erwartungsgemäß abseits derjenigen, die Avantgarde spielen, weil sie erst gar keine Kadenz im barocken oder romantischen Stil hinbekommen...). Er will aber nicht. Und das ist gut so. Wie schon zuvor gesagt, nicht jede Kleinstadt verträgt einen Susteck, aber die großen Kulturmetropolen sollten jeweils einen von der Sorte haben.
"Voller Begeisterung erklärt mir der junge Organist sein Instrument" - Zitat aus dem Interview. Die Begeisterung reicht mir beinahe schon* - gut, dass auch noch Qualität dabei ist.
*) Ihr kennt das ja von meinen allen bisherigen Äußerungen zur Frage, welche Art OrganistInnen der Orgelkultur meiner Überzeugung nach längerfristig einen guten Dienst tun: Die begeisterten sind's, ob mitteltönig mit alten Fingersätzen oder mit ihrer digitalen Reise-Orgel oder mit BigBand und Lasershow auf der Bühne...

St. Peter Köln, Susteck Interview

Karsten, Samstag, 04. Juni 2011, 08:56 (vor 5630 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Nun, er äußerte sich mal in einem Interwiev nicht besonders nett über die Improvisationspraxis der gesamten Zunft und stellte seine Ansichten und seinen Stil zienmlich absolut dar. Ich fand es sehr unangenehm.


Ich kenne die Kritik nicht, kann sie mir aber denken. Und recht hat er. Ich würde dann mit 4/5 meines Tuns auch in der kritisierten Ecke stehen - das letzte Fünftel befasst sich dann mit wirklich neuer, aktueller musikalischer Aussage.

Allein die beiden Tonbeispiele für historische Musik, die er im Interview gibt, zeigen: Er könnte, wenn er wollte (und liegt damit erwartungsgemäß abseits derjenigen, die Avantgarde spielen, weil sie erst gar keine Kadenz im barocken oder romantischen Stil hinbekommen...). Er will aber nicht. Und das ist gut so.

Dass Susteck das kann - und das sehr gut - ist mir von einem seiner ehemaligen Kirchenmusik-Schüler bekannt. Das weitverbreitete Standardrepertoire von Scheidt bis Messiaen hat Susteck auch drauf, wie sonst wäre er durch ein Kichenmusikstudium gekommen und hätte damit an Orgelwettbewerben teilgenommen?
Entscheidend ist, wie Karl-Bernhardin sagte: er will nicht, bzw. sieht dort nicht den Schwerpunkt seines künstlerischen Wirkens.

Wie schon zuvor gesagt, nicht jede Kleinstadt verträgt einen Susteck, aber die großen Kulturmetropolen sollten jeweils einen von der Sorte haben.

Genau. Und wenn alles ganz gut läuft, wird Frankfurt am Main bald auch solch eine ähnliche, zeitgenössische Orgel haben:
http://www.kunstkulturkirche.de/zeitgenoessische-orgel/
Die geplante Disposition findet sich in dem unten auf der Seite verlinkten pdf-Flyer.
Susteck ist dort sozusagen als künstlerischer Berater mit im Boot und es gibt auf Interviews mit ihm.
http://www.kunstkulturkirche.de/zeitgenoessische-orgel/interview-mit-dominik-susteck/

"Voller Begeisterung erklärt mir der junge Organist sein Instrument" - Zitat aus dem Interview. Die Begeisterung reicht mir beinahe schon* - gut, dass auch noch Qualität dabei ist.
*) Ihr kennt das ja von meinen allen bisherigen Äußerungen zur Frage, welche Art OrganistInnen der Orgelkultur meiner Überzeugung nach längerfristig einen guten Dienst tun: Die begeisterten sind's, ob mitteltönig mit alten Fingersätzen oder mit ihrer digitalen Reise-Orgel oder mit BigBand und Lasershow auf der Bühne...

Diese Aussage kann man nicht oft genug vorbringen...

Gruß
Karsten

St. Peter Köln, Susteck Interview

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Samstag, 04. Juni 2011, 10:43 (vor 5630 Tagen) @ Karsten

Hallo,

...und wäre nicht der Geist dabey, so wäre alles nur ein teuflisch Geplärr und Geleyer...

Gruß Clemens Schäfer

--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

St. Peter Köln, Susteck Interview

Florian-L, Samstag, 04. Juni 2011, 14:16 (vor 5630 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von Florian-L, Samstag, 04. Juni 2011, 14:22

Wie schon zuvor gesagt, nicht jede Kleinstadt verträgt einen Susteck, aber die großen Kulturmetropolen sollten jeweils einen von der Sorte haben.


Genau. Und wenn alles ganz gut läuft, wird Frankfurt am Main bald auch solch eine ähnliche, zeitgenössische Orgel haben:
http://www.kunstkulturkirche.de/zeitgenoessische-orgel/

Zitat:
Das „neue“ Instrument soll den Hörgewohnheiten des Menschen der Gegenwart entsprechen.

Wie sind denn diese Hörgewohnheiten definiert? Ich denke, für einen großen Teil der Zuhörer wird das Klangbild sehr gewöhnungsbedürftig sein und so gar nicht ihren Hörgewohnheiten entsprechen.
Und im Grunde genommen ist das ja nichts neues, solche Experimente machte man schon vor Jahrzehnten.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

St. Peter Köln, Susteck Interview

Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Montag, 06. Juni 2011, 01:43 (vor 5628 Tagen) @ Karsten

Ich habe ihn mal kennengelernt und fand ihn beeindruckend.


Und egal, ob seine Musik jemandes persönlichem Geschmack entspricht oder nicht, sollte man ihn fördern, da er einen großen Beitrag dazu leistet, Orgelmusik lebendig zu halten.

Außerdem hatte ich den Eindruck, daß er - und "sein" Instrument - es schaffen, junge Künstler an die Orgel zu holen, nicht nur junge "Interpreten". Und auch das in jedem Fall förderungswürdig.

Susteck-Interview

perotin @, Rhein-Neckar-Raum, Montag, 06. Juni 2011, 11:43 (vor 5628 Tagen) @ Poupoulcorouse

Außerdem hatte ich den Eindruck, daß er - und "sein" Instrument - es schaffen, junge Künstler an die Orgel zu holen, nicht nur junge "Interpreten".

? ? ?
Wenn Interpreten jetzt keine Künstler mehr sein sollen, haben wir gleich eine ellenlange Liste berühmter Musiker, die dann auch keine "Künstler" mehr sind...

Susteck-Interview

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Montag, 06. Juni 2011, 13:16 (vor 5628 Tagen) @ perotin
bearbeitet von Tabernakelwanze, Montag, 06. Juni 2011, 13:20

Genau, mehr wirkliche Künstler an noch mehr neuen Instrumenten á la Kunststation St. Peter!!! Sogleich wird die Orgel aus dem verstaubten Mief der Hinterlassenschaften von Herren wie Bach, Böhm, Bruhns, Reger, Karg-Elert, Widor, Vierne, etc. pp. auferstehen wie einst Phoenix aus der Asche. Die ehemals leeren Kirchen werden sich füllen und das gläubige Gottesvolk wird ob der Kunstfertigkeit staunen und jubilieren. Und wenn dann auch noch Feuerzungen vom Himmel fallen (ein entsprechendes Gerät könnte unter Beachtung der Brandschutzvorschriften und ohne aus dem Rahmen zu fallen in eine solche Orgel sehr gut integriert werden) wird ein neues Pfingsten sein. Und sie werden in den verschiedenen Sprachen sprechen, incl. der Orgel mit ihren neuen "Stimmen" und jeder wird jeden verstehen: Pater, Pfarrer und Praelaten, Orgelbauer, künstlerische Organisten, Orgelsachverständige, Laien, Haupt- und Nebenamtliche, Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte, Katholen und Evangelen, Küsterinnen und Architekten, jeder hört jeden in seiner Sprache sprechen. Gesegnete Zeiten werden heranbrechen, die Mitteltönigkeit wird vergessen sein, ebenso die starren Klänge traditioneller Pfeifenorgeln, die in ihrer Rückwärtsgewandtheit den Piussen in nichts nachstehen. Ein heiliges Woodstock wird sein, Zwänge werden fallen, "Interpreten" müssen die Orgelbank für immer räumen. Halleluja, Gott zu loben, mit Winddrosseln, und anderen Geräten.

Helmut Schmidt hat doch recht: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Ich mach mir mal einen Termin.

Susteck-Interview

Karsten, Montag, 06. Juni 2011, 13:54 (vor 5628 Tagen) @ perotin

Außerdem hatte ich den Eindruck, daß er - und "sein" Instrument - es schaffen, junge Künstler an die Orgel zu holen, nicht nur junge "Interpreten".

? ? ?
Wenn Interpreten jetzt keine Künstler mehr sein sollen, haben wir gleich eine ellenlange Liste berühmter Musiker, die dann auch keine "Künstler" mehr sind...

Hallo!

Es gibt da in gewissen Kreisen die Feinunterscheidung zwischen schaffenden Künstlern (z.B. Komponisten, Malern, Schriftstellern etc.) und reproduzierenden Künstlern (z.B. Interpreten). Das muss nicht unbedingt wertend gemeint sein.

Gruß
Karsten

Susteck-Interview

perotin @, Rhein-Neckar-Raum, Montag, 06. Juni 2011, 14:14 (vor 5628 Tagen) @ Karsten

Es gibt da in gewissen Kreisen die Feinunterscheidung zwischen schaffenden Künstlern (z.B. Komponisten, Malern, Schriftstellern etc.) und reproduzierenden Künstlern (z.B. Interpreten).

Ist mir schon klar...

Das muss nicht unbedingt wertend gemeint sein.

Klang hier aber so - und war durchaus nicht der erste Beitrag von Poupoulcorouse, der mich zum Widerspruch reizte.

Grüße von der anderen Rheinseite ;-)

perotin

Susteck-Interview

FranzS. @, Montag, 06. Juni 2011, 18:00 (vor 5628 Tagen) @ Tabernakelwanze
bearbeitet von FranzS., Montag, 06. Juni 2011, 18:12

Genau, mehr wirkliche Künstler an noch mehr neuen Instrumenten á la Kunststation St. Peter!!! Sogleich wird die Orgel aus dem verstaubten Mief der Hinterlassenschaften von Herren wie Bach, Böhm, Bruhns, Reger, Karg-Elert, Widor, Vierne, etc. pp. auferstehen wie einst Phoenix aus der Asche. Die ehemals leeren Kirchen werden sich füllen und das gläubige Gottesvolk wird ob der Kunstfertigkeit staunen und jubilieren. Und wenn dann auch noch Feuerzungen vom Himmel fallen (ein entsprechendes Gerät könnte unter Beachtung der Brandschutzvorschriften und ohne aus dem Rahmen zu fallen in eine solche Orgel sehr gut integriert werden) wird ein neues Pfingsten sein. Und sie werden in den verschiedenen Sprachen sprechen, incl. der Orgel mit ihren neuen "Stimmen" und jeder wird jeden verstehen: Pater, Pfarrer und Praelaten, Orgelbauer, künstlerische Organisten, Orgelsachverständige, Laien, Haupt- und Nebenamtliche, Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte, Katholen und Evangelen, Küsterinnen und Architekten, jeder hört jeden in seiner Sprache sprechen. Gesegnete Zeiten werden heranbrechen, die Mitteltönigkeit wird vergessen sein, ebenso die starren Klänge traditioneller Pfeifenorgeln, die in ihrer Rückwärtsgewandtheit den Piussen in nichts nachstehen. Ein heiliges Woodstock wird sein, Zwänge werden fallen, "Interpreten" müssen die Orgelbank für immer räumen. Halleluja, Gott zu loben, mit Winddrosseln, und anderen Geräten.

Helmut Schmidt hat doch recht: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Ich mach mir mal einen Termin.

Hallo,
ganz so abwegig ist das nicht. Ich hatte im alten Forum mal den Beitrag "Des Pfarrer Striedls Orgel" über eine sehr verrückte Orgel und ihren eigenwilligen Schöpfer geschrieben. Dieser Pfarrer baute sich auch so eine Orgel (übirgens mit elektronischen Zusätzen) und war auch sonst sehr innovativ, wenngleich in anderer Art und Weise wie in St. Peter Köln. Lange Rede, kurzer Sinn; der hatte die Bude voll und stampfte in einem niederbayerischen Dorf einen 50 Personen Chor aus den Boden.

Grüße Franz

Susteck-Interview

BourdonCéleste, Donnerstag, 16. Juni 2011, 10:03 (vor 5618 Tagen) @ FranzS.
bearbeitet von BourdonCéleste, Donnerstag, 16. Juni 2011, 10:06

Hallo,
ganz so abwegig ist das nicht. Ich hatte im alten Forum mal den Beitrag "Des Pfarrer Striedls Orgel" über eine sehr verrückte Orgel und ihren eigenwilligen Schöpfer geschrieben. Dieser Pfarrer baute sich auch so eine Orgel (übirgens mit elektronischen Zusätzen) und war auch sonst sehr innovativ, wenngleich in anderer Art und Weise wie in St. Peter Köln. Lange Rede, kurzer Sinn; der hatte die Bude voll und stampfte in einem niederbayerischen Dorf einen 50 Personen Chor aus den Boden.

Grüße Franz

Sagt - in durchaus anerkennendem Ton - jemand, der das Projekt NPK ablehnt und ein völlig durchschnittliches und langweiliges Instrument dort für ein "Spitzengerät" hält. Wenn unter den Blinden der Einäugige König sein darf, mag man dieser Deiner Aussage einen gewissen Gehalt abgewinnen, aber was für ein Armutszeugnis ist das dann für die betroffene Region...

Und übrigens ist das Projekt NPK alles andere als vom Tisch, nächsten Monat ist Baubeginn an der Neupfarrkirche, die erste Million ist zusammen - und das Thema Orgel ist - in allerdings zur ursprünglichen Planung stark modifizierter Form - weiterhin auf der Agenda, wenn auch erst in einem späteren Bauabschnitt.

Susteck-Interview

Friedrich @, Donnerstag, 16. Juni 2011, 12:45 (vor 5618 Tagen) @ BourdonCéleste

Und übrigens ist das Projekt NPK alles andere als vom Tisch, nächsten Monat ist Baubeginn an der Neupfarrkirche, die erste Million ist zusammen - und das Thema Orgel ist - in allerdings zur ursprünglichen Planung stark modifizierter Form - weiterhin auf der Agenda, wenn auch erst in einem späteren Bauabschnitt.

Herzliches Beileid.

Spendet
Friedrich

Susteck-Interview

FranzS. @, Mittwoch, 29. Juni 2011, 22:35 (vor 5605 Tagen) @ BourdonCéleste
bearbeitet von FranzS., Donnerstag, 30. Juni 2011, 10:42

Sagt - in durchaus anerkennendem Ton - jemand, der das Projekt NPK ablehnt und ein völlig durchschnittliches und langweiliges Instrument dort für ein "Spitzengerät" hält. Wenn unter den Blinden der Einäugige König sein darf, mag man dieser Deiner Aussage einen gewissen Gehalt abgewinnen, aber was für ein Armutszeugnis ist das dann für die betroffene Region...

Hallo B.C.

da hast du mich ja klug ausgespielt. Wir kommen beim Thema Neupfarrkirche sowieso nicht auf einen Nenner und mich geht es auch nichts an. Trotzdem finde ich es schon etwas vermessen, Georg Jann als einäugigen König darzustellen (der Unsympath aus Preußen hatte vieleicht sogar recht, wenn er behauptet, er hätte den Bayern das Orgelbauen gelernt). Ich habe die Orgel der Neupfarrkirche jedenfalls immer als überdurchschnittlich und sehr charakteristisch empfunden und ich stehe mit meiner Meinung nicht allein da. Da ich mir eigentlich abgewöhnen will, mich über Kleinigkeiten aufzuregen, schließe ich hiermit.

Grüße

Franz

Edit: Ich will nur noch einmal klären, dass die Schnittmenge der Unsympathen und der Bayern auch nicht gerade klein ist. Nur für den Fall, dass ich jemanden auf den Schlips getreten habe.

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