Barkermaschine hat ausgedient?

Cor de Basset, Samstag, 25. Mai 2013, 12:18 (vor 4843 Tagen) @ stein
bearbeitet von Cor de Basset, Samstag, 25. Mai 2013, 12:23

In der Tat, ich kenne auch keine Elektropneumatik aus der Barockzeit. Geht ab dann die Langzeiterfahrung los oder wie? Und wieso soll das pauschal so teuer sein? Da scheint sich nicht jeder Orgelbauer dran zu halten.
Tut mir leid, aber irgendwie kann ich nicht so recht glauben, was hier geschrieben wird!


Elektropneumatisch wird heute kaum noch gebaut. Das alte Prinzip der mechanischen Orgel scheint sich doch eher durchgesetzt zu haben. Die Barker-Maschine hat auch ausgedient. Sie war 50-60 Jahre der Renner, wurde von elektronischen Systemen abgelöst, bis man auch hier die Beschränktheit erkannt hat.

Nein, das Konzept der Barker-Maschine (und deren Weiterentwicklung durch Stephen Kowalyshyn) hat keineswegs ausgedient! Es gibt heutzutage genügend überzeugende Beispiele für Orgelneubauten mit Barkerhebel - und nicht nur in Deutschland:

Heilig Geist, Mannheim (Göckel, 1990)
Kallio Church, Helsinki, Finnland (Åkerman & Lund, 1995)
Edythe Bates Old Grand Organ, Rice University, USA (C. B. Fisk & Manuel Rosales, 1997)
Finney Organ, Oberlin College & Conservatory, USA (C. B. Fisk, 2001)
Kathedrale in Lausanne, Schweiz (C. B. Fisk, 2003)
Kathedrale St. Sebastian, Magdeburg (Eule, 2005)
Central Pori Church, Finnland (Paschen Orgelbau, 2007)
Magdeburger Dom (Alexander Schuke, 2008)
Konstantinbasilika, Trier (Eule, 2014)

Diese Liste lässt sich mühelos fortsetzen.


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