Und nochmal Loccum: Bach-Probleme...

doppelfloete_h @, Hannover, Donnerstag, 09. Mai 2013, 16:25 (vor 4914 Tagen)

...diese ergaben sich in ungeahnter Fülle beim nächsten Meisterkurs, diesmal unter dem Stuttgartet Stiftskantor Kay Johannsen. Tagesthema war der Dritte Theil der Clavierübung - passend zur geplanten Gesamtaufführung durch die Musikhochschule Hannover (allerdings nicht in Loccum, puhh, Glück gehabt...).

Ich möchte jetzt keine ständige und einseitige Kritik an der neuen Seifert-Orgel üben - aber für mich war es eklatant zu erleben, wie sich das Instrument im tatsächlichen praktischen Gebrauch "verhält".
Es ging am vergangenen Montag in erster Linie um interpretatorische und spieltechnische Fragen, damit auch zu großen Teilen um Registrierung.
Insgesamt muss ich konstatieren: Die Sache mit den Wechselschleifen geht bei diesem Instrument völlig nach hinten los. Man ist ständig auf der Suche nach Ausgeglichenheit - sowohl was Manual plus Pedal als auch zweimanualiges Spiel angeht. Und man findet sie eigentlich nie... Irgendwas ist immer zu laut oder zu dick (Subbass) oder zu leise oder zu schrill (3' und aufwärts). Und die Alternative ist durch Wechselschleifen verbaut oder, weil das Schwellwerk schon als Pedalersatz dienen muss.

Sicher finder man irgendwo auch Lösungen, die am Ende auch mal ganz gut klingen. Aber sie sind selten und man muss sie wirklich LANGE suchen.
Insgesamt überwiegt alles das, was NICHT geht deutlich - und damit ist für mich das Konzept mehr oder weniger gescheitert. Was hätte man alles retten können, wenn man statt 36 Register inklusive Wechselschleifen plus 7 Register mitteltöniges Werk schlicht und einfach 40 "normale" Register gebaut hätte... *seufz* Mal abgesehen von intonatorischen Frechheiten wie den genannten Aliquoten und der penetranten 2'-Flöte... Das wäre sicher schöner gegangen!


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