Konzertsaalorgeln in Europa

schnitgers.anderer.erbe, Montag, 04. Februar 2013, 18:44 (vor 5014 Tagen) @ Reinhold Schafroth

Nun Gut, wenn ich so herangehe, kann ich natürlich alles in Frage stellen, auch die Zeugung von Kindern, schließlich sterben die ja auch irgendwann...

Nur die vermeintlich nichtvorhandene - zugegebenerweise recht kleine - Avantgarde als Gradmesser ist mir zu kurz, schließlich gibt es nicht so wenig Repertoir, welches eine Orgel im Konzertsaal benötigt. Ich spare mir hier Aufzählungen, aber ich möchte auch in Mahlers 2., der Straußschen Alpensinfonie und erst Recht in Saint-Saens 3. satten Orgelklang hören, wenn ich ins Konzert gehe und x Euro für die Karte bezahle. Eine Orgel wird eben in einigen Orchesterwerken verlangt und gehört damit auch in einen guten Konzertsaal. Und ich meine hier den Luftklinger und keine Elektronen-Prothese! Schließlich käme auch niemand auf die Idee die 3. Oboe in Bachs 2er WO-Kantate durch eine Triola zu ersetzen, nur weil ein dritter Oboist am 1. Weihnachtstag so schwer zu bekommen ist.

Die kompositorische Avantgarde (und damit meine ich nicht das Tango-Rumba-Blues-Choral-Gedudel) tut sich in der Tat mit der Orgel etwas schwer, aber dieses ja nicht nur im Konzertsaal. Wobei man auch dabei nicht Leute wie Peter Planyavski oder Thomas Daniel Schlee vergessen darf, die mir spontan einfielen, weil sie in jüngster Zeit entsprechende Kompositionen zum Repertoire beigesteuert haben.


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