Widor: Tempi

doppelfloete_h @, Hannover, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 13:56 (vor 5071 Tagen) @ stein

Die Orgeln in dieser Zeit geben einem schon alles vor. Nicht umsonst klingt bei Daniel Roth in St Sulpice alles so rund. Seine gerade erschiene Aufnahme der 9. u 10. sind schon wieder fast ausverkauft.

Richtig... trotzdem bleibt "nach hinten" auch einiges an "Spiel"-Raum! Und wie Friedrich treffend bemerkte, ist es stets eine Wahrnehmungssache.
Ich persönlich nehme z.B. Murray's Tempo vom Finale der 6. auch als SEHR langsam wahr, Tharp mit seinem Marche pontificale wiederum überhaupt nicht. Das würd ich nicht schneller haben wollen. Oft auch eine Frage der Aufnahmetechnik, wie das rüberkommt.
Mittlerweile hat sich bei mir die Tendenz auch geändert: Früher war ich fasziniert von zügigen Tempi, heute entdecke ich so manches Detail, das mir länger verborgen geblieben war. Wobei langsam nie = spannungsarm sein sollte - aber das ist eine Binsenweisheit.


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