Widor: Tempi
Dennoch gebe ich Dir recht: Ich persönlich mag es auch eher flotter, ob das nun Gewöhnung ist oder einfach, weil es auf unseren Orgeln in kleineren Kirchen besser klingt, weiß ich nicht. Aber flott gespielt, haben die rhythmischen Stücke schon eine andere Qualität, einfach mitreißender.
Ist es nicht auch eine Frage der Wahrnehmung? Ein deutlich und sorgfältig durchartikuliertes Stück wirkt in meine Ohren manchmal schneller als eines, das in überzogenem Tempo hingewischt wird – eben weil man nicht umhin kommt, alles zu hören. Die Ereignisdichte steigt gewissermaßen. Eine moderat schnelle Widor-Toccata höre ich gern, denn dann lässt sich würdigen, wie geschickt das Stück tatsächlich gebaut und geschichtet ist und wie gut die Dramaturgie funktioniert. Besonders liebe ich die Pedalfanfaren vor der Reprise – wenn sie nicht zu lange gehalten werden, denn dann gewinnen sie noch an Signalwirkung.
Solche Nuancen fallen aber weg, wenn wegen hohen Tempos die Haltedauer kaum mehr ins Gewicht fällt.
Gruß,
Friedrich
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- Widor: Tempi - Fabian Brackhane, 13.12.2012, 08:25
- Widor: Tempi - Karsten, 13.12.2012, 09:40
- Widor: Tempi - Tabernakelwanze, 13.12.2012, 09:42
- Widor: Tempi - Orlos, 13.12.2012, 09:59
- Widor: Tempi - Friedrich, 13.12.2012, 10:34
- Widor: Tempi - OrganisteTuttilaire, 13.12.2012, 10:26
- Widor: Tempi - stein, 13.12.2012, 10:38
- Widor: Tempi - doppelfloete_h, 13.12.2012, 13:56