Gesamteinspielungen der Orgelwerke von Max Reger

Karsten, Freitag, 26. Oktober 2012, 12:26 (vor 5123 Tagen) @ stein

Was mir auffällt: kaum eines der begonnenen Projekte nutzt konsequent historische Instrumente.

Rumwalzen ist heute nicht mehr In.

Wobei das Walzen gerade (bzw. nur) bei historischen Orgeln mit ihren grundtönigen Dispositionsaufbau ja nur Sinn macht. Ebenso wie die Kombinationstritte und Ladenaufteilungen bei den französischen Instrumenten.

Zu kompliziert würde sich das Ausregistrieren mit 4 oder mehr Registranten gestalten.

Sicher ein großer Mehraufwand, der aber ein herausragendes künstlerisches Ergebnis liefert und dadurch durchaus gerechtfertigt scheint. Ich verweise da immer wieder gerne auf Christoph Bosserts Einspielungen.

Die moderneren Instrumente haben die Schwächen der deutsch rom. Orgeln meist ausgebügelt. (Pneumatische, lange Trakturwege, wimmernde Mixturen, instabilen Wind, schwache Zungen etc.

...ebenso wie ihre Stärken! gerade die typischen Klangcharakterisiken der deutsch-romantischen Orgel bleiben auf der Strecke. Die angesprochenen negativen Punkte lassen sich durch eine gute Restaurierung beheben. "Schwache"(?) Zungen sehe ich nicht als negativ an, eher als Klangcharakteristik. Oder sind Cavaillé-Coll-Zungen etwa "zu laut"?

Dann nimmt man doch lieber Instrumente wie Fulda Dudelange usw. und verweist energisch auf die historische Substanz.

Ja, leider. Aber wie Friedrich schrieb: nach "Sauer" klingt in Fulda herzlich wenig...

Gruß
Karsten


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