"Der Bösken", war: Eine neue alte Orgel

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Dienstag, 22. März 2011, 09:27 (vor 5643 Tagen) @ jrbecker

Wenn du schreibst:
"Soll heißen: Historie korrekt, jüngste Vergangenheit hingegen nicht, und zwar nicht einmal annähernd."
dann ist das natürlich klar, denn Böskens Arbeit der Datenaufnahme endet wenn ich es richtig verstanden habe - je nach Landstrich - irgendwann Mitte der 70er Jahre. (Meine Orgel von 1977 ist im Bösken z. B. noch erwähnt.) Alles was danach passiert ist, kann keine Berücksichtigung mehr gefunden haben.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Bösken einen Planungsstand darstellt, der dann anders umgesetzt worden ist.

Exakt dasselbe Gefühl beschlich mich auch. Den - angeblichen - Zustand bei Datenerhebung kann es in diesem konkreten Fall nie und nimmer gegeben haben, das ist schon allein aus platztechnischen Gründen völlig unmöglich. Bösken gibt für das betreffende Instrument einen Neubau 1960/61 an, der die alte Orgel um mehr als das Dreifache an Größe übertroffen hätte, wäre er denn realisiert worden.

Welche Orgel hast du konkret?

Um die Ogel der (privaten) Gottliebenkapelle in Worms. Sauer 1890, I/3, ich hatte über dieses Örgelchen neulich schonmal gepostet. Laut Bösken hat Oberlinger diese 1961 durch eine 11-registrige Orgel ersetzt. De facto existiert sie aber bis heute, wenn auch mit fürchterlich verstümmeltem Pfeifenwerk, was ich aber icht wage, eben dieser Firma zur Last zu legen, so ein Gemetzel kann kein seriöser Orgelbauer angerichtet haben.

Fabian

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