Erfahrungsbericht und Ausblick: Möglicher Orgelneubau in Münchner Innenstadt?

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Sonntag, 20. Oktober 2024, 18:59 (vor 693 Tagen) @ Cmcmcm1

In jedem Fall halte ich es für sinnvoll den klanglichen Schwerpunkt der Orgel ins Langhaus zur Gemeinde zu verlegen. Der Grundriss verdeutlicht doch sehr, wie ungünstig weit Orgel und singende Gemeinde derzeit auseinander liegen.

Ob eine kleinere klangliche Stütze im Chorraum ggf. für einen Chor und/oder die Liturgen notwendig sein könnte, wäre zumindest denkbar.

Wir sind ja hier gerade mal wieder durch das Thema "Zukunft der Kirchen(gebäude)" gerobbt, von daher würde ich im Hinterkopf immer behalten, dass man mit der Orgel auch etwas interessantes tun können sollte, wenn es kaum mehr Gottesdienste bzw. gar keine mehr gibt (auch wenn das aktuell für diese Kirche noch nicht vorstellbar scheint).

Und da halte ich auch alle Möglichkeiten für wichtig, die "Orgel plus" im weitesten Sinne ermöglichen. Gerade auch mit Chor oder Instrumenten, sofern der Raum dort dafür attraktiv ist (muss ja auch irgendwo aufgestellt werden). Ich weiß nicht, ob in München schon eine Art "Kunst-Kirche" etabliert ist, aber man wird in naher Zukunft auch gelegentlich davon hören, dass für Orgeln mit Einzeltonsteuerung, vielleicht auch generell einfach mit Schnittstelle, Menschen Musik schaffen, die man jetzt aus Orgelszene-Sicht nicht auf dem Schirm hat.

Ein Raum, der auch dafür genutzt wird, dass Besucher im Rahmen von Ausstellungen interaktiv Klänge steuern oder z. B. Tänzer - ja, das will man alles nicht auf die Dauer, kann aber zwischendurch schon gut sein - dann ist die entsprechende Eignung schon mal gut.

Ich habe dazu schon gute Beispiele erlebt, die das Abendland der Orgelkultur nicht retten, aber dessen Versinken bremsen können (oder im Sinne von Poupoulcourouse: überwintern helfen).


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