Orgelprojekt St. Johann Osnabrück

Contrebasson 32' @, Wien, Dienstag, 06. August 2024, 15:17 (vor 769 Tagen) @ GoswinHeilmann

Also hat man letztlich den Leuten einen an Berner orientierten, aber deutlich größeren Neubau als Rekonstruktion verkauft. Man wollte einen Neubau und bekommt ihn. Der ursprünglich geplante Ankauf einer zusätzlichen, romantischen Orgel ist offenbar vom Tisch.
Ohne Frage bekommt St. Johann sicher ein exzellentes Instrument. Kurios aber, dass in den Hauptkirchen der Innenstadt keine Orgel eines deutschen Orgelbauers mehr zu hören ist. Den Schrotthaufen in der Herz-Jesu-Kirche zähle ich dabei nicht mit und St. Joseph liegt auch schon zu weit draußen. Auch an die Orgelbautradition der Stadt, man denke an den Namen Kreienbrink, erinnert kein nennenswertes Instrument mehr.

Diese Entwicklung ist - zumindest aus der Ferne betrachtet - zu bedauern.

Für die knapp 1,5 Mio Euro Baukosten hätte man wahrscheinlich auch die Kreienbrink technisch überholen und Ersatzpfeifen für das historische Pfeifenwerk anfertigen können, sowie einen (kleineren) wirklich sehr eng an Berner orientierten Neubau ins Qerhaus stellen können. Dann hätte man die luxuriöse Situation einer überzeugenden Universalorgel, die "symphonisch" sprechen kann, plus einer barocken Stilorgel inkl. Verwendung von historischem Pfeifenwerk unter einem Kirchendach. So freuen sich die Herolde des Evangeliums.


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