Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 28. März 2024, 22:38 (vor 893 Tagen)
Von der Winterhalter-Orgel, die in der Segeberger Marienkirche errichtet werden soll (die Orgel war im Forum Thema) gibt es seit einiger Zeit ein Prospekt-Rendering und vor allem einen Baublog mit bereits einigen Videos, in denen man neben den Segeberger Exponenten auch Claudius Winterhalter erleben kann:
https://marienkirche-foerderverein.de/index.php/orgel-neubau/bau-blog
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MichaelS
, Dülmen, Dienstag, 09. April 2024, 16:13 (vor 881 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
nur die geplante Disposition findet man nirgends.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 09. April 2024, 17:03 (vor 881 Tagen) @ MichaelS
nur die geplante Disposition findet man nirgends.
Ein Beweis für die gute Finanzierung dank abgeschlossener Patenschafts-Aktion.... man hätte damals die Pfeifen-Landkarte sichern müssen, ich hab es aber auch nicht gemacht. Ich bin auch gar nicht mal sicher, ob sie öffentlich zu sehen war.
stein würde ungefähr so antworten:
Die Disposition kann sich noch ändern und wird kurz nach der Einweihung festgelegt. :-)
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ThoFi, Dienstag, 09. April 2024, 17:46 (vor 881 Tagen) @ MichaelS
Hier https://marienkirche-foerderverein.de/index.php/2-uncategorised/16-pfeifenpatenschaft
gab's eine Übersicht.
Viel "Lametta" ....
Thomas
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 09. April 2024, 18:55 (vor 881 Tagen) @ ThoFi
Hier https://marienkirche-foerderverein.de/index.php/2-uncategorised/16-pfeifenpatenschaft
gab's eine Übersicht.
Viel "Lametta" ....Thomas
Eine echte Winterhalter - finde ich sehr gut inklusive Lametta, allerdings ist klar, wenn man die Registerzahl kennt und man sich freudig durch die Manuale liest, dass im Pedal kaum mehr eigene Pfeifen sein werden. Und so ist es ja auch wieder mal.
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Johannes Maria, Dienstag, 09. April 2024, 21:56 (vor 881 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Ehrliche, ernst gemeinte Frage: Was spielt man oder wie spielt man auf einer solchen Otgel im Pedal, wenn das so wenig eigenes hat? Da würde mein liturgisches Orgelspiel schon scheitern - wie an kleinen Orgeln, die nur Subbass+Pedalkoppel haben. Abgesehen von Orgelliteratur, die dem Pedal eigenständig Aufgaben zuweist (Herr Bach hat da so einiges geschrieben).
Und fürs echte Französieren fehlen mal wieder die Voix humaines - die im HW und die SW (man hat sich ja mit Cornets und Cromorne bzw. Hautbois beide Stile offen gehalten.
Entschuldigung für meine negativen Vibes, aber das ist doch wieder ein Stilmischmasch, der überall Lücken lässt. Ich versteh's einfach nicht. Vielleicht kann es mir jemand erklären.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 09. April 2024, 22:10 (vor 881 Tagen) @ Johannes Maria
Ehrliche, ernst gemeinte Frage: Was spielt man oder wie spielt man auf einer solchen Otgel im Pedal, wenn das so wenig eigenes hat? Da würde mein liturgisches Orgelspiel schon scheitern - wie an kleinen Orgeln, die nur Subbass+Pedalkoppel haben. Abgesehen von Orgelliteratur, die dem Pedal eigenständig Aufgaben zuweist (Herr Bach hat da so einiges geschrieben).
Und fürs echte Französieren fehlen mal wieder die Voix humaines - die im HW und die SW (man hat sich ja mit Cornets und Cromorne bzw. Hautbois beide Stile offen gehalten.Entschuldigung für meine negativen Vibes, aber das ist doch wieder ein Stilmischmasch, der überall Lücken lässt. Ich versteh's einfach nicht. Vielleicht kann es mir jemand erklären.
Es lohnt sich, über diese Kritik nachzudenken. Vorweg schon mal das, was gewünscht war:
Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Segeberg plant den Bau einer neuen Orgel für die Marienkirche, einer dreischiffigen Backsteinbasilika im romanischen Stil.
Es wird für den Turmraum auch eine zu gestaltende Rückansicht der Orgel geben. Geplant ist ein dreimanualiges Werk mit 43 Registern, mechanischer Spieltraktur und elektrischem Regierwerk.
Der Prospekt soll sich in nicht historisierender Weise den Proportionen und dem Stil des Raumes unterordnen. Eine leichte, aufstrebende Gestaltung z.B. in Form eines Freipfeifenprospektes wird favorisiert.
Die neue Orgel soll aus wertbeständigen Materialien hergestellt werden. Erwartet wird eine leichtgängige Spielmechanik mit gut spürbarem Druckpunkt. Das Klangkonzept ergibt sich aus der Disposition und der guten Orgelakustik der Marienkirche, eine klassische spätbarocke Anlage mit gutem Klangfundament und stilistischen Erweiterungen in Richtung „deutsche Romantik“ mit leicht französischen Anklängen im Schwellwerk.
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Karsten
, Dienstag, 09. April 2024, 22:26 (vor 881 Tagen) @ Johannes Maria
[...]
Entschuldigung für meine negativen Vibes, aber das ist doch wieder ein Stilmischmasch, der überall Lücken lässt. Ich versteh's einfach nicht. Vielleicht kann es mir jemand erklären.
Die Lücken zu haben bzw. zu erkennen ist das eine. Man kann dann mit ihnen leben, sie in Kauf nehmen, umgehen oder durch geschickte Nutzung der Ressourcen sie mehr oder weniger schließen oder zumindest mildern. Das geht sicher nicht ohne Vorbereitungszeit und ausgiebigen Kennenlernen der Orgel. Wer nur "à la carte" registrieren kann, der wird eher aufgeschmissen sein.
Selbst bei ausgetüfteltesten Registrier-"Vorschriften" der Franzosen findet man nicht selten als Fußnote, dass die Registrierungen und Spielvorgaben selbstverständlich an die Klangmöglichkeiten der jeweiligen Orgel angepasst werden können/sollen/müssen/dürfen.
Gruß
Karsten
P.S. Mir ist da das Bild von "Lücken" bzw. Schlaglöchern einer Straße in den Sinn gekommen. Wenn man als Fahrer weiß, dass eine Straße Schlaglöcher hat, kann er unterschiedlich damit umgehen. Er kann das Auto wechseln, eine andere Route nehmen, oder stur mit der erlaubten Geschwindigkeit durch das Schlagloch fahren...
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 09. April 2024, 22:32 (vor 881 Tagen) @ Johannes Maria
Ehrliche, ernst gemeinte Frage: Was spielt man oder wie spielt man auf einer solchen Otgel im Pedal, wenn das so wenig eigenes hat? Da würde mein liturgisches Orgelspiel schon scheitern - wie an kleinen Orgeln, die nur Subbass+Pedalkoppel haben. Abgesehen von Orgelliteratur, die dem Pedal eigenständig Aufgaben zuweist (Herr Bach hat da so einiges geschrieben).
Und fürs echte Französieren fehlen mal wieder die Voix humaines - die im HW und die SW (man hat sich ja mit Cornets und Cromorne bzw. Hautbois beide Stile offen gehalten.Entschuldigung für meine negativen Vibes, aber das ist doch wieder ein Stilmischmasch, der überall Lücken lässt. Ich versteh's einfach nicht. Vielleicht kann es mir jemand erklären.
Also, nach erstem Durchdenken würde ich wie folgt antworten, und könnte mir vorstellen, dass das ein wenig zu Winterhalters Denke passt - vgl. die anderen Orgeln mit dem Ansatz zweier relativ gleichwertiger Werke, hier HW und POS.
Wenn ich das Pos als HW auffasse und nutze, würden die PEdaltransmissionen aus dem HW nicht stören, oder nur bei gekoppeltem Spiel. Vielleicht gibt es auch hier die Möglichkeit sowohl II an I wie auch I an II zu koppeln? Das hat Winterhalter in Konstanz gemacht, auch dort das Prinzip zweier relativ gleich starker Werke mit unterschiedlicher regionaler Akzentuierung.
Wie auch iommer, wir kommen zur Einschränkung bzw. der Rechnung für den "Reichtum" im Manual: Abgesehen von stilistischen Fragen könnte es richtiger sein, die Orgel eher II/P als III/P aufzufassen.
Ehrliche Gegenfrage: Ich verstehe die Ausgangsfrage gut, aber ist es vertretbar, zu fragen "Was oder wie spielt man auf einer solchen Orgel?", wenn sie doch nicht die kleinste ist?
Man müsste die Frage verfeinern in Richtung: Konnte der in der Ausschreibung formulierte Wunsch (siehe andere Antwort von mir) umgesetzt werden?
Wie gesagt, sehe ich die Orgel eher zweimanualig, ist immer über die Transmissionen oder das gerade "unbenutzte" und demnach angekoppelte Manual eine klangliche Eigenständigkeit für das Pedal möglich. Mensuration und Intonation können dies in der Nutzbarkeit mindern, allerdings betont Winterhalter bei solchen Fällen die geschickte Gestaltung der Pfeifen. Wir dürfen annehmen, dass seine Lösungen zu den besten Kompromissen gehören, die möglich sind. Ein Kompromiss bleibt es.
Wir stellen fest, was wir schon lange wissen: Stilistisch flexible Orgeln mit III/P beginnen ab ca. 45 Stimmen.
Andererseits: Ich erinnere an die Gregor-Hradetzky-Orgel II/27 in Wien St. Ursula, der kleinen Hochschulkirche, die mehr Akustik hatte als viele Bauten größeren Raumes. Wir haben dort ALLES gespielt. Und schön war's, irgendwie... Viele Klänge entstanden sicherlich im Kopf, der aber dadurch qualifiziert wurde, andernorts ebenfalls Wasser in Wein zu verwandeln.
Nachdem wir hier kürzlich Lametta in's Spiel brachten, müssen wir den berühmten Satz allerdings umwandeln in: "Früher war mehr Pedal!"
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Dorforganist, Dienstag, 09. April 2024, 23:38 (vor 881 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Wie gesagt, sehe ich die Orgel eher zweimanualig, ist immer über die Transmissionen oder das gerade "unbenutzte" und demnach angekoppelte Manual eine klangliche Eigenständigkeit für das Pedal möglich.
Finde ich einen interessanten Denkansatz - den Gerhard Schmid vor vielen Jahren (ohne Transmissionen) ansatzweise vorweggenommen hat, indem er bei einigen seiner Orgeln das Kleinpedal über ein eigenes drittes Manual spielbar machte.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 09. April 2024, 23:43 (vor 881 Tagen) @ Dorforganist
Wie gesagt, sehe ich die Orgel eher zweimanualig, ist immer über die Transmissionen oder das gerade "unbenutzte" und demnach angekoppelte Manual eine klangliche Eigenständigkeit für das Pedal möglich.
Finde ich einen interessanten Denkansatz - den Gerhard Schmid vor vielen Jahren (ohne Transmissionen) ansatzweise vorweggenommen hat, indem er bei einigen seiner Orgeln das Kleinpedal über ein eigenes drittes Manual spielbar machte.
Ja, das Prinzip des Clavier de Réson(n)ance - hatten wir ja gerade hier....
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Johannes Maria, Mittwoch, 10. April 2024, 09:15 (vor 880 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Den Gedanken, das nicht benutzte Manual fürs Pedal zu nutzen, formuliert auch Klotz, weswegen er ja möchte, dass z. B. die Register des SW bis zum Großen C runter eigenständig gebaut und nicht durch Bauformwechsel klanglich verändert werden.
Walter S. aus E. war es, glaube ich, der gefordert hatte, dass ein Viertel der Register für das Pedal vorzusehen seien. Ich halte das nicht für den schlechtesten Ansatz. Auch er sieht in seinen Vorschlägen im Buch "Die Orgeldisposition" auch oft Transmissionen vor (eher bei den mittleren und großen Dispositionen), aber es geht immer um Weitchor, Farbregister, Zungen, nie um das Grundgerüst der Prinzipale.
Wenn trotz Transmissionen doch noch Koppeln nötig sind, dann lieber eine werkdifferenzierte Gestaltung wie Mannheim/Herz-Jesu (egal ob französisch, symphonisch, Englisch oder deutsch).
Ich glaube, von mir sagen zu können, dass ich "Übersetzen" kann. Versetzungen eine oder auch zwei Oktaven, wenn da die bessere Registrierung liegt, sind normal. Ich hab Francks E-Dur-Choral auf meiner Rieger-Serienorgel gespielt und fand für alle Lagen und Partien passendes (da hab ich auch bei II/20 sechs eigene Pedalregister).
Wenn der Orgelbauer in Bad S. das umgesetzt hat, was gewünscht wurde, dann ist es vielleicht eine Wunschwelt, die sich mit der meinen nicht deckt. Vielleicht erkenne ich die Logik nicht, weil ich einer anderen folge - so wie ich manchmal glaube, in Dispositionen eine logische Gestaltung zu sehen, wo andere nur Geklingel finden (siehe letztens hier die kleine Vierregister mit nur Quintade 4' als "Grundstimne").
Muss ich mit leben ...
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 10. April 2024, 15:06 (vor 880 Tagen) @ Johannes Maria
Den Gedanken, das nicht benutzte Manual fürs Pedal zu nutzen, formuliert auch Klotz, weswegen er ja möchte, dass z. B. die Register des SW bis zum Großen C runter eigenständig gebaut und nicht durch Bauformwechsel klanglich verändert werden.
Walter S. aus E. war es, glaube ich, der gefordert hatte, dass ein Viertel der Register für das Pedal vorzusehen seien. Ich halte das nicht für den schlechtesten Ansatz. Auch er sieht in seinen Vorschlägen im Buch "Die Orgeldisposition" auch oft Transmissionen vor (eher bei den mittleren und großen Dispositionen), aber es geht immer um Weitchor, Farbregister, Zungen, nie um das Grundgerüst der Prinzipale.
Kommt bei mir aktuell noch hin, Pedal 22 von 83 Registern.... :D
Wenn trotz Transmissionen doch noch Koppeln nötig sind, dann lieber eine werkdifferenzierte Gestaltung wie Mannheim/Herz-Jesu (egal ob französisch, symphonisch, Englisch oder deutsch).
Ich glaube, von mir sagen zu können, dass ich "Übersetzen" kann. Versetzungen eine oder auch zwei Oktaven, wenn da die bessere Registrierung liegt, sind normal. Ich hab Francks E-Dur-Choral auf meiner Rieger-Serienorgel gespielt und fand für alle Lagen und Partien passendes (da hab ich auch bei II/20 sechs eigene Pedalregister).
Genau, das müssen wir ja letztlich doch überwiegend so machen - die wenigsten haben regelmäßig wirklich "passende" Instrumente für die jeweilige musikalische Aufgabe zur Verfügung.
Wenn der Orgelbauer in Bad S. das umgesetzt hat, was gewünscht wurde, dann ist es vielleicht eine Wunschwelt, die sich mit der meinen nicht deckt. Vielleicht erkenne ich die Logik nicht, weil ich einer anderen folge - so wie ich manchmal glaube, in Dispositionen eine logische Gestaltung zu sehen, wo andere nur Geklingel finden (siehe letztens hier die kleine Vierregister mit nur Quintade 4' als "Grundstimne").
Muss ich mit leben ...
Ja, beim Sparen kommt dann das persönliche Element zum Tragen, und man kann sagen: Ich hätte was anderes genommen/weggelassen.
Es gibt eben noch einen Mitautor an Dispositionen und Konzepten, nämlich den Kostendruck. Und ähnlich wie eine reale Person, die bei einer frühen Sitzung fehlt oder noch nicht einberufen war, bringt dieser später seine "Sicht" ein. Es könnte in B. S. und vielen anderen Orten so gewesen sein, dass eine recht schlüssige Idee immer detaillierter geplant wurde, doch dann wurde der Preis erkennbar, es gab vielleicht Infos aus dem Fundraising, dass bei Betrag X voraussichtlich Schluss sein würde - und dann geht das mit den Absstrichen los.
In das ursprüngliche Konzept hatte man sich aber schon verliebt, doch jetzt muss was weg, und die Sache beginnt, unrund zu werden.
Das ist jetzt für B. S. völlig spekulativ, aber weil diese Problematik inzwischen an meine Tür klopft und ich schon spüre, wo ungefähr Abstriche gemacht werden müssen, die aber letztlich vielleicht auch die Überzeugungskraft eines Plans mindern können, werde ich aufmerksamer für diesen wenig sympathischen Mitautor in der Orgelkommission. (Nun, manchmal verhilft sein Beitrag auch zu einer besseren Verdichtung der Ideen.)
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Residual, Donnerstag, 11. April 2024, 04:26 (vor 880 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Residual, Donnerstag, 11. April 2024, 04:31
...
Nachdem wir hier kürzlich Lametta in's Spiel brachten, müssen wir den berühmten Satz allerdings umwandeln in: "Früher war mehr Pedal!"
Vielleicht eine Annäherung an immer schlechter ausgebildete Aushilfsorganisten, die mit ihren nur elementaren Kenntnissen im Klavierspiel die Pedalklaviatur allenfalls für lang ausgehaltene Bordunbässe nutzen?
Echte Pedalregister werden weiter mensuriert und passend intoniert gegenüber Manualregistern.
Wenn ich mir allerdings sonntäglich selbst von Orgelprofis das Non-Legato-Gehacke in Kirchen mit stumpfer Akkustik anhöre, wünsche ich ihnen einen Elementarkurs im eleganten französischen Spitze-Absatz-Pedalspiel, der auch an deutschen MHS zur Basisausbildung gehörte.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 11. April 2024, 08:00 (vor 880 Tagen) @ Residual
...
Nachdem wir hier kürzlich Lametta in's Spiel brachten, müssen wir den berühmten Satz allerdings umwandeln in: "Früher war mehr Pedal!"
Vielleicht eine Annäherung an immer schlechter ausgebildete Aushilfsorganisten, die mit ihren nur elementaren Kenntnissen im Klavierspiel die Pedalklaviatur allenfalls für lang ausgehaltene Bordunbässe nutzen?
Echte Pedalregister werden weiter mensuriert und passend intoniert gegenüber Manualregistern.
Wenn ich mir allerdings sonntäglich selbst von Orgelprofis das Non-Legato-Gehacke in Kirchen mit stumpfer Akkustik anhöre, wünsche ich ihnen einen Elementarkurs im eleganten französischen Spitze-Absatz-Pedalspiel, der auch an deutschen MHS zur Basisausbildung gehörte.
Die von uns hier diskutierten Instrumente werden weitab (=oberhalb) der Aushilfsorganistenszene bedient, auch noch in einigen Jahren. Das Spitze-Absatz-Spiel (ob französisch oder italienisch etikettiert) wird natürlich weiterhin gelehrt. Dass es etwas anders als Legato gibt und davon auc hviel mehr geben müsste, war schon in meiner Jugend die große Sauerstoffzufuhr nach Jahrzehnten des spieltechnischer Muffs, der sich, wie Schimmel über eine Bibliothek, über alle Stilepochen der gepflegten Orgelmusik ausgebreitet hat. Mögen die gespielten Noten damals mitunter auch sehr schnell, aber eben verklebt gewesen sein....
Wird Orgelspiel als Gehacke empfunden, ist das immer ein Geschmacks- bzw. Dosierungsproblem, keines der Technik an sich. Im L.O. ist das Auftrennen des Spiels, in allen Akustiken, gerade das hauptsächliche Mittel der Gemeinde-Kontrolle, noch vor der Registrierung (die dann nämlich sanfter ausfallen kann). Dabei ist aber, wie in der Literatur, eine permanente Beachtung des Zählzeitengewichts erforderlich, um die Trennungsräume differenziert zu gestalten. Fallen diese einheitlich aus, entsteht tatsächlich sofort der maschinelle und uninspirierte Charakter.
Es freut mich, dass Organisten wie Karosi oder Laube - bei den beiden fiel es mir zuletzt auf - eine derartige Kultur ganz unaufgeregt pflegen und den Spiel- und Hörgeschmack der Orgelszene in einem Sinne formen, der allen Kompositionen, die außerhalb bestimmter Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts entstanden sind, eine würdige Wiedergabe ermöglicht und die technische Leistungsfähigkeit (=Traktur) eines ekklektisch geschulten Orgelbaus nutzt.
Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
perotin, Mittwoch, 10. April 2024, 01:27 (vor 881 Tagen) @ Johannes Maria
Abgesehen von Orgelliteratur, die dem Pedal eigenständig Aufgaben zuweist (Herr Bach hat da so einiges geschrieben).
Ich bin zuversichtlich, daß sich die allermeisten Orgelwerke Bachs auf dieser Orgel gut werden darstellen lassen. Und auch sonst ein großer Teil der Orgelliteratur. Sooo arg schlecht ist die Pedalbesetzung nun auch wieder nicht.
In der verlinkten Dispo hat das Pedal keine 4'-Zunge (die Manualwerke auch nicht). Aber vielleicht wird es 1 bis 2 Superoktavkoppeln zum Pedal geben, sinnvoll wäre das schon. Ansonsten gehe ich mal davon aus, daß alle "Normalkoppeln" vorhanden sein werden.
Eher mehr als eine Voix humaine vermisse ich ein eigenständiges Cornett (im HW).
Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
MichaelS
, Dülmen, Mittwoch, 10. April 2024, 17:52 (vor 880 Tagen) @ perotin
Die Superkoppeln deuten sich durch den Ausbau einiger Schwellwerksregister an. Sehr vernünftig, sonst sind Superkoppeln nur äußerst beschränkt nutzbar.
Das Fehlen des Cornet im Hauptwerk lässt mich auch ein weinendes Auge bekommen. Zur Voix humaine hat wohl jeder (?) Organist eine Hassliebe: sie bedarf intensive Pflege und regelmäßiges Nachstimmen. Sonst wird sie nur nicht benutzt sondern irgendwann sitzen die Krücken fest...
Sind die vier Mixturen im ersten und zweiten Manual denn wirklich eigenständige Register oder sind die kleineren nur Vorabzüge der größeren?
Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karsten
, Mittwoch, 10. April 2024, 17:59 (vor 880 Tagen) @ MichaelS
Sind die vier Mixturen im ersten und zweiten Manual denn wirklich eigenständige Register oder sind die kleineren nur Vorabzüge der größeren?
Schaut man sich die Pfeifenzahlangaben auf der Patenschaftenübersicht an, so benutzen die Mixturen offenbar gemeinsame Pfeifenreihen.
Gruß
Karsten
Neues im Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 24. Januar 2025, 17:35 (vor 591 Tagen) @ Karsten
Ich war länger nicht mehr auf
https://marienkirche-foerderverein.de/index.php/orgel-neubau/bau-blog
Es kam inzwischen doch Einiges dazu (ich kannte nur bis Teil 5). Meister Winterhalter präsentiert stolz und ansprechend sein Wirken, in Teil 8 sogar ein Alphorn-Solo. Es gibt viel Schönes zu sehen. In Teil 10 erfährt man Einiges über die bei Winterhalter übliche Carbon-Traktur und bekommt auch als Laie viel erläutert.
Überrascht war ich, Fabio Paiano im Kreis der Orgel-Delegation in der Werkstatt zu sehen. Und richtig, von ihm ist sogar die sich stets leicht wandelnde Intro-Musik der Filme.
Er war als Lübecker Student hier Thema (die ELP-Adaption etc.), dass er in Bad Segeberg schon assistentisch wirkt, war mir nicht bekannt.
Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Montag, 31. März 2025, 18:10 (vor 525 Tagen) @ MichaelS
Der Bau-Blog zur Winterhalter-Orgel in Bad Segeberg hat ja schon den Firmenchef relativ stark aus der Reserve gelockt (jedenfalls habe ich ihn im Netz noch nicht so viel und gern erzählend erlebt). Die jüngsten beiden Folgen präsentieren nun Kilian Gottwald, der das Isntrument intoniert. Auch von ihm hört man viel Interessantes. Außerdem gibt es schon viele schöne Aufnahmen des fertigen Instruments und auch erste Klänge.
Es sieht beinahe so aus, als würden einige Registernamen erst auf der Baustelle finalisiert - es gibt überklebte Wippen, einige liegen auch "auf Reserve" am Tisch? Naja, kann alles ein Irrtum sein, aber es würde auch zum Prozess, wie Gottwald ihn beschreibt, passen.
(Die anderen Blog-Folgen findet man am besten über die Startseite).
PS: Es gibt schon Orgelmusiken zur Marktzeit ein Monat vor der offiziellen Einweihung und dem zugehörigen Festkonzert, wenn ich das richtig verstanden habe.
Das finde ich gut, ist es doch immer unangenehm, wenn ihm Einweihung-Feiern dann noch technische Pannen auftreten, weil die Orgel im Vorfeld noch nicht ausreichend "traktiert" wurde.
Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Orgelwaldi, Montag, 31. März 2025, 19:15 (vor 525 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Und der beste Organist der Welt wurde auch schon eingeladen
Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
jori
, Montag, 31. März 2025, 20:00 (vor 525 Tagen) @ Orgelwaldi
Und der beste Organist der Welt wurde auch schon eingeladen
Wer ist es?
Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Montag, 31. März 2025, 20:08 (vor 525 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Der Bau-Blog zur Winterhalter-Orgel in Bad Segeberg hat ja schon den Firmenchef relativ stark aus der Reserve gelockt (jedenfalls habe ich ihn im Netz noch nicht so viel und gern erzählend erlebt). Die jüngsten beiden Folgen präsentieren nun Kilian Gottwald, der das Isntrument intoniert. Auch von ihm hört man viel Interessantes.
zum Beispiel, dass eine Zungenpfeife wie eine Klarinette funktioniert...?
wahrscheinlich bin ich (wieder einmal) zu pingelig - aber wenn eine Zungenpfeife wie eine Klarinette funktionierte
warum muss diese dann mit einer Krücke an der Zunge gestimmt werden ?
eine LängenÄnderung des Schallbechers müsste dem entsprechend ja wohl eher zum Erfolg führen
zudem ist mir komplett neu (bisher), dass eine Zungenpfeife nur ungradzahlige Teiltöne produziert...
oder ?
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
tiratutti
, Montag, 31. März 2025, 20:22 (vor 525 Tagen) @ elias.orgel
zum Beispiel, dass eine Zungenpfeife wie eine Klarinette funktioniert...?
er hat nicht gesagt, dass eine Zungenpfeife wie eine Klarinette funktioniert. Er sagt, dass man sich den Aufbau einer Zungenpfeife wie den Aufbau einer Klarinette vorstellen kann.
Grüße von tiratutti
Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Montag, 31. März 2025, 21:52 (vor 525 Tagen) @ tiratutti
zum Beispiel, dass eine Zungenpfeife wie eine Klarinette funktioniert...?
er hat nicht gesagt, dass eine Zungenpfeife wie eine Klarinette funktioniert. Er sagt, dass man sich den Aufbau einer Zungenpfeife wie den Aufbau einer Klarinette vorstellen kann.Grüße von tiratutti
da hast Du natürlich vollkommen Recht
wörtlich:
"Also ne Zungenpfeife ist vollkommen anders aufgebaut, des kann man sich vorstellen wie ne Klarinette..."
trotzdem finde ich diese oft erwähnte "Nähe" von einer Zungenpfeife und einer Klarinette physikalisch eher problematisch
und ich wage mal die Behauptung, dass 100 Leute auf der Straße (die Videos sind ja wahrscheinlich nicht unbedingt für ein versiertes Fachpublikum gedacht) eben genau das verstehen würden:
eine Zungenpfeife (in der Orgel) funktioniert wie eine Klarinette...
--
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Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 01. April 2025, 00:08 (vor 525 Tagen) @ elias.orgel
und ich wage mal die Behauptung, dass 100 Leute auf der Straße (die Videos sind ja wahrscheinlich nicht unbedingt für ein versiertes Fachpublikum gedacht) eben genau das verstehen würden:
eine Zungenpfeife (in der Orgel) funktioniert wie eine Klarinette...
Finde ich nicht schlimm.
Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Dienstag, 01. April 2025, 06:31 (vor 525 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
und ich wage mal die Behauptung, dass 100 Leute auf der Straße (die Videos sind ja wahrscheinlich nicht unbedingt für ein versiertes Fachpublikum gedacht) eben genau das verstehen würden:
eine Zungenpfeife (in der Orgel) funktioniert wie eine Klarinette...
Finde ich nicht schlimm.
Vielleicht stimmt da mit deinem Gefühl was nicht... (noch'n Allerh-Ei-ligen ? ;-)
--
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Kilian Gottwald über Intonation, war: Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Dienstag, 01. April 2025, 09:55 (vor 524 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 01. April 2025, 10:01
Der Bau-Blog zur Winterhalter-Orgel in Bad Segeberg hat ja schon den Firmenchef relativ stark aus der Reserve gelockt (jedenfalls habe ich ihn im Netz noch nicht so viel und gern erzählend erlebt). Die jüngsten beiden Folgen...
den (quasi in den Schrank geschobenen)
... "Art Deco Spieltisch"
finde ich (soweit ich das gesehen habe) sehr elegant...
oder
um hier mal die drei wichtigsten Adjektive für ein perfektes* Geschenk anzubringen
formschön - praktisch und erotisch ;-)
.
.
.
*mbunnmMn
--
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PfauenPfedern... Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Dienstag, 22. April 2025, 09:10 (vor 503 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 22. April 2025, 09:19
PfauenPfedern... Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 22. April 2025, 11:10 (vor 503 Tagen) @ elias.orgel
Das Video zeigt erstmals den Rückprospekt der Orgel. Schön, dass man sich gegen eine Einbauschrank-Wirkung entschieden hat. Dass die goldenen Platten anscheinend als schräggestellte Reflektoren gedacht sind, habe ich bisher nicht gemerkt. Interessant.
PfauenPfedern... Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Dienstag, 22. April 2025, 11:46 (vor 503 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Dass die goldenen Platten anscheinend als schräggestellte Reflektoren gedacht sind, habe ich bisher nicht gemerkt. Interessant.
Da würde es mich noch mehr interessieren wie stark die "Wirkung" beim Reflektieren wohl ist...
(ob die auch noch intoniert werden müssen ;-)
--
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PfauenPfedern... Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 22. April 2025, 16:27 (vor 503 Tagen) @ elias.orgel
Dass die goldenen Platten anscheinend als schräggestellte Reflektoren gedacht sind, habe ich bisher nicht gemerkt. Interessant.
Da würde es mich noch mehr interessieren wie stark die "Wirkung" beim Reflektieren wohl ist...
(ob die auch noch intoniert werden müssen ;-)
Möglicherweise. Sie sind ja anscheinend in Scharnieren gelagert.
PfauenPfedern... Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Dienstag, 22. April 2025, 23:04 (vor 503 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 22. April 2025, 23:11
Dass die goldenen Platten anscheinend als schräggestellte Reflektoren gedacht sind, habe ich bisher nicht gemerkt. Interessant.
Da würde es mich noch mehr interessieren wie stark die "Wirkung" beim Reflektieren wohl ist...
(ob die auch noch intoniert werden müssen ;-)
Möglicherweise. Sie sind ja anscheinend in Scharnieren gelagert.
beweglich ?
Per Computer oder Fernbedienung...
individuell während des Spiels steuerbar...
am besten noch von unten beleuchtet...
- für den optional optimalen optischen Effekt ?
das wäre doch mal was... ;-)
.
.
.
wie bitte ? - farbige LEDs ???
na, na, na - jetzt aber nicht gleich übertreiben...
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... für Gott
PfauenPfedern... Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 23. April 2025, 06:29 (vor 503 Tagen) @ elias.orgel
beweglich ?
Per Computer oder Fernbedienung...
individuell während des Spiels steuerbar...
Sicher nicht. Aber vielleicht im Rahmen der Intonation ein wenig verstellbar. Oder nur als Montagehilfe beweglich....
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 18. Juni 2025, 08:45 (vor 446 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Die letzte Folge des Baublogs berichtet über die kürzlich erfolgte Einweihung.
Die Folge ist auf der Startseite des Orgelbauvereins zu sehen, dort kann man auch Probeseiten aus der Festschrift öffnen. Organ-Index hat die Disposition, wie sie vermutlich auch umgesetzt wurde.
Ich gratuliere wieder einmal!
Persönliche Bemerkungen: Das Pedal ist ein erneutes Stark-Spar-Pedal, aber Kilian Gottwald wird da schon gezaubert haben. Sehr loben möchte ich die Neuauflage von Winterhalters Konzept, zwei annähernd gleichwertige Werke, ein eher deutsches und ein eher französisches Werk, gegenüber zu stellen, und die Zuweisungen HW bzw. POS und der klangliche Akzent eregeben sich durch die Anwendung. Gefällt mir. Das SW wird dazwischen stilistisch vermitteln, ohnehin wurde ja sicher nicht nach einer ausgeprägten Stilistik - es sei denn, die eigene - gesucht.
Eine leicht ungleichstufige Temperatur lässt sich angenehm vernehmen, dazu auch insgesamt ein sehr runder Klang, über den später auch gesprochen werden wird. Musikalisch hauptsächlich zu hören sind Andreas Maurer-Büntjen (Hausorganist), Franz Danksagmüller, Bach-Chor (?), Jugendchor (?) und ein gepflegtes Blockflötenensemble im Zusammenspiel mit der Orgel,
Wortbeiträge u. a. des Pastors (traditionell mit dem Bild der einzeln und gemeinsam agierenden Pfeifen), des OSV (Hans-Martin Petersen - wenn er "aus einem Guss" betont, bezieht sich das auf die Orgel-Bio, die er neulich in Lübeck als typisch für Schleswig-Holstein und die Einflussnahme der Firma Kemper bezeichnete) und von Asmus Hintz, FV-Vorsitzender und Fundraiser, dem ich ein inspirierendes Telefonat vor einigen Jahren verdanke. Guter Mann. Nicht uninteressant auch des Landwirtschaftsministers Ausführungen zur ELER-Förderwürdigkeit des Projekts.
Allein die gediegene Gestaltung der Spendertafel, und nicht zuletzt auch der Video-Blog, verraten die professionelle Begleitung (Hintz) des Gesamtprojekts, des Funraisings und der Werbung/Kommunikation.
Entsprechend selbstbewusst wird ein internationales Orgelfestival angekündigt.
Final sind auch Claudius Winterhalter und Team-Mitglieder noch mal zu hören, nach Kilian Gottwald gibt's noch ein Zeitraffer-Video des Aufbaus.
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 09. Juli 2025, 07:55 (vor 426 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Mit der nun erhältlichen offiziellen Darstellung des neuen Instruments auf der Winterhalter-Website samt einiger schönen Biöder und einem Text von Markus Zimmermann ist das Instrument nun wohl in der Szene angekommen. Die Nähe zur Lübecker Hochschule und natürlich auch der Segeberger Kantor samt Assistentin werden wohl für eine gute Bespielung Präsentation sorgen.
In drei Wochen gibt es Olivier Latry, allerdings im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, was zu den dort üblichen Konzertpreisen für wertige Soloabende führt, nämlich 28 Euro.
Auf der Gemeinde-Website sieht man aber, dass trotzdem schon ausverkauft ist.
Aber es läuft ja auch sonst Einiges dort, der eine oder andere Forianer dürfte durch Küstenurlaub in der Nähe sein?
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Mittwoch, 09. Juli 2025, 08:28 (vor 425 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 09. Juli 2025, 08:33
Mit der nun erhältlichen offiziellen Darstellung des neuen Instruments auf der Winterhalter-Website samt einiger schönen Biöder und einem Text von Markus Zimmermann ist das Instrument nun wohl in der Szene angekommen. Die Nähe zur Lübecker Hochschule und natürlich auch der Segeberger Kantor samt Assistentin werden wohl für eine gute Bespielung Präsentation sorgen.
![[image]](images/uploaded/20250709063247686e0d0f445cc.jpg)
Vielleicht ist es ja angesichts dieses Spieltisches / Schrankes für manche Menschen nachvollziehbar, dass ich es gewagt habe ein anderes Design
"nicht gerade als großen Wurf"
zu empfinden...
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Contrebasson 32'
, Wien, Mittwoch, 09. Juli 2025, 08:49 (vor 425 Tagen) @ elias.orgel
Vielleicht ist es ja angesichts dieses Spieltisches / Schrankes für manche Menschen nachvollziehbar, dass ich es gewagt habe ein anderes Design
"nicht gerade als großen Wurf"
zu empfinden...
Es ist auch immer eine Frage der budgetären Möglichkeiten. Da sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ;)
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Orlos
, Mittwoch, 09. Juli 2025, 10:21 (vor 425 Tagen) @ Contrebasson 32'
Für Improvisationen und für das liturgische Orgelspiel brauche ich die Koppeln als Pistons. Die fehlen in Bad Segeberg. Was bringt das schönste Design, wenn es an der Funktion hapert?
Wenn man diese Winterhalter-Spieltische aus der Nähe betrachtet, sind sie übrigens gar nicht mehr so toll, insbesondere die weißen Registerwippen kamen mir haptisch arg billig vor.
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
stein
, Mittwoch, 09. Juli 2025, 11:25 (vor 425 Tagen) @ Orlos
Für Improvisationen und für das liturgische Orgelspiel brauche ich die Koppeln als Pistons. Die fehlen in Bad Segeberg. Was bringt das schönste Design, wenn es an der Funktion hapert?
Wenn man diese Winterhalter-Spieltische aus der Nähe betrachtet, sind sie übrigens gar nicht mehr so toll, insbesondere die weißen Registerwippen kamen mir haptisch arg billig vor.
Die Koppeln und selbst einige Setzer als Fusspistons halte ich bei solch einer Anlage als unverzichtbar. Man kann sich dann nur noch streiten ob Pistons, Hebel, Aufteilung usw., aber ganz darauf zu verzichten?
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
MichaelS
, Dülmen, Mittwoch, 09. Juli 2025, 10:30 (vor 425 Tagen) @ Contrebasson 32'
Vielleicht ist es ja angesichts dieses Spieltisches / Schrankes für manche Menschen nachvollziehbar, dass ich es gewagt habe ein anderes Design
"nicht gerade als großen Wurf"
zu empfinden...
Es ist auch immer eine Frage der budgetären Möglichkeiten. Da sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ;)
Es ist auch immer eine Frage des zur Verfügung stehenden Platzes, der unterzubringenden Bedienelemente und die Frage der Positionierung.
Für einen dreimanualigen Spieschrank im Orgelfuß mit etwa fünfzig Registerschaltern habe ich einfach ganz andere Möglichkeiten als für ein freistehendes viermanualiges Möbel mit über 100 Registerschaltern.
Natürlich könnte man in Eltville die eine oder andere Detailfrage anders lösen und gestalten - das bleibt den jeweils unmittelbar Beteiligten überlassen und sowohl als Betrachter wie auch als Gast gilt für mich "take it or leave it" und wenn es nicht gerade grobe objektive Fehler sind, lerne ich für mich und eventuelle eigene Projekte daraus.
Auch bei den Winterhalter-Spielschränken bin ich nicht uneingeschränkt am Jubeln. Für mich z. B. stelle ich immer zuerst die Frage, ob denn Notenpulte höhenverstellbar sind. Zu hoch angebrachtes Notenpult bedeutet immer eine noch größere Kopfbewegung um den Blick zwischen Tasten, Spielhilfen und Noten zu wechseln.
Und irgendwann stößt auch das Konzept aller Registerschalter in einer Reihe zwischen oberstem Manual und Notenpult an seine Grenzen. Zeigen wird das die Praxis über die Jahre...
--
"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht." (Albert Schweitzer)
www.bulderone.de
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 09. Juli 2025, 11:17 (vor 425 Tagen) @ MichaelS
Vielleicht ist es ja angesichts dieses Spieltisches / Schrankes für manche Menschen nachvollziehbar, dass ich es gewagt habe ein anderes Design
"nicht gerade als großen Wurf"
zu empfinden...
Es ist auch immer eine Frage der budgetären Möglichkeiten. Da sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ;)
Es ist auch immer eine Frage des zur Verfügung stehenden Platzes, der unterzubringenden Bedienelemente und die Frage der Positionierung.
Für einen dreimanualigen Spieschrank im Orgelfuß mit etwa fünfzig Registerschaltern habe ich einfach ganz andere Möglichkeiten als für ein freistehendes viermanualiges Möbel mit über 100 Registerschaltern.Natürlich könnte man in Eltville die eine oder andere Detailfrage anders lösen und gestalten - das bleibt den jeweils unmittelbar Beteiligten überlassen und sowohl als Betrachter wie auch als Gast gilt für mich "take it or leave it" und wenn es nicht gerade grobe objektive Fehler sind, lerne ich für mich und eventuelle eigene Projekte daraus.
Auch bei den Winterhalter-Spielschränken bin ich nicht uneingeschränkt am Jubeln. Für mich z. B. stelle ich immer zuerst die Frage, ob denn Notenpulte höhenverstellbar sind. Zu hoch angebrachtes Notenpult bedeutet immer eine noch größere Kopfbewegung um den Blick zwischen Tasten, Spielhilfen und Noten zu wechseln.
Und irgendwann stößt auch das Konzept aller Registerschalter in einer Reihe zwischen oberstem Manual und Notenpult an seine Grenzen. Zeigen wird das die Praxis über die Jahre...
Beim gewählten Segeberg-Foto ist interessant, dass es den Tisch in Benutzung, also mit Noten und gedrückten Wippen, zeigt. In 45 Minuten sitze ich wieder an meiner Mühle, und werde mich vermutlich wieder über die abseitige Position wichtiger Wippen (Pedalzungen) ärgern.
Mit der rechten Hand erfordern sie eine ziemlich starke Blick-Wendung, und mit der linken sind sie kaum sicher bzw. schnell zu erreichen. Auch hier spreche ich natürlichv vor allem von der Impro-Situation. Das Thema ist wirklich sehr bedeutend.
![[image]](images/uploaded/20250709091738686e33b26f155.jpg)
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Mittwoch, 09. Juli 2025, 12:13 (vor 425 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 09. Juli 2025, 13:06
Vielleicht ist es ja angesichts dieses Spieltisches / Schrankes für manche Menschen nachvollziehbar, dass ich es gewagt habe ein anderes Design
"nicht gerade als großen Wurf"
zu empfinden...
Es ist auch immer eine Frage der budgetären Möglichkeiten. Da sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen ;)
Für Improvisationen und für das liturgische Orgelspiel brauche ich die Koppeln als Pistons. Die fehlen in Bad Segeberg. Was bringt das schönste Design, wenn es an der Funktion hapert?
Wenn man diese Winterhalter-Spieltische aus der Nähe betrachtet, sind sie übrigens gar nicht mehr so toll, insbesondere die weißen Registerwippen kamen mir haptisch arg billig vor.Es ist auch immer eine Frage des zur Verfügung stehenden Platzes, der unterzubringenden Bedienelemente und die Frage der Positionierung.
Für einen dreimanualigen Spieschrank im Orgelfuß mit etwa fünfzig Registerschaltern habe ich einfach ganz andere Möglichkeiten als für ein freistehendes viermanualiges Möbel mit über 100 Registerschaltern.Natürlich könnte man in Eltville die eine oder andere Detailfrage anders lösen und gestalten - das bleibt den jeweils unmittelbar Beteiligten überlassen und sowohl als Betrachter wie auch als Gast gilt für mich "take it or leave it" und wenn es nicht gerade grobe objektive Fehler sind, lerne ich für mich und eventuelle eigene Projekte daraus.
Auch bei den Winterhalter-Spielschränken bin ich nicht uneingeschränkt am Jubeln. Für mich z. B. stelle ich immer zuerst die Frage, ob denn Notenpulte höhenverstellbar sind. Zu hoch angebrachtes Notenpult bedeutet immer eine noch größere Kopfbewegung um den Blick zwischen Tasten, Spielhilfen und Noten zu wechseln.
Und irgendwann stößt auch das Konzept aller Registerschalter in einer Reihe zwischen oberstem Manual und Notenpult an seine Grenzen. Zeigen wird das die Praxis über die Jahre...
Beim gewählten Segeberg-Foto ist interessant, dass es den Tisch in Benutzung, also mit Noten und gedrückten Wippen, zeigt. In 45 Minuten sitze ich wieder an meiner Mühle, und werde mich vermutlich wieder über die abseitige Position wichtiger Wippen (Pedalzungen) ärgern.
Mit der rechten Hand erfordern sie eine ziemlich starke Blick-Wendung, und mit der linken sind sie kaum sicher bzw. schnell zu erreichen. Auch hier spreche ich natürlichv vor allem von der Impro-Situation. Das Thema ist wirklich sehr bedeutend.
-
Sorry - aber gutes Design ist NIE eine Frage des Budgets.!
Eher im Gegenteil - wer zuviel Geld hat gerät viel eher in die Versuchung...
und
bei den restlichen "Argumenten" kann ich wirklich nur den Kopf schütteln
Wahrscheinlich wirken die Wippen deshalb so billig weil sie nicht aus dem richtigen Kunststoff (der kein Kunststoff ist) gefertigt wurden
und
Natürlich hätte man in Eltville einfach einen sehr guten Entwurf nutzen können...
und
Niemand hat die Absicht eine Mauer (aus Wippen) zu bauen
und
was sollen die ganzen anglo amerikanischen Menschen sagen die es gewohnt sind mit Divisionals zu improvisieren...
Vielleicht passt dem einen oder der anderen auch die Schriftart oder Größe der Registerschalter nicht, oder dass auf den i keine Herzchen sind...
und die gewählte Holzart für die Pedale oder Orgelbank sind definitiv Diskussionswürdig...
Trotzdem bleibt es dabei
Fragen wir doch mal 1000 Leute auf der Straße
Dass es Spieltische gibt, denen man die Einfallslosigkeit ihrer "Designer" auf den ersten Blick ansieht
Ich nehme mal an, dass das Pedal in Segeberg nicht höhenverstellbar ist...
Ergonomisch sicherlich zu bemängeln - dem Design tut es aber keinen Abbruch...
Und schon meine Freundin hatte kaum ein besseres Argument gegen meine Haus Entwürfe als
"wer soll denn da die Fenster putzen"
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Oberpfeife1882, Krefeld, Mittwoch, 09. Juli 2025, 13:59 (vor 425 Tagen) @ elias.orgel
Müsste ich zwischen Eltville und Segeberg wählen, fällt mir die Wahl Eltville ziemlich leicht.
Davon abgesehen, dass Design eine Geschmacksfrage ist, sind mir die Registerwippen viel zu weit vom Spieler entfernt. Ich habe mir extra noch das zweite Foto (ohne Weitwinkel) angesehen und staune doch über die Distanz von erstem Manual zu den Wippen.
Der große Vorteil bei Eltville ist, dass die Wippen direkt neben den Manualen recht nah dran sind. Da ist mir die Praktikabilität viel wichtiger. Nicht zuletzt, da der Entwurf in Eltville eben aussieht wie ein klassischer Spieltisch. Und das finde ich alles andere als verwerflich.
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Solcena
, Mittwoch, 09. Juli 2025, 16:38 (vor 425 Tagen) @ Oberpfeife1882
Der Segeberger Spieltisch wirkt auf mich, als wolle man in einer späteren Bauphase noch mal 60-70 Register nachrüsten ;-)
*duckundweg*
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 09. Juli 2025, 19:30 (vor 425 Tagen) @ Solcena
Der Segeberger Spieltisch wirkt auf mich, als wolle man in einer späteren Bauphase noch mal 60-70 Register nachrüsten ;-)
*duckundweg*
Man muss sich vielleicht gar nicht wegducken - erkennbar sind ja schon schubladenartige Elemente, sicherlich wird mindestens an einer Seite ein Touchscreen auftauchen. Ich habe neulich schon das Bild von den XLR-Steckern für die Innenmikrofonie gezeigt - es ist gut möglich, dass diese Flächen (die wirklich so aussehen, als kämen noch 60 Wippen) frei sind, um davor oder sonst irgendwie andere Geräte, Controller etc. vorzusetzen.
Danksagmüllers Einfluss ist ja vorhanden, zur Eronnerung noch mal ein Bild aus seinen Anfangsjahren von der Metzler-Orgel in St. Pölten:
EDIT: Am wurststullendicken MacBook erkennt man das Alter des Bildes...
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
elias.orgel, Mittwoch, 09. Juli 2025, 20:08 (vor 425 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
... - erkennbar sind ja schon schubladenartige Elemente, sicherlich wird mindestens an einer Seite ein Touchscreen auftauchen.
-
genau so steht es auch in der Beschreibung:
Elektronische Zusatzfunktionen und Displays sind in leicht erreichbaren Schubladen verborgen.
-
um das vielleicht einmal klar zu stellen
Design ist keine Geschmackssache...
natürlich könnte man jetzt hier auch schreiben "erzähl doch keinen Blödsinn"
Aber wenn man so einfach "argumentiert" dann ist alles "Geschmackssache"
- gute Musik - gibt es nicht = Geschmackssache
- gute Instrumente - gibt es nicht = Geschmackssache
- gute Musiker - gibt es schon gar nicht = Geschmackssache
natürlich haben verschiedene Menschen verschiedene Vorlieben (Geschmäcker)
und diese sind auch jedem unbenommen
und
es gibt sogar tolle DesignerStücke mit herausragendem Design die (leider) ziemlich unpraktisch sind
niemand wird daran gehindert sich an einem schlecht designten Spieltisch pudelwohl zu fühlen und phantastisch daran darauf oder damit zu spielen...
aber, wie in vielen anderen Bereichen gibt es auch im Design eine Art Handwerkszeug und ob einem das Ergebnis gefällt liegt sicherlich auch mit am eigenen Geschmack
ändert aber am Design und dessen Qualitäten herzlich wenig...
zumal sich Geschmäcker tatsächlich ändern können (bei manchen sogar innerhalb einer Lebensspanne ;-)
und falls hier tatsächlich einzelne glauben ihr persönlicher Geschmack sei etwas zutiefst eigenes und von außen (zB Industrie) gänzlich unbeeinflusst...
ich bin mir ziemlich sicher, dass ich geschrieben habe den Spieltisch in Eltville "nicht gerade als großen (Ent)Wurf" zu empfinden
ich habe bewusst nicht geschrieben, dass ich ihn schlecht oder gar unpraktisch finde
und
ich habe keine Ahnung wie jemand in dem Zusammenhang auf das Adjektiv "verwerflich" kommt...
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
Eingeweiht: Bad Segeberg (Winterhalter)
MAT
, Donnerstag, 10. Juli 2025, 07:30 (vor 425 Tagen) @ elias.orgel
Wie lang müssen die Arme sein, um das Ding zu bedienen? Aber Hauptsache kein Mainstream. Ich würde Eltville bevorzugen.
--
Gruß
MAT