Die Orgel als "noise machine" war Länderspiel D/F Dupré Opus 7.1

jens79, Sonntag, 10. Januar 2021, 16:37 (vor 2072 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von jens79, Sonntag, 10. Januar 2021, 16:42


Das Stück scheint mir in gewissen Regionen ein "Standardrepertoire" zu sein. Das muss man sozusagen "liefern können", um ernst genommen zu werden. Ähnlich wie bestimtme Stücke von Liszt, Chopin oder Rachmaninoff (wobei bei Chopin viel mehr Musik-machen-müssen drin steckt). Es gibt natürlich auch Repertoire, das nicht so vordergründig virtuos ist, aber nicht minder schwer...

Bei Stücken wie diesen muss ich immer an Peter Hurford denken, der hatte in einem Interview sinngemäß gesagt (ich weiß die Belgestelle nicht mehr, müsste suchen), dass die Orgel oft als große "noise machine" gebraucht werde, zuviele Noten, zuviele Akkorde, zu massiv, zu sehr auf Eindruck aus usw.
Dabei solle man sie doch vor allem als Musikinstrument wie andere auch behandeln.

Und fast immer, wenn ich irgendeinen bischöflichen Ein- oder Auszug unter Orgelgedonner aus irgendeinem Dom sehe bzw. höre, muss ich auch an diese Äußerung denken.


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