Wolfgang Baumgratz in der evang. Kirche, D-Urdenbach

Solcena ⌂ @, Montag, 03. November 2014, 21:36 (vor 4388 Tagen) @ Clemens Schäfer

Danke für den Bericht!

Weiters gab es Bach: BWV 537, 583 (Adagio) und 658. Bei der Fantasie c-moll klang Bach doch recht fremd und gewöhnungsbedürftig. Das muß freilich nicht “falsch” gewesen sein.

Hat die Orgel eine nicht gleichschwebende Stimmung bekommen? Könnte der fremde Klangeindruck eventuell daran liegen?

Insgesamt ist der klangliche Eindruck zwiespältig. Schöne Einzelstimmen, sonorer Forteklang, aber auch etwas unangenehme Schärfe. Wie das mit der Verschmelzungsfähigkeit ist, muß sich in weiteren Konzerten erweisen. Ich hatte den (ersten) Eindruck, daß die Register mehr auf Eigenständigkeit denn Teamarbeit bedacht sind.

Nun, charaktervoll dürfen Einzelstimmen in einer Barockorgel ja durchaus klingen :-) Der Raum wird den Orgelklang auch nicht so verschmelzen wie die sonst öfter von Ihnen besuchten großen Innenstadtkirchen, oder?
Die von Ihnen festgestellte Klangschärfe könnte vielleicht an der hochliegenden 1'-Mixtur liegen, die ja zu einem kleinen 4'-Instrument durchaus passt. Ein solches ist die Orgel ja im Kern noch, wenn auch die Disposition nun deutlich erweitert worden ist.


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