Pitman-Lade - neue Informationen und Fragen - war: Funktionsweise?

jrbecker @, Dienstag, 29. Juli 2014, 09:04 (vor 4476 Tagen) @ jrbecker

Dank der Information eines Mitlesers hier: Eine weitere Kemper-Orgel mit Pitman-Laden ist die in der Marktkirche zu Hamburg-Poppenbüttel, 1956 mit III/36 erbaut (also zeitlich zur heute nicht mehr existierenden Gelsenkirchener Orgel und fast gleiche Größe).

Die Kieler Orgel hat Baujahr 1965, die Koblenzer Orgel 1970. Wenn diese vier Orgeln tatsächlich die einzigen Orgeln in Deutschland mit Pitman-Laden sind, war Kemper wohl tatsächlich der einzige Deutsche Orgelbauer, der sich mit diesem Ladensystem befasst hat. Ich finde es erstaunlich, dass Kemper diese Orgeln in so großen zeitlichen Abständen realisiert hat. Von wem wird jeweils die Anforderung nach diesem Ladentyp ausgegangen sein? Hat er sie von sich aus angeboten? Hat er sie gebaut, weil er überzeugt davon war? Hat er sie nur so selten bauen können, weil in anderen Fällen vielleicht OSVs dagegen votiert haben?

Friedrich schrieb: "Pitman-Laden funktionieren offenbar dauerhaft fehlerfrei bei den um 1900 üblichen Winddrücken, also jenseits der 130 mm WS" - Das sind doch Winddrücke, die normalerweise bei Kemper und den hier zur Rede stehenden Baujahren "utopisch" sein dürften, oder liege ich da falsch? (Vielleicht ist das ja auch der Grund, warum die Laden nicht weiter verbreitet sind...?)

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Gruß
Jörg


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