CC bei Stephan Raab

stein @, Samstag, 24. Mai 2014, 08:43 (vor 4542 Tagen) @ Karsten

Und es wurde glaube ich auch mal erwähnt, dass die "wenigen" Pfeifenorgelliebhaber eigentlich nicht zur Zielgruppe Carpenters gehören. Entscheidend ist die breite Publikumsmasse, die hier häufig etwas abschätzig als "Aber wieso brauchen wir eine neue Orgel, die alte Orgel spielt doch noch?"-Gemeinde kategorisiert wird.

Der Spieltisch ist mit seinen Ravalements beeindruckend. 1 Mil. Euro hätte man aber viel besser anlegen können.


Wenn ich mich nicht verhört habe, nuschelte Carpenter "two million" - Raab verstand aber "one million".

Inwieweit hätte man denn einen Millionenbetrag in diesem Segment "besser" anlegen können oder sollen? Besser nach betriebswirtschaftlichen Aspekten? Nach kulturpolitischen Aspekten? Sollten im Kulturbetrieb solche Fragen überhaupt eine Rolle spielen? Ich wundere mich, dass so ein Argument überhaupt genannt wird. Sonst wird hier - zu Recht! - bei jeder Subventions- und Etatkürzung und Orchesterzusammenlegung und Stellenstreichung geflucht und gejammert. Aber hier sollen auf einmal solche finanziellen Aspekte ein ko-Kriterium sein?!
Und gerade, wo es sich offensichtlich um ein privates Budget handelt.

Hier habe ich nur aus meiner ziemlich beschränkte Sichtweise argumentiert.
Du hast vollkommen Recht. Sein Erfolg gibt ihm Recht. Würde er sich ein Conchita Wurst-Outfit anlegen, könnte er vermutlich noch mehr CDs verkaufen und irgend welche Massen ansprechen.
Trotzdem vermute ich, dass er mit seinen Widor-Bach-Reger-Eskapaden am meisten beeindruckt. Seine Bach-Verhunzungen haben was. Da halte ich den Atem an. Ich habe einige George Wright oder Lyn Larsen Kinoorgel CDs, diese gefallen mir ungemein. CCs letzte Fernsehauftritte wirkten auf mich, trotz untergegangener Virtuosität, wie Jahrmarktsmusik.


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