St. Apollinaris, D-Oberbilk IV
Liebes Forum,
nachdem ich über die Feiertage endlich wieder in heimatlichen Gefilden bin, möchte ich gerne die Chance nutzen, um euch den Endzustand der Orgel von St. Apollinaris in Düsseldorf nach Reinigung, Reorganisation und Neuintonation vorzustellen.
Die Ausgangssituation hatte ich hier beschrieben, einen Überblick über den Maßnahmenkatalog und die ersten Baustellenbilder finden sich hier, der letzte Bericht über die Fortschritte findet sich hier.
Zwei Tage vor Heiligabend hatte ich endlich die Gelegenheit, die am Christkönigstag 2015 wieder in Dienst genommene und neu gesegnete Orgel unter die Finger zu bekommen, um ihre Klangmöglichkeiten zu entdecken, mich an die neue Intonation zu gewöhnen und ein paar Registrierungen für den Weihnachtsgottesdienst, den ich Heiligabend dort gespielt habe, zu präparieren.
Der erste Eindruck, der sich mir bot, war natürlich der neue Spieltisch, im Vergleich mit dem alten Cockpit schaut er sehr übersichtlich aus und ist dank der schräg aufgestellten Registertableaus auch recht ergonomisch. Auf Grund der Dispositionsänderungen konnten die freien Kombinationen, die ich immer recht praktisch fand, nicht beibehalten werden, auch wenn natürlich der neue Setzer sehr viel mehr Speichermöglichkeiten bietet. Hier erweist sich aber gerade beim LO-Spiel die Registerfessel (ausgeführt als Drucktaster unterm 1. Manual und als Piston im "Fußraum") als äußerst praktisches Hilfsmittel (bitte Bilder zum Vergrößern anklicken).
Bevor ich auf die klanglichen Eindrücke zu sprechen komme, lohnt es sich, einen Blick auf die neue Disposition zu werfen:
Hauptwerk (I) C - g´´´
1. Bordun 16´ (aus Quintadena 16' HW)
2. Prinzipal 8´ (Kupfer, im Prospekt)
3. Rohrflöte 8´
4. Oktave 4´ (Klais 1928)
5. Querflöte 4´
6. Quinte 2 2/3´ (aus Rauschpf. HW)
7. Superoktave 2´ (aus Rauschpf. HW)
8. Mixtur 4-5 f. (Klais 1928)
9. Trompete 8´ (neu, mit doppeltem Zungenblatt)
10. Trompete 4´
11. II – I
12. III – I
13. Sub III – I
14. Super III – I
15. Sub II – I
16. Super II – I
Pedal C - f´
17. Prinzipal 16´
18. Subbass 16´ (Klais 1928)
19. Quinte 10 2/3´
20. Oktave 8´
21. Gedackt 8´ (Ext. aus 18, Klais 1928)
22. Choralbass 4´
23. Flachflöte 2´
24. Hintersatz 4 f.
25. Posaune 16´ (belederte Kehlen)
26. Trompete 8´
27. I – P
28. II – P
29. III – P
30. Super II – P
31. Super III - P
Schwellwerk (III) C - g´´´
32. Holzflöte 8´
33. Gambe 8´ (ab c° neu)
34. Vox coelestis 8´ (aus Weidenpfeife SW)
35. Prinzipal 4´ (Klais 1928)
36. Kleingedackt 4´
37. Schwegel 2´
38. Mixtur 2-3f.
39. Trompete 8´
40. Oboe 8´ (aus Schalmeitrompete HW, Klais 1928)
41. Tremulant (neu)
42. Sub III
43. Super III
Positiv (II) C - g´´´
44. Gedackt 8´
45. Prinzipal 4´
46. Blockflöte 4´
47. Nachthorn 2´ (aus HW)
48. Sesquialter 2 f.
49. Zimbel 2 f.
50. Schalmei 8´ (horizontal)
51. Klarinette 8´ (aus der Krell-Orgel des Franziskanerkloster)
52. Tremulant
53. III – II
54. Sub III – II
55. Super III – II
56. Sub II
57. Super II
Die Disposition zeigt recht gut auf, wie behutsam hier mit dem alten Registerbestand umgegangen wurde, und wo bisweilen getrickst werden musste (siehe HW-Trompete oder Posaune), um klanglich zufriedenstellende Resultate zu erreichen.
(Fortsetzung folgt ... hier)
PS: Der riesige Magazinbalg ist z.B. auch noch von Klais.
gesamter Thread:
- St. Apollinaris, D-Oberbilk IV -
Contrebasson 32',
27.12.2015, 13:40
- St. Apollinaris, D-Oberbilk IV -
Frank Berger,
27.12.2015, 22:53
- Alte Orgel der Franziskanerkirche, Düsseldorf, war: St. Apollinaris, D-Oberbilk IV -
Contrebasson 32',
27.12.2015, 23:55
- Alte Orgel der Franziskanerkirche, Düsseldorf, war: St. Apollinaris, D-Oberbilk IV - orgelwilli, 29.12.2015, 00:27
- Alte Orgel der Franziskanerkirche, Düsseldorf, war: St. Apollinaris, D-Oberbilk IV -
Contrebasson 32',
27.12.2015, 23:55
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Frank Berger,
27.12.2015, 22:53
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