St. Apollinaris, D-Oberbilk II

Contrebasson 32' @, Wien, Samstag, 23. Mai 2015, 20:31 (vor 4126 Tagen)
bearbeitet von Contrebasson 32', Sonntag, 27. Dezember 2015, 12:18

... Deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem OSaV des Bistums und dem SB-Musiker ein Maßnahmenkatalog erarbeitet und das Projekt ausgeschrieben, woraufhin der Zuschlag an die Firma Friedrich Kampherm Orgelbau erging, mit der man in der zum Seelsorgebereich gehörenden Kirche St. Martin in D-Bilk schon sehr gute Erfahrungen gesammelt hatte.

Die auszuführenden Arbeiten umfassen u.a.:

Insgesamt wurde und wird angestrebt, dass die Orgel nach den umfangreichen Arbeiten nicht bloß sauber, funktionssicher bzw. mängelfrei und ergonomischer ist, sondern vor allem charakteristischer tönt und so in Liturgie, sowie Konzert zu inspirieren und klanglich zu überzeugen weiß. Daher wollte und will man den vorhanden Bestand zwar respektieren, aber Korrekturen dort vornehmen, wo es nötig ist.

So hörte man bspw. bisher der Rohrflöte im HW ("richtige Pötte") ihre großzügige Mensur nicht an, der HW-Prinzipal klang eher schüchtern bis "kastriert" und HW-Schalmeitrompete und die Hw-Trompete 4' passten klanglich überhaupt nicht zueinander, färbte erste doch mehr den Klang, wohingegen zweite sehr dominant und klar zeichnend daherkam.

Aber auch positives soll nicht unerwähnt bleiben: Insgesamt haben die HW-Trp 4', die SW-Trp 8' und die beiden Pedalzungen zusammen ordentlich "Wumms", man könnte fast schon von einem französischen Akzent der Orgel sprechen. Außerdem kommt der Orgel (und damit auch dem Intonateur) der Raum klanglich sehr entgegen. Hier herrscht schon fast eine Kathedralakustik, die wirklich SEHR orgelfreundlich ist. Entsprechend gespannt darf man auf das Resultat sein.

Da es mich schon vor einiger Zeit südwärts gezogen hat und ich nur noch sporadisch in Düsseldorf anzutreffen bin, gibt es leider keine Bilder aus dem Orgelinneren vor den Reinigungsarbeiten. Und auch die aktuellen Arbeiten, mit denen Aschermittwoch '15 begonnen wurde, kann ich leider nicht dokumentieren.

Umso dankbarer bin ich, dass (noch bevor sich Bilder auf der Homepage des Orgelbauers finden) der dortige SB-Musiker Alexander Herren den Fortschritt der Arbeiten auf der facebook-page der Kirchenmusik des Seelsorgverbands dokumentiert hat. Die nachfolgenden Bilder sind der dortigen Bilderstrecke entnommen (bitte zum Vergrößeren anklicken).

Aktueller Zustand der Baustelle:
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Leeres Positiv:
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Gereinigte Pfeifen:
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Restaurierter Schwimmerbalg:
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Neue Tonmagnete und Verkabelung:
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Die zum Bordun 16' umgebaute Quintade mit neuer Mensur, Kastenbärten und höheren Aufschnitten:
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Der ausgeräumte Spieltisch:
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Die Arbeiten sollen in ca. einem halben Jahr abgeschlossen sein, bis dahin werde ich mich gerne immer mal wieder mit einem Zwischenstand melden und hoffe, dass dieses Projekt euer Interesse weckt, handelt es sich hierbei nicht bloß um die Orgel, mit der ich quasi aufgewachsen bin und an der ich Stunden beim Üben und während Gottesdienste verbracht habe, sondern auch um ein - in meinen Augen - interessantes Beispiel dafür, wie man mit einer neobarocken Orgel umgehen kann, die nie ein so herausragendes Instrument wie bspw. die Klaisine der Propsteikirche Hannover war, sondern bauzeitbedingt aus dem Mangel heraus geschaffen wurde.

Mit besten Grüßen
Euer
Contrebasson 32'


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