Kostenfaktor Organist

elsenp @, Sonntag, 23. Februar 2014, 08:20 (vor 4626 Tagen) @ hintersatz


In meinem (evangelischen) Kirchenkreis ist man eben zu der Erkenntnis gekommen, dass es wohl am Formular- und Verwaltungsaufwand liegt, warum es kaum eine Bereitschaft gibt, Vertretungsdienste zu übernehmen. Für jeden Vetretungsdienst einen ganzen Formularsatz auszufüllen und bei der Gemeinde einzureichen, macht schon für sich eine 1/2h Arbeit.

Das scheint jetzt auch Umtriebe bei katholischen Gemeinden zu machen. Ich wurde im letzten Jahr angefragt, bei einem Beerdigungsgottesdienst den Organistendienst zu übernehmen (hauptamtl. Stelle war zu dieser Zeit vakant). Danach erhielt ich per Post vom Rendanten ein dickes Couvert mit mehreren Vordrucke des für die Abrechnung zuständigen Verwaltungszentrums, die ich zur Abrechnung dieser Vertretung ausfüllen und zurückschicken sollte. Unter anderem einen blanko Beschäftigungsvertrag ("Befristungsabrede"), wo noch nicht einmal die Höhe der Vergütung eingetragen wurde (die laut Bistumsvorgabe 18 EUR betragen hätte).
Unter anderem sollte ich neben den ausgefüllten Vordrucken auch noch folgende Unterlagen dem Vertrag beifügen:
- Geburtsurkunden meiner Kinder in Kopie,
- Beitragsbescheinigung meiner privaten Krankenversicherung,
- meine letzten Verdienstabrechnungen in Kopie,
- meine Schulabschlüsse und Berufsausbildungsnachweise

Ich habe die Kirchengemeinde gebeten, meine Dienste als "Spende" abzubuchen und mich künftig nicht mehr für irgendwelche Dienste anzurufen.

Gruß
Peter


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