Sternchen- und andere Setzer um 1970

elias.orgel, Montag, 30. März 2026, 10:06 (vor 154 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von elias.orgel, Montag, 30. März 2026, 10:10

Heute können wir uns das ja kaum vorstellen, bei Smartphones mit 1TB Speicher und der Rechenleistung von mehreren SuperComputern der 70er Jahre...

ich kenne sogar noch Orgeln mit Lochkarten oder StiftSpeicher (8-fach ?) - dagegen ist das mechanisch-pneumatische System (1910) in Dresden Philippus ja geradezu RaumschiffTechnik (3x 10fach ?)

irgendwo in Amerika steht eine Orgel da braucht der Setzer einen halben KellerRaum an Platz - und lieber nicht darüber nachdenken ob da irgendjemand einen Fehler finden oder gar reparieren kann

aber

kann es sein, dass diese mechanischen Speichersysteme, insbesondere im Hinblick auf die heute (bei manchen) ja so beliebten selbststellenden Wippen einfach wesentlich billiger waren?

die Orgel in St Martin Do-Körne zB hat drei freie Kombinationen und nur für die 5 Koppeln selbststellende Wippen, da diese auch durch FußPistons geschaltet werden können
viel mehr als 5/6 freie Kombinationen sind aber wohl eher unüblich und vom Aufwand eben auch kaum konkurrenzfähig

dieses mechanische System (SternchenSetzer) hat ja auch noch den Vorteil, dass nicht nur die Speicherung sondern auch der Abruf und die Bewegung der Wippen allein durch die Kraft des Organisten erfolgen...

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott


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