Haskell-Bauweise bei Basspfeifen

coranglais87, Samstag, 26. Juli 2025, 12:37 (vor 407 Tagen) @ Solcena

Diese Bauweise ist bei Holzpfeifen üblich. Im Prinzip ist das nur eine Zwischenwand im Korpus. Die Pfeife hat dadurch keinen quadratischen, sondern einen rechteckigen Grundriss. In Europa gibt es Sie auch, aber ungleich seltener. Schulte hat sie in Bad Sooden - Allendorf als "Double Open Wood 32" verbaut. Bei meiner Dienstorgel von Späth (Freiburg) gibt es Haskell-Kröpfung in Metall als Innenkropf. Die Orgel ist aus den 1990er Jahren. Die Bezeichnung "kropfgedackt" gibt es schon sehr lange, nur hat man sie in der neobarocken Zeit kaum gewollt, nach dem Motto, wenn kein Platz für einen offenen 16' ist, dann wird auch keiner disponiert.
Dieser Meinung waren früher viele Orgelsachverständige.
In unserer Schulkapelle (400 Sitzplätze) sollte damals eine Orgel angeschafft werden, es gab ein Ahlborn-Elektronium. Eine Kirche wurde geschlossen und eine schöne dreimanualige Klaisorgel aus den 1950ern stand zum Verkauf.

Der OSV meinte darauf hin ohne die Diskussion sachlich führen zu wollen. Die Kirche habe keinen Platz für einen 16' Prinzipal. Die Deckenhöhe betrug 9 Meter. Inzwischen denkt man Gottseidank anders.


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