Weise - Kreuz und quer durch die Oberpfalz

MCVL @, Sonntag, 18. Mai 2025, 19:10 (vor 478 Tagen) @ Stimmeisen

Vielen herzlichen Dank für deine umfangreichen Ergänzungen.

Hinsichtlich der technischen Tücken wie sie von dir beschrieben werden, liegen die Windladen von Weise und von Koulen nicht weit auseinander.

Die pragmatische Verwendung von Altteilen hat beispielsweise in Württemberg auch die Firma Reiser gepflegt, die Kunden gelangten so an kostengünstige Orgeln, die dem liturgischen Gebrauch vollauf genügten. Leider hat auch Reiser manchmal fragwürdiges Pfeifenmaterial wieder verwendet. Aber Albert Reiser war ein wahrer Künstler darin, auch dünnwandiges Pfeifenwerk auf Registerkanzellenladen mit verhältnismäßig hohem Winddruck zum Klingen zu bringen, auch mit einigen Kniffen und Kunstgriffen.

Ja, Weise war in Bayern nach 1920 hinter Steinmeyer sicherlich die Nummer 2, was die Produktivität anbelangte und neben Klais und Späth mit die leistungsfähigste katholische Orgelbaufirma Deutschlands.


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