Zum bislang anonymen Rokokoprospekt in Brettheim

MCVL @, Sonntag, 09. Februar 2025, 19:07 (vor 577 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von MCVL, Sonntag, 09. Februar 2025, 19:14

Mir ist es gelungen, noch weitere Informationen über die interessante Orgel in Brettheim zu erhalten.
Die Orgel hat übrigens die Zeiten nahezu unverändert überstanden und musste keinerlei Optimierungs-/"Pseudobarockisierungs"-Versuche über sich ergehen lassen. Sie stellt also eine der raren, nahezu vollständig erhaltenen Link-Orgeln mittlerer Größe dieser Zeit in Württemberg da, noch völlig unbeeinflusst von der Elsässer Reform.
Ich sehe schon, irgendwann ist da ein Besuch an Ort und Stelle fällig.

I. Manual C-f3
1) Principal 8'
2) Flöte 8'
3) Viola di Gamba 8'
4) Salicional 8'
5) Octav 4'
6) Rohrflöte 4'
7) Mixtur 3fach 2 2/3'

II. Manual C-f3
8) Geigenprincipal 8'
9) Gedeckt 8'
10) Aeoline 8'
11) Vox celest 8'
12) Fugara

Pedal C-d1
13) Subbaß 16'
14) Octavbaß 8'

II-I
I-P
II-P
Super II-I

Druckknöpfe: Piano - Mezzoforte - Tutti - AL


Von dem ungewöhnlichen, aber durchaus sympathisch wirkenden Kirchenraum, der in modernen Formen Stilelemente einer fränkischen Dorfkirche aufnehmen und zu einem stimmigen Ganzen verbinden sollte, konnte ich noch eine Fotografie im Zustand der Erbauung auffinden, aus der auch die Aufstellung der Orgel ohne Seitenwände mit der vorgeblendeten erweiterten Hasenmeyer-Prospektfront in einem kleinen Chörchen, welches an der Südseite der Kirche angebracht wurde, hervorgeht. Ob es Probleme durch die direkte Sonneneinstrahlung durch die Fenster des Chörchens in das Orgelinnere gibt, müsste man an Ort und Stelle erheben.


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