Schwebungen, war: Hedwigskathedrale Berlin

Marco Ellmer, Mittwoch, 27. November 2024, 19:09 (vor 653 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

In einem meiner derzeitigen Intonationsprojekte (Düsseldorf-Derendorf) gibt es 4 Schwebungen in der Orgelanlage.
Im Schwellpositiv (II) eine Unda maris 8‘ (Bauform Koppelflöte) die mit der Flöte 8‘ 5 HZ tiefer schwebt und auch mit dem Holzprincipal 8‘ funktioniert. Mit der direkt dahinter stehenden Rohrflöte 8‘ leider nicht. Hier gibt es geometrische Interferenzen.
Im Schwellwerk (III) gibt es die Vox coelestis 8‘. Diese schwebt 4 HZ höher und kann mit Gambe 8‘, Holzflöte 8‘ und Praestant 8‘ genutzt werden. In Kombination mit Gambe 8‘ und Violine 4‘ Plus Oktavkoppeln ergibt das einen ganz tollen Streicherwald.
Im Schwellwerk der Altarorgel Süd ist eine Principalschwebung. Klanglich Richtung Geigenprincipal mit breiten Expressionen.
Sie schwebt mit Salicional 8‘, Gemshorn 8‘ und Holzprincipal 8‘ und ist 3 HZ tiefer gestimmt. Sie ist die ruhigste bzw. langsamste Schwebung. Im Hauptwerk der Altarorgel Süd ist eine Flötenschwebung 8‘ (enge Mensur, leichter Strich). Bei ihr bin ich noch nicht angelangt, aber diese wird die „schnellste“ Schwebung werden und höherschwebend.
Ich bin gespannt wenn alle zusammen schweben und der ganze Raum in allen Ecken von Streichern erfüllt ist. Alle Schwellwerke gehen langsam auf und unten grummelt der Untersatz 32‘ dazu :-)


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