Halb-OT: Zuviel "Gott" im Gesangbuch? / ION

MichaelS ⌂, Dülmen, Dienstag, 19. November 2024, 20:02 (vor 662 Tagen) @ 3rd_astronaut


es waren ja 2 schritte genannt: wegfall der regionalteile und ökumenisches buch.
beim ersten schritt gehe ich mit, den zweiten sehe ich jedoch auch nicht. die eigentlichen lieder zu den kirchlichen jahreszeiten und den glaubensthemen wären kein problem, aber der restliche "kram" nimmt gerade im GL viel platz ein und kann auch nicht wirklich weg (ein paar marienlieder aber schon ;-) ).

Naja. Was im Gotteslob für die Gemeinde im Gottesdienst wirklich gebraucht wird ist etwa ein Drittel bis zwei Fünftel. Der Rest muss nicht in ein Gesangbuch, das kann in Andachtsbücher etc.
Von den Liedern sind einige aus dem späten Neunzehnten Jahrhundert und dann oft so naiv und flach, dass es nur schwer fällt, sie ernsthaft beim Gottesdienst einzusetzen.

Im Gegenzug stehen im Evangelischen Gesangbuch einige inzwischen gleichermaßen komplizierte und schon wieder aus der Zeit gekommene Lieder aus den Sechziger und Siebziger Jahren, dazu einige alte Choräle, die heute erst übersetzt werden müssten und so auch nur schwer Verwendung finden.

Summa Summarum wäre ein ökumenisches Gesangbuch eigentlich eine gute Lösung. Dann wären die vielen "Ö" wenigstens nicht mehr nur Alibi.


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