Eminent Grand Theatre 2000
Herbert, Kiefersfelden, Samstag, 18. Februar 2012, 14:26 (vor 5322 Tagen)
Hallo zusammen!
Ich bin Vater eines orgelbegeisterten 13-jährigen Jungen, der gerade dabei ist, seine ersten Kirchenorgelerfahrungen zu machen. Für Übungen zuhause haben wir vor kurzem eine elektronische Orgel aus den 80ern (Eminent Garnd Theatre 2000) für kleines Geld erstanden. Nun bin ich auf der Suche nach einer Bedienungsanleitung und sonstigen Unterlagen für dieses Instrument. Uns wäre auch schon mit der leihweisen Überlassung zum Kopieren geholfen.
Es wäre schön, wenn sich auf diesem Weg ein paar Informationen finden ließen.
Herzlichen Dank schon mal und viele Grüße ins Forum.
Herbert
Eminent Grand Theatre 2000
IvesDKerne
, Samstag, 18. Februar 2012, 15:09 (vor 5322 Tagen) @ Herbert
da bist du hier wahrscheinlich im falschen forum. die meisten hier haben für elektronische instrumente nichts übrig. problematisch bei deinem instrument ist, das es in den manualen sicher keinen druckpunkt hat, und das pedal nur aus der unteren hälfte besteht. so kann dein sohn die meiste literatur gar nicht, oder nur sehr eingeschränkt spielen und wird kein gutes spielgefühl entwickeln. frage lieber mal in deiner nachbarschaft, ob er nicht in der kirche üben darf.
was die bedienungsanleitung betrifft, kannst du mal bein hersteller anfragen.
gruß
ives
Eminent Grand Theatre 2000
Florian-L, Samstag, 18. Februar 2012, 16:31 (vor 5322 Tagen) @ IvesDKerne
da bist du hier wahrscheinlich im falschen forum. die meisten hier haben für elektronische instrumente nichts übrig. problematisch bei deinem instrument ist, das es in den manualen sicher keinen druckpunkt hat, und das pedal nur aus der unteren hälfte besteht.
Wobei ein fehlender Druckpunkt noch das kleinere Übel ist, denn diesen sucht man auch bei vielen mechanischen Orgeln vergebens.
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Eminent Grand Theatre 2000
robot, Samstag, 18. Februar 2012, 15:48 (vor 5322 Tagen) @ Herbert
Tja, das dürfte das falsche Forum sein.
Probier mal http://www.analogorgel.de/
Da gibt es für dein Problem die Spezialisten.
Viele Grüße und trotzdem viel Spass mit der Orgel
Christoph
Eminent Grand Theatre 2000
untersatz32
, Amriswil, Samstag, 18. Februar 2012, 15:57 (vor 5322 Tagen) @ Herbert
Hallo!
Schaut bzw. googelt mal im sakralorgelforum (es gibt deren zwei).
Dort sollte sich was finden lassen: Viel Erfolg und viel Spass!
Gruss
Thomas Haubrich
--
Thomas Haubrich
Eminent Grand Theatre 2000
jrbecker
, Samstag, 18. Februar 2012, 16:00 (vor 5322 Tagen) @ Herbert
Na, ich bin ja mal gespannt, wie viele hier noch reinschreiben müssen, dass das hier nicht das richtige Forum ist ...
Wobei das allerdings nur für die Frage nach der Bedienungsanleitung gilt, denn für Fragen zur Kirchenorgel - um deren Erlernen es hier ja wohl auch geht - müsste dieses Forum hier ja schon das richtige sein - dachte ich bislang wenigstens...
LG
Jörg
Eminent Grand Theatre 2000, halt! Nicht so schwarz sehen!
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Samstag, 18. Februar 2012, 17:01 (vor 5322 Tagen) @ Herbert
Hallo,
wenn das Bild von Wolfgang Gourgé zutrifft, dann kann ich mir gut vorstellen, daß ein 13-jähriger Entdeckerdrang entwickelt und das Gerät beherrschen will. Sieht doch toll aus - ganz ohne Ironie.
Also, bitte, die Begeisterung nicht im Keime ersticken. "Nun spiel Du mal was ordentliches!" Hatten wir das nicht bezüglich Literatur und Improvisation erst jüngst in einem anderen Faden?
Lieber einen kleinen Umweg gehen lassen als gar nicht zum Ziel kommen, meint Clemens Schäfer
--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Eminent Grand Theatre 2000
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Samstag, 18. Februar 2012, 19:43 (vor 5322 Tagen) @ Herbert
Ich bin Vater eines orgelbegeisterten 13-jährigen Jungen, der gerade dabei ist, seine ersten Kirchenorgelerfahrungen zu machen.
Hallo,
Begeisterung ist gut und schön. Um gut spielen zu lernen, ist aber vor allem guter Unterricht wichtig. (Ich erwähne es, weil Sie nichts davon schreiben.) Viele Orgellehrer, wenn nicht die meisten, betrachten einige Jahre Klavierunterricht als notwendige Voraussetzung für das Spiel auf der Pfeifenorgel. Am Klavier lernt man eben - unter anderem -, seinen Anschlag zu kontrollieren.
Falls der Junge ernsthaft am Orgelspiel interessiert ist und noch keinen Klavierunterricht hatte, empfehle ich, baldmöglichst damit zu beginnen. Die Lernfähigkeit - insbesondere auch für die notwendigen motorischen Abläufe - wird mit der Zeit immer geringer!
Grüße,
perotin
Eminent Grand Theatre 2000
jrbecker
, Samstag, 18. Februar 2012, 21:30 (vor 5322 Tagen) @ perotin
bearbeitet von jrbecker, Samstag, 18. Februar 2012, 21:37
Ich bin Vater eines orgelbegeisterten 13-jährigen Jungen, der gerade dabei ist, seine ersten Kirchenorgelerfahrungen zu machen.
Hallo,Begeisterung ist gut und schön. Um gut spielen zu lernen, ist aber vor allem guter Unterricht wichtig. (Ich erwähne es, weil Sie nichts davon schreiben.) Viele Orgellehrer, wenn nicht die meisten, betrachten einige Jahre Klavierunterricht als notwendige Voraussetzung für das Spiel auf der Pfeifenorgel. Am Klavier lernt man eben - unter anderem -, seinen Anschlag zu kontrollieren.
Falls der Junge ernsthaft am Orgelspiel interessiert ist und noch keinen Klavierunterricht hatte, empfehle ich, baldmöglichst damit zu beginnen. Die Lernfähigkeit - insbesondere auch für die notwendigen motorischen Abläufe - wird mit der Zeit immer geringer!
Grüße,
perotin
Jetzt muss ich mich nochmal melden.
Auch diese Diskussion hatten wir immer wieder mal hier im Forum und es gibt darüber die verschiedensten Ansichten. Ich z. B. habe - vor meiner ersten Orgelstunde - andere Instrumente gelernt, ich will sie hier nicht reinschreiben, weil ich gerade feststelle, dass es allesamt Instrumente sind, über die wir uns in der Vergangenheit mehr lustig gemacht haben, als dass wir sie ernstgenommen hätten. Klavier jedoch war nicht darunter.
Ich bin auch genau über eine solche Kiste zur Kirchenorgel eingstiegen. Mein Eigen war damals die Hohner Symphonie 82, deren Bedienungsanleitung man hier findet.
Ich konnte - nachdem ich über einige andere Instrumente zu dieser "Orgel" gekommen bin - eigentlich alles, was man für das Kirchenorgelspiel brauchte, bis auf zwei Dinge: 1. Meine linke Hand konnte nicht selbständig spielen, sie war nur Begleitakkorder gewohnt und musste zur Geläufigkeit erzogen werden.
2. Mein Fingersatz war besch....., weil man einen "durchdachten" Fingersatz wie beim Klavier- oder Orgelspielen einfach bei der Musik, die ich damals auf dem Instrumenten spielte, nicht so wirklich braucht.
(Das Pedalspiel lasse ich mal außen vor, das lernt man ja sowieso neu.)
Das waren für mich die Hauptgründe, warum ich dann vor meiner Orgelstunde noch einmal etwa ein dreiviertel Jahr Klavierunterricht nehmen musste. (Geschadet hat es natürlich nicht.)
Mein Übe- und Unterrichtsinstrument war dann übrigens eine einmanualige pneumatische Kegelladenorgel von 1953. Die auf dem Klavier erlernte Anschlagskontrolle war damit "für die Füße".
Auch ohne richtigen Klavierunterricht habe ich es geschafft bin ich nun seit mehr als 25 Jahrne "Kirchenorgelspieler". Ich möchte ausdrücklich zum Weitermachen ermutigen, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Ein solches Instrument wie hier vorgestellt und diskutiert ist - als alleiniges Übeinstrument - leider wirklich nicht geeignet, die Anforderungen zu erfüllen. Ich muss mich da den von Ives und Wolfgang vorgetragenen Argumenten anschließen. Selbst ein schlechtes Klavier, wie es meine Eltern damals für mich noch gekauft haben, ist ein besseres Übeinstrument als diese E-Orgel.
Ich will mich damit weder dafür noch dagegen aussprechen, dass man unbedingt Klavier lernen muss, um Orgel spielen lernen zu können. Ich bin überzeugt, dass man auch direkt an der Orgel beginnen kann, wenn man einen guten Lehrer hat und wenn man nicht vorher sich mit irgendetwas anderem "verhunzt" hat, was sich nur durch eine Lernphase auf dem Klavier wieder richten lässt.
So oder so: Viel Erfolg uns alles Gute
Jörg
Eminent Grand Theatre 2000
untersatz32
, Amriswil, Samstag, 18. Februar 2012, 22:01 (vor 5322 Tagen) @ Herbert
Lasst euch hier nicht entmutigen von irgendwelchen klugen Schlaubergern, die vorher 2 Jahre zwangsweise Klavierunterricht verordnen:
WENN DER JUNGE FREUDE HAT AN DER PFEIFENORGEL, SOLL ER AUCH PFEIFENORGEL LERNEN.
(Falls er es später ernsthaft auf professionellem Nieveau weiterbetreiben will, kann er nachher immer noch zusätzlich Klavierunterricht für die Technik dazunehmen).
SUCHT EUCH VOR ALLEM EINEN GUTEN ORGEL-LEHRER/LEHRERIN...
VIEL SPASS WEITERHIN AN DER PFEIFENORGEL...
Thomas
(hauptamtlicher Kirchenmusiker, der auch auf der ORGEL angefangen hat, und nicht am Klavier...)
--
Thomas Haubrich
Eminent Grand Theatre 2000
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Samstag, 18. Februar 2012, 23:40 (vor 5322 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von perotin, Sonntag, 19. Februar 2012, 02:34
Lasst euch hier nicht entmutigen von irgendwelchen klugen Schlaubergern, die vorher 2 Jahre zwangsweise Klavierunterricht verordnen.
Warum so unfreundlich? Jemanden zu entmutigen war ganz und gar nicht meine Absicht, und ich habe auch nichts "zwangsweise verordnet".
Ich sehe den Beginn mit Klavier nicht als absolutes "Muss" - aber dann muß man logischerweise auch einen Orgellehrer finden, der gewillt und in der Lage ist, von den ersten Anfängen an (Notenlesen, einfachste Fingerübungen etc.) alles selbst zu unterrichten. Dazu dürfte nicht jeder bereit sein. (Lasse mich gerne korrigieren, falls es mittlerweile anders sein sollte...)
Mir ging es vor allem darum, das Thema Unterricht überhaupt anzusprechen, da Herbert davon nichts geschrieben hatte.
Grüße,
Thomas
Eminent Grand Theatre 2000
jrbecker
, Sonntag, 19. Februar 2012, 13:59 (vor 5321 Tagen) @ perotin
Ich sehe den Beginn mit Klavier nicht als absolutes "Muss" - aber dann muß man logischerweise auch einen Orgellehrer finden, der gewillt und in der Lage ist, von den ersten Anfängen an (Notenlesen, einfachste Fingerübungen etc.) alles selbst zu unterrichten. Dazu dürfte nicht jeder bereit sein. (Lasse mich gerne korrigieren, falls es mittlerweile anders sein sollte...)
...
Nun, es soll halt Leute geben, die z. B. aufgrund des Erlernens anderer Instrumente bereits Notenlesen können und auch wissen, welche Intervalle es gibt, wie sie heißen und welche Funktonen welche Akkorde haben (um nur einige Dinge herauszupicken). Fingerübungen sind der springende Punkt. Aber gerade auf dem Land sind "Klavierlehrer" und "Orgellehrer" sowieso dieselbe Person. (Zu meiner "Lehrzeit" gab es außer dem Dekanatskantor keine Person, die qualifizierten Klavierunterricht gab...) Von daher dürfte es diesem Lehrer fast schon egal sein, ob er die Fingerübungen am Klavier oder an der Orgel unterrichtet. Allerdings werden die meisten aus Bequemlichkeit die eigenen vier Wände vorziehen. Und damit wären wir wieder beim Klavierunterricht...
LG
Jörg
Eminent Grand Theatre 2000
Hausorgler
, Feldkirch/Vorarlberg, Sonntag, 19. Februar 2012, 05:42 (vor 5322 Tagen) @ untersatz32
WENN DER JUNGE FREUDE HAT AN DER PFEIFENORGEL, SOLL ER AUCH PFEIFENORGEL LERNEN.
SUCHT EUCH VOR ALLEM EINEN GUTEN ORGEL-LEHRER/LEHRERIN...
Vielleicht hat das Kind Begeisterung fürs Kirchenorgelspiel, nicht aber fürs Klavierspiel. Dann wäre es schade, wenn man seine Begeisterung mit einer Ochsentour übers Klavier solange "auf die Probe" stellt, bis sie verdampft ist.
Ich kenne einen Domorganisten, der Kinder -absolute Anfänger- direkt auf seiner Domorgel unterrichtet, weil sie Freude an der Orgel und nur an der Orgel haben. Er beklagte einmal mir gegenüber, daß die meisten Kollegen schlicht zu arrogant seien, absolute Tasteninstrumentsneulinge zu unterrichten: "Geh Du mal zwei Jahre in Klavierunterricht, dann kannste wiederkommen".
Gut, die vorgestellte elektronische Orgel ist schon wegen des Stummelpedals und der versetzten Klaviaturen kein geeignetes Übeinstrument. Aber man findet zB bei ebay immer wieder elektronische Sakralorgeln (Vollpedal, parallele Klaviaturen, Kirchenorgelregister), die für n Apfel und n Ei wegggehen, vor allem, wenn sie in die Jahre gekommen sind.
Und bevor sich wer verwundert die Augen reibt: Ja, ich mag diese Instrumente nicht, aber besser als nichts ist das allemal - und wenn der Junge dann dazu noch auf einer richtigen Orgel in einer Kirche üben darf, wärs doch schon mal ein guter Anfang.
Ich wünsche dem Jungen, daß er ein/e Orgellehrer/in findet der/die undogmatisch an die Sache herangeht und vor allem eines respektiert: Seine Begeisterung für die Orgel. Seien wir dankbar, wenn sich heute noch ein junger Mensch für die Kirchenorgel interessiert!
Eminent Grand Theatre 2000
willscher, Sonntag, 19. Februar 2012, 13:20 (vor 5321 Tagen) @ Hausorgler
Ich wünsche dem Jungen, daß er ein/e Orgellehrer/in findet der/die undogmatisch an die Sache herangeht und vor allem eines respektiert: Seine Begeisterung für die Orgel. Seien wir dankbar, wenn sich heute noch ein junger Mensch für die Kirchenorgel interessiert!
Absolut richtig. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen: Der Junge soll sich eine
Kirchengemeinde suchen, die ihm ggf. Unterricht bezahlt, denn es braucht Nachwuchs.
Gerade geht in Hamburg ein Kollege nach über 50 Jahren (nebenamtlichem) Orgeldienst in den Ruhestand. Ein Fall vonn vielen. Ich kenne Pastoren, die händeringend jemanden suchen, keinen finden und sich Woche für Woche mit mühsam gesuchten Vertretungen über Wasser halten. Was da alleine an Zeit verloren geht durch Telefonieren...........
Gruß
Andreas