Passau: war Programmtipp SWR2

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Montag, 06. Februar 2012, 20:35 (vor 5332 Tagen) @ Subkoppel II - I
bearbeitet von Hausorgler, Montag, 06. Februar 2012, 20:46

Es gibt derart viele geknickte gotische Kirchen, daß ich mir schwer tue, immer irgendwelche räumlich beengenden Umstände, Versehen oder zwei Bauabschnitte, die das erzwingen, anzunehmen. Gleichzeitig kommt mir die Begründung des geneigten Hauptes Christi zwar als sehr fromm, aber nicht schlüssig vor. Das ist eher eine lyrische Nachsymbolik.
Eigentümlich ist auch, daß die Forschung hier offensichtlich keine wirklichen Erklärungen anbietet. Angesichts der Menge geknickter Kirchen glaube ich nicht an einen Zufall. Schlamperei mit System kann es aber wohl auch nicht sein. Bei Bauvorhaben dieser Größe hat man sich sicher etwas dabei gedacht. Nur was?

Ich habe einmal folgende Erklärung gehört: Die Kirchen wurden ja bis zur Renaissance konsequent geostet. Allerdings war das kein mathematisches Kompass-Osten. Sondern eben in Richtung der aufgehenden Sonne. Der Ort der Aufgehenden Sonne ändert sich aber ein wenig im Jahreslauf. Also hätte man jene Ausrichtung gewählt, welche die Sonnenaufgangsachse an einem definierten Tag (zB Patroziniumstag) hat. Veränderte Achsen könnten dann also auf geänderte oder mehrere(?) Referenztage verweisen. Ob das aber stimmt?

Hier ein Beispiel aus Hall in Tirol:

[image]


gesamter Thread:

 

powered by my little forum