Philharmonie de Paris

Florian-L, Mittwoch, 18. Januar 2012, 07:58 (vor 5351 Tagen)

Hallo!

Für die gerade in Arbeit befindliche "Philharmonie de Paris" liefert Rieger Orgelbau eine Konzertorgel (IV/86), wie man diesem Bericht ab Seite 19 entnehmen kann.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

Philharmonie de Paris

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Mittwoch, 18. Januar 2012, 09:08 (vor 5351 Tagen) @ Florian-L

...mit vielversprechender interessanter "Konzertsaal"-Disposition, allerdings auch einem "Bild"-Fehler: die KKL-Orgel ist natürlich von Goll, nicht von Rieger ;-)

Gruss

Thomas

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Thomas Haubrich

Philharmonie de Paris

Florian-L, Mittwoch, 18. Januar 2012, 09:11 (vor 5351 Tagen) @ untersatz32

...mit vielversprechender interessanter "Konzertsaal"-Disposition,...

Ja, unter anderem mit einem "Pressant 4'" im IV. Manual. ;-)
Aber dieser Prospektentwurf im Intonierladen-Design...

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

Philharmonie de Paris

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Mittwoch, 18. Januar 2012, 09:13 (vor 5351 Tagen) @ Florian-L

Ja, unter anderem mit einem "Pressant 4'" im IV. Manual. ;-)
Gruß, Florian

.. Natürlich auf Hochdruck stehend ;-) und für die WIDOR-Toccata in unter 3 Minuten geeignet :-)

Gruss Thomas

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Thomas Haubrich

Philharmonie de Paris

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Mittwoch, 18. Januar 2012, 18:57 (vor 5351 Tagen) @ Florian-L

das ist doch die bei uns sehr selten verwendete "Eilpfeife 4'"

Philharmonie de Paris

elsenp, Donnerstag, 19. Januar 2012, 06:43 (vor 5350 Tagen) @ Florian-L

Ich zitiere mal aus dem Prospekt:

"Die Orgel der Philharmonie wurde in enger Zusammenarbeit mit der Architektur und Akustik des Konzertsaals entworfen. Jean Nouvel hat die Orgel hinter einem großen Schwellwerk integriert und als Hinweis auf ihre Präsenz ein paar Pfeifen genial platziert.
Diese Vorgehensweise gibt die Chance, dank der großen Schwelltüren der Orgel, ein sehr modernes Design zu gestalten mit auf einer Plattform angeordneten Pfeifen, die angehoben außerhalb des Orgelwerkes stehen wie Balkone, die in der Lautstärke schweben und an die Vergänglichkeit des Klanges erinnern."

Schon genial, die französischen Architekten. Lassen ganze Orgeln hinter Schwelltüren verschwinden und dann müssen ein paar arme Spargel in der Luft schweben, damit auch der Dumme merkt, "Mensch, die haben da eine Orgel!".

Gruß
Peter

Philharmonie de Paris

Karl-Bernhardin Kropf, Donnerstag, 19. Januar 2012, 09:24 (vor 5350 Tagen) @ elsenp
bearbeitet von Karl-Bernhardin Kropf, Donnerstag, 19. Januar 2012, 11:54

Wenn das mal gut geht....!
Betrachtet man die letzten Schnitte, dann sieht man, dass die eigentliche Schwellöffnung doch deutlich niedriger ist als das Gehäuse innen. Ernest Skinner hätte sicher versucht, sogar eine nach vorne schräg ansteigende Gehäusedecke zu erreichen und dann die SW-Türen in entsprechender Höhe vorgesetzt. Aber vielleicht wäre er gegen den Architekten auch nicht angekommen. Und zweifellos ist die "Innenschale" des Saales für die Akustik der von der Bühne erklingenden Konzerte ebenfalls sehr wichtig.

Ich unterstelle, dass bei diesem Gehäuse nicht alles "rauskommen" wird, was sich drin abspielt. Maximierter Schlladruck würde auch nicht allein helfen, denn im schlimmsten Fall ist sogar eine Raum-im-Raum-Akustik wahrnehmbar, wenn die Orgelkammer als solche vom Ohr erkannt wird.
Vergleichbar mit einer Musikhochschule, wo die Tür zum Orgelsaal offen steht und man die Orgel aber im Flur hört...

Die Orgel selbst wird sicherlich faszinierend, aber man wünscht mal wieder, sie stünde (wo)anders.

Philharmonie de Paris - Elbphilharmonie

Karl-Bernhardin Kropf, Donnerstag, 19. Januar 2012, 11:59 (vor 5350 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Karl-Bernhardin Kropf, Donnerstag, 19. Januar 2012, 12:04

Eines von zwei Panoramen des Großen Saals der Hamburger Elbphilharmonie - wenn man das sieht, dann ist die Pariser Orgelaufstellung sicher noch als relativ glücklich zu bezeichnen....

Aber für beide Städte gilt: Es gibt für reine Orgelkonzerte viel geeignetere Adressen.

Edit: In dieser Beschreibung erfährt man, dass im Deckenreflektor auch ein Register der Orgel hängen soll. Ist's wohl die Vox Balenae oder die Vox Coelestis....??

Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

tiratutti @, Donnerstag, 19. Januar 2012, 12:12 (vor 5350 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Hallo,

Eines von zwei Panoramen des Großen Saals der Hamburger Elbphilharmonie - wenn man das sieht, dann ist die Pariser Orgelaufstellung sicher noch als relativ glücklich zu bezeichnen....

gerade lese ich in dem Gesprächsartikel mit P. Klais zur Orgel auf der Elbphilharmonieseite, dass das die weltweit erste begehbare Orgel sei. Knapp daneben. Denn zumindest die Welte-Orgel im Augustinermuseum Freiburg ist seit 2010 vollständig begehbar. Es öffnet sich auf der rechten Seite die Untergehäusewand wie bei einer Tapetentür und auf Stahltreppen und Laufgängen kann man das Orgelinnere erleben. Wenn dann noch der Führer mittels Fernsteuerung die Selbstspieleinrichtung anwirft, dann ist man mitten in der Musik.

Grüße von tiratutti

Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

Frank Berger @, Wassenberg, Samstag, 04. Februar 2012, 20:38 (vor 5334 Tagen) @ tiratutti

Soweit ich weiß, trifft das auch auf die Welte-Orgel im Kino des Filmmuseums Düsseldorf zu. Von der Orgel ist im Kinosaal nur der Spieltisch zu sehen. Die Orgel selbst befindet sich in einem Raum (von Kinosaal aus gesehen) hinter der Leinwand. Der Orgelraum ist, wenn ich mich richtig erinnere (die Führung, die ich mal mitgemacht habe, ist schon ein paar Jährchen her, und seitdem war ich nicht mehr in dem Kino), durch eine ganz normale Zimmertür zugänglich.

Gruß
Frank

Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

otto krämer, Samstag, 04. Februar 2012, 22:27 (vor 5334 Tagen) @ Frank Berger

kommst du samstag in acht tagen..ich bespiele den Film:
"Der heilige Berg"
Stummfilm, s/w; 118 Minuten
Deutschland, 1926
Regie: Dr. Arnold Fanck

Darsteller: Luis Trenker, Leni Riefenstahl, Ernst Petersen, Hannes Schneider, Friedrich Schneider, Frida Richard, Edmund Meisel.

Uraufführung am 17.12.1926 im UFA-Palast am Zoo, Berlin

Der zweite Berg(spiel)film von Arnold Fanck mit Leni Riefenstahl in ihrer ersten Hauptrolle, an der Seite von Luis Trenker.
Wie Leni Riefenstahl zum Film und zu ihrer ersten Hauptrolle kam, und wie Fanck das Drehbuch zum Film für Leni in drei Tagen schrieb, das liest man am besten direkt in Leni Riefenstahls Memoiren nach.

Die Fertigstellung des Films wurde durch Unfälle von Mitgliedern der Filmcrew sowie widrigen Witterungsverhältnissen immer wieder verzögert, sodaß die Finanzierung des Films durch die UFA ernsthaft in Frage gestellt war. Leni Riefenstahl gewann bereits erste Erfahrungen mit Kameraführung, Filmschnitt und Regie. Beeindruckende Probeaufnahmen sicherten schließlich die weitere Finanzierung und endgültige Fertigstellung des Films.

In diesem Film, der thematisch eine tragische Dreiecksgeschichte zwischen Diotima (Leni Riefenstahl) und ihren rivalisierenden Verehrern Vigo (!) (Ernst Petersen) und dessen älterem Freund (Trenker) erzählt, nimmt Fanck bereits alle stilistischen und künstlerischen Mittel seiner späteren Bergfilme vorweg: phantastische Natur- und Bergaufnahmen, atemberaubende Ski-Abfahrten, beeindruckende Wolkenbilder und Lichtstimmungen.
Fancks Absicht war es, in diesem Film die Kontraste Natur-Kultur, Meer-Gebirge und Tanz-Skilauf zum Ausdruck zu bringen.

Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

Frank Berger @, Wassenberg, Samstag, 04. Februar 2012, 22:33 (vor 5334 Tagen) @ otto krämer

Danke für den Hinweis, ich werde sehen, was sich machen lässt. Montag bin ich auf jeden Fall bei Ben Hur dabei. Werde mich danach sicher bei Dir melden.

Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

otto krämer, Samstag, 04. Februar 2012, 22:36 (vor 5334 Tagen) @ Frank Berger

gehst du mit essen hinterher, ok?
freue mich, dich zu treffen . . . bringe bitte ausreichend sitzfleisch mit.

Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

Frank Berger @, Wassenberg, Samstag, 04. Februar 2012, 22:43 (vor 5334 Tagen) @ otto krämer

Mach ich (beides). Freu mich sowohl auf den Film als aufs Kennenlernen.

Ben Hur, war: Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Sonntag, 05. Februar 2012, 13:27 (vor 5333 Tagen) @ Frank Berger
bearbeitet von Clemens Schäfer, Sonntag, 05. Februar 2012, 13:32

Hallo,

apropos Ben Hur: Wer's noch nicht weiß: Den gibts am Montag, 6.2., 19:30h in St. Lambertus, D-Altstadt (142 Minuten!). Ich will auch dorthin. Ob ich das durchhalte, weiß ich allerdings noch nicht. Bin eigentlich kein Cineast. Aber wann bekommt man so etwas schon einmal geboten?

Gruß Clemens Schäfer

--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

Ben Hur, war: Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

otto krämer, Sonntag, 05. Februar 2012, 13:51 (vor 5333 Tagen) @ Clemens Schäfer

...also, Herr Schäfer, für Sie gebe ich alles...!
Würde mich freuen, Sie kenn zu lernen.
Ihr
OMK

Ben Hur, war: Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

Karsten, Sonntag, 05. Februar 2012, 14:12 (vor 5333 Tagen) @ Clemens Schäfer

apropos Ben Hur: Wer's noch nicht weiß: Den gibts am Montag, 6.2., 19:30h in St. Lambertus, D-Altstadt (142 Minuten!). Ich will auch dorthin. Ob ich das durchhalte, weiß ich allerdings noch nicht. Bin eigentlich kein Cineast.

Lieber Herr Schäfer,

wenn's ganz schlimm wird: Augen zu und sich einfach ein Rennen der Lieblings-Lokomotiven vorstellen... ;) Die haben auch ein paar PS mehr :)

Gruß
Karsten

Der heilige Berg: war: Begehbare Orgel, war: Elbphilharmonie

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Sonntag, 05. Februar 2012, 13:32 (vor 5333 Tagen) @ otto krämer

kommst du samstag in acht tagen..ich bespiele den Film:
"Der heilige Berg"
Stummfilm, s/w; 118 Minuten
Deutschland, 1926
Regie: Dr. Arnold Fanck

Darsteller: Luis Trenker, Leni Riefenstahl, Ernst Petersen, Hannes Schneider, Friedrich Schneider, Frida Richard, Edmund Meisel.

Uraufführung am 17.12.1926 im UFA-Palast am Zoo, Berlin

also 18.02.2012, 20h, Filmmuseum Düsseldorf, Schulstr. 4, 40213 D-Altstadt (Nähe Maxkirche)
http://www.duesseldorf.de/filmmuseum/service/index.shtml

Gruß Clemens Schäfer

--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

Philharmonie de Paris - Elbphilharmonie

Karsten, Donnerstag, 19. Januar 2012, 12:24 (vor 5350 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf


Edit: In dieser Beschreibung erfährt man, dass im Deckenreflektor auch ein Register der Orgel hängen soll. Ist's wohl die Vox Balenae oder die Vox Coelestis....??

Hallo!

In dem von Tiratutti verlinkten Interviewist zu lesen, dass im Reflektor ein Fernwerk mit 4 Registern unterkommen soll. Und das kann bei Klais von der HD-Tuba bis zur Vox coelestis im Schweller alles sein :)

Gruß
Karsten

Philharmonie de Paris - Elbphilharmonie

elfengeschrey, Ebstorf, Donnerstag, 19. Januar 2012, 13:07 (vor 5350 Tagen) @ Karsten

In dem von Tiratutti verlinkten Interviewist zu lesen, dass im Reflektor ein Fernwerk mit 4 Registern unterkommen soll. Und das kann bei Klais von der HD-Tuba bis zur Vox coelestis im Schweller alles sein :)


Womöglich Nebelhorn! Aber das wird ja höchstwahrscheinlich erst die nachfolgende Generation hören können...

Philharmonie de Paris

stein @, Mittwoch, 18. Januar 2012, 09:19 (vor 5351 Tagen) @ Florian-L

nach über 100 Jahren zum ersten mal in Frankreich wieder eine Annäherung an ACC.
Die Disposition könnte original von ihm sein. Was Rieger klanglich daraus macht wird sicherlich spannend.
gruss stein

Philharmonie de Paris

Friedrich @, Mittwoch, 18. Januar 2012, 10:17 (vor 5351 Tagen) @ Florian-L

Wenn mein Restfranzösisch mich nicht ganz verlässt, wird es dort als »Innovation« bezeichnet, dass die Orgel komplett hinter Schwellklappen steht (also auch die drei unabhängig davon schwellbaren Klaviere « Orchestre » samt Pedal, « Récit expressif » und zweites « Récit expressif », das wahrscheinlich « Solo » heißen sollte).

Das nötigt uns Auskennern natürlich nur ein müdes Lächeln ab.

Ist trotzdem hochspannend, wenn der Architekt bereit war, solche gigantischen Surfbretter von Schwellklappen in die Saalrückwand zu integrieren. Wenn die Orgel drin ist und entsprechend kräftig intoniert – dass sie das sein wird, daran dürfte kein Zweifel sein –, dann macht es bestimmt Spaß, da rumzuschwellen.

So zum Spaß: Strauss’ »Festliches Präludium« im Generaltutti, aber bei geschlossenen Surfbrettern beginnen, auf den kadenzierenden Akkord vorm Blecheinsatz hin laaaaaangsam crescendieren, dann auf den letzten beiden Akkorden subito diminuendo, die Kollegen sollen ja auch eine Chance haben …

fantasiert
Friedrich

Philharmonie de Paris

Florian-L, Mittwoch, 02. Januar 2013, 09:28 (vor 5001 Tagen) @ Florian-L

Hallo!

Für die gerade in Arbeit befindliche "Philharmonie de Paris" liefert Rieger Orgelbau eine Konzertorgel (IV/86), wie man diesem Bericht ab Seite 19 entnehmen kann.

Einige neuere Informationen zur Orgel.

Auch die Disposition wurde in der Zwischenzeit abgeändert.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

Philharmonie de Paris

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Mittwoch, 02. Januar 2013, 09:59 (vor 5001 Tagen) @ Florian-L

Eine allgemeine Information des Herrn Garnier: Eine gute Orgel ist 15 Meter hoch, 20 Meter breit und 3 - 4 Meter tief. Aha! Jetzt dürfen sich alle melden, die keine gute Orgel haben.

--
Gruß vom Niederrhein

Philharmonie de Paris

Karsten, Mittwoch, 02. Januar 2013, 19:34 (vor 5001 Tagen) @ Tabernakelwanze

Eine allgemeine Information des Herrn Garnier: Eine gute Orgel ist 15 Meter hoch, 20 Meter breit und 3 - 4 Meter tief. Aha! Jetzt dürfen sich alle melden, die keine gute Orgel haben.

Bitte bei einem übersetzten Populärtext nicht gleich alles auf die oGldwaage legen, sondern auch einen Blick auf den Originaltext (nur ein Klick entfernt) werfen:

"Paré de grâces, il n'en est pas moins une machinerie époustouflante et un dévoreur d'espace : 15 mètres de haut et 20 mètres de large par 3 à 4 mètres de profondeur sont des dimensions raisonnables pour un bel orgue, et celui de la Philharmonie de Paris est de cet acabit."

Man könnte es auch ungefähr so übersetzen (bin für jede Korrektur dankbar):

"Trotz dieser Anmut [gemeint ist die grazile Prospektgestaltung] ist sie [die Orgel] aber nichts weniger als eine erstaunliche/verbüffende Maschine und ein Raumfresser: 15 Meter Höhe, 20 Meter Breite mal drei bis vier Meter Tiefe sind [durchaus] vertretbar/angemessenen für eine gute/schöne Orgel, und die der Philharmonie de Paris ist von diesem Schlag."

Gerade wegen der Formulierung "Raumfresser" scheint mir, dass man im Folgesatz mit einem Schuss "understatement" oder Ironie lesen darf, jedenfalls nicht als Tatsachenbehauptung, wie sie die deutsche Übersetzung suggeriert..

Letztlich ist es aber auch wirklich ein Text für Laien, also möge der Kenner und die Kennerin alle seine (Hühner-)Augen zudrücken :)

Gruß
Karsten

Philharmonie de Paris

Karsten, Mittwoch, 02. Januar 2013, 11:47 (vor 5001 Tagen) @ Florian-L

Hallo!

Danke für die Info! Wirklich ein interessanter Kontrast zu der "samtigeren" Orgel im Musikverein, Wien. Gegen ein großes Orchester muss eine Orgel eben vor allem "kräftig" sein.

Auch auffällig: Das kleine Resonance-Werk. Scheint wohl gerade wieder "en vogue" zu sein. Hat ja nun auch Notre-Dame de Paris...

Gruß
Karsten

Philharmonie de Paris

Orlos, Mittwoch, 02. Januar 2013, 13:00 (vor 5001 Tagen) @ Karsten

Im Vergleich zur neuen Grenzing-Orgel (Link), die ebenfalls in Paris entsteht, scheint mir die Rieger-Orgel eher konservativ zu sein. Beim Lesen der Disposition ist mir nichts "Zukunftsträchtiges" aufgefallen. Da gibt es durchaus experimentellere Lösungen. (Einzig den Salicional 4' im HW als einziger leiser 4' finde ich ungewöhnlich, aber wie der Artikel sagt, ist Gemeindebegleitung kein Thema, so brauche ich eben kein gescheites 8'+4' für das Vorspiel!).
Laut genug wird sie bestimmt. Dass trotz Finanzkrise der französische Staat zwei so große Orgeln bezahlen kann, ist erstaunlich. Und dass beide Orgeln von ausländischen Firmen gebaut werden, ist ebenfalls interessant, könnte aber daran liegen, dass es in Frankreich gar keine Orgelbaufirma (mehr) gibt, die so große Instrumente mit mechanischer Traktur zuverlässig bauen könnte.

Philharmonie de Paris

1trompette, Mittwoch, 02. Januar 2013, 18:15 (vor 5001 Tagen) @ Orlos

Einzigartig finde ich diese Dispo auch nicht.Die gibt es doch wie Sand am Meer. Ok, vielleicht nicht in dieser Größenordnung.
Der Bericht vom Garnier ist auch etwas befremdlich, `der einzige weltweit, der alles selbst macht etc....` bleche werden gewalzt und geschweißt. Das klingt doch alles nach Journalie und nicht nach Orgelbau.

Ein gutes neues Jahr an alle Forensiker!

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