Situation in St. Antonius, D-Oberkassel

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Dienstag, 17. Januar 2012, 19:55 (vor 5351 Tagen)

Hallo Forum,

was St. Antonius, Düsseldorf-Oberkassel, angeht, so scheint es dort nur langsam voranzugehen. Schon vor längerer Zeit hatte ich - noch im alten Forum - berichtet, daß die Seifert-Orgel von 1955, 1985 von Peter überarbeitet, als abgewirtschaftet gilt. Zwar klingt das Instrument garnicht schlecht - trotz Fehlens jeglicher Streicher gelingt dem Organisten Markus Hinz auch eine wirkungsvolle Wiedergabe etwa von Werken Karg-Elerts etc. Und Barock geht sowieso. Aber die Elektrik muß wohl am Ende sein. Auch sonst gibt es Probleme mit der Materialqualität. Wie man schon vor längerer Zeit hörte, soll das Gros des Pfeifenbestandes erhalten und behutsam um einige Streicher und einen 32’ ergänzt werden. Aber nichts genaues weiß man immer noch nicht.

Inzwischen wurde im Pfarrverband die Kirche Christus König profanisiert. Das interessante Gebäude aus den 20-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wird zu einem Kindergarten umgebaut. Die dortige Orgel, die erst in der Zeit von Jürgen Kursawa in Oberkassel angeschafft wurde (ein gebrauchtes, aber gut klingendes Instrument von Feith), steht nun für St. Antonius zusätzlich zur Verfügung.

In St. Antonius ist jetzt eine Tafel zu finden, auf der die Pläne für eine Chororgel dargestellt sind. Zum Bau dieser Orgel (Mühleisen, BW) werden im wesentlichen die Register der Christus König-Orgel verwendet. Ein Register konmmt aus der Hauptorgel, der Rest wird neu gefertigt. Insgesamt sind ein Hauptwerk und ein Schwellwerk mit je 11 Registern und ein Pedal mit 8 Registern vorgesehen. Im letzteren steht allerdings nur ein eigenes Regiser (Subbass 16’), 6 sind Transmissionen, eines eine Extension. Diese Chororgel soll bis November 2012 entstehen.

Danach wäre es möglich, die Hauptorgel in Angriff zu nehmen. Aber darüber äußert sich die Tafel nur sehr nebulös. Termine, gar Disposition oder Prospekt werden nicht genannt bzw. gezeigt. Auch wird der Plan eines Fernwerks aus der (riesigen) Vierungskuppel nur noch als idealiter wünschenswert erwähnt. Mühsam scheint sich das Eichhörnchen zu ernähren. Auch wenn für die Orgel gesammelt wird, am Geld kann es eigentlich nicht liegen: St. Antonius hatte schon in den fünfziger Jahren größere Misereor-Erträge als der Kölner Dom.

Weiß jemand mehr?

Gruß Clemens Schäfer

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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)


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