Hallo,
neben Preisgewinnen gibt es dieses Jahr noch ein paar Neuigkeiten die Freiburger Orgelszene betreffend. Da ist zum einen der Orgelneubau in der Kirche St. Blasius Freiburg-Zähringen. Winterhalter wird hier bauen. Zum anderen wird derzeit und noch bis Juni die große elektropneumatische Späth von 1936 in St. Urban auf Vordermann gebracht. Die Arbeiten führt Vleugels aus.
Bei beiden Orgeln bin ich auf das Ergebnis gespannt.
Grüße von tiratutti
Orgelneuigkeiten aus Freiburg
Subkoppel II - I
, Mittwoch, 18. Januar 2012, 21:02 (vor 5342 Tagen) @ tiratutti
Hallo,
neben Preisgewinnen gibt es dieses Jahr noch ein paar Neuigkeiten die Freiburger Orgelszene betreffend. Da ist zum einen der Orgelneubau in der Kirche St. Blasius Freiburg-Zähringen. Winterhalter wird hier bauen.
![[image]](images/uploaded/201201182059544f1732cab6cf3.jpg)
Orgel in St. Blasius Freiburg-Zähringen
Das erinnert mich an so manche Kirchen im Allgäu mit Doppel-Empore.
Da zieht man automatisch den Kopf ein wenn man die Orgelbühne betritt.
Wenn ich dann in der Dispo "Prnzipalbass 16 und Posaune 16" lese, frage ich mich:
Wo stehen die Register, oder liegen sie?
Aber Winterhalter kennt sich sicher mit solchen Bauhöhen aus.
Staubige Grüße aus der Orgelbaustelle von
Subkoppel II - I
Orgelneuigkeiten aus Freiburg
Hausorgler
, Feldkirch/Vorarlberg, Donnerstag, 19. Januar 2012, 15:56 (vor 5341 Tagen) @ Subkoppel II - I
Ich kenne eine Orgel in Vorarlberg, da liegt der Subbass unter dem Emporenboden.
Orgelneuigkeiten aus Freiburg
FranzS.
, Donnerstag, 19. Januar 2012, 19:31 (vor 5341 Tagen) @ Subkoppel II - I
Wenn ich dann in der Dispo "Prnzipalbass 16 und Posaune 16" lese, frage ich mich:
Wo stehen die Register, oder liegen sie?
Hallo,
möglicherweise täuscht das Bild etwas und die Orgelempore wirkt nur so niedrig, weil der Prospekt so breit ist. Die Register könnten möglicherweise auch in einer Kammer hinter dem Prospekt stehen, was ja zu der Zeit nicht unüblich war. Überhaupt eine groteske Orgel, wo findet man schon die Oboe im Hauptwerk und die Trompete im Schwellwerk? Könnte man doch auch reonvieren, so schlecht kann die Orgel ja nicht sein, wenn sie immerhin schon über 70 Jahre alt ist.
Grüße
Franz
Orgelneuigkeiten aus Freiburg
flautado, Freitag, 20. Januar 2012, 13:43 (vor 5340 Tagen) @ FranzS.
Servus Franz
Die Kombi mit Oboe im HW und Trompete im SW ist nicht so unüblich. Die Weise-Orgel der (nun leider ehemaligen) Klosterkirche St. Augustin in Weiden hat das im Original auch so gehabt. Leider hat der Unsachverstand einer nun nicht mehr in der Diözese tätigen sachkundigen Person dazu geführt, dass die beiden Register bei der letzten Reinigung gegeneinder vertauscht wurden. Das Instrument war bis zu diesem Zeitpunkt noch in absolutem Originalzustand.
Die ganze Orgel ist übrigens auch schon "orgelbewegt" angehaucht, im Grunde aber "romantisch" disponiert und mit elektro-pneumatischen Taschenladen ausgestattet. Für Weise eigentlich eine Besonderheit da er ja zumeist Membranladen der eigenen Bauweise zu dieser Zeit gebaut hat.
Beste Grüsse von
flautado
Orgelneuigkeiten aus Freiburg
FranzS.
, Freitag, 20. Januar 2012, 22:33 (vor 5340 Tagen) @ flautado
Servus Franz
Die Kombi mit Oboe im HW und Trompete im SW ist nicht so unüblich.
Servus, ich kenne einige Exemplare mit der Trompete im SW als einzige Manualzunge. Binder und Siemann dürfte das öfters so gebaut haben. Es kann ja auch Sinn machen, denn durch den Schweller und die diversen Sub und Superkoppeln kann man die Trompete vielfach nutzen.
Leider hat der Unsachverstand einer nun nicht mehr in der Diözese tätigen sachkundigen Person dazu geführt, dass die beiden Register bei der letzten Reinigung gegeneinder vertauscht wurden. Das Instrument war bis zu diesem Zeitpunkt noch in absolutem Originalzustand.
Das alte Lied eben....
Die ganze Orgel ist übrigens auch schon "orgelbewegt" angehaucht, im Grunde aber "romantisch" disponiert und mit elektro-pneumatischen Taschenladen ausgestattet. Für Weise eigentlich eine Besonderheit da er ja zumeist Membranladen der eigenen Bauweise zu dieser Zeit gebaut hat.
Ja der Michael Weise lieferte zumindest zeitweise vernünftige Geräte ab, auch noch in den späten 60ern. Die große Orgel der Cäcilienkirche von 1938 ist ja auch nicht uninteressant. Leider ging es ja dann nach seinem Tod 1969 immer mehr bergab bis zu den berüchtigten Totalabstürzen in den 80ern und 90ern, die ja die bekannte Weisheit hervorgebracht haben "Weise klingt....äh...leise".
Beste Grüsse von
flautado#
Grüße von der Südhalbkugel
Franz
Orgelneuigkeiten aus Freiburg
Aeolinchen, Samstag, 21. Januar 2012, 10:44 (vor 5339 Tagen) @ FranzS.
Die Kombi mit Oboe im HW und Trompete im SW ist nicht so unüblich.
Servus, ich kenne einige Exemplare mit der Trompete im SW als einzige Manualzunge. Binder und Siemann dürfte das öfters so gebaut haben. Es kann ja auch Sinn machen, denn durch den Schweller und die diversen Sub und Superkoppeln kann man die Trompete vielfach nutzen.
In den 1920er Jahren findet man das oft, da gibts zahlreiche Beispiele von der Schweiz bis Dänemark.
Franz Gattringer hat öfters eine Trompete 8' ins Schwellwerk und eine 4'-Zunge ins Hauptwerk gestellt.
Die dreimanualige Frobenius-Orgel in der Messiaskirche Charlottenlund (Dänemark) hat Bangert nur mit zwei Manualzungen ausgestattet: Krummhorn 8' im Positiv, Tromp. harmon. 8 im Schwellwerk. (Carl Elis, Neuere Orgeldispositionen, Kassel 1930)
Auch aus den 1950ern bis 1970er Jahren kenne ich ähnliche Beispiele.