Orglbaufirma

hardy, Samstag, 31. Dezember 2011, 20:31 (vor 5366 Tagen)

Hallo,

weiß jemand etwas über die Orgelbaufirma Frenger und Eder (Nähe München)? Die Homepage endet bei 2006.
Gruß und gutes neues Jahr,
Hardy

Orglbaufirma

Oliver Horlitz ⌂, Samstag, 31. Dezember 2011, 23:34 (vor 5366 Tagen) @ hardy

Hallo,

weiß jemand etwas über die Orgelbaufirma Frenger und Eder (Nähe München)? Die Homepage endet bei 2006.
Gruß und gutes neues Jahr,
Hardy

Soweit ich weiß, existiert die Firma und hat offensichtlich auch zu tun.

Ich habe vor einigen Monaten die große Oktave Dulzian 16´ erworben, die unter Zubehör bei den Gebrauchtangeboten noch auf der HP steht. Bei den Telefonaten zur Vorbereitung der Abholung der Pfeifen durch einen Freund waren immer wieder arbeitsbedingte (so wurde mir versichert) Abwesenheiten festzustellen.

Wer es genauer wissen will: Einfach dort anrufen - die Kontakte waren immer sehr nett.

Es grüßt mit den allerbesten Wünschen für ein gesegnetes Jahr 2012
Oliver

Orglbaufirma

FranzS. @, Sonntag, 01. Januar 2012, 11:10 (vor 5366 Tagen) @ hardy

Hallo,

weiß jemand etwas über die Orgelbaufirma Frenger und Eder (Nähe München)? Die Homepage endet bei 2006.
Gruß und gutes neues Jahr,
Hardy

Hallo,

die Firma hat 2011 in Bruckmühl bei München eine neue Orgel mit 23 Registern gebaut. Soviel ich weiß, liefert die Firma immer höchste Qualität. Leider kenne ich die Instrumente dieser Firma noch nicht persönlich, da es in meiner Diözese nur ein einziges Exemplar gibt.

Grüße

Franz

Orgelbaufirma

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Montag, 02. Januar 2012, 10:04 (vor 5365 Tagen) @ FranzS.

Dann ist es um so unverständlicher, warum die Firma sich nicht um ihre Website kümmert. Es muss ja weiß Gott nicht tagesaktuell sein, aber wenn potenziellen Kunden beim Anblick der Website die Vermutung kommt, dass die Firma entweder nicht mehr existiert oder aber kein Interesse an ihrer Selbstdarstellung hat, dann ist das doch Kontraproduktivitär pur!

Es müsste inzwischen jedem Gewerbetreibenden klar sein, dass das Internet (ob man das nun für gut befindet oder nicht) zumindest mit das wesentliche Werbungsmedium ist. Zumal für Nischenbetriebe.

--
www.orgelauskunft.de

Orgelbaufirma

tiratutti @, Montag, 02. Januar 2012, 10:52 (vor 5365 Tagen) @ Fabian Brackhane

Hallo,

Dann ist es um so unverständlicher, warum die Firma sich nicht um ihre Website kümmert.

zumindest eine Orgelbaufirma kenne ich, deren Webseite bald 10 Jahre alt ist. Das ist zwar schade, liegt aber schlussendlich darin begründet, dass man sich einmalig von einem externen Dienstleister eine Seite hat erstellen lassen und jetzt ist niemand da, der sie pflegt.

Grüße von tiratutti

Orgelbaufirma

FranzS. @, Montag, 02. Januar 2012, 10:57 (vor 5365 Tagen) @ tiratutti

Hallo,

Dann ist es um so unverständlicher, warum die Firma sich nicht um ihre Website kümmert.


zumindest eine Orgelbaufirma kenne ich, deren Webseite bald 10 Jahre alt ist. Das ist zwar schade, liegt aber schlussendlich darin begründet, dass man sich einmalig von einem externen Dienstleister eine Seite hat erstellen lassen und jetzt ist niemand da, der sie pflegt.

Grüße von tiratutti

trotzdem hat Fabian Recht. Gerade im Orgelbau ist eine informative und aktuelle Internetseite ein wichtiges Aushängeschild.

Orgelbaufirma

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Montag, 02. Januar 2012, 11:05 (vor 5365 Tagen) @ tiratutti

Hallo,

Dann ist es um so unverständlicher, warum die Firma sich nicht um ihre Website kümmert.


zumindest eine Orgelbaufirma kenne ich, deren Webseite bald 10 Jahre alt ist. Das ist zwar schade, liegt aber schlussendlich darin begründet, dass man sich einmalig von einem externen Dienstleister eine Seite hat erstellen lassen und jetzt ist niemand da, der sie pflegt.

Das ist doch geradezu Auto-Geschäftsschädigung! Ich halte es für absolut richtig, sich eine Firmenwebpräsenz nicht selber zu basteln, sondern das einen Fachmann erledigen zu lassen. Nur sollte man dem dann auch die regelmäßige Pflege überlassen, wofür er natürlich entsprechendes Input braucht. Das läuft doch sicher unter Werbungskosten, am Geld sollte es doch demnach nicht scheitern.

--
www.orgelauskunft.de

Orgelbaufirma

tiratutti @, Montag, 02. Januar 2012, 11:09 (vor 5365 Tagen) @ FranzS.

Hallo,

trotzdem hat Fabian Recht. Gerade im Orgelbau ist eine informative und aktuelle Internetseite ein wichtiges Aushängeschild.

klar ist eine aktuelle Webseite gut und bringt eine Firma mit Kunden in Kontakt, die man sonst nicht erreicht. Man unterschätzt halt gern den Aufwand, den eine regelmäßige Seitenaktualisierung bedeutet. Seifert z.B. hat seine Referenzen-Seite seit zwei Jahren nicht aktualisiert.

Grüße von tiratutti

Orgelbaufirma

jrbecker @, Montag, 02. Januar 2012, 11:59 (vor 5365 Tagen) @ Fabian Brackhane


Das ist doch geradezu Auto-Geschäftsschädigung! Ich halte es für absolut richtig, sich eine Firmenwebpräsenz nicht selber zu basteln, sondern das einen Fachmann erledigen zu lassen. Nur sollte man dem dann auch die regelmäßige Pflege überlassen, wofür er natürlich entsprechendes Input braucht. Das läuft doch sicher unter Werbungskosten, am Geld sollte es doch demnach nicht scheitern.

Nun,
ob es tatsächlich am Geld mangelt oder nicht, kann ich tatsächlich nicht beurteilen, weil ich weder weiß, was es kostet, eine Website gestalten und pflegen zu lassen, noch habe ich eine Vorstellung über den Etat einer Orgelbauwerkstatt - weder über den einer großen wie Seifert, die im anderen Ast dieses Fadens erwähnt wird noch über den einer kleinen Ein-Mann-Werkstatt...

Tatsächlich wird es daran hängen, dass man - auch bei Fremdbeauftragung - jemanden braucht, der sich "kümmert". Und wenn kein "Kümmerer" für dieses Thema da ist, wird es auch nicht erfolgreich weitergetrieben werden können.

... meint zumindest
Jörg

Orgelbaufirma

jrbecker @, Montag, 02. Januar 2012, 12:10 (vor 5365 Tagen) @ FranzS.

Hallo,

Dann ist es um so unverständlicher, warum die Firma sich nicht um ihre Website kümmert.


zumindest eine Orgelbaufirma kenne ich, deren Webseite bald 10 Jahre alt ist. Das ist zwar schade, liegt aber schlussendlich darin begründet, dass man sich einmalig von einem externen Dienstleister eine Seite hat erstellen lassen und jetzt ist niemand da, der sie pflegt.

Grüße von tiratutti


trotzdem hat Fabian Recht. Gerade im Orgelbau ist eine informative und aktuelle Internetseite ein wichtiges Aushängeschild.

Ich glaube allerdings, dass es nicht auf das Alter der Seite ankommt. Natürlich wünscht man es sich relativ aktuell. Aber es gibt auch Seiten, die trotz einer gewissen Aktualität nicht unbedingt geschäftsfördernd gestaltet sind: Wenn unter einer Rubrik "Wichtigste Arbeiten" dann fast nur Instrumenten auftauchen, in deren nicht unbedingt sehr umfangreichen Registerbestand sich Bezeichnungen wie Pommer, Baßpommer, Enge Trompete, Zartregal, Stille Posaune u. v. m. immer wiederfinden, dann ist das aus heutiger Sicht nicht zwingend zukunftsträchtig.

Darf ich die Seite beispielhaft hier benennen? Ich denke nicht, denn ich will ja nicht als geschäftsschädigend eingestuft werden, aber meine Empfindung ist halt so.

LG
Jörg

Orgelbaufirma

chp, Montag, 02. Januar 2012, 12:56 (vor 5364 Tagen) @ Fabian Brackhane

Hallo,

Es müsste inzwischen jedem Gewerbetreibenden klar sein, dass das Internet (ob man das nun für gut befindet oder nicht) zumindest mit das wesentliche Werbungsmedium ist. Zumal für Nischenbetriebe.

Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Man muss die wohl ziemlich wenigen Personen erreichen (OSV, Kantoren), die über die Anschaffung oder den Wartungsvertrag einer Orgel wesentlich entscheiden oder entsprechende Entscheidungen beeinflussen, was über möglichst persönliche Ansprache/Anschreiben womöglich besser geht. Internet zielt doch eher auf die breite Masse oder den Privatverbraucher ab, Media-Markt und solche Firmen, aber auch Nischenanbieter wie die von Schokoladen-Nikoläusen in Bischofs-Form (http://www.bischof-nikolaus.net) brauchen sicherlich gute Internetauftritte.

Es könnte aber durchaus sein, dass sich die aufwendige Pflege einer Internetseite für solche speziellen Firmen wie Orgelbauer, die vielleicht auch noch regional tätig sind, gar nicht lohnt. Wenn ich mir ansehe, wie oft die Vermeldungen unserer Pfarrei abgerufen werden...

Wenn die Auftragsbücher eh voll sind und die Werbung anscheinend funktioniert, wozu dann zusätzlich Arbeitskraft in eine Internetseite stecken?

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.

Orgelbaufirma

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Montag, 02. Januar 2012, 14:01 (vor 5364 Tagen) @ chp

ein befreundeter Orgelbauer, Einmannbetrieb, hat keine Webpräsenz. Ich habe ihn einmal daraufhin angesprochen. Er meinte, daß seine Aufträge alle über seine Kontakte zu Kirchengemeinden, OSVs, Mundpropaganda usw. kommen. Er verspricht sich von einer Webpräsenz nicht allzu viel. Auftragsnot hat er keine. Er baut wunderbare kleinere Orgeln und am Großorgelbau hat er kein Interesse.

Orgelbaufirma

FranzS. @, Montag, 02. Januar 2012, 14:07 (vor 5364 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von FranzS., Dienstag, 03. Januar 2012, 09:43

Ich glaube allerdings, dass es nicht auf das Alter der Seite ankommt. Natürlich wünscht man es sich relativ aktuell. Aber es gibt auch Seiten, die trotz einer gewissen Aktualität nicht unbedingt geschäftsfördernd gestaltet sind: Wenn unter einer Rubrik "Wichtigste Arbeiten" dann fast nur Instrumenten auftauchen, in deren nicht unbedingt sehr umfangreichen Registerbestand sich Bezeichnungen wie Pommer, Baßpommer, Enge Trompete, Zartregal, Stille Posaune u. v. m. immer wiederfinden, dann ist das aus heutiger Sicht nicht zwingend zukunftsträchtig.

Darf ich die Seite beispielhaft hier benennen? Ich denke nicht, denn ich will ja nicht als geschäftsschädigend eingestuft werden, aber meine Empfindung ist halt so.

LG
Jörg

Grundsätzlich hast du Recht. Leider ist es aber gerade im Orgelbau so, dass man wirklich nicht weiß, ob die Firma noch existiert. Die Seite eines schon lange nicht mehr tätigen Orgelbauers aus meiner Gegend ist immer noch als Netzleiche vorhanden und es ist bestimmt nicht die Einzige dieser Art. Ein kleines Lebenszeichen sollte also dann und wann doch von sich gegeben werden, denn sonst weiß man wirklich nicht was Sache ist.

Noch eine Bemerkung zu den Pommern und den zarten Regalen. Ich finde es schade, dass bei einigen Orgelbauern die frühen Instrumente zwar (teilweise mit Bild)verzeichnet, die technischen Informationen bei der jüngsten Neugestaltung der Seite aber weggefallen sind. Klar kann man hier auch Kosten sparen, aber es sieht ganz danach aus, als würde man sich für Arbeiten aus den 70ern und 80ern schämen. Man wird doch wohl zu seinen füheren Werken stehen und bekennen dürfen "ja, auch wir haben mal einen Rohrpommer gebaut!", oder nicht?

Grüße Franz (der einen Kleinpommer 2 im Pedal durchaus schätzt, auch wenn er eigentlich überflüssig ist)

Orgelbaufirma

FranzS. @, Montag, 02. Januar 2012, 14:18 (vor 5364 Tagen) @ Hausorgler

ein befreundeter Orgelbauer, Einmannbetrieb, hat keine Webpräsenz. Ich habe ihn einmal daraufhin angesprochen. Er meinte, daß seine Aufträge alle über seine Kontakte zu Kirchengemeinden, OSVs, Mundpropaganda usw. kommen. Er verspricht sich von einer Webpräsenz nicht allzu viel. Auftragsnot hat er keine. Er baut wunderbare kleinere Orgeln und am Großorgelbau hat er kein Interesse.

Wenns bei ihm so auch geht ist das ja in Ordnung. Wenn mans so betrachtet finde ich, dass gar keine Hompage einen besseren Eindruck macht, als eine nicht gewartete. Einem mittelgroßem Betrieb empfehle ich aber trotz dem eine gut gemachte Internetseite, wie man es ja auch zahlreich findet.

Orgelbaufirma

jrbecker @, Montag, 02. Januar 2012, 15:52 (vor 5364 Tagen) @ FranzS.


Grundsätzlich hast du Recht. Leider ist es aber gerade im Orgelbau so, dass man wirklich nicht weiß, ob die Firma noch existiert. Die Seite eines schon lange nicht mehr tätigen Orgelbauers aus meiner Gegend ist immer noch als Netzleiche vorhanden und es ist bestimmt nicht die Einzige dieser Art. Ein kleines Lebenszeichen sollte also dann und wann doch von sich gegeben werden, denn sonst weiß man wirklich nicht was Sache ist.

Ja, natürlich gebe ich dir da Recht, ein "Lebenszeichen" wäre schon sinnvoll. Aber ich finde es schwierig: Was willst du denn als solches deuten? Und selbst ein Datum nach dem Motto "letzte Aktualisierung am 01.01.2012" muss nicht unbedingt heißen, dass da jemand an der Seite gearbeitet hat, der auch zu der vorgestellten Orgelbaufirma gehört. Vielleicht hat nur der Admin eine Sicherung durchgeführt und sich dafür an- und abmelden müssen...

Noch eine Bemerkung zu den Pommern und den zarten Regalen. Ich finde es schade, dass bei einigen Orgelbauern die frühen Instrumente zwar (teilweise mit Bild)verzeichnet, die technischen Informationen bei der jüngsten Neugestaltung der Seite aber weggefallen sind. Klar kann man hier auch Kosten sparen, aber es sieht ganz danach aus, als würde man sich für Arbeiten aus den 70ern und 80ern schämen.

Auch da: Ein ganz lautes Ja von meiner Seite! Die von dir geschilderte Feststellung habe ich auch gemacht und es überfiel mich dasselbe Gefühl, das du schilderst: Mancher Orgelbauer würde gerne die Instrumente der (ich weite mal aus) 50er - 80er Jahre aus dem Bewusstsein streichen. Ich finde das bedauerlich, denn auch in diesen Jahren gab es durchaus große Meister ihres Faches und selbst diese geraten mehr und mehr in Vergessenheit, wenn die Instrumente dieser Epoche totgeschwiegen werden.

Ich habe kürzlich mit einem Orgelbauer gesprochen, der die Werkstatt seines Vaters übernommen hat. Natürlich - sagte er - hat man damals Fehler gemacht. Aber deshalb müsse man nicht die Instrumente von damals pauschal verdammen. Und ein anderer Orgelbauer hat mir bestätigt, dass die Materialqualität aus dieser Werkstatt dieses ersten Orgelbauers auch bei Orgeln aus den 60er und 70er Jahren hervoragend sei. Die Umsetzung als Gesamtkonzept ist halt nicht immer gelungen.

Man wird doch wohl zu seinen füheren Werken stehen und bekennen dürfen "ja, auch wir haben mal einen Rohrpommer gebaut!", oder nicht?

Und wiederum: Ja, ein jeder sollte zu seinen Taten stehen dürfen. Und trotzdem: Einige werden diesen Satz aber auch ergänzen: "... weil wir mussten!! Der Sachverständige hat es haben wollen. Hätten wir das gedurft, was wir gewollt hätten..."


Grüße Franz (der einem Kleinpommer 2 im Pedal durchaus schätzt, auch wenn er eigentlich überflüssig ist)

Ebenso grüßt Jörg,
dessen "nur" 20-registrige Orgel im Rückpositiv eine Feldpfeife 2' hat, die ab c' überbläst und im Pedal einen Glockenton 2fach 2'+1', dessen 2' als überblasendes Gedackt und der 1' als Rohrflöte gebaut ist. Zusammen mit der Hohlflöte 4' des Pedals ist der Glockenton überigens schön zur Melodieführung geeignet...

Kleine Anekdote am Rande: Als wir vor 3 Jahren die Orgel reinigen ließen, waren zwei junge Orgelbauer zu Gange, und als sie begannen, die Pedalpfeifen abzubauen, sagte einer der beiden bas erstaunt: "Ich habe noch nie in der Praxis ein überblasendes Gedackt gesehen..."

Webpräsenzen, war: Orgelbaufirma

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Montag, 02. Januar 2012, 16:49 (vor 5364 Tagen) @ Hausorgler

Da bin ich voll und ganz Franzens Meinung: Natürlich ist eine Website keine Pflicht, aber wenn ein Internetauftritt, dann muss er auch gepflegt sein!

@ chp: Deiner Argumentation kann/will ich nicht zur Gänze folgen: In meinen Augen ist eine Website für einen Orgelbauer ein Baustein der Eigenwerbung, ein Komplement zum persönlichen Kontakt zu den potenziellen Auftraggebern. Hier kann man beispielsweise seine Referenzinstrumente in epischer Breite audiovisuell darstellen. Das geht beim persönlichen Kundenkontakt nur sehr umständlich und zeitraubend. Oder aber man kann seine Werkstatt und sein Team umfassend vorstellen.

Das ist kein Ersatz zum direkten Gespräch, aber ein in meinen Augen wichtiger Zusatz. Und eine schlecht gepflegte Website wirft einfach auch ein schlechtes Licht auf die Firma, egal ob zu Recht oder nicht, was aber auch völlig nachrangig ist. Denn der Eindruck zählt beim potenziellen Kunden, nicht die Fakten.

--
www.orgelauskunft.de

Orgelbaufirma

orgamat, Montag, 02. Januar 2012, 18:29 (vor 5364 Tagen) @ jrbecker

Ich denke ja, dass einige Firmen sich bei ihren Websites ungewollt ein Eigentor geschossen haben: man möchte mit eigenen Bildern und selbstgeschriebenen Texten dem Besucher aus dem Werkstattleben berichten und ist dann spätestens bei der ersten Aktualisierung erstaunt, wie viel Zeit und Arbeit das mit sich bringt- vielleicht wäre die Präsentation nur mit Bild der fertigen Orgel, der Disposition und einer fünfzeiligen Kurzbeschreibung besser gewesen, aber dann ist halt die vielleicht auch teure Website schon ins Netz gestellt.
Ich freue mich jedenfalls immer über gut aktualisierte Sites, selbst wenn ich dadurch nur die Info bekomme, dass es sich lohnen würde, da und dort mal hinzufahren.
P.S.: Allen im Forum ein gutes neues Jahr 2012!

Orgelbaufirma

FranzS. @, Montag, 02. Januar 2012, 19:14 (vor 5364 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von FranzS., Montag, 02. Januar 2012, 21:27


Ja, natürlich gebe ich dir da Recht, ein "Lebenszeichen" wäre schon sinnvoll. Aber ich finde es schwierig: Was willst du denn als solches deuten?

Ich finde, dass vom letzten Neubau oder der letzten größeren Restaurierung einfach auf der Homepage berichtet werden sollte. Ein kleiner Text, vier oder fünf Bilder, und die technischen Daten sind wohl nicht zuviel verlangt. Frenger und Eder beispielsweise stellen doch ihr Licht unter den Scheffel, wenn sie derart handeln und das kann schädlich sein, besonders wenn potentielle Neukunden nicht auf Neubauten in deren Nähe aufmerksam gemacht werden (Bruckmühl wäre zum Beispiel nicht weit weg von mir und ich habe von der Orgel nur zufällig erfahren). Es dürfte wohl kaum einen Kirchenverwaltungsvorsitzenden oder Organisten geben, der sich nicht über das Internet informiert, wenn ein Neubau ins Haus steht.


50er - 80er Jahre aus dem Bewusstsein streichen. Ich finde das bedauerlich, denn auch in diesen Jahren gab es durchaus große Meister ihres Faches und selbst diese geraten mehr und mehr in Vergessenheit, wenn die Instrumente dieser Epoche totgeschwiegen werden.

Es gab damals gute und schlechte Orgelbauer, genau so wie heute und das zu unterscheiden ist nicht immer einfach. Ich habe die "Ehre" gehabt eine nagelneue und auch sehr teuere Orgel eines aufstrebenden "historisch informierten" Orgelbauers zu spielen (wie sich in einem Gespräch mit ihm herausstellte, hatte er überhaupt keine Ahnung von Musik, ironischerweise ist seine Homepage immer aktuell). Mir hats alle Haare aufgestellt, eine derart schlecht klingende neue Orgel habe ich nocht nie erlebt. Auf der anderen Seite ist mir jüngst eine Nenninger aus den 80ern unter die Finger gekommen, die ganz gut klang und sehr sehr günstig war.


Ich habe kürzlich mit einem Orgelbauer gesprochen, der die Werkstatt seines Vaters übernommen hat. Natürlich - sagte er - hat man damals Fehler gemacht.

Der schrille grundtonarme Orgeltyp ist auch nicht "fehlerhafter" als die spätromantische Begleitorgel oder die heutigen Insrumente. Der Orgelbewegung wird vorgeworfen, dass die neobarocken Insrumente nicht barock klingen, sondern schrill. Unseren heutigen neosymphonischen Instrumenten wird man einmal vorwerfen nicht romantisch zu klingen, sondern laut und charakterlos und das wird man genau so als "Fehler" bezeichnen.
Wie oft heißt es in Festschriften: "Die Orgel ist durch ACC inspiriert ohne eine Kopie zu sein" frei übersetzt heißt das doch: "wir wollen ja französische Instrumente bauen, aber sie klingen, trotz all unserer Bemühungen, immer noch nach Sauerkraut oder Apfelstrudel".
Wenn eine Orgel der 70er schrill klingt (ich mag das sehr) und eine heutige Orgel (scheinbar) charakterlos und steril (ich beginne das immer mehr zu schätzen), darf man das nicht als Fehler bezeichnen, sondern man sollte sich doch freuen, dass eben keine Kopien enstanden sind, sondern jeweils ein eigener Instrumententypus.

Ebenso grüßt Jörg,
dessen "nur" 20-registrige Orgel im Rückpositiv eine Feldpfeife 2' hat, die ab c' überbläst und im Pedal einen Glockenton 2fach 2'+1', dessen 2' als überblasendes Gedackt und der 1' als Rohrflöte gebaut ist. Zusammen mit der Hohlflöte 4' des Pedals ist der Glockenton überigens schön zur Melodieführung geeignet...

ich kenne die Orgel aus deinen youtube-Aufnahmen, eine schöne Orgel!

Grüße

Franz

Orgelbaufirma

jrbecker @, Montag, 02. Januar 2012, 23:03 (vor 5364 Tagen) @ FranzS.
bearbeitet von jrbecker, Montag, 02. Januar 2012, 23:06


Ich habe kürzlich mit einem Orgelbauer gesprochen, der die Werkstatt seines Vaters übernommen hat. Natürlich - sagte er - hat man damals Fehler gemacht.


Der schrille grundtonarme Orgeltyp ist auch nicht "fehlerhafter" als die spätromantische Begleitorgel oder die heutigen Insrumente.

... es ging bei diesem Gespräch weniger um den Klang als um die Technik: "Neue Materialien" bei den beweglichen Teilen, "Seilzugtrakturen", Flexrohre usw.

... darf man das nicht als Fehler bezeichnen, sondern man sollte sich doch freuen, dass eben keine Kopien enstanden sind, sondern jeweils ein eigener Instrumententypus.

Leider wird aber zumindest der in den 70er und 80er Jahren entstandene eigene Typus heute viel zu wenig geschätzt. Und über die davorliegenden 20 Jahre hüllen viele heute am liebsten das Deckmäntelchen des Schweigens...


ich kenne die Orgel aus deinen youtube-Aufnahmen, eine schöne Orgel!

Grüße

Franz

Danke, mir gefällt sie auch. Diese hier ist übrigens meine "Zweitorgel", die beiden Kirchen stehen nur 10 m auseinander und sind durch einen "Glasgang" miteinander verbunden, so dass man trockenen Fusses von einer zur anderen Orgel gelangt. Die unterschiedlichen Stilrichtungen ermöglichen vielfältige Musiziermöglichkeiten. Prospekt und dessen Pfeifen sind übrigens original Wegmann, leider aber nicht mehr klingend. Zum Prospekt vergleiche auch diese Orgel, die ich schon einmal vorgestellt hatte.

Grüße
Jörg

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