Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Dienstag, 29. November 2011, 00:23 (vor 5398 Tagen)
bearbeitet von Erzaehler70, Sonntag, 04. Dezember 2011, 00:44
..
Skinner / Wanamaker usw. (war Reinoldikirche Dortmu
Florian-L, Dienstag, 29. November 2011, 07:31 (vor 5398 Tagen) @ Erzaehler70
Skinner / Wanamaker usw. (war Reinoldikirche Dortm)
Hallo,
nachdem ich hier nun schon eine ganze Weile mitlese hält es mich bei diesem Thema nicht mehr. Ein wie ich finde wunderbares Beispiel für Choräle gespielt an einer traumhaften Skinner-Orgel findet sich hier.
Ja, eine unglaubliche dynamische Bandbreite mit faszinierenden Orchesterstimmen.
Sehr empfehlenswert die CD mit Stefan Engels, "Sigfrid Karg-Elert, The Complete Organ Works Vol. 2", eingespielt auf ebendieser Orgel.
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Skinner / Wanamaker usw. (war Reinoldikirche Dortmu
FriedemannW, Lindau, Dienstag, 29. November 2011, 23:16 (vor 5397 Tagen) @ Erzaehler70
Sowohl die Wanamaker-Organ als auch die Orgel in der Woolsey-Hall der Yale-University sind wirklich genial! Beide Instrument durfte ich vor wenigen Jahren besichtigen... Sowohl orgelbaulich als auch der daraus resultierende Klang sind einmalig! An der Skinner-Orgel ist allein schon im Great ein nahezu lückenloses Registercrescendo möglich! Dazu noch feinste Schattierungen aus der String-Division. Ganz zu schweigen von der Orchestral-Division... Genial! Auch im Inneren des Instrumentes sehr ordentlich, alles gut für Stimmarbeiten erreichbar, beeindruckend auch der historische Setzerapparat von Herrn Skinner (2 Etagen hinter dem Spieltisch, noch voll funtionstüchtig, vor ein paar Jahren wurde dann doch ZUSÄTZLICH eine moderne Setzeranlage eingebaut).
Zwei exzellente CDs mit Thomas Murray: JAV Great Organbuilders <- klangliche Demostration der Orgel auf einer Doppel-CD mit Registervorführung
und The Transcriber's Art
Auch heute werden drüben noch richtig amerikanisch-symphonische Instrumente gebaut, so z.B. von der Firman Schoenstein aus San Francisco (mit doppelten Schwellkästen etc.)
@ erzaehler70: Haben Sie Fotos von der Orchestral-Division und/oder der Vox Humana-Division der Wanamaker-Orgel? Die waren bei meinem Besuch noch an ihrem ursprünglichen Platz eingequetscht :-)
In einem älteren Eintrag habe ich schon von der Firma Kutter berichtet, der Orgelneubau in Jena erinnert sehr an amerikanische Klangbilder! Herr Kutter als "Tonal Director" ist ein großer Skinner-Fan. Seine Oboen erinnern an ein Skinner-Flügelhorn, ausgewählte Streicher bekommen starken Strich, rund klingende Principale und Flöten (ohne starke Ansprachegeräusche) dazu die konsequente Verwendung von Oktavkoppeln zur Klangverstärkung und Erweiterung des Registerfundus.
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 00:32 (vor 5396 Tagen) @ FriedemannW
bearbeitet von Erzaehler70, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 13:31
Zwei exzellente CDs mit Thomas Murray: JAV Great Organbuilders <- klangliche Demostration der Orgel auf einer Doppel-CD mit Registervorführung
und The Transcriber's Art
Diese CDs kenne ich und teile Ihre Begeisterung. Was ich besonders überraschend finde ist, wie herrlich die Hindemith Sonate auf der Woolsey-Hall Orgel klingt. Das ist zwar eigentlich ein absoluter Stilbruch (denke ich), aber das Ergebnis ist faszinierend. Eine weitere geniale CD von Thomas Murray ist diese. Seit einigen Wochen ertappe ich mich immer wieder bei dem Gedanken "das ist die schönste symphonische Orgel, die ich bisher je gehört habe".
Auch heute werden drüben noch richtig amerikanisch-symphonische Instrumente gebaut, so z.B. von der Firma Schoenstein aus San Francisco (mit doppelten Schwellkästen etc.)
Das war für mich auch eine Riesen-Überraschung. Als ich in die Hörproben mit Werken von Schumann und Mendelssohn zum erstem Mal reingehört habe, glaubte ich zunächst an ein weiteres geniales Skinner-Opus. Dass es sich um ein neues Instrument handelt war doch sehr unerwartet und umso erfreulicher. Nur die Strings klingen m.E. bei der Woolsey-Hall noch einiges eleganter und fließender. Skinner und seine Leute scheinen in Bezug auf orchestrale Intonation wirklich bis heute immer noch das Non-Plus-Ultra zu sein.
Die Wanamaker-Orgel auf CD kann man m.E. am besten mit den Einspielungen von Grand Court Organist Peter Richard Conte erleben. Was inbes. auf der "Magic!" an orchestraler Power und Dynamik abgeht, macht mich jedes mal wieder sprachlos;-) Man sollte auf seine Lautsprecher / Kopfhörer achten, diese Power kann man regelrecht fühlen.
@ erzaehler70: Haben Sie Fotos von der Orchestral-Division und/oder der Vox Humana-Division der Wanamaker-Orgel? Die waren bei meinem Besuch noch an ihrem ursprünglichen Platz eingequetscht :-)
Ich habe die Orgel zusammen mit vielen anderen "freaks" am wanamaker organ day in diesem Sommer "bewandert". Die Vox humana Chamber stand nicht auf der Route, ich habe aber screenshots von der interessanten DVD "around the wanamaker organ in 80 mins", die ich hier mal anfüge.
![[image]](images/uploaded/201112011318294ed77ea547561.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112011318494ed77eb994eac.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112011319164ed77ed46cf3e.jpg)
Es war an diesem Nachmittag alles ein wenig überwältigend und man hat schon mal kurz die Orientierung verloren, auf welcher Etage und in welcher Division man sich gerade befindet. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das die neue orchestral chamber ist.
![[image]](images/uploaded/201112011320154ed77f0f161c0.jpg)
Und hier die String-Division, in dieser Art und Größe wohl einmalig auf diesem Planeten.
![[image]](images/uploaded/201112011320304ed77f1e8ad20.jpg)
Eine ganze Bildergalerie von diesem Tag von einem anderen Teilnehmer findet sich bereits hier, deshalb belasse ich es erst mal bei diesen Bildern. Allerdings glaube ich, dass manche Divisions dort nicht korrekt bezeichnet sind. Aber wie gesagt, es war alles etwas verwirrend. Wir waren an diesem Tag von früh bis abends in dem Kaufhaus und es war in jedem Moment absolut faszinierend. Besonders beeindruckt hat mich neben der Orgel selbst der Enthusiasmus und die Freude der vielen freiwilligen Helfer, die da schon mehrere Tage hart am Limit gearbeitet haben. Auch in der Orgelwerkstatt im Haus arbeiten neben den zwei hauptamtlichen Kuratoren immer wieder etliche Orgelbauer und Helfer mehr oder weniger ehrenamtlich und man merkt ihnen allen die Freude an, am Erhalt und der Restaurierung dieser einzigartigen Orgel mitzuwirken.
![[image]](images/uploaded/201112011320554ed77f373d4aa.jpg)
Dank all dieser günstigen Umstände und jeder Menge Spenden sowie großzügigem Support durch die MACY´S Geschäftsleitung ist die Wanamaker - Orgel nun fast komplett restauriert und im ihrem besten Zustand seit Jahrzehnten. Meiner Meinung nach ein absolutes "MUSS" für Fans vom symphonisch-orchestralen Orgeln.
Hier ist noch schönes Video mit einer etwas anderen Aufführung von Händels Halleluja.
Die andere Überraschung war die Wurlitzer-Theaterorgel in der Greek-Hall im Wanamaker-Store. Peter Krasinski improvisierte fast 2 Stunden ohne Pause zu einem herrlichen alten Stummfilm. Die "normalen" Register dieser Orgel (Grundstimmen, Cornet, Zungen, Vox humana u.ä.) klangen an sich wunderbar füllig und satt, wie eine schöne romantische Orgel. Bei Anwendung der heftigen Tremulanten und der vielen Spezialeffekte merkt man dann allerdings schnell, dass man es hier mit einer anderen Orgelgattung zu tun hat. Es hat Riesenspaß gemacht und das Publikum war aus dem Häuschen
![[image]](images/uploaded/201112011321144ed77f4aa1545.jpg)
In einem älteren Eintrag habe ich schon von der Firma Kutter berichtet, der Orgelneubau in Jena erinnert sehr an amerikanische Klangbilder! Herr Kutter als "Tonal Director" ist ein großer Skinner-Fan. Seine Oboen erinnern an ein Skinner-Flügelhorn, ausgewählte Streicher bekommen starken Strich, rund klingende Principale und Flöten (ohne starke Ansprachegeräusche) dazu die konsequente Verwendung von Oktavkoppeln zur Klangverstärkung und Erweiterung des Registerfundus.
Diesen Beitrag habe ich schon damals mit großem Interesse gelesen. Hört sich sehr interessant an und wäre sicher mal einen Besuch wert.Gibt’s denn vielleicht schon
ein paar Audio-Demos, die man hier posten könnte? Den KMD D. Regel kenne ich übrigens noch aus meiner Jugendzeit, als er noch Ingenieurwesen studierte und dabei schon bei dem legendären Erfurter Domorganisten W. Kümpel mit seiner Orgelausbildung zugange war. Der sagte mir schon damals öfter beim Unterricht sinngemäß, dass D.R. eine der größten Begabungen in seinem "Stall" sei.
Dieser Beitrag war interessanterweise schon der zweite Verweis beim Recherchieren zum Thema Skinner u. Co., der wieder in meine alte Heimat Thüringen führte. Der erste kam bei der Lektüre von Orgelfachliteratur um 1900 (G.A. Audsley u.ä.). Dort taucht immer wieder der Name Edmund Schulze aus Paulinzella auf. Die Firma Schulze war damals eine der führenden Orgelwerkstätten in Deutschland und darüber hinaus und speziell E. Schulze hatte einen enormen Einfluss auf den englischen Orgelbau seiner Zeit (Willis, T.C. Lewis, Harrison & Harrison), die damit wiederum Ernest Skinner teilweise stark beeinflußt haben. Daraufhin habe ich kürzlich bei einem Besuch in Paulinzella doch mal eine "transatlantische" Gedenkminute am Grab von E. Schulze eingelegt.
![[image]](images/uploaded/201112011321404ed77f6404722.jpg)
Die Welt ist eben doch ein Dorf…….....
@FriedemannW.: Haben Sie vielleicht Fotos von der Woolsey-Hall-Orgel? Das würde mich äußerst interessieren. Die einzigen aus dem Inneren habe ich bis jetzt hier gefunden.
Yale, war: Skinner/Wanamaker -Teil 1
fluteceleste
, München, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 07:22 (vor 5396 Tagen) @ Erzaehler70
bearbeitet von fluteceleste, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 07:39
oh, da fühle ich mich angesprochen ... Ich war 2005 bei einem Besuch in Yale von Joe Dzeda durch das Innere geführt worden, nachdem ich mich am Spieltisch ausgetobt hatte und auch Tom Murray treffen durfte.
Dispo gibt es hier.
Also hier erstmal Spieltischansicht:
Registerstaffeln (Züge für Echo und Orchestral jeweils doppelt vorhanden)
![[image]](images/uploaded/201112010644574ed72269f2dc1.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112010650354ed723bb10026.jpg)
Soloregister mit Quinte Tromba 5 1/3' :o)
![[image]](images/uploaded/201112010648454ed7234da3302.jpg)
dazu eine Besonderheit (ich erinner mich nicht mehr ganz genau daran, vielleicht kennt jeman die Details besser): Weil die "Orchestral Trombone" zwischendurch verloren ging, gab es keinen Registerzug. Da sie aber wieder aufgetaucht ist, hat man sich mit einem Wechselschalter beholfen, der jetzt zwei Register bedient:
![[image]](images/uploaded/201112010709214ed728219ca61.jpg)
ist das ein schöner Spieltisch??
![[image]](images/uploaded/201112010651464ed72402330db.jpg)
geöffneter Spieltisch-alle Gummischläuche sind ausgewechselt!
![[image]](images/uploaded/201112010704254ed726f9c03bf.jpg)
Registerzüge von innen..
![[image]](images/uploaded/201112010705394ed727438c0bf.jpg)
32' Bombarde (aus Metall, Stiefel Holz) von oben (unten steht Joe)
![[image]](images/uploaded/201112010647014ed722e562644.jpg)
Bombarde von unten
![[image]](images/uploaded/201112010716294ed729cd8adc6.jpg)
am tiefen C der Bombarde ist übrigens eine Sichtscheibe eingebaut, wobei man auf einen Klingelknopf neben der Pfeife drückt, und dann die Zunge wirklich schwingen sieht. leider ist das bild unscharf..
![[image]](images/uploaded/201112010719424ed72a8e97c42.jpg)
32' Open Diapason
![[image]](images/uploaded/201112010653404ed724745010d.jpg)
Echo (unter dem Saalboden!)- hinten Vox humana und Oboe-Horn
![[image]](images/uploaded/201112010656374ed72525853f8.jpg)
Echo Diapason mit Stentor-Qualität
![[image]](images/uploaded/201112010714004ed729384908f.jpg)
Pedal mit "extensions" vor dem SW- rechts oben ein "Porträt" von Joe Dzeda, das ihm als "ewigem (gutem) Geist" in der Orgel jemand gemalt hat.
![[image]](images/uploaded/201112010659074ed725bbe0b34.jpg)
Kombinationsmechanismus- in einem eigenen Raum :-)
![[image]](images/uploaded/201112010701314ed7264b043ac.jpg)
to be continued..
Yale, war: Skinner / Wanamaker - Teil 2
fluteceleste
, München, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 07:52 (vor 5396 Tagen) @ Erzaehler70
Swell mit Flute triangulaire
![[image]](images/uploaded/201112010728064ed72c8648446.jpg)
Tuba mirabilis
![[image]](images/uploaded/201112010729214ed72cd12cc09.jpg)
Blick aus der Orgel in die Woolsey Hall
![[image]](images/uploaded/201112010730464ed72d26e960c.jpg)
String Division (8 Streicher jeweils 2fach, sowie ein "Cornet des Violes"..)
![[image]](images/uploaded/201112010733124ed72db80705e.jpg)
Schließlich nohc die kräftigen Lungen des Getiers...
![[image]](images/uploaded/201112010735324ed72e4455322.jpg)
Leitungen und Windreservoirs mit Hochdruck
![[image]](images/uploaded/201112010742154ed72fd7e4abd.jpg)
Nochmal Spieltischinneres mit Originalbeschriftungen
![[image]](images/uploaded/201112010744114ed7304be5566.jpg)
nur mal so als Größenvergleich, das Ding ist wirklich riesig:
![[image]](images/uploaded/201112010751104ed731ee50569.jpg)
Danke für dieses unvergeßliche Event, Tom! (..der mir extra noch ein geniales großes Registercrescendo vorführte)
![[image]](images/uploaded/201112010748294ed7314d22f61.jpg)
ich habe irgendwo auch noch einen VHS-Film, aber den muss ich erst onlinefähig machen...
Sehr zu empfehlen ist die bereits angesprochene JAV-CD mit den Registervorführungen des genialen Thomas Murray.
orchestrale Grüße,
Stefan
Yale, war: Skinner / Wanamaker - Teil 2
otto krämer, Freitag, 02. Dezember 2011, 10:05 (vor 5395 Tagen) @ fluteceleste
Lieber Stefan,
ganz herzlichen Dank für die wunderbaren Eindrücke!
Otto
Yale, war: Skinner / Wanamaker - Teil 2
fluteceleste
, München, Montag, 05. Dezember 2011, 17:27 (vor 5391 Tagen) @ otto krämer
it's my pleasure, immer schön, wenn die Bilder nicht nur auf der Festplatte schlummern, sondern auch andere erfreuen.
Skinner / Wanamaker usw.
FriedemannW, Lindau, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 15:53 (vor 5395 Tagen) @ Erzaehler70
Ich füge nur noch ein paar Bilder hinzu:
Aus der Woolsey-Hall-Orgel:
Das ist nochmal der Diapason im Echo - ich finde die Kröpfungen ganz kreativ
![[image]](images/uploaded/201112011530444ed79da47e2f9.jpg)
Ein Blick in den Stiefel der Bombarde 32', links sieht man eine Membran mit dem Filz, die die Zunge beim loslassen des Tones abbremsen (siehe Video)
![[image]](images/uploaded/201112011534594ed79ea366c27.jpg)
Der untere Relais-Raum
![[image]](images/uploaded/201112011538444ed79f842d5a4.jpg)
Der obere Relais-Raum (direkt hinter dem Spieltisch)
![[image]](images/uploaded/201112011540364ed79ff4375bd.jpg)
Auch ein interessantes Detail: Die Feder hält die Zungenpfeife runter (Für den Fall, dass sie sich LEICHT anhebt, sonst gibt es evtl. ein scharfes Fipen, wenn der Wind sich an der Stiefelspitze bricht)
![[image]](images/uploaded/201112011544074ed7a0c77740b.jpg)
Die Flûte triangulaire auf einem vorherigen Foto ist übrigens ursprünglich auch eine Entwicklung vom Orgelbauer Schulze - wieder Verbindung nach Thüringen... :-)
Noch ein paar Fotos aus der Wanamaker-Orgel:
String-Division
![[image]](images/uploaded/201112011549204ed7a2008a9f0.jpg)
Diapason mit Double Languid
![[image]](images/uploaded/201112011552314ed7a2bf29363.jpg)
Skinner / Wanamaker usw.
kjz1, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 19:14 (vor 5395 Tagen) @ FriedemannW
Auch ein interessantes Detail: Die Feder hält die Zungenpfeife runter (Für den Fall, dass sie sich LEICHT anhebt, sonst gibt es evtl. ein scharfes Fipen, wenn der Wind sich an der Stiefelspitze bricht)
Diese Federn (noch stärker) gibt es ja auch bei den Höchstdruckzungen in Atlantic City, da ansonsten die Stiefel bei 2540 mm Winddruck wohl abheben würden.
Viele Grüße,
- Karl-Josef Ziegler
Skinner / Wanamaker usw.
FriedemannW, Lindau, Donnerstag, 01. Dezember 2011, 22:58 (vor 5395 Tagen) @ kjz1
Man muss dabei immer im Hinterkopf haben, dass 1000 mmWS gerade mal 0,1 bar sind. Die schiessen eine schwere Zungenpfeife sicherlich nicht aus dem Raster. Wie gesagt - wenn sie sich nur leicht anhebt kann das einen schrillen Pfeifton an der Fußspitze erzeugen. RICHTIG Hochdruck wird es erst, wenn man eine abgesägte Oktavbass-Holzpfeife mit nem Druck von 5 bar aus dem Kompressor betreibt. Da sieht die Clear Flute der Wanamaker-Orgel alt aus ;-) (Wobei eine gewisse Ähnlichkeit mit einem abgesägten Oktavbass durchaus erkennbar ist, im Diskant scheint sie ja zusätzlich noch zu überblasen...)
Clear Flute 8' in der Ethereal Division
![[image]](images/uploaded/201112012247044ed803e846523.jpg)
Skinner / Wanamaker usw.
otto krämer, Freitag, 02. Dezember 2011, 10:07 (vor 5395 Tagen) @ FriedemannW
DAS sind die richtigen Mensuren, um 10 2/3' oder 6 2/5' sinnvoll zu bauen!
Unglaublichen Eulentöne kommen da heraus....ich kann es bis hierher hören.
Wunderbar - nochmals danke!
Skinner / Wanamaker usw.
otto krämer, Freitag, 02. Dezember 2011, 10:06 (vor 5395 Tagen) @ FriedemannW
....das ist alles absolut überwältigend...!
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Freitag, 02. Dezember 2011, 01:14 (vor 5395 Tagen) @ Erzaehler70
bearbeitet von Erzaehler70, Freitag, 02. Dezember 2011, 01:19
Weil wir hier gerade so schön beim Thema sind: Es gibt bei youtube eine interessante Dokumentation über die Atlantic City Convention Hall Pipe Organ. Leider ist dieses Instrument wohl in nahezu unspielbarem Zustand und es gibt eigentlich nur "kranke" Klänge in Internet zu finden, die der eigentlichen Klanggestalt wohl nicht gerecht werden. Ich finde es trotzdem faszinierend ebenso wie die Information aus Wanamaker-Kreisen, dass zumindest ernsthaft über die Möglichkeit der Restaurierung nachgedacht wird. Den Amis ist ja ne Menge zuzutrauen und das nötige know how für orchestrale Orgeln ist dort offensichtlich vorhanden, wie auch die Beiträge hier zeigen ;-)
Skinner / Wanamaker usw.
FranzS.
, Freitag, 02. Dezember 2011, 10:07 (vor 5395 Tagen) @ Erzaehler70
bearbeitet von FranzS., Freitag, 02. Dezember 2011, 10:17
Weil wir hier gerade so schön beim Thema sind: Es gibt bei youtube eine interessante Dokumentation über die Atlantic City Convention Hall Pipe Organ. Leider ist dieses Instrument wohl in nahezu unspielbarem Zustand und es gibt eigentlich nur "kranke" Klänge in Internet zu finden...
Hallo,
es stellt sich die Frage, ob dieses Instrument je "gesund" werden kann, oder ob es schon von Haus aus krank ist. Räume dieser Größe schön zu beschallen ist wahrscheinlich nicht möglich. Im Gegensatz zur Wanamaker-Orgel, die ja ein vorzügliches Instrument zu sein scheint, ist die in Atlantic-City wohl eher als Kurriosum zu betrachten, was aber auch heißt, dass man sie unbedingt erhalten muss. Ganz unabhängig davon, finde ich es bemerkenswert, wie selbstverständlich die Orgel ein Teil des musikalischen Lebens in den USA ist. So etwas hört man bei einer Sportveranstaltung! Leider wurde diese Orgel aber scheinbar abgebaut.
Grüße Franz
Skinner / Wanamaker usw.
kjz1, Freitag, 02. Dezember 2011, 13:39 (vor 5394 Tagen) @ FranzS.
bearbeitet von kjz1, Freitag, 02. Dezember 2011, 13:51
Die Begründung für die Riesenorgel in Atlantic City war aber gerade, dass man mit einem Orchester einen Raum von der Größe eines Flugzeughangars nie beschallen könne. Das wäre nur mit einer solchen Orgel möglich. Und wenn man die Briefe von Senator Emerson Richards (der Spiritus rector hinter diesem Projekt) liest, so hat er die ganze Orgel gründlich geplant.
Wanamaker hat einen mehr symphonischen Charakter, die Orgel in Atlantic City war nicht unbedingt als symphonisches Instrument geplant. Ausserdem gab es mit dem 'unenclosed choir' ein Werk auf niedrigem Winddruck und laut E. Richards: 'a homogeneous ensemble similar to the Silberman organ familiar to Bach." Richards believed North American organs were tonally deficient, lacking "the blaze of color that Bach had at his disposal two centuries ago'. Für den amerikanischen Orgelbau in dieser Zeit sicherlich absolut keine Selbstverständlichkeit. Die Wanamaker-Orgel ist zudem Stück für Stück gewachsen unter der Aegide versch. Orgelbauer. Die Atlantic City Orgel wurde aber so wie sie ist (in einem Stück) geplant und auch gebaut. Deshalb finde ich das Monstrum absolut erhaltenswert.
Meines Wissens nach war die Barton die größte Kino-Orgel, die je gebaut wurde. Aber als das gesamte Stadion abgerissen wurde, hat die Orgel natürlich auch nicht überlebt.
Viele Grüße,
- Karl-Josef
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Samstag, 03. Dezember 2011, 00:42 (vor 5394 Tagen) @ kjz1
bearbeitet von Erzaehler70, Samstag, 03. Dezember 2011, 01:17
Die Begründung für die Riesenorgel in Atlantic City war aber gerade, dass man mit einem Orchester einen Raum von der Größe eines Flugzeughangars nie beschallen könne. Das wäre nur mit einer solchen Orgel möglich. Und wenn man die Briefe von Senator Emerson Richards (der Spiritus rector hinter diesem Projekt) liest, so hat er die ganze Orgel gründlich geplant.
...das meinte ich u.a. Diese Riesenorgeln sind m.E. nicht Ausdruck eines Größenwahns, der nur darauf abzielt soviel Pfeifen wie möglich so laut wie möglich zu installieren, sondern es steckt ein durchdachtes Konzept dahinter, dessen Studium zumindest mal nicht schaden kann. Ob man das gut findet, ist eine ganz andere Frage. Ich würde schon gern die Atlantic City Orgel mal so hören, wie sie ursprünglich gedacht war. Hinter der Wanamaker-Orgel steckt ja zum großen Teil die Orgelkonzeption George Ashdown Audsleys. Die kann man schön nachlesen in einer auch ansonsten sehr ergiebigen Onlinebibliothek mit scans historischer und (wie ich hoffe) copyrightfreier Literatur. Hier mal ein paar Beispiele, vielleicht gibts ja hier Leute, die das noch nicht kennen und die es interessiert ;-)
1. (z. Bsp. The organ of the twentieth century und Organ-stops and their artistic registration)
2. Originalpublikationen von E. Skinner finden sich hier:
3. einige deutsche Orgelfachliteratur aus dem 19. JH.
Die Lektüre ist auf jeden Fall interessant insb. wenn man aus heutiger Sicht auf die Entwicklung im Orgelbau des 20. Jahrhunderts blickt. Folgendes Zitat von Audsley finde ich besonders "spannend":
"TROMPETTE EN CHAMADE, Fr.—The term employed by
French organ-builders to designate a Trumpet, the pipes of which
are projected horizontally and fanwise from the front of the case, as
in the Organ in the Church of Saint-Ouen, Rouen (See Frontispiece).
This treatment is common in important and noisy Spanish Organs.
On both artistic and common-sense grounds the treatment is to be
condemned. No lingual stop should be without expression."
(in "Organ-stops and their artistic registration" S. 262)
Ich habe schon öfter gedacht "da ist was dran" wenn mal wieder eine Chamadenbatterie den vollen Plenumklang fast komplett "überschmettert". Gibts eigentlich irgendwo Chamaden in Schwellkästen? Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Audsley hat Cavaille-Coll offensichtlich sehr geschätzt und er wird von ihm sehr oft als Musterbeispiel für "Premium-Orgelbau" genannt, Edmund Schulze aus Paulinzella in Thüringen übrigens auch.
Da ich gerade dabei bin: Hier gibt es einen sehr interessanten Text über die Geschichte der Skinner Company und jede Menge interessante andere Texte zum Thema Orgel.
Der alte Skinner hats wirklich nicht leicht gehabt in seinen späten Jahren. Durch sein biblisches Alter musste er praktisch noch erleben, wie seine Meisterwerke bis zur Unkenntlichkeit umgebaut wurden, auch noch von der Firma die er gegründet hatte. Was hier steht ist wirklich bitter. Jetzt ist die Orgel angeblich so hinüber, dass sie neu gebaut werden soll.
Ich wünsche ein schönes Wochenende. Es soll ja regnen, also ist bestes Lesewetter ;-))
Skinner / Wanamaker usw.
Karsten, Samstag, 03. Dezember 2011, 08:38 (vor 5394 Tagen) @ Erzaehler70
Ich habe schon öfter gedacht "da ist was dran" wenn mal wieder eine Chamadenbatterie den vollen Plenumklang fast komplett "überschmettert". Gibts eigentlich irgendwo Chamaden in Schwellkästen?
Als (historisches) Beispiel fällt mir die Walcker-Orgel in St. Michaelis in Hamburg ein. Die hatte in einem Schwellwerk eine horizontale Feldtrompeten-Batterie (16', 8', 4'). In den Skizzen historischer Broschüren (die eigentlich recht genau sind) ist klar erkennbar, dass die Trompeten innerhalb des Schwellwerks stehen.
Der amerikanische Orgelbaufirma C.B. Fisk hat das Tuba-Werk der Orgel im Meyerson Symphony Center ebenfalls in einen Schwellkasten gestellt. Zumindest auf den offiziellen Dokumenten wird nicht angegeben, dass die Royal Trumpet außerhalb des SW zu stehen kam...
Gruß
Karsten
Skinner / Wanamaker usw.
kjz1, Samstag, 03. Dezember 2011, 14:46 (vor 5393 Tagen) @ Erzaehler70
Der alte Skinner hats wirklich nicht leicht gehabt in seinen späten Jahren. Durch sein biblisches Alter musste er praktisch noch erleben, wie seine Meisterwerke bis zur Unkenntlichkeit umgebaut wurden, auch noch von der Firma die er gegründet hatte.
Ja, E. M. Skinner war ein langes Leben beschieden (man ist fast geneigt zu sagen: leider) und er hat auch seinen Nachfolger G. Donald Harrison um viele Jahre überlebt. Deshalb musste er miterleben, wie trotz heftigen Protesten seinerseits sein Nachfolger die von ihm geschaffenen großartigen symphonisch-romantischen Instrumente dem wandelnden Zeitgeschmack folgend 'aufnordete'. Skinner ist dann von Gram gebeugt als verbitterter alter Mann gestorben.
E. M. Skinner war auch sehr auf Qualität bei seinen Orgeln bedacht und achtete dabei nicht auf 'Heller und Pfennig', was seine Firma dann an den Rand des Ruins brachte. Hier sehe ich durchaus eine Parallele zu A. Cavaille-Coll. Dies und sein Festhalten am symphonisch-romantischen Klangideal trugen wohl massgeblich zum Rauswurf aus seiner (ehemals) eigenen Firma bei.
Als Beispiele für große Orgeln aus dieser Periode möchte ich noch nennen:
Girard College Chapel, Philadelphia (Skinner, 1931; die Orgel auf dem Dachboden)
http://aeolian-skinner.110mb.com/Specs/Op00872.html
Longwood Gardens (Aeolian, 1930; die Orgel am Ballsaal)
http://www.longwoodgardens.org/OrganHistory_1_3_2_1_5.html
Curtis Organ, Irvine Auditorium (Austin, 1929; die Orgel über der Bühne)
http://www.upenn.edu/almanac/v49/n07/organ.html
Quasi das Gegenstück in Philadelphia zur Newberry Memorial Organ in Yale.
Viele Grüße,
- Karl-Josef
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Samstag, 03. Dezember 2011, 16:49 (vor 5393 Tagen) @ kjz1
Girard College Chapel, Philadelphia (Skinner, 1931; die Orgel auf dem Dachboden)
http://aeolian-skinner.110mb.com/Specs/Op00872.html
Ein geniales Instrument komplett unsichtbar in der Kirchendecke unterbracht. Sie kennen sicher auch diese schöne CD. Leider ist das die einzige Aufnahme in ordentlicher Audioqualität die ich von dieser Orgel kenne. Haben Sie da vielleicht noch einen Tipp? Ich finde sowieso es ist höchste Zeit, die CD Veröffentlichungen mit Skinner Orgeln zu intensivieren, viel gibts da bisher nicht. Für mich ist sein Werk mindestens auf Augenhöhe mit Cavaille-Coll, Willis etc. zu betrachten.
Skinner / Wanamaker usw.
stein
, Samstag, 03. Dezember 2011, 18:59 (vor 5393 Tagen) @ Erzaehler70
]Haben Sie da vielleicht noch einen Tipp?
Carlo Curley in Girard College, ebenfalls ziemlich genial.
![[image]](images/uploaded/201112031858494eda7169e604c.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112031858354eda715b1bdc3.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112031858214eda714d38a04.jpg)
stein
Skinner / Wanamaker usw.
SlowOrg
, Maribor, Samstag, 03. Dezember 2011, 19:10 (vor 5393 Tagen) @ stein
Hallo,
es gibt offensichtlich noch immer oder schon wieder ein Problem mit dem Upload von Fotos. Ich sehe wieder nichts. Und die anderen?
M
ich sehe auch nichts
Aeolinchen, Samstag, 03. Dezember 2011, 21:43 (vor 5393 Tagen) @ SlowOrg
...
ich sehe auch nichts
forenadmin
, Samstag, 03. Dezember 2011, 21:47 (vor 5393 Tagen) @ Aeolinchen
Stein, bitte Browser aktualisieren, wie schon mehrfach beschrieben. Danke.
Habe die Fotos nochmal überspielt
ich sehe auch nichts
Florian-L, Sonntag, 04. Dezember 2011, 08:08 (vor 5393 Tagen) @ Aeolinchen
Bei mir war wohl der falsche Link die Ursache, dass ich keine Fotos sehen konnte.
Der richtige Link lautet http://orgelforum.info/orgelforum/
Der Link www.orgelforum.info/forum/ funktioniert bei mir ebenfalls noch (auch die aktuellen Posts sind dort abrufbar), es werden dann jedoch keine Fotos und Schaltflächen angezeigt.
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
ich sehe auch nichts
forenadmin
, Sonntag, 04. Dezember 2011, 17:59 (vor 5392 Tagen) @ Florian-L
Jetzt nicht mehr!
Skinner / Wanamaker usw.
kjz1, Samstag, 03. Dezember 2011, 19:30 (vor 5393 Tagen) @ Erzaehler70
Leider ist das die einzige Aufnahme in ordentlicher Audioqualität die ich von dieser Orgel kenne. Haben Sie da vielleicht noch einen Tipp? Ich finde sowieso es ist höchste Zeit, die CD Veröffentlichungen mit Skinner Orgeln zu intensivieren, viel gibts da bisher nicht. Für mich ist sein Werk mindestens auf Augenhöhe mit Cavaille-Coll, Willis etc. zu betrachten.
Ja, E. M. Skinner gehört zu den ganz Großen im amerikanischen (und auch internationalen) Orgelbau, leider aber aufgrund seiner Lebensgeschichte auch eine 'tragische Figur'. Falls noch verfügbar, würde ich die CDs von Carlo Curley (EMI) empfehlen. Oder aber auch die 'CD mit dem Hund':
http://www.gothic-catalog.com/Girard_Definitive_Recordings_2_Wilkinsen_p/pocd-7144.htm
Ansonsten gibt es da einige Skinner-CDs bei Gothic:
http://www.gothic-catalog.com/All_Skinner_organs_s/710.htm
Oder auch bei JAV:
http://pipeorgancds.com/americanorgans.html
Viele Grüße,
- Karl-Josef
Skinner / Wanamaker usw.
Florian-L, Samstag, 03. Dezember 2011, 08:12 (vor 5394 Tagen) @ kjz1
Meines Wissens nach war die Barton die größte Kino-Orgel, die je gebaut wurde. Aber als das gesamte Stadion abgerissen wurde, hat die Orgel natürlich auch nicht überlebt.
Und die derzeit größte Kino-Orgel ist wahrscheinlich diese hier?
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Skinner / Wanamaker usw.
kjz1, Samstag, 03. Dezember 2011, 14:43 (vor 5393 Tagen) @ Florian-L
Und die derzeit größte Kino-Orgel ist wahrscheinlich diese hier?
Ja, Sanfilippo ist zur Zeit die größte Kino-Orgel.
Die Barton hatte sogar 6 Manuale:
http://www.catoe.org/barton.html
und zumindestens hat dieser monströse Spieltisch überlebt:
http://www.theatreorgans.com/BARTON/
Viele Grüße,
- Karl-Josef
Skinner / Wanamaker usw.
Schreipositiv
, Wetter, Samstag, 03. Dezember 2011, 18:39 (vor 5393 Tagen) @ Florian-L
Meines Wissens nach war die Barton die größte Kino-Orgel, die je gebaut wurde. Aber als das gesamte Stadion abgerissen wurde, hat die Orgel natürlich auch nicht überlebt.
Und die derzeit größte Kino-Orgel ist wahrscheinlich diese hier?Gruß, Florian
Das Video
hier ist auch nicht schlecht, zeigt einige nette Spielereien der Orgel.
Und hier geht richtig die Post ab.
Gruß,
Pascal
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Sonntag, 04. Dezember 2011, 00:42 (vor 5393 Tagen) @ Erzaehler70
bearbeitet von Erzaehler70, Sonntag, 04. Dezember 2011, 01:32
..ich pack mal noch ein paar Bilder aus dem Wanamaker-Store hinzu:
Skinner "Heimorgel" - Spieltisch, der für dort für einen Privatmann restauriert werden soll. Über dem obersten Manual sieht man m.E. den Schacht für die Player-Rollen, mit denen die Orgel selbständig spielen kann, wenn man gerade seine Gäste bewirtet o.ä. Da sind unsere heutigen Audioanlagen für die gute Stube doch etwas platzsparender ;-)
![[image]](images/uploaded/201112032352224edab6366ed2f.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112032353494edab68d33de0.jpg)
Historischer Kabelbaum (im wahrsten Sinne) in der Wurlitzer-Orgel
![[image]](images/uploaded/201112032357304edab76aae36c.jpg)
Percussion Register "Gong", das nach vielen Jahrzehnten auf Lager nur wieder restauriert und und in die Grand Court Organ eingebaut wird. Ganz links sieht man einen Gong, der schon montiert ist.
![[image]](images/uploaded/201112040000544edab8360262f.jpg)
Die komplette "Orgelwand". Bis auf eine Etage besteht die ganze Wand aus Orgelkammern. Die Prospektpfeifen sind stumm. Ganz oben rechts in dem Bogen steht die neue Centennial Tuba, die im letzten Jahr eingeweiht wurde. Der wunderbare Raum wäre auch ein 1a Konzertsaal, sowohl von der Optik als auch der Akustik her. Seit vor ein paar Jahren die oberen Etagen in Büros verwandelt und die Öffnungen verglast wurden, ist die Akustik perfekt für die Orgel. Der Klang dort ist einfach überwältigend schön.
![[image]](images/uploaded/201112040007544edab9da03f92.jpg)
The Eagle (aus Deutschland), den John Wanamaker beim Kauf der "Rumpforgel" wohl gleich miterstanden hat.
![[image]](images/uploaded/201112040011254edabaadd78d4.jpg)
Der begehbare Spieltisch von Innen (sehr servicefreundlich)
![[image]](images/uploaded/201112040012364edabaf45f15e.jpg)
Noch ein paar Eindrücke vom Spieltisch. Die Metall-Kontaktleisten unter den Manualen können zum zusätzlichen Betätigen der entsprechenden Schweller durch Darüberfahren mit dem Daumen genutzt werden. Erinnert mich als alten Synthesizer-Fan an den Ribbon-Controller von Keith Emersons Moog ;-))
![[image]](images/uploaded/201112040016004edabbc0d5cb4.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112040019444edabca03659f.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112040021214edabd010cd47.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112040022074edabd2f751b2.jpg)
Die alten klingenden Prospektpfeifen der Original-Orgel, direkt hinter der Fassade. Die haben schon auf Alexandre Guilmant bei seiner Konzertserie 1904 in St. Louis herabgeblickt.
![[image]](images/uploaded/201112040025224edabdf20b553.jpg)
Bild von G.A.Audsley dem geistigen Vater des Instruments in einer der vielen Orgelkammern. Das ganze Innere ist liebevoll mit vielen historischen Fotos und Dokumenten dekoriert. Man geht da durch wie durch ein klingendes Museum.
![[image]](images/uploaded/201112040027324edabe74e972d.jpg)
Am Schluss nochmal ein Blick in die Stringdivision. Immer wieder beeindruckend.
![[image]](images/uploaded/201112040028484edabec064f3b.jpg)
Ich wünsche einen schönen 2. Adventsonntag :-)
Hat vielleicht jemand der "Yale"-Experten oder jemand anderes noch ein paar Detailaufnahmen vom Prospekt dort. Bisher kenne ich nur Komplettbilder aus einiger Entfernung. Was ist das für eine Verzierung auf den Prospektpfeifen?
Skinner / Wanamaker usw.
FriedemannW, Lindau, Sonntag, 04. Dezember 2011, 09:12 (vor 5393 Tagen) @ Erzaehler70
Diese Verzierungen?
![[image]](images/uploaded/201112040908254edb388940a63.jpg)
Bloß gemalt auf die broncierten Pfeifen. Komisch ist das kleine Flachfeld an der Seite oben - aber das sieht man ja normalerweise nicht von vorne.
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Sonntag, 04. Dezember 2011, 13:48 (vor 5392 Tagen) @ FriedemannW
Diese Verzierungen?
Bloß gemalt auf die broncierten Pfeifen. Komisch ist das kleine Flachfeld an der Seite oben - aber das sieht man ja normalerweise nicht von vorne.
Alles klar, danke. Habe Sie noch mehr solche schönen Bilder? Solche Perspektiven und Details von der Orgel sieht man auf den üblichen Bildern nie.
Skinner / Wanamaker usw.
fluteceleste
, München, Montag, 05. Dezember 2011, 17:46 (vor 5391 Tagen) @ Erzaehler70
also ich hätte das hier noch..
![[image]](images/uploaded/201112051736254edd011933d2f.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112051737204edd0150bde34.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112051739114edd01bf87377.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112051744544edd0316bccb3.jpg)
und die Orchestral oboe/Corno di Bassetto im "Orchestral", hatte ich bei meinem ersten post vergessen ;-)
![[image]](images/uploaded/201112051741234edd02438d3ff.jpg)
man kann sich praktisch an der Orgel nie satt sehen..
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Montag, 05. Dezember 2011, 18:13 (vor 5391 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von Erzaehler70, Montag, 05. Dezember 2011, 18:16
man kann sich praktisch an der Orgel nie satt sehen..
das ist wohl war, vielen Dank :-) Mit gehts so, ich kann mich an der Orgel auch nicht mehr satthören. Schade dass es so wenig CDs gibt. Die hätte mindestens eine Auflage wie St. Ouen in Rouen verdient. Diese "morphende" Klangfarben mit ihrer fließenden Dynamik und nahezu überirdischer klangschönheit sind wirklich hochgradig suchtgefährdend. Und das alles ohne Störgeräusche wie hartes Anblasen, klappernde Barkerhebel oder Elektromagneten u.ä.. Wie spielt sich die Tastatur eigentlich. Ich nehme an schön leicht. Wenn ja, wird das dann durch Koppeln irgendwie anders, sprich schwerer?
Haben Sie denn vielleicht ein Bild der legendären Erzaehler, bzw. kleine Erzähler?
Werden bei den Registern der String-Division eigentlich immer 2 Ranks mit einem Registerzug betätigt, oder kann man da auch noch die "normale" und die celeste Reihe separat ziehen?
Wo genau befindet sich denn die Echo-Division. Mal glaube ich zu verstehen, dass die unter der Orgel ist, mal dass sie sich am anderen Ende der Halle befindet.
Warum kann man nicht mal so eine Orgel clonen und hier in Deutschland bauen.........
Nochmals vielen Dank und viele Grüße :-)
Skinner / Wanamaker usw.
Karsten, Montag, 05. Dezember 2011, 19:01 (vor 5391 Tagen) @ Erzaehler70
bearbeitet von Karsten, Montag, 05. Dezember 2011, 19:37
man kann sich praktisch an der Orgel nie satt sehen..
das ist wohl war, vielen Dank :-) Mit gehts so, ich kann mich an der Orgel auch nicht mehr satthören. Schade dass es so wenig CDs gibt. Die hätte mindestens eine Auflage wie St. Ouen in Rouen verdient.
Nun ja, SO wenig CDs gibt's nun ja doch weider nicht. Man muss sich halt mal auf dem US-amerikanischen CD-markt umschauen...
Wo genau befindet sich denn die Echo-Division. Mal glaube ich zu verstehen, dass die unter der Orgel ist, mal dass sie sich am anderen Ende der Halle befindet.
Am anderen Ende der Halle, im Keller. Sie spricht durch Gitter im Fußboden in den Raum.
Warum kann man nicht mal so eine Orgel clonen und hier in Deutschland bauen.........
Alles eine Frage des Geldes und Platzes... )
Für die Yale-Freaks: Schon diesen Artikel mit ebenfalls einigen interessanten Bildern gesehen (auch mit einem Bild des Echos im Keller)?
http://www.yalealumnimagazine.com/issues/2009_07/newberry_4857.html
Gruß
Karsten
Skinner / Wanamaker usw.
Friedrich
, Montag, 05. Dezember 2011, 19:34 (vor 5391 Tagen) @ Karsten
Warum kann man nicht mal so eine Orgel clonen und hier in Deutschland bauen.........
Alles eine Frage des Geldes und Platzes... )
Karsten trifft's. Für die Newberry-Gedächtnis-Orgel hat dieselbe Witwe N. dreimal komplett bezahlt, beim Einbau und bei den beiden Umbauten, deren letzter uns die heutige Orgel bescherte. So großzügig sind die Stifter selbst in den USA selten.
Gruß,
Friedrich
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Dienstag, 06. Dezember 2011, 00:10 (vor 5391 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von Erzaehler70, Dienstag, 06. Dezember 2011, 01:27
Vielen Dank :-)
Für die Yale-Freaks: Schon diesen Artikel mit ebenfalls einigen interessanten Bildern gesehen (auch mit einem Bild des Echos im Keller)?
http://www.yalealumnimagazine.com/issues/2009_07/newberry_4857.html
Auf der Yale-Webseite funktionieren die Panoramabilder leider nicht. Nach ein paar Recherchen habe ich sie aber hier gefunden.
Noch ´ne Frage. In den Spezifikationen für die Orgel steht ein Crescendo-Pedal. Ist das so was wie eine Walze und wenn ja kann man die Registersequenz etwa sogar selber einstellen?
Viele Grüße :-)
PS: Die ehrwürde Halle und Orgel haben ja offensichtlich auch schon ganz anderes erlebt. Ein musikalisches Gipfeltreffen der besonderen Art. Schade dass man auf den im Netz verfügbaren Bildern die Orgel nicht sieht.
Skinner / Wanamaker usw.
fluteceleste
, München, Dienstag, 06. Dezember 2011, 06:24 (vor 5391 Tagen) @ Erzaehler70
bearbeitet von fluteceleste, Dienstag, 06. Dezember 2011, 06:36
Vielen Dank :-)
Für die Yale-Freaks: Schon diesen Artikel mit ebenfalls einigen interessanten Bildern gesehen (auch mit einem Bild des Echos im Keller)?
http://www.yalealumnimagazine.com/issues/2009_07/newberry_4857.html
Auf der Yale-Webseite funktionieren die Panoramabilder leider nicht. Nach ein paar Recherchen habe ich sie aber hier gefunden.
Panorama 1 ist ein guter Blick auf das Great, ganz oben von Skinner die eher rund und "blubbernd" klingenden Chorus Reeds Trombone 16, Tromba 8 und Octave Tromba 4,schöne Kröpfarbeit...
![[image]](images/uploaded/201112060618384eddb3be8e397.jpg)
auf dem unteren Level die heller klingenden Trompeten 8 und 4 (Hutchings):
![[image]](images/uploaded/201112060622184eddb49a1a4e6.jpg)
Noch ´ne Frage. In den Spezifikationen für die Orgel steht ein Crescendo-Pedal. Ist das so was wie eine Walze und wenn ja kann man die Registersequenz etwa sogar selber einstellen?
Ja, entspricht einer Walze, ist aber fest eingestellt.
Hat vielleicht jemand noch ein Bild von der Orchestral Trombone im Solo(ich hoffe mal auf Friedemann)? Das ist sicher eines der eigenartigsten Register in der ganzen Orgel. ich weiß nur noch, dass es total obtertonreich ist und nach "Blech" klingt, also für sich allein kaum einsetzbar ist. Aber an die Form erinner ich mich nicht.
Skinner / Wanamaker usw.
FriedemannW, Lindau, Dienstag, 06. Dezember 2011, 19:28 (vor 5390 Tagen) @ fluteceleste
Dann haben wir ja bald die Orgel komplett in Bildern hier im Forum :-)
Orchestral Trombone im Solo (Winddruck 25") auf eigener Lade (wurde nach ein paar Jahren (nach dem Umbau durch Skinner) ausgebaut, das Originalregister wurde dann wiedergefunden und ins Solo eingebaut - deswegen auch der Wechselschalter Orch. Trombone/Quint Tromba, der auf einem vorheringen Spieltischfoto zu sehen ist)
![[image]](images/uploaded/201112061903184ede66f6a8c79.jpg)
Erzähler 8' im Great (viertes Register von links)
![[image]](images/uploaded/201112061907064ede67da84160.jpg)
Bei "Kleine Erzähler IIranks" weiß ich leider nicht mehr genau, ob die auf der Ober- oder Unterlade der Orchestral Division standen, deswegen poste ich einfach beide Bilder
Oberlade (hinten steht ein stark konisches Register, ich schätze, dass das die beiden Ranks sind)
![[image]](images/uploaded/201112061917574ede6a654fdf4.jpg)
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Dienstag, 06. Dezember 2011, 22:44 (vor 5390 Tagen) @ FriedemannW
bearbeitet von Erzaehler70, Dienstag, 06. Dezember 2011, 22:56
Dann haben wir ja bald die Orgel komplett in Bildern hier im Forum :-)
...ich bin total begeistert, was hier in kurzer Zeit zusammengekommen ist. Ich habe noch eine Frage zu dem Crescendo-Pedal: Werden da beim Durchtreten immer auf jeweils jedem Werk (Division) Stück für Stück die Register entsprechend der eingestellten Sequenz zugeschaltet, oder kann man selber festlegen, welche Werke damit angesprochen werden? Kann man dabei dann schrittweise die Werke nach Bedarf selber koppeln, oder sind Koppelungen in der Crescendo-Sequenz auch schon mit "eingebaut"? Dazu dann noch die Schwellwerke und es wird klar wo diese gigantische fließende Dynamik u.a. herkommt. Das kommt schon auf CDs hervorragend ´rüber aber ist sicher noch mal ein ganz anderes Erlebnis, wenn man dieser Orgel gegenübersteht. Auf den Panoramaaufnahmen der Halle sieht man auch noch mal schön die Gründe für die herrliche Akustik, die in dem genannten Yale-Artikel beschrieben werden. Wunderbare alte glatte Holzdielen und harte Holzklappstühle mit Gußeisenrahmen. Man kann die Akustik förmlich sehen :-))) Das nimmt man doch sicher als Konzertbesucher gern in Kauf, für diesen Klang.
Ich habe soeben diese CD "entdeckt" Kennt die vielleicht jemand und kann ggf. zu- oder abraten? Wobei Abraten höchsten eventuell nicht ganz so gute Audioqualität betreffen kann, die CD scheint ja schon älter zu sein und überall sonst "out of stock". Dass Thomas Murray dort genial spielt da bin ich absolut sicher nach allem was ich von ihm gehört habe. Er und die Woolsey-Hall Orgel sind wohl eine der ganz großen glücklichen Kombinationen in der Orgelmusik. Die beiden kennen sich ja auch schon seit ein paar Jährchen ;-)
:-)
Skinner / Wanamaker usw.
Friedrich
, Dienstag, 06. Dezember 2011, 23:34 (vor 5390 Tagen) @ Erzaehler70
Ich habe soeben diese CD "entdeckt" Kennt die vielleicht jemand und kann ggf. zu- oder abraten?
![[image]](http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2008/10/20/article-1078968-0001E8FE00000258-154_468x319.jpg)
Kaufen! Kaufen! Kaufen!
Rät
Friedrich
Skinner / Wanamaker usw.
FriedemannW, Lindau, Mittwoch, 07. Dezember 2011, 14:58 (vor 5389 Tagen) @ Erzaehler70
Man kann eigentlich nicht viel falsch machen, wenn man die Kombination Thomas Murray + Newberry Memorial Organ auf einer CD sieht :-)
Skinner / Wanamaker usw.
FriedemannW, Lindau, Dienstag, 06. Dezember 2011, 19:31 (vor 5390 Tagen) @ fluteceleste
(TEIL II)
Unterlade (im rechten Teil des Bildes sind auch konische Pfeifen - vielleicht aber auch ein Streicherregister)
Man beachte auch im linken Bildteil das French Horn 8' und auf der rechten Seite die engmensurierte Orchestral Oboe 8'...
![[image]](images/uploaded/201112061930094ede6d4110298.jpg)
Skinner / Wanamaker usw.
fluteceleste
, München, Montag, 05. Dezember 2011, 20:06 (vor 5391 Tagen) @ Erzaehler70
man kann sich praktisch an der Orgel nie satt sehen..
das ist wohl war, vielen Dank :-) Mit gehts so, ich kann mich an der Orgel auch nicht mehr satthören. Schade dass es so wenig CDs gibt. Die hätte mindestens eine Auflage wie St. Ouen in Rouen verdient. Diese "morphende" Klangfarben mit ihrer fließenden Dynamik und nahezu überirdischer klangschönheit sind wirklich hochgradig suchtgefährdend. Und das alles ohne Störgeräusche wie hartes Anblasen, klappernde Barkerhebel oder Elektromagneten u.ä.. Wie spielt sich die Tastatur eigentlich. Ich nehme an schön leicht. Wenn ja, wird das dann durch Koppeln irgendwie anders, sprich schwerer?
die geht leicht. wie jede elektrische Traktur - zumindest die ich kenne. gezogene Koppeln beeinflussen den Tastendruck nicht.
Haben Sie denn vielleicht ein Bild der legendären Erzaehler, bzw. kleine Erzähler?
ich finde der sieht aus wie ein schlankes Gemshorn. Dieser hier ist zwar von Wicks, aber so ungefähr sieht er bei Skinner auch aus.
>
Das hier könnte evtl. der Kleinerzähler 8' aus der Choir Division der Old South Church in Boston sein (Dispo).
![[image]](images/uploaded/201112051949314edd204b78fbe.jpg)
ganz rechts übrigens ein Flügelhorn (gedeckte Becher, sehr zarter Klang).
Werden bei den Registern der String-Division eigentlich immer 2 Ranks mit einem Registerzug betätigt, oder kann man da auch noch die "normale" und die celeste Reihe separat ziehen?
jeder Zug bedient ein paar Streicher. Also Celeste nicht separat. Braucht man aber auch nicht.
Wo genau befindet sich denn die Echo-Division. Mal glaube ich zu verstehen, dass die unter der Orgel ist, mal dass sie sich am anderen Ende der Halle befindet.
wurde ja schon beantwortet, also man kommt quasi am anderen Ende, gegenüber der Bühne herein, und dann steht man quasi schon auf dem Echo drauf sozusagen.
Warum kann man nicht mal so eine Orgel clonen und hier in Deutschland bauen.........
zwar nicht Yale, aber eine große Orgel im Skinner-Stil wurde schonmal komplett neu gebaut und zwar im "Cube" in Shirosihi/Japan, siehe hier. Mir ist allerdings rätselhaft, wie das ein japanischer Orgelbauer (gibts sowas?) hinbekommmen haben soll-ob da Amis mit im Spiel waren? Oder man hatte 30 Mann zur verfügung, die sich aufeinander stellen, um eine 8'-Pfeife aufzurichten :o)
![[image]](images/uploaded/201112052001514edd232f0fc24.jpg)
![[image]](images/uploaded/201112051952554edd211769e81.jpg)
Weitere Bilder hier.
hat allerdings leider nix von der Woolsey-Hall Akustik.
Wenn der alte Skinner wüßte, wie viele Freunde er heutzutage wieder hat..
freut sich
stefan
Skinner / Wanamaker usw.
Erzaehler70, Mittwoch, 07. Dezember 2011, 02:44 (vor 5390 Tagen) @ fluteceleste
zwar nicht Yale, aber eine große Orgel im Skinner-Stil wurde schonmal komplett neu gebaut und zwar im "Cube" in Shirosihi/Japan, siehe hier. Mir ist allerdings rätselhaft, wie das ein japanischer Orgelbauer (gibts sowas?) hinbekommmen haben soll-ob da Amis mit im Spiel waren? ........ hat allerdings leider nix von der Woolsey-Hall Akustik.
ich hab hier ein paar Audioclips dieser Orgel gefunden. Die klingt tatsächlich schön nach Skinner, allerdings wie schon gesagt leider in viel zu trockener Akustik. Diese Orgel in einer Akustik wie Woolsey Hall zu hören, das wäre sicher eine orchestrale Offenbarung.
OHS-Catalog
Karsten, Dienstag, 06. Dezember 2011, 10:06 (vor 5391 Tagen) @ Erzaehler70
Hallo,
auch auf die Gefahr hin, bei einigen Eulen nach AThen zu tragen:
Ist (insbesondere) den Fans angloamerikanischer Großorgel der Online-Versand der OHS bekannt?
http://www.ohscatalog.org/
Dort gibt es ein riesiges Angebot an CDs, Büchern und Noten, insbesondere für den amerikanischen Markt. Der Wechselkurs war zwar schonmal besser, aber der Versand und Bezahlung mit Kreditkarte war bisher problemlos.
Für die Woolsey-Hall-Orgel Fans gibt es auch eine Menge CDs und vielleicht liegt ja bei dem einen oder anderen dieses Reprint der Einweihungsschrift unter'm Weihnachtsbaum?
Gruß
Karsten