Orgelbau Matz und Luge

Gudrun Kollerics @, Montag, 14. November 2011, 16:14 (vor 5412 Tagen)

Sagt einem die Firma Matz und Luge aus Rheinmünster etwas? Diese Firma hat wohl die "Altlasten" der Firma Stahlhut übernommen und ich muß mich jetzt ein wenig damit beschäftigen, da bei "meiner" Orgel einige Fehler behoben werden müssen.

Website Matz und Luge

LG Gudrun

Orgelbau Matz und Luge

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Montag, 14. November 2011, 16:56 (vor 5412 Tagen) @ Gudrun Kollerics

M&L haben beispielsweise eine der (soweit ich weiß) ersten Orgeln mit digitaler Traktur gebaut, in Ettlingen, Herz-Jesu. Wie die Orgel klingt, weiß ich leider nicht, das "Antiebskonzept" finde ich aber äußerst interessant. Nachzulesen in dem Büchlein "Die Orgelstadt Karlsruhe innerhalb der Orgellandschaft am Oberrhein".

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www.orgelauskunft.de

Orgelbau Matz und Luge

Friedrich @, Montag, 14. November 2011, 17:04 (vor 5412 Tagen) @ Gudrun Kollerics
bearbeitet von Friedrich, Montag, 14. November 2011, 17:15

Sagt einem die Firma Matz und Luge aus Rheinmünster etwas? Diese Firma hat wohl die "Altlasten" der Firma Stahlhut übernommen und ich muß mich jetzt ein wenig damit beschäftigen, da bei "meiner" Orgel einige Fehler behoben werden müssen.

Mir sind die Herren nur von ihrem Opus magnum in Ettlingen, Herz Jesu, her bekannt, das ich mal besichtigt und über das ich im alten Forum und auf Piporg-l ausführlich berichtet habe. Eine große, elektrisch traktierte, sinfonische Orgel mit historischen Anteilen von Koulen, in der die Orgelbauer sehr weit gegangen sind in der Ausnutzung der Teilladen. Nicht im Sinne von Multiplex, sondern von prinzipiell frei programmierbarer Manualzuordnung. Klanglich fand ich die Orgel eindrucksvoll, aber im Plenum klang sie in der überhalligen Kirche etwas hart. Die Trakturtechnik schien sehr rationell und übersichtlich angelegt zu sein, und die Orgelbauer versprachen sich viel von der Robustheit der elektromechanischen Bestandteile, die sie nicht vom Fachlieferanten bezogen, sondern aus der Industrietechnik übernommen hatten.

Über andere Neubauten oder Restaurierungsarbeiten der Firma kann ich leider nichts sagen.

Gruß,
Friedrich

Orgelbau Matz und Luge

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Donnerstag, 17. November 2011, 08:50 (vor 5410 Tagen) @ Friedrich

Ja also den Klang vor allem des Mixturplenums habe ich auch noch sehr hart in der recht nakten Kirche in Erinnerung. Ich führe das darauf zurück, dass die Mixturen selbst (nach "Tiroler" Sitte - stimmt das?) direkt hinter den Prospektpfeifen stehen, während unser heutiges Klangempfinden mehr darauf abgerichtet ist, dass sich die Mixturen zwischen den Großen Pfeifen durchschlängeln müssen und sich Ihr Sound im Gehäuse erst einmal mit allem Möglichem dorf vermischt.

Zum Spielen für Außenstehende ist das Instrument sehr unübersichtlich, wenn ich auch diese freie Manual- und Teilwerkzuordnung persönlich an jeder elektrisch bzw. elektronisch traktierten Orgel "anordnen" würde. Durch die Trennung in jeweils drei Einzelladen in SW und HW und Sub- und Superkoppeln für jede dieser Laden einzeln sind die faszinierendsten Klänge zu realisieren. Nur eines Fehlt: ein TUTTI-KNOPF - der würde einem bei der Orgel wohl an den Rand der Taubheit katapultieren...

Orgelbau Matz und Luge

Florian-L, Donnerstag, 17. November 2011, 09:09 (vor 5410 Tagen) @ MichaelS

Ja also den Klang vor allem des Mixturplenums habe ich auch noch sehr hart in der recht nakten Kirche in Erinnerung. Ich führe das darauf zurück, dass die Mixturen selbst (nach "Tiroler" Sitte - stimmt das?) direkt hinter den Prospektpfeifen stehen,...

Soviel ich weiß, ist diese Stellung der Mixturen direkt hinter den Prospektpfeifen bei Barockorgeln im süddeutsch-österreichischen Raum in den meisten Fällen anzutreffen, das beschränkt sich nicht nur auf Tirol.
Keine Ahnung, welche Orgelbauer sonst diese Aufstellung heute noch bevorzugen.

Gruß, Florian

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"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

Orgelbau Matz und Luge

flautado, Montag, 14. November 2011, 18:56 (vor 5412 Tagen) @ Gudrun Kollerics

... mir wäre aus der Fachwelt nichts negatives bekannt, handwerklich solid...

Orgelbau Matz und Luge

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Donnerstag, 17. November 2011, 08:53 (vor 5410 Tagen) @ Gudrun Kollerics

Zur Ettlinger Orgel habe ich mich ja schon geäußert, ich kenne die Wieslocher Orgel ziemlich gut (ein oder zweimal dran konzertiert) und muss sagen, dass die Orgel vom Orgelbautechnischen und Klanglichen sehr gut gelungen ist. Die Industriesteuerung der Registertraktur allerdings immer und immer wieder Fehler produziert, da hätte eine schlichte Laukhuff-Anlage doch besser getan...

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