Gemshorn 8'

Karl-Bernhardin Kropf, Samstag, 12. November 2011, 13:09 (vor 5415 Tagen) @ willscher

Aber einzeln ist das Gemshorn eher nichtssagend. Welche Literatur freut sich über so eine Stimme?

Viele Grüße
BC

In St. Franziskus HH: Gemshorn 8' im HW der Beckerath von 1958.
Ein Gedicht. Dezent, aber trotzdem sonor. Kann man sogar mit der Mixtur des HW zusammen erklingen lassen, was im Orgelabnahme-Gutachten besonders positiv hervorgehoben wurde. Im Gutachten wurde damals zweifelnd gefragt, warum denn noch ein Salicional dazu, wo doch das Gemshorn den liturgischen Anforderungen völlig genügen würde..........aber ein Toast auf K. Bäumer, den damaligen Domorganisten von Osnabrück, der auf's Salicional bestanden hatte. Heute ist das Salicional mit dem Gemshorn auf Schwebung gestimmt. Ein Traum. Nicht so eine schwachbrüstige Voix céleste, wie man sie immer häufiger findet. Fred Graman hatte sich damals die Beckerath genau angehört und war extrem begeistert vom Pedal Fagott 16'. Das hat er dann ja seiner amerikan. Kirche in Paris auch gegönnt. Und so einen Prinzipal 8' im HW - so was habe ich bei den Beckerath-Zeitgenossen nie gehört.

Gruß Andreas

Da möchte ich einhaken. Habe auch ein ähnlich nützliches Gh. wie schon zuvor beschrieben (Solistenbegleitung, Mischung mit sanfteren Stimmen oder gar kleinen Mixturen). Ist bei mir konisch, und ich hätte gerne eine Schwebung gleicher Mensur dazu, die dann auch zu vielen anderen Sachen schweben könnte. In England findet man die konischen Streicher/engen Flöten in der Vox angelica (dann meist schwebend), in den USA als "Erzähler", einzeln oder auch "Celeste".
Jedenfalls eine Alternative zur normalen Salicional/Vox coelestis-Kombi, am schönsten natürlich, wenn beides vorhanden ist.


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