Keilbälge

schnitgers.anderer.erbe, Mittwoch, 26. Januar 2011, 06:38 (vor 5698 Tagen) @ Friedrich

Ich bilde mir ein, im Keilbalgwind einen gewissen "singenden" Ton zu hören, stärker als bei anders erzeugtem Wind. Deswegen leuchtet mir Woehls Viersener Idee ein, den Bass eines sinfonischen Manualwerks mit einem Doppelfaltenbalg-, den Diskant mit Keilbalgwind zu versorgen.

...klingt interessant. Wie "befüllt" er den Keilbalg? Per Aufzugssystem, oder ist der Keilbalg nur ein Reservoir gespeist aus einem Gebläse? (dann wäre die ganze Sache für mich unsinnig, weil der Wind dann dank Verwirbelungen genau so "unruhig" ist wie "sonst")

Nachtrag zu Keilbalgwind: Für mich ist es beim spielen auch immer interessant, dass dadurch ein gewisser "selbsterzieherischer" Effekt entsteht, was "windökonomisches" Spielen angeht, nicht nur in puncto Registrierungen, sondern eben auch das Spielen als solches betreffend (Art des herausgehens aus der Taste, sukzessives Anschlagen einzelner Akkordtöne, Repetitionsformen usw.). Verhält sich im Grunde ähnlich wie mit stärker ungleichstufigen Temperierungen, die auch unglaublich erzieherisch wirken, wenn man beim Spielen die Ohren offen hat...(was ja leider kein Allgemeingut ist).


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