Göbel-Orgel in Kostheim - Josef Goebel

elsenp, Mittwoch, 09. November 2011, 15:56 (vor 5418 Tagen) @ Tastenhalter

J. Goebel war z.Zt. der Verfassung des Buches (1967) 74 Jahre alt, wäre demnach Geb.jahrgang 1893. Das Lexikon der Orgel verzeichnet keinen Eintrag.

Gruß
Tatenhalter

Das Buch "100 Jahre BDO" verzeichnet zur Orgelbauerfamilien Goebel (S. 194 f.):

Goebel, Orgelbauerfamilie in Königsberg, Danzig und Leichlingen. 1894 übernahme Bruno Goebel (1860 Landsberg/OS - 1935) die Werkstatt von Rohn in Wormditt und 1898 die von Terletzki in Königsberg. Er war ab 1875 ausgebildet von Czopka in Rosenberg, arbeitete bei Schlag, Koulen, Kuhn, Angster, Steinmeyer und Cavaillé-Coll, ehe er sich selbständig machte. Er baute 251 pneumatische Orgeln in Ostpreußen oder ältere Orgeln auf pneumatische Windladen um. Die Söhne Joseph Goebel (1893 Fünfkirchen - 1969 Leichlingen), Fritz Goebel (1900-1971 Bonn) und Dr. Alfons Goebel erlernten beim Vater den Orgelbau, daher die Firmierung Goebel & Söhne. 1920 eröffnete Joseph Goebel in Danzig einen Zweigbetrieb. 1932 erlosch der Hauptbetrieb in Königsberg für einige Zeit, wurde aber nach dem Wirtschaftsaufschwung von den Söhnen nach 1933 neu gegründet. Nach dem Zusammenbruch fanden die Geschwister Goebel im Rheinland eine neue Bleibe und setzen 1950 die Firma Hugo Koch in Leichlingen fort. Joseph Goebel hat in der unmittelbaren Nachkriegszeit zwischen Sauerland und Main viele Orgeln im damaligen Sinne modernisiert. Er war schon in den 1920er Jahren ein Pionier der Orgelreform, baute in den 1930er Jahren Positive und befaßte sich wissenschaftlich mit der Obertonforschung zusammen mit Paul Smets; Kugelflöte und Mollterz sind seine Erfindungen. Die Firma Goebel baute in Königsberg 251 Opera, in Danzig 1920-1945 73 Orgeln und in Leichlingen 1945-1969 34 Opera.
Fritz Goebel war von 1925 bis 1965 mit Unterbrechungen bei der Fa. Klais in Bonn, zuletzt als Werkmeister, tätig.
[Es folgen Quellenangaben]

Herzliche Grüße
Peter


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