Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 09:14 (vor 5419 Tagen)
bearbeitet von untersatz32, Dienstag, 08. November 2011, 09:53
Esch-sur-Alzette-Grenze (Esch-Grenz):
...nachdem ich mein Chor/Orgelkonzert vom Wochenende glücklich hinter mich gebracht habe, hier die Fortsetzung meiner Orgelbesichtigungs-Tour...
- und JA: "Martin78" hat Recht, ich habe mich bei dieser Tour auf die Arbeiten EINES Orgelbauers beschränkt, da ich mir gerade DIESE anschauen wollte, weil er in der engeren Wahl für ein Projekt bei uns ist.
Es gibt in Esch selber (in St. Joseph) und in Dudelange St. Martin noch weitere schöne Orgeln, wovon letztere sicherlich alleine schon einen ganzen Tag lohnt, aber mein Schwerpunkt lag bei dieser Fahrt eben anders...
Wir haben es bei der Orgel von Esch sur Alzette Sacre-Coeur ebenfalls mit einer Georg-Haupt-Orgel zu tun .... also wieder eine "Hauptorgel" (die Chororgel ist anscheinend eine ältere Elektronenschleuder von ca. 1950 oder 1960...).
Die Orgel wurde mit Genehmigung der Pfarrei bei der Weltaustellung 1935 in Brüssel im luxemburgischen Pavillon "leihweise" ausgestellt mit 31 Registern auf III Manualen (zwei SW).
Georg Haupt war in Lux übrigens der Inhaber der Nachfolgerfirma der Fa. Stahlhuth, insofern sind dort auch interessante Paralellen zur Orgel in Dudelange.
1948 durch die Fa. Schilling aus Cruchten um vier (bei der Einweihung 1935 bereits eingeplante) Register erweitert, fand eine weitere grosse Restaurierung/Erweiterung im Jahre 1988 statt (Manufactur J. Gomree/Belgien), darunter zwei zusätzliche Mixturen und mehrere höherliegende Register.
2008 wurde dann die aktuellen Arbeiten schliesslich bei Thomas Gaida in Auftrag gegeben, eine komplette Ueberarbeitung der Orgeltechnik, Verbesserung der Windanlage(n), Erneuerung der - in 1988 leider aus Kostengründen - und folglich nach 22 Jahren danach absolut desolaten - nicht umfassend verbesserten - Spieltischtechnik, sowie Erweiterung um zahlreiche Register im romantisch-sinfonischen Stil der Erbauungszeit, darunter eine Hochdruck-Flötenreihe, eine Hochdruckzunge (keine "Totschlag-Tuba") im Stil der noblen runden englischen und amerikanischen Trombas/Trombones, und einer 32'-Zunge im Pedal.
Diese Arbeiten wurden dann jedoch - aufgrund der grossen Kirchen-Innenrenovation - erst 2011 ausgeführt und die Orgel vor einem Monat eingeweiht.
Hier schon mal die Disposition - Kommentar und Eindrücke später:
Pedalwerk:
Majorbass 32
Violinbass 16
Kontragambe 16
Subbass 16
Quintbass 10 2/3
Oktavbass 8
Cello 8
Gedacktbass 8
Choralbass 4
Viola 4
Kontrabombarde 32
Bombarde 16
I Hauptwerk
Kontragambe 16
Bourdon 16
Principal 8
Rohrflöte 8
Dulciana 8
Gambe 8
Oktav 4
Flöte 4
Superoktav 2
Mixtur III-IV
II Schwellwerk-Recit
Quintatön 16
Principal 8
Harmonieflöte 8
Viola di Gamba 8
Salicional 8
Vox coelestis 8
Prästant 4
Nachthorn 4
Larigot 2 2/3
Piccolo 2
Terz 1 3/5
Flöte 1
Mixtur IV-V
Trompette harm. 8
Oboe 8
Clairon 4
III Schwellwerk-Positiv
Bourdon 8
Aeoline 8
Querflöte 4
Spitzflöte 2
Sesquialter III
Basson 16
Fagott 8
Französische Klarinette 8
Im Extra-Schweller:
Violine 4
Vox humana 8
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Auxilliar-Solo-Register (spielbar einzeln separat auf jedem Manual):
Tibia profunda 16 HD-Seraphonflöte
Tibia pomposa 8 (HD-Seraphonflöte)
Tuba magna 16
Tuba mirabilis 8 (etwas kräftigere Trompete, keine Totschlag-Tuba)- von 1935 original
Tuba Clairon 4
Kontragambe 16
Gambe 8
Konzertflöte 8
Traversflöte 4
Grossnazard 5 1/3
Grossterz 3 1/5
Flöte 2
Quinte 2 2/3
Terz 1 3/5
Sifflöte 1 1/3
Flötlein 1
Englische Klarinette 8
Englische Klarinette 4 (beide Hochdruck)
neue Englische Hochdruck-Zungen-Reihe:
Basson 16
Fagott 8
Fagott 4
(wobei „Fagott“ hier absolute Untertreibung:
Klang: Noble englisch/amerikanische Trombones/Waldhörner/Trombas, dunkel, edel, sonor)
Auxilliarie Pedal:
Tibia profunda 16
Tibia pomposa 8
Tibia minor 4
Grossterz 6 2/5
Grossnazard 5 1/3
Traversflöte 4
Terz 3 1/5
Nazard 2 2/3
Flöte 2
Schweizerpfeife 2
Terz 1 3/5
Larigot 1 1/3
Flötlein 1
Terzlein 4/5
Tuba mirabilis 8
Tuba clairon 4
Tuba minor 2
Englische Klarinette 8
Cremona 4
Cremona 2
Basson 16
Fagott 8
Fagott 4
Fagott 2
... to be continued: KULINARISCHE und musikalische Eindrücke später...
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Thomas Haubrich
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 09:42 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
Hier noch zwei Fotos vom Prospekt und vom neuen Spieltisch (der alte Spieltisch wurde hinten auf der riesigen Empore eingelagert):
Prospekt Esch
![[image]](images/uploaded/201111080941414eb8f9554aa57.jpg)
Spieltisch (neu in 2011)
![[image]](images/uploaded/201111080942004eb8f96887e24.jpg)
--
Thomas Haubrich
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 10:47 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
....zu den nutritiven und musikalischen Eindrücken:
BEVOR ich mich auf die Orgel "stürzen" konnte, war erst einmal in Esch im Cafe du Theatre eine leibliche Stärkung angesagt:
Rindsentrecote mit grünem Pfeffer, leckeren hausgemachten Pommes frittes (belgisch-luxemburgischer Art) und Sosse... Super!
Dieses kleine, rustikale (wohl portugiesisch geführte) Cafe kann ich nur leckerst empfehlen...
-----
Danach ging es in die Kirche:
Der Raum ist "riesig" allerdings akustisch etwas speziell, um nicht zu sagen schwierig, da er wohl gar nicht so viel Hall aufweist, wie das Gebäude vermuten lässt: die Akustik ist gedämpft-hallig, wohl aufgrund der Deckenkonstruktion und den vielen verschachtelten Unterräumen und Nebenkapellen. Für den Intonateur keine leichte Aufgabe.
Um es vorweg zu nehmen, die Orgel klingt dennoch grossartig, im Tutti mächtig aber nicht erschlagend, und die Einzelregister (Flöten, Streicher, Cornette, Solozungen und Hochdruckzungen) sind ein Traum!
![[image]](images/uploaded/201111081044394eb9081714e61.jpg)
Der Spieltisch ist mit seinen vielen Koppeln und Funktionen etwas eingewöhnungsbedürftig, aber in Haarlem in der Groote Kerk braucht man auch etwas Zeit, um zu wissen, wo nun der Preestant 32 oder die Speelfluit ist...
![[image]](images/uploaded/201111081045044eb90830d51ea.jpg)
Besonders beeidruckt haben mich die vielen unterschiedlichen Soloflöten, davon die "Tibia pomposa" ein wahrhaftes "Nebelhorn" darstellt..., sowie die bereits erwähnte Reihe "Fagott 16 8 und 4" - so was hab ich noch nicht gehört!!! (und ich habe schon einige Tubae mirabilia spielen können:
Diese Hochdruck-Reihe klingt eher dunkel-sonor und fügt sich nahtlos ins Tutti ein (kann aber auch solistisch genutzt werden), als die typische Tuba mriabilis englischer Herkunft, die ja eher eine gewaltige Primadonna darstellt.
Die (seit 1935 so benannte) Tuba mirabilis benannte Hauptwerkszunge ist übrigens eher eine aufgemotzte HW-Trompete und eher französich statt britisch.
![[image]](images/uploaded/201111081045294eb9084904c15.jpg)
.... to be continued
--
Thomas Haubrich
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
fluteceleste
, München, Dienstag, 08. November 2011, 18:24 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
also das ist ja schon ordentlich Multiplexprinzip. Vielleicht schafft es Gaida ja, das wieder salonfähiger zu machen, nach dem das hierzulande so sehr verpönt ist. Die Drücker am Spieltisch erinnern mich irgendwie an die Knöpfe à la Willi Peter..
![[image]](images/uploaded/201111081822224eb9735e2b585.jpg)
naja vielleicht nicht ganz so bunt..
Stefan
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
zehnzweidrittel
, Dienstag, 08. November 2011, 19:50 (vor 5419 Tagen) @ fluteceleste
Auxilliar-Solo-Register (spielbar einzeln separat auf jedem Manual)
Es freut mich, dass gute Konzepte auch Nachahmer und vor allem Weiterentwickler finden! Und dass es doch noch Pfarrgemeinden gibt, die da auch mitmachen!
also das ist ja schon ordentlich Multiplexprinzip. Vielleicht schafft es Gaida ja, das wieder salonfähiger zu machen, nach dem das hierzulande so sehr verpönt ist. Die Drücker am Spieltisch erinnern mich irgendwie an die Knöpfe à la Willi Peter..
naja vielleicht nicht ganz so bunt..
Stefan
Multiplexkonzepte sind (ob offen oder eher versteckt) inzwischen lange nicht mehr so verpönt wie früher. Da braucht es keinen Thomas Gaida, um die Salonfähigkeit zu verbessern, da sind u.a. auch schon andere Thomaner länger am Werk. Im kleinen Rahmen finden sich Verlängerungen und Auszüge doch bereits in vielen neuen Orgeln "seriöser" Orgelbauer (meist im Pedal).
Gerade bei Umbauten wird sich das m.E. immer mehr durchsetzen, da die Klangfarbenvielfalt dadurch kostengünstiger verbessert werden kann. Aus der Erfahrung mit dem von mir vielfach erwähnten Instrument kann ich diesen Weg nur nachhaltig empfehlen, wenn man sich vor Technik nicht fürchtet. Das ist zwingende Voraussetzung. Allerdings muss man sich auch gewisser Einschränkungen bewusst sein, denn eine 16'/8'/4'-Zungenreihe klingt dann doch schon etwas eingeschränkter gegenüber real ausgebauten Reihen.
Spieltische in der hier verwendeten Bauweise gefallen mir überhaupt nicht - das hätte man mit normalen Wippen sicher übersichtlicher verwirklichen können. Aber da spielt sicher auch immer die Frage des persönlichen Geschmacks mit - in den USA gäbe es wohl nichts anderes, als Manubrien.
Viele Grüße
zehnzweidrittel
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 20:17 (vor 5419 Tagen) @ zehnzweidrittel
bearbeitet von untersatz32, Dienstag, 08. November 2011, 20:49
Zitat
"....Es freut mich, dass gute Konzepte auch Nachahmer und vor allem Weiterentwickler finden! Und dass es doch noch Pfarrgemeinden gibt, die da auch mitmachen! Multiplexkonzepte sind (ob offen oder eher versteckt) inzwischen lange nicht mehr so verpönt wie früher. Da braucht es keinen Thomas Gaida, um die Salonfähigkeit zu verbessern, da sind u.a. auch schon andere Thomaner länger am Werk..."
Wustweiler (Gaida) wurde z.B. 2001/2002 erbaut - dort hat er erstmalig zwei Auxilliarwerke angewandt - diese wurde, glaube ich nun VOR deinem Instrument in Neuhausen (2007) erbaut. Das Nächste war in Merchweiler 2005.
;-) :-)
Nichtsdestotrotz, egal welche "Thomaner" nun verstärkt Auxilliare bauen, ich finde sie - bei gewissen Konzepten sehr sinnvoll.
Viele Grüsse
Thomas
--
Thomas Haubrich
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
conviciator, Dienstag, 08. November 2011, 20:29 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
Anscheinend hat Thomas Jann vergessen, dass er ca. 2003 in Wustweiler war, mithin das Konzept von Gaida kannte. Bevor man die Konzepte mit ausgebauten Reihen als Multiplex bezeichnet, sollte man sich vielleicht mal etwas eingehender mit der Begrifflichkeit befassen.
Gruß,
conviciator
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
zehnzweidrittel
, Dienstag, 08. November 2011, 21:19 (vor 5419 Tagen) @ conviciator
Anscheinend hat Thomas Jann vergessen, dass er ca. 2003 in Wustweiler war, mithin das Konzept von Gaida kannte. Bevor man die Konzepte mit ausgebauten Reihen als Multiplex bezeichnet, sollte man sich vielleicht mal etwas eingehender mit der Begrifflichkeit befassen.
Gruß,
conviciator
1. Wustweiler verfügt über zwei Auxiliarwerke, die jeweils an die vorhandenen Manuale und das Pedal fest gekoppelt werden können.
Das gab es schon lange vor 2003, sowohl im Inland als auch im Ausland (sogar OSV Eberhard Kraus hat diese Art Auxiliare in den Achtzigern disponiert).
Warum also dieser verärgert klingende bzw. lästernde Tonfall, der noch dazu unerträglich persönlich wird? Bin ich da jemandem ohne Vorsatz auf die Füße gestiegen?
2. Aus meiner Sicht neu (und bisher von niemandem widerlegt - ich wäre ja froh für die Info -) war in NEW die Tatsache, dass jedes Register des Auxiliaires separat auf jedem Manual und im Pedal spielbar ist (so wie auch inzwischen in Neviges und jetzt in Esch-sur-Alzette-Grenze).
Vielleicht kann hier ja ein conviciator oder ein untersatz32 endlich zu lange ersehnten Weiterbildung eines zehnzweidrittel beitragen.
3. Ein 16', der zum 8' und 4' verlängert wird, ist für mich eine Form des Multiplex. Insofern bedarf es für mich keiner eingehenden Befassung mit der Begrifflichkeit - man möge mich korrigieren.
Freundliche Grüße
zehnzweidrittel
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 21:38 (vor 5419 Tagen) @ zehnzweidrittel
Gemeinsamer Konsens ist ja wohl, dass dieses Konzept bei einer bestimmten Art von Orgel wohl "zieht", positiven Klanggewinn (nicht nur Lautstärke!) bringt, und durchaus bei näherer Betrachtung nicht so "verpönenswert" ist, wie es gerne von Manchen dargestellt wird... Muss ja auch nicht in jeder Orgel in jeder Kirche angewandt werden.
Wer lieber eine rein mechanische Metzlerin, Auberteuse, oder Ahrendine hat: gut und gerne, ist auch toll, kann wunderbar sein!
Betreffs Auxilliare: Es hat sicher WEDER GAIDA NOCH JANN diese alleinig erfunden (habe ich auch nicht postuliert); da gabs auch schon andere Vorgänger; ich wehre mich nur etwas gegen deine VORIGE mail, aus der man leicht herauslesen könnte, Ebenletzterer hätte dies entwickelt, und zwar VOR GAIDA.
Z.B. hat Klais bereits in den 20er und 30er Jahren solche manualinternen Auxilliarwerke mit Erfolg gebaut, die dann kreuz und quer und überhaupt... Auch schon eine feine Sache.
Betreffs Multiplex: der Begriff ist wohl etwas weit gefasst und natürlich teilweise zu Recht auch negativ behaftet: wenn dann aus einer 16'-Reihe auch noch 2 2/3, 1 3/5 und 1/2-Füsse rausgequetscht werden, diese dann auch noch kreuz und quer gespielt werden, hört's sicherlich irgendwo auf.
Friedrich hatte bereits auf die 16 8 4 - Thematik bei einer Zungenreihe hingewiesen: wenn - wie z.B. in Esch, mehrere Zungenreihen 16 8 4 vorliegen, kann man ja wieder variieren bei der Registrierung: 16 und 4 aus der Einen, der 8 aus der anderen Reihe.
Viele undoktrinäre Grüsse
Thomas
--
Thomas Haubrich
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
zehnzweidrittel
, Dienstag, 08. November 2011, 21:55 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
Gemeinsamer Konsens ist ja wohl, dass dieses Konzept bei einer bestimmten Art von Orgel wohl "zieht", positiven Klanggewinn (nicht nur Lautstärke!) bringt, und durchaus bei näherer Betrachtung nicht so "verpönenswert" ist, wie es gerne von Manchen dargestellt wird... Muss ja auch nicht in jeder Orgel in jeder Kirche angewandt werden.
D'Aaccord - gerade eben nicht Lautstärke!
Betreffs Auxilliare: Es hat sicher WEDER GAIDA NOCH JANN diese alleinig erfunden (habe ich auch nicht postuliert); da gabs auch schon andere Vorgänger; ich wehre mich nur etwas gegen deine VORIGE mail, aus der man leicht herauslesen könnte, Ebenletzterer hätte dies entwickelt, und zwar VOR GAIDA.
War vielleicht missverständlich - mir geht es nicht um das Auxilliare (das ist ein alter Hut) - mir geht es nur um die separate Registrierbarkeit aller Register eines Auxilliare.
Z.B. hat Klais bereits in den 20er und 30er Jahren solche manualinternen Auxilliarwerke mit Erfolg gebaut, die dann kreuz und quer und überhaupt... Auch schon eine feine Sache.
Hast Du darüber nähere Infos? Es interessiert mich schon sehr, wie Klais das damals angelegt hat.
Betreffs Multiplex: der Begriff ist wohl etwas weit gefasst und natürlich teilweise zu Recht auch negativ behaftet: wenn dann aus einer 16'-Reihe auch noch 2 2/3, 1 3/5 und 1/2-Füsse rausgequetscht werden, diese dann auch noch kreuz und quer gespielt werden, hört's sicherlich irgendwo auf.
Und das Prinzip ist doch so alt: Ich erinnere mich da an eine Orgel im Stift Wilten von Daniel Herz aus dem Jahre 1675.
Friedrich hatte bereits auf die 16 8 4 - Thematik bei einer Zungenreihe hingewiesen: wenn - wie z.B. in Esch, mehrere Zungenreihen 16 8 4 vorliegen, kann man ja wieder variieren bei der Registrierung: 16 und 4 aus der Einen, der 8 aus der anderen Reihe.Viele undoktrinäre Grüsse
Thomas
Gruß
zehnweidrittel
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 22:29 (vor 5419 Tagen) @ zehnzweidrittel
Hallo!
Betreffs Daniel Herz:
Eben! Die BEIDEN Orgeln in Wilten und in Brixen lagen mir auch in meiner VORANGEHENDEN mail "auf der Zunge": DAS ist innovativer Orgelbau! Und das bereits im 16. Jahrhundert! - aber irgendwie waren ja viele zu allen Zeiten innovativ...
Betreffs Klais: Sie disponierten in den 20er/30ern gerne Bombardewerke oder auch Positivwerke, die keiner der zwei oder drei Manuale FEST zugeordnet waren, sondern erst über Koppeln aktiviert bzw. zugeordnet wurden - konkrete Beispiele muss ich morgen mal raussuchen, eines ist sicher auch Trier St. Martin (erhalten) III Klaviaturen, aber IV Manualwerke.
Womit wir wieder in der Vergangenheit wären: in NORDEN (Schnitger) hat's DAS genau ja auch.
Beste Grüsse
TH
--
Thomas Haubrich
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
tombecher
, Saarbrücken, Dienstag, 08. November 2011, 22:46 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
Saarbrücken - Christkönig - ist auch so ein Beispiel: 5 Manualwerke auf 4 Manualen. (Gebaut von Klais in 1933 / 1960 - nähere Infos auf dieser Seite)
Gruß aus Saarbrücken,
Thomas
Teil 3: Esch-Grenze: Kulinarische und Klangliche Eindrücke
AndreasM
, Völklingen, Dienstag, 08. November 2011, 23:06 (vor 5419 Tagen) @ tombecher
Saarbrücken - Christkönig - ist auch so ein Beispiel: 5 Manualwerke auf 4 Manualen. (Gebaut von Klais in 1933 / 1960 - nähere Infos auf dieser Seite)
nicht direkt ein Auxiliar, sondern die Register des Schwellwerks (IV. Manual) wurden auf zwei Laden aufgeteilt, wobei die zweite Lade (als V. Manual bezeichnet) seperat gekoppelt werden kann bzw. muss. Also um z.B. SW an HW zu koppeln muss man IV/II und V/II gleichzeitig ziehen. Aber letzendlich ist es ein Werk auf zwei Laden.
Grüße Andreas
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
jrbecker
, Dienstag, 08. November 2011, 23:48 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von jrbecker, Mittwoch, 09. November 2011, 10:27
Hier - sozusagen als kleine Abwechslung zwischendurch - einmal eine Dispo mit - ich möchte fast sagen - "wilder" Auxiliaire-Anordnung... Wer erkennt die Handschrift?
(Mit "TM" bezeichne ich jeweils das entlehnte Register (Oberbegriff Transmission), die Nummer gibt die dazugehörige Grundreihe an.)
Hauptwerk
1. Principal 8'
2. Rohrflöte 8'
3. Blockflöte 4'
4. Gedacktpommer 2'
5. Mixtur IV
Positiv
6. Lieblich Gedackt 8'
7. Quintade 8'
8. Principal 4'
9. Querflöte 2'
10. Zwerg-Cymbel
Auxiliaire A
11. Dulcian 16'
12. Krummhorn 8'
13. Geigend Regal 4'
Auxiliaire B
14. Mollterz 3 7/19' [TM 15.]
15. Terz 3 1/5'
16. None 1 7/9' . . . . . . .<-- Fehler korrigiert: selbständige Reihe, keine TM!
17. Mollterz 1 13/19' [TM 15.]
18. Terz 1 3/5' [TM 15.]
19. None 8/9' [TM 16.]
20. Mollterz 16/19' [TM 15.]
21. Terz 4/5' [TM 16.]
Auxiliaire C
22. Quinte 2 2/3'
23. Septime 2 2/7'
24. Quinte 1 1/3' [TM 22.]
25. Septime 1 1/7' [TM 23.]
26. Oktave 1'
27. Quinte 4/3' [TM 22.]
28. Septime 4/7' [TM 23.]
29. Oktave 1/2' [TM 26.]
Pedalwerk
30. Untersatz 16'
31. Lieblich Gedackt 16' [TM 6.]
32. Oktave 8'
33. Untersatz 8' [TM 30.]
34. Oktave 4' [TM 32.]
35. Sordun 32'
36. Trompete 8'
37. Trompete 4' [TM 36.]
LG
Jörg
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
Aeolinchen, Mittwoch, 09. November 2011, 05:41 (vor 5419 Tagen) @ jrbecker
Mollterzen und Nonen als Transmissionen aus einer Durterz?
Wie soll denn sowas funktionieren?
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
jrbecker
, Mittwoch, 09. November 2011, 05:56 (vor 5419 Tagen) @ Aeolinchen
Ich zitiere:
"Auf dieses Auxiliaire stellen wir je eine Pfeifenreihe in Quintlage, eine in Terzlage, eine Septime, eine None, ... und eine Mollterz XIX. Dabei besteht noch die Möglichkeit, die XIX einzusparen, denn - wir setzen elektrische Traktur voraus - die Schaltung kann in der Weise angelegt werden, dass die Pfeifenreihe "Dur-Terz" zugleich, auf einem zweiten Registerzug, die Mollterz erklingen lässt."
Es wird also sozusagen die Ansteuerung der Töne um einen Halbton versetzt: Beim Register (Dur-)Terz erklingt bei Tastendruck von c ein e, beim Register Mollterz aus derselben Reihe ein es.
Noch Fragen?
LG
Jörg
P.S.: Wie hält man so etwas sauber gestimmt...?!?
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
Aeolinchen, Mittwoch, 09. November 2011, 06:33 (vor 5419 Tagen) @ jrbecker
Ich zitiere:
"Auf dieses Auxiliaire stellen wir je eine Pfeifenreihe in Quintlage, eine in Terzlage, eine Septime, eine None, ... und eine Mollterz XIX. Dabei besteht noch die Möglichkeit, die XIX einzusparen, denn - wir setzen elektrische Traktur voraus - die Schaltung kann in der Weise angelegt werden, dass die Pfeifenreihe "Dur-Terz" zugleich, auf einem zweiten Registerzug, die Mollterz erklingen lässt."Es wird also sozusagen die Ansteuerung der Töne um einen Halbton versetzt: Beim Register (Dur-)Terz erklingt bei Tastendruck von c ein e, beim Register Mollterz aus derselben Reihe ein es.
Noch Fragen?
Also die None wird schon mal nicht aus der Terz transmittiert, da ist dann wohl in obiger Aufstellung ein Fehler.
Aus einer 3 1/5'-Terz lässt sich aber auch keine saubere 16/19'-Terz transmittieren: das Großterz-dis über h ist doch tiefer als das Mollterz-es über c. Oder irre ich mich da?
Aber vielleicht ist es bei so schrägen Aliquoten schon wieder egal, ob sie sauber gestimmt sind.
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
jrbecker
, Mittwoch, 09. November 2011, 10:37 (vor 5418 Tagen) @ Aeolinchen
Also die None wird schon mal nicht aus der Terz transmittiert, da ist dann wohl in obiger Aufstellung ein Fehler.
O ja, richtig, habe ich gerade richtig gestellt... Sorry!
Aus einer 3 1/5'-Terz lässt sich aber auch keine saubere 16/19'-Terz transmittieren: das Großterz-dis über h ist doch tiefer als das Mollterz-es über c. Oder irre ich mich da?
Temperiert ja, aber Sinn bei einer gleichstufigen Stimmung ist doch eigentlich, das anzugleichen, oder habe ich da etwas nicht verstanden? (Ansonsten müssten wir ja selbst beim modernen Klavier immer noch mit zwei Tasten für dis/es arbeiten, oder?)
Die Fuß-Angaben für die Mollterzen habe ich übrigens ergänzt, die stehen in der Quelle nicht drin, dort sind nur die Fuß-Angaben für die Dur-Terzen genannt, und dann heißt es weiter: "daraus die Moll-Terzen".
Aber vielleicht ist es bei so schrägen Aliquoten schon wieder egal, ob sie sauber gestimmt sind.
Für diese Aussage wird es Pro und Contra geben... Wenn ich aber höre, wie ein 1' oder auch ein 1 1/3' im Bereich von c3 - g3 klingen, tendiere ich dazu, dir zustimmen zu wollen...
LG
Jörg
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
otto krämer, Mittwoch, 09. November 2011, 11:33 (vor 5418 Tagen) @ jrbecker
Hallo zusammen,
Aliquoten haben nur dann überhaupt Sinn, wenn sie absolut schwebungsfrei auf den entsprechenden Grundton gestimmt sind, nur dann gibt es die Verschmelzung. Alles andere, auch Quintkoppeln im Pedal z.B., ist reine Krachmacherei.
Aliquoten und Temperierung haben eigentlich nichts mit einander zu tun - ob Terzen Septiemen oder Mollterzen, die werden der Temperatur dann angeglichen.
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
jrbecker
, Mittwoch, 09. November 2011, 15:28 (vor 5418 Tagen) @ otto krämer
Demnach wären "multiplexe Systeme", die Grundton und einen beliebigen Oberton aus ein und derselben Reihe beziehen von vornherein zum Scheitern verurteilt?
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
otto krämer, Mittwoch, 09. November 2011, 17:45 (vor 5418 Tagen) @ jrbecker
Lieber Jörg,
so ist es - genau.
Multiplex hat nur dann Sinn, wenn die Obertonreihen selbstständig sind...dann kostet es aber auch ganz schnell genauso viel wie eine normale Orgel.
Auch müssten die Obertonreihen sehr differenziert (changierend)mensuriert und auch intoniert werden, damit Auszüge beispielsweise aus einer ganzen Qintreihe 10 2/3 bis 2/3 in den entsprechenden Bereichen:
- als Große Quinte
- als Nazard
- als Larigot
funktionieren können.
Die Kinoorgeln von Welte sind perfekt...aber soll man das heute Nachbauen...ich möchte nicht wissen, was das Aquincum-Projekt wirklich kostet...Woehl hat das alles begriffen und richtig gemacht.
LG
Otto
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
otto krämer, Mittwoch, 09. November 2011, 17:51 (vor 5418 Tagen) @ otto krämer
sorry...es heißt natürlich acusticum-projekt...scusi...!
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
fluteceleste
, München, Mittwoch, 09. November 2011, 06:17 (vor 5419 Tagen) @ jrbecker
Hier - sozusagen als kleine Abwechslung zwischendurch - einmal eine Dispo mit - ich möchte fast sagen - "wilder" Auxiliaire-Anordnung... Wer erkennt die Handschrift?
(Mit "TM" bezeichne ich jeweils das entlehnte Register (Oberbegriff Transmission), die Nummer gibt die dazugehörige Grundreihe an.)Hauptwerk
1. Principal 8'
2. Rohrflöte 8'
3. Blockflöte 4'
4. Gedacktpommer 2'
5. Mixtur IVPositiv
6. Lieblich Gedackt 8'
7. Quintade 8'
8. Principal 4'
9. Querflöte 2'
10. Zwerg-CymbelAuxiliaire A
11. Dulcian 16'
12. Krummhorn 8'
13. Geigend Regal 4'Auxiliaire B
14. Mollterz 3 7/19' [TM 15.]
15. Terz 3 1/5'
16. None 1 7/9' [TM 15.]
17. Mollterz 1 13/19' [TM 15.]
18. Terz 1 3/5' [TM 15.]
19. None 8/9' [TM 16.]
20. Mollterz 16/19' [TM 15.]
21. Terz 4/5' [TM 16.]Auxiliaire C
22. Quinte 2 2/3'
23. Septime 2 2/7'
24. Quinte 1 1/3' [TM 22.]
25. Septime 1 1/7' [TM 23.]
26. Oktave 1'
27. Quinte 4/3' [TM 22.]
28. Septime 4/7' [TM 23.]
29. Oktave 1/2' [TM 26.]Pedalwerk
30. Untersatz 16'
31. Lieblich Gedackt 16' [TM 6.]
32. Oktave 8'
33. Untersatz 8' [TM 30.]
34. Oktave 4' [TM 32.]
35. Sordun 32'
36. Trompete 8'
37. Trompete 4' [TM 36.]LG
Jörg
Vielleicht Mainz-Kostheim (Josef Göbel 1948, umgebaut 1974)? siehe hier. Es wird vermutet, daß Paul Smets Berater gewesen sein könnte.
Es wird allerdings nur die originale Disposition von 1948 genannt,aber die ist nicht minder wild..
Hauptwerk: Quintade 16', Principal 8', Grobgedackt 8', Gemshorn 8', Oktave 4', Offenflöte 4', Oktave 2', Mixtur 4 fach (1 1/3'), Trompete 8', Schalmei 4'.
Rück-Positiv: Rohrflöte 8', Quintade 8', Principal 4', Gemshorn 4', Blockflöte 2', Scharff 3 fach - met Mollterz, Krummhorn 8'.
Brustwerk: Singend Gedackt 8', Holzflöte 8', Gedacktpommer 4', Rohrflöte 4', Principal 2', Querflöte 2', Zwerg-Cymbel 3 fach (1/12'+1/16'+1/20'), Dulcian 16'.
Auxiliaire A: Holzregal 8', Quinte 8/3', Quinte 4/3', Quinte 2/3', Quinte 1/3', Terz 8/5', Terz 4/5', Terz 2/5', Terz 1/5', Oktave 1', Oktave 1/2', Oktave 1/4'.
Auxiliaire B: Geigendregal 4', Septime 8/7', Septime 4/7', Septime 2/7', Septime 1/7', None 8/9', None 4/9', None 2/9', None 1/9'.
Pedal: Principal 16', Untersatz 16', Quintade 16' - transmissie, Dulcian 16' - labiaal, transmissie (?), Quinte 10 2/3' - unit, Oktave 8' - unit, Gedackt 8' - unit, Oktave 4' - unit, Gedacktflöte 4' - unit, Rauschpfeife 4 fach, Posaune 16', Trompete 8' - unit, Schalmei 4' - unit.
transmittierte Grüsse
Stefan
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
jrbecker
, Mittwoch, 09. November 2011, 10:51 (vor 5418 Tagen) @ fluteceleste
Vielleicht Mainz-Kostheim (Josef Göbel 1948, umgebaut 1974)? siehe hier. Es wird vermutet, daß Paul Smets Berater gewesen sein könnte.
Es wird allerdings nur die originale Disposition von 1948 genannt,aber die ist nicht minder wild.....
transmittierte Grüsse
Stefan
Hallo Stefan,
gut erkannt, allerdings ist meine Disposition keine real existierende Orgel sondern ein Dispositionsentwurf von Smets aus seinem Buch. Es gibt darin noch mehr, ganz andere Überlegungen, die Smets mit Hilfe von Auxiliaires umsetzen wollte.
Ich muss sagen, dass ich schon zu der Generation gehöre, die diese Ideen tatsächlich nur aus dem Buch kennt, aber es wird meine ich sehr deutlich, dass Smets in dem Orgelbauer Göbel einen aufgeschlossenen und interessierten Partner hatte, der mit ihm das ein oder andere in dieser Richtung ausprobiert hat.
Vielleicht eine interessante Frage für einen eigenen Thread: Wer war eigentlich dieser Orgelbauer Göbel, was hat sich von ihm erhalten, ist da noch mehr "Smets" in seinen Orgeln und wie werden diese heute gesehen...
Und auch hier habe ich den Eindruck, dass Semts und Göbel mit ihren Überlegungen deutlich weiter kommen würden, hätten sie die heutigen technischen Möglichkeiten zur Verfügung. Mich jedenfalls hätte die Umsetzung seiner Gedankenspiele sehr interessiert.
LG
Jörg
Auxiliaire ganz wild - war: Teil 3: Esch-Grenze
Thofi, Mittwoch, 09. November 2011, 12:29 (vor 5418 Tagen) @ fluteceleste
Hallo!
Nach dem Betrachten der Disposition von Pitea:
http://acusticumorgan.com/specification
dort Harmonics Division (etwas weiter unten)hatte ich Gerald Woehl vor einiger Zeit mal gefragt, ob er seinen Smets wieder mal gelesen hat ;-). Vielleicht stammt die Idee aber auch von Hans-Ola Ericsson. Die Idee von Smets, die Aliquoten auch noch in verschiedene Schwellkästen zu stellen um die Farbigkeit steuern zu können, wurde in Pitea aber anscheinend doch nicht verwirklicht. Das Stimmen ist laut Gerald Woehl hier definitiv nur mit Gerät möglich.
LG
Thomas
Teil 3: Esch-Grenze: KLANGPROBEN
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 18:43 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
... wie ich Fabian versprach, hier ein paar kurze Klangproben *
* diese wurden zackzack mit meinem ZoomH4-Digitalrecorder aufgenommen, und stellen keine elaborierten, perfekten Improvisationen dar, sondern wollen und sollen wirklich nur klangliche Momentaufnahmen/Eindrücke wiedergeben...
Wen's interessiert: selber hinfahren & spielen...
Grüsse
Thomas
--
Thomas Haubrich
Teil 3: Esch-Grenze: KLANGPROBEN
fluteceleste
, München, Mittwoch, 09. November 2011, 06:21 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
super, vielen Dank! ich wünschte, wir könnten solche tollen Klangproben öfters haben, denn die sagen doch sehr viel aus!
Teil 3: Esch-Grenze: KLANGPROBEN
elsenp, Mittwoch, 09. November 2011, 07:36 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
... wie ich Fabian versprach, hier ein paar kurze Klangproben *
* diese wurden zackzack mit meinem ZoomH4-Digitalrecorder aufgenommen, und stellen keine elaborierten, perfekten Improvisationen dar, sondern wollen und sollen wirklich nur klangliche Momentaufnahmen/Eindrücke wiedergeben...Wen's interessiert: selber hinfahren & spielen...
Grüsse
Thomas
Einfach klasse! Vielen Dank dafür!
Wir haben hier vor Ort schon öfter in Organistenkreisen darüber gesprochen, unsere 60er-Jahre Orgeln durch Thomas Gaida "aufarbeiten" zu lassen (wenn denn das liebe Geld nicht wäre...). Das ist ja wirklich fantastisch, was da an Klang herausgeholt werden kann! Muss unbedingt ins Saarland und nach Luxemburg (Diesel tanken macht da auch noch Spaß)...
Herzliche Grüße
Peter
Teil 3: Esch-Grenze: KLANGPROBEN
Tastenhalter
, Mittwoch, 09. November 2011, 07:47 (vor 5419 Tagen) @ elsenp
Einfach klasse! Vielen Dank dafür!
Wir haben hier vor Ort schon öfter in Organistenkreisen darüber gesprochen, unsere 60er-Jahre Orgeln durch Thomas Gaida "aufarbeiten" zu lassen (wenn denn das liebe Geld nicht wäre...). Das ist ja wirklich fantastisch, was da an Klang herausgeholt werden kann! Muss unbedingt ins Saarland und nach Luxemburg (Diesel tanken macht da auch noch Spaß)...
Vielleicht Sonntag, 13. November, nach Wustweiler fahren, um 17 Uhr ist Paolo Oreni dort im Konzert zu hören. (Bach, Vivaldi, Liszt, Improvisation). Lohnt sich sicher auch ohne Diesel zu tanken.
Gruß Tastenhalter
Teil 3: Esch-Grenze: KLANGPROBEN
untersatz32
, Amriswil, Mittwoch, 09. November 2011, 08:01 (vor 5419 Tagen) @ Tastenhalter
Oreni in Wustweiler - das wird sicher super! Schade, dass ich nicht kann!
--
Thomas Haubrich
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
SlowOrg
, Maribor, Dienstag, 08. November 2011, 14:07 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
![[image]](images/uploaded/201111081347144eb932e2f01df.jpg)
So sieht man die Orgel doch viel besser, nicht wahr? ;-)
M
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Esch
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Dienstag, 08. November 2011, 15:05 (vor 5419 Tagen) @ SlowOrg
So sieht man die Orgel doch viel besser, nicht wahr? ;-)
M
Wie gemacht? IrfanView oder ähnliches?
...fragt ganz laienhaft
perotin
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Esch
elsenp, Dienstag, 08. November 2011, 15:18 (vor 5419 Tagen) @ perotin
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Esch
SlowOrg
, Maribor, Dienstag, 08. November 2011, 15:42 (vor 5419 Tagen) @ elsenp
Einfach wärs gewesen, hierhin zu verlinken...
Das stimmt natürlich. Aber ich spiele halt gerne mit Fotobearbeitung :) Ein dunkles Foto heller zu machen ist auch nicht so scwierig, einfach ein bisschen mit Belichtungskorrektur oder Helligkeit/Kontrast arbeiten und schon kann man auf dem Bild mehr erkennen. Wie man allerdings sieht, entstehen auf diese Weise bei kleinen jpg-Fotos ein Paar unschöne Artefakte... Man braucht auch kein Photoshop - es geht schon mit dem einfachen MS Office Picture Manager (Win) oder mit Preview (Mac).
M
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Esch
elsenp, Dienstag, 08. November 2011, 15:50 (vor 5419 Tagen) @ SlowOrg
Das stimmt natürlich. Aber ich spiele halt gerne mit Fotobearbeitung :) Ein dunkles Foto heller zu machen ist auch nicht so scwierig, einfach ein bisschen mit Belichtungskorrektur oder Helligkeit/Kontrast arbeiten und schon kann man auf dem Bild mehr erkennen. Wie man allerdings sieht, entstehen auf diese Weise bei kleinen jpg-Fotos ein Paar unschöne Artefakte... Man braucht auch kein Photoshop - es geht schon mit dem einfachen MS Office Picture Manager (Win) oder mit Preview (Mac).
M
Selbst das eingenhändige Bearbeiten (Eigenhändig und arbeiten, das mag ich nur im Ausnahmefall...) ist noch nicht mal nötig: Mit dem kostenlose Bildbearbeitungsprogramm Paint.NET einfach auf "Korrektur" --> "Automatisch" klicken und das kommt aus dem dunklen Foto dann noch raus:
![[image]](images/uploaded/201111081547594eb94f2f5ac47.jpg)
Herzlicher Gruß
Peter
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
elsenp, Dienstag, 08. November 2011, 15:04 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 15:53 (vor 5419 Tagen) @ elsenp
Sehr gut, Danke! Dort kann man auch die alte Dispo lesen. Scheinbar wurde der Spieltisch in 2001 ungünstig verändert. Eigentlich war er ja wohl schön, aber eine richtige Restaurierung des alten Spieltisches wäre wohl teurer gekommen als ein ganz Neuer.
--
Thomas Haubrich
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
Fabian Brackhane
, Worms, Dienstag, 08. November 2011, 10:48 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
Die Dispo liest sich hochgradig spannend. Endlich mal wieder einiges aus dem "Aliquotenzoo" und auch ansonsten bei weiten nicht mainstreamig. Wenn es irgendwann von der Orgel Tonaufnahmen geben sollte, bitte ich herzlich um Nachricht!
Fabian
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
untersatz32
, Amriswil, Dienstag, 08. November 2011, 10:56 (vor 5419 Tagen) @ Fabian Brackhane
Hallo,
ich kann dir auf Wunsch mal heute nachmittag ein paar mp3-demos auf meine Homepage stellen.
Eine CD ist in Planung, dauert aber noch etwas: die Aliquoten - vorweg die 3 1/5 Terz und der Auszug derselben im Pedal als 6 2/5 Terz sind der reine Wahnsinn...
- NEIN: "Mainstream" ist das wahrhaftig nicht - das wird Gaida übrigens oft "vorgeworfen", ist aber für mich GENAU der Grund, warum ich mich näher für seine Herangehensweise interessiere und diese auch schätze...!
Gruss Thomas
--
Thomas Haubrich
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
Fabian Brackhane
, Worms, Dienstag, 08. November 2011, 11:32 (vor 5419 Tagen) @ untersatz32
ich kann dir auf Wunsch mal heute nachmittag ein paar mp3-demos auf meine Homepage stellen.
Ja bitte, unbedingt! Herzlichen Dank schon jetzt.
- NEIN: "Mainstream" ist das wahrhaftig nicht - das wird Gaida übrigens oft "vorgeworfen",
Tsss, Mainstream ist langweilig, es sei denn, er ist wirklich gut. Wie kann man einem Künstler (mag jetzt etwas dick aufgetragen klingen, aber was sonst ist ein wirklich guter Musikinstrumentenbauer?) vorwerfen, nonkonformistisch zu sein?
ist aber für mich GENAU der Grund, warum ich mich näher für seine Herangehensweise interessiere und diese auch schätze...!
Ja, das macht ihn für mich auch interessant. Ich kenne bislang leider rein garnichts von ihm, obwohl ich zehn Jahre im Saarland war...
Fabian
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
Tastenhalter
, Dienstag, 08. November 2011, 15:51 (vor 5419 Tagen) @ Fabian Brackhane
Ja, das macht ihn für mich auch interessant. Ich kenne bislang leider rein garnichts von ihm, obwohl ich zehn Jahre im Saarland war...
Fabian
Orgelbau Gaida gibt es erst seit etwa 2003, da waren Sie vermutlich schon nicht mehr im Lande.
Stellen Sie sich vor, Gaida hätte die Orgel in St. Marien, Dudweiler, überarbeiten können, Sie wären vermutlich nicht weg gegangen.
(Ich denka an Ihren Mängelbericht von ca. 2002 über diese Orgel. Leider ist der Zustand im Wesentlichen der gleiche geblieben)
Bedauernd grüßt
Tastenhalter
Orgeltour Oktober2011 Mosel-Luxemburg - Teil 3: Esch-Grenze
Fabian Brackhane
, Worms, Dienstag, 08. November 2011, 19:23 (vor 5419 Tagen) @ Tastenhalter
Orgelbau Gaida gibt es erst seit etwa 2003, da waren Sie vermutlich schon nicht mehr im Lande.
Doch doch, ich habe erst 2010 schweren Herzens dem Saarland den Rücken gekehrt...
Stellen Sie sich vor, Gaida hätte die Orgel in St. Marien, Dudweiler, überarbeiten können, Sie wären vermutlich nicht weg gegangen.
Naja, von aktivem Weggehen kann man nicht wirklich sprechen, ich bin halt aus Dudweiler weggezogen, da lag St. Michael dann näher... ;-)
(Ich denka an Ihren Mängelbericht von ca. 2002 über diese Orgel. Leider ist der Zustand im Wesentlichen der gleiche geblieben)
Ups, wann und wo habe ich denn da mal einen Mängelbericht "veröffentlicht"? Ist enorm lange her...