NGL / P OP / JAZZ an der Orgel
Im Jazzz/Pop - Bereich hat sich ja die Orgel nicht wirklich durchsetzen können ;-)
Hääääää??????????
Hammondorgel, ich erspare mir, die bahnbrechenden Interpreten aufzuzählen.....
Wir machen uns akribisch Gedanken über Stilepochen des Orgelbaus und der Orgelmusik und meinen, dass diese oder jene Werke an dieser oder jener Orgel nicht seriös zu spielen seien. Zugleich schieben wir aber alle stilistischen und ästhetischen Bedenken (oft unter Berufung auf die - unumstrittene - besondere Stellung der Orgel in der Liturgie) beiseite, wenn es um das Begleiten von "NGL" geht. Ich finde das künstlerisch fahrlässig. Ich glaube, dass dieses unkritische Verhalten (leider oft auch unkritisch gegenüber der eigenen spielerischen Kompetenz) in dem geringen Respekt gegenüber dem Genre des "Neuen Geistlichen Liedes" begründet ist. Für diese Respektlosigkeit wiederum kann ich z.T. Verständnis aufbringen. Sie ist dem unbefangenen Einsatz vieler Lieder minderwertiger Qualität geschuldet.
Ja, das ist es doch. Es funktioniert DURCHAUS, neue Lieder so zu konzipieren, daß sie rhythmisch interessant(er) sind UND TROTZDEM auf der Orgel gut zu begleiten sind. Nur: Das erfordert Geschick und Vermögen, und es ist eben NICHT jeder Hobby-Barde mit ein paar Akkordkenntnissen auf der Gitarre ein gestandener Komponist. "Wenn das Brot, das wir teilen" ist so ein nettes Beispiel. Diese künstlich aufgetauten Synkopen bräuchte es gar nicht. Das Lied ist auch so "fetzig" genug (auch wenn das Original-Arrangement für Orgel und Blockflöten (yeah) ist, wie man mir sagte). Aber vom ganzen Duktus her wünschte man sich halt das Panik-Orchester mit Udo als Leadsänger für eine authentische Imnterpretation....
Zugleich wäre es aber ein übles Zeichen, wenn unser Liedgut, das sich über zwei Jahrtausende ständig weiterentwickelt hat, auf einmal keine neuen Impulse mehr bekäme. Ich weiß, dass es viele Organisten gibt, die grundsätzlich neues Liedgut ablehnen. Dies dürfte man nur dann tun, wenn die "pilgernde Christenheit" ihr Ziel erreicht hätte. Dies muss aber bezweifelt werden... .
Das ist völlig richtig. Als Kirchenmusiker muß man sich mit allen Strömungen auseinandersetzen. Nur muß man auch nicht alles lieben. Und wenn ich an das neue GL denke, wird mir richtig übel, nicht nur wegen mancher Lieder, sondern auch wegen der Orgelbegleitsätze. Das war ja schon in der Probepublikation dilettantisch hoch drei. Leider herrscht das Prinzip, daß die Autoren (also meistens die Hobby-Barden mit...s.o.) als erste nach Erstellung eines Orgelsatzes gefragt werden. Und egal, wie schlecht das ist, es wird genommen. Von diesen Leuten (s.o.) würde kein einziger je eine Aufnahme in Musik-Theorie an einer Hochschule bestehen. Und mit solchem Mist muß sich dann die Riege der Organisten jahrzehntelang beschäftigen. Verständlicherweise kommt dann Frust auf, und Ablehnung.
Gruß
Andreas
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- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel - Antilope, 04.11.2011, 12:49
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel - 3rd_astronaut, 04.11.2011, 15:20
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel - willscher, 04.11.2011, 16:23
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel - otto krämer, 04.11.2011, 16:25
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel - Antilope, 04.11.2011, 16:46
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel - Anna-Theresia, 04.11.2011, 22:51
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel .... >>> Carpenter fällt flac - doppelfloete_h, 05.11.2011, 17:45
- Organist, bleib bei deinen Pfeifen! :) - Anna-Theresia, 05.11.2011, 19:24
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel .... >>> Carpenter fällt flac - doppelfloete_h, 05.11.2011, 17:45
- NGL / P OP / JAZZ an der Orgel - Anna-Theresia, 04.11.2011, 22:51