Habe heute ein Foto aus einem Filmbericht über die neue CD der Heiligenkreuzer Mönche gefischt. Der Luxemburgische Pianist spielt aus etwas ungewöhnlichen Noten.
![[image]](images/uploaded/201111041441204eb3f9901b781.jpg)
Das wird zukünftig für die Verwertungsgesellschaften und die Verwalter der Urheberrechte wohl etwas schwierig werden.
Zukunft und Urheberrechte?
Bauernflöte 2'
, Freitag, 04. November 2011, 15:14 (vor 5422 Tagen) @ forenadmin
Der Luxemburgische Pianist spielt aus etwas ungewöhnlichen Noten.
Auch das neue Orgelbuch zum Gotteslob wird es als Version für den Tablet-PC geben! :-)
Zukunft und Urheberrechte?
Phys, Freitag, 04. November 2011, 15:18 (vor 5422 Tagen) @ forenadmin
Ich habe mich schon länger gefragt, wann wohl die erste Orgel ein Notenpult mit e-Paper bekommt. Angesichts von eingebauten Monitoren anstelle des Spiegels und zur Programmierung des Setzers ist das doch eigentlich nur folgerichtig, und bei entsprechend intelligentem Weiter- und Zurückblättern - dem Setzer folgend oder sogar vollständig automatisiert - eine sehr spannende Anwendung (natürlich wie jede Technik inklusive der Möglichkeit ihres Versagens). ;-)
Auch für ganze Orchester halte ich die entsprechenden Pulte für eine recht nahe Zukunft, aber bei der Orgel scheint es mir ungleich einfacher zu realisieren (vorhandene Stromversorgung; stationärer, ohnehin extrem komplexer Spieltisch) und mindestens so nützlich.
Zukunft und Urheberrechte?
Bauernflöte 2'
, Freitag, 04. November 2011, 15:23 (vor 5422 Tagen) @ Phys
Auch für ganze Orchester halte ich die entsprechenden Pulte für eine recht nahe Zukunft, aber bei der Orgel scheint es mir ungleich einfacher zu realisieren (vorhandene Stromversorgung; stationärer, ohnehin extrem komplexer Spieltisch) und mindestens so nützlich.
DIe Bamberger Symphoniker hatten bereits solche "Pulte" im Einsatz. Nach einer Probephase wollten alle Orchestermitglieder wieder zurück zu Noten in Papierform! :-)
Zukunft und Urheberrechte?
Friedrich
, Freitag, 04. November 2011, 20:48 (vor 5422 Tagen) @ Bauernflöte 2'
DIe Bamberger Symphoniker hatten bereits solche "Pulte" im Einsatz. Nach einer Probephase wollten alle Orchestermitglieder wieder zurück zu Noten in Papierform! :-)
Als Orchestermusiker würde ich in diesem Fall auch eine hochentwickelte und ausgereifte Software verlangen, die meinen Anforderungen entspricht. Touchscreen muss sowieso sein; ich muss Eintragungen machen können, die in Echtzeit aufs digitale Notenblatt übertragen werden (Handschrift-Erkennung), und diese auch problemlos wieder entfernen können, und all das, ohne zwischendurch Speicherbefehle geben zu müssen; ich muss in Echtzeit blättern können, und alle Eintragungen und Änderungen müssen mir auch zuhause verfügbar sein, müssen also zentral gespeichert und abrufbar sein; alles muss angenehm lesbar sein – kurz: Alle Handhabungsvorteile eines Notenheftes muss die Software auch liefern. Drunter geht es nicht.
Ist die Frage, worin die Vorteile eines Bildschirmpultes dann liegen können. Blättern per Fußtaste; Papierlosigkeit, ok, da schnurrt das Notenarchiv auf Festplattengröße; weniger Arbeit für die Orchesterwarte, und das Bestellen von Aufführungsmaterial läuft über Breitband. In den Proben könnte der Dirigent die gleich zu probende Stelle in seiner Partitur markieren, und auf allen Pulten springt die Datei auf den entsprechenden Takt (kein "Wo sind wir?" mehr vom letzten Pult); aber diese Funktion muss auch selektiv vorhanden sein, und zwar vom Dirigenten aus ("Ab Buchstabe E nur das Blech bitte") ebenso wie von den Pulten aus ("Moment, ich muss das Rallentando noch eintragen").
Wenn all diese Zugriffsmöglichkeiten bereitgestellt werden sollen, wird das eine lustige Sache, schon wegen der Verwaltung der Zugriffsrechte. Schließlich ist es z. B. oft erlaubt, dass dieselbe Stelle an verschiedenen Pulten mit verschiedenen Fingersätzen gespielt wird.
Also: Viele komplexe Funktionen, das heißt hohe Fehleranfälligkeit – zusätzlich zu den üblichen Netzwerkteufelchen, Wartungsfehlern, Viren …
Ich kenne keine Software-Schmiede, der ich zutrauen würde, eine so komplexe Funktionsfülle jemals auf Anhieb hinzubekommen. Da herrscht allgemein nach wie vor das Bananenprinzip "Ware reift beim Kunden". Insofern war das schon eine optimistische Sache da in Bamberg. Wenn man bedenkt, dass z. B. "Finale" zwanzig Jahre alt ist, und sie kriegen es immer wieder hin, tolle Bugs reinzufingern … Und das ist noch eines der guten Programme.
Gruß,
Friedrich
Zukunft und Urheberrechte?
Phys, Samstag, 05. November 2011, 14:56 (vor 5421 Tagen) @ Friedrich
Als Orchestermusiker würde ich in diesem Fall auch eine hochentwickelte und ausgereifte Software verlangen, die meinen Anforderungen entspricht. Touchscreen muss sowieso sein; ich muss Eintragungen machen können, die in Echtzeit aufs digitale Notenblatt übertragen werden (Handschrift-Erkennung), und diese auch problemlos wieder entfernen können, und all das, ohne zwischendurch Speicherbefehle geben zu müssen; ich muss in Echtzeit blättern können, und alle Eintragungen und Änderungen müssen mir auch zuhause verfügbar sein, müssen also zentral gespeichert und abrufbar sein; alles muss angenehm lesbar sein – kurz: Alle Handhabungsvorteile eines Notenheftes muss die Software auch liefern. Drunter geht es nicht.
Ja, das sind komplexe Anforderungen. Klar, Touchscreen für Eintragungen ist ein Muß, aber Handschriftenerkennung ist meines Erachtens nicht erforderlich, da ohnehin zu fehleranfällig. Wäre ja auch die Frage, ob die Noten als gescanntes bzw. digital erzeugtes PDF oder tatsächlich als Anzeige einer Notensatzdatei zur Verfügung stehen sollen. Es sollte bei ersterem reichen, Markierungen graphisch einzutragen, oder Anmerkungen per Bildschirmtastatur zu tippen. Dabei dürfte die Software (bei Orchesternoten) natürlich nicht weiterblättern, wenn man gerade etwas einträgt, und man sollte manuell zurückspringen können.
Wenn all diese Zugriffsmöglichkeiten bereitgestellt werden sollen, wird das eine lustige Sache, schon wegen der Verwaltung der Zugriffsrechte. Schließlich ist es z. B. oft erlaubt, dass dieselbe Stelle an verschiedenen Pulten mit verschiedenen Fingersätzen gespielt wird.
Die Noten müßten schon pro Pult individuell gespeichert werden, um eigene Eintragungen zuzulassen. Bei Orgelnoten wäre darüber hinaus denkbar, daß für eine Notendatei mehrere Nutzer 'am selben Pult' ihre Eintragungen seperat speichern können sollten.
Die Rechtsfrage ist gerade bei den modrig duftenden Ausgaben ja erledigt (und wer es partout nicht anders will, kann ja die Rückseite mit altem feuchtem Papier bekleben ;) ) - bei den neueren sollte das Rechtliche doch ähnlich wie bei e-Books zu regeln sein.
Zukunft und Urheberrechte?
Unda Maris
, nahe Hamburg, Samstag, 05. November 2011, 20:29 (vor 5421 Tagen) @ Friedrich
Lieber Friedrich, wertes Forum,
All das gibt es schon. Einige iPad- User werden es sicherlich kennen. iRollMusic kann sogar noch mehr. Die lite Version ist umsonst, kann aber in der persönlichen Library nur 4 Stücke speichern. Ansonsten unbegrenzt. Hab's seit 14 Tagen auf der Orgel im Einsatz und bin sehr zufrieden. Habe mich sehr schnell daran gewöhnt und muss nicht mehr mit zusammengeklebten Kopien herumhantieren. Von meiner Seite eine klare Empfehlung.
iRollMusic Software von alpphone
Zukunft und Urheberrechte?
elsenp, Freitag, 04. November 2011, 16:20 (vor 5422 Tagen) @ Phys
Ich habe mich schon länger gefragt, wann wohl die erste Orgel ein Notenpult mit e-Paper bekommt. Angesichts von eingebauten Monitoren anstelle des Spiegels und zur Programmierung des Setzers ist das doch eigentlich nur folgerichtig, und bei entsprechend intelligentem Weiter- und Zurückblättern - dem Setzer folgend oder sogar vollständig automatisiert - eine sehr spannende Anwendung (natürlich wie jede Technik inklusive der Möglichkeit ihres Versagens). ;-)
Auch für ganze Orchester halte ich die entsprechenden Pulte für eine recht nahe Zukunft, aber bei der Orgel scheint es mir ungleich einfacher zu realisieren (vorhandene Stromversorgung; stationärer, ohnehin extrem komplexer Spieltisch) und mindestens so nützlich.
Versuch mal, dir den Fingersatz einzutragen und noch Agogikangaben oder ein paar Registrierungsangaben darauf zu notieren...
Außerdem riechen alte Orgelnoten irgendwie anders.
Herzlichen Gruß
Peter
Zukunft und Urheberrechte?
3rd_astronaut, Freitag, 04. November 2011, 16:24 (vor 5422 Tagen) @ elsenp
Versuch mal, dir den Fingersatz einzutragen und noch Agogikangaben oder ein paar Registrierungsangaben darauf zu notieren...
Außerdem riechen alte Orgelnoten irgendwie anders.
Sollte doch mit Touchscreen kein Problem sein. Man könnte auch die Registrierungen für versch. Orgeln gesondert abspeichern.
Zukunft und Urheberrechte?
elsenp, Freitag, 04. November 2011, 17:47 (vor 5422 Tagen) @ 3rd_astronaut
Versuch mal, dir den Fingersatz einzutragen und noch Agogikangaben oder ein paar Registrierungsangaben darauf zu notieren...
Außerdem riechen alte Orgelnoten irgendwie anders.
Sollte doch mit Touchscreen kein Problem sein. Man könnte auch die Registrierungen für versch. Orgeln gesondert abspeichern.
Und der Geruch???
So ein muffiges, altes Orgelbüchlein "Vor- und Zwischenspiele durch alle Tonarten für Orgel und Harmonium" - den Geruch kriegt kein Touchscreen hin!
Zukunft und Urheberrechte?
Schreipositiv
, Wetter, Freitag, 04. November 2011, 19:19 (vor 5422 Tagen) @ elsenp
Und der Geruch???
So ein muffiges, altes Orgelbüchlein "Vor- und Zwischenspiele durch alle Tonarten für Orgel und Harmonium" - den Geruch kriegt kein Touchscreen hin!
Naja, mein ältestes Notenuch ist von 1890 und reicht nur, wenn man die Nase unmittelbar dran hält :-)
Ansonsten gibt es viele Vorteile:
Die Papierflut auf dem Notenpult wird verringert, und damit auch das Absturzrisiko der Noten (besonders nett beim Orgelbuch zum EG, wenn das runterfällt...), man kann ganz einfach Änderungen vornehmen, ohne zu radieren, man kann die Größe der Noten anpassen, man hat immer seine ganze Notensammlung dabei (besonders Praktisch um Urlaub, wenn man neue Orgeln ausprobiert), ein IPad (o.Ä.) kann nich kicken oder reißen, bei kopierten mehrseitigen Stücken entfällt das Zusammenkleben, man brauch keinen Helfer mehr zum Umblättern usw...
Gruß,
Pascal
Zukunft und Urheberrechte?
Karl-Bernhardin Kropf, Montag, 07. November 2011, 16:02 (vor 5419 Tagen) @ 3rd_astronaut
Versuch mal, dir den Fingersatz einzutragen und noch Agogikangaben oder ein paar Registrierungsangaben darauf zu notieren...
Außerdem riechen alte Orgelnoten irgendwie anders.
...und klingen auch anders beim Runterfallen!
Zukunft und Urheberrechte?
Phys, Montag, 07. November 2011, 17:37 (vor 5419 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
...und klingen auch anders beim Runterfallen!
Deswegen ging es mir ja auch um ein am Spieltisch fest installiertes. Und natürlich wegen der besseren Bedienmöglichkeiten, die das bietet. Aber ja, das Klappern eines fallenden iPads dürfte den Gottesdienst auch klanglich weniger bereichern als das entsprechende Orgelbuch zum Gesangbuch, wenn es denn mal fällt...
Zukunft und Urheberrechte?
3rd_astronaut, Montag, 07. November 2011, 17:55 (vor 5419 Tagen) @ Phys
...und klingen auch anders beim Runterfallen!
Deswegen ging es mir ja auch um ein am Spieltisch fest installiertes. Und natürlich wegen der besseren Bedienmöglichkeiten, die das bietet. Aber ja, das Klappern eines fallenden iPads dürfte den Gottesdienst auch klanglich weniger bereichern als das entsprechende Orgelbuch zum Gesangbuch, wenn es denn mal fällt...
Vielleicht sind die auf den Sturzflug folgenden Flüche des Organisten aber noch bereichernder, wenn das (teure) iPad abgestürzt ist? ;-)
Zukunft und Urheberrechte?
willscher, Freitag, 04. November 2011, 16:27 (vor 5422 Tagen) @ Phys
Ich habe mich schon länger gefragt, wann wohl die erste Orgel ein Notenpult mit e-Paper bekommt. Angesichts von eingebauten Monitoren anstelle des Spiegels und zur Programmierung des Setzers ist das doch eigentlich nur folgerichtig, und bei entsprechend intelligentem Weiter- und Zurückblättern - dem Setzer folgend oder sogar vollständig automatisiert - eine sehr spannende Anwendung (natürlich wie jede Technik inklusive der Möglichkeit ihres Versagens). ;-)
Auch für ganze Orchester halte ich die entsprechenden Pulte für eine recht nahe Zukunft, aber bei der Orgel scheint es mir ungleich einfacher zu realisieren (vorhandene Stromversorgung; stationärer, ohnehin extrem komplexer Spieltisch) und mindestens so nützlich.
apropos Stromversorgung: Der Pastor wird aber Ärger machen, weil der Bildschirm in den Rorate-Messen so hell ist ;-))
Zukunft und Urheberrechte?
Bauernflöte 2'
, Freitag, 04. November 2011, 16:30 (vor 5422 Tagen) @ willscher
Der Touchscreen von Laukhuff ist dimmbar ;-)