Orgelweihe in 92637 Letzau bei Weiden
Am 30. 10. 2011 wurde mit einem Konzert von Prof. Kunibert Schäfer (Regensburg, s. Bild) die neue Kögler-Orgel in Letzau vorgestellt. Das Instrument (20/II/P) des aus St. Florian / Oberösterreich stammenden Orgelbauers hinterließ einen sehr nachhaltigen Eindruck und bereichert die Orgellandschaft Weidens und der nordöstlichen Oberpfalz. Kögler baute eine historisierende Orgel: Rein mechanische Trakturen, Konstruktion des Eichengehäuses und der Windladen nur mit Holzverbindungen (ohne Schrauben), gehobelte, nicht geschliffene Holzoberflächen, Keilbalganlage u.a. Als vergleichbar konzipiertes instrument wäre die rund 100 km südöstlich gelegene Orgel in Bad Kötzting des vor den Toren Wiens arbeitenden Orgelbauers Ferdinand Salomon zu nennen. Köglers Orgel faszinierte durch ihre Sensibilität, beginnend bei der Traktur bis hin zur ungemein farbig und lebendig geratenen Intonation. Diese verleugnet nicht den oberösterreichischen Orgelbau mit seinen charmant und weich singenden Flöten, den klar sprechenden Prinzipalen und den "gestandenen" Bässen. Die voll ausgebaute Posaune 16' ist sehr dezent intoniert und gibt dem Pedal Gravität und knurrige Zeichnung. Das Cornettino im Brustwerk imitiert den Klang eines Zungenregisters. Der bemerkenswert effektive Tremulant wirkt auf das gesamte Werk und scheint vor allem die Flöten wie zu neuen Registern zu verwandeln. Kraft und Brillanz ohne schneidende Schärfe charakterisieren das Plenum. Die feine Orgel ist eine Empfehlung wert!
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I. Hauptwerk C-g'''
1. Principal 8'
2. Hohlflöte 8'
3. Gamba 8'
4. Octave 4'
5. Spitzflöte 4'
6. Quinte 2 2/3'
7. Superoctave 2'
8. Terz 1 3/5'
9. Mixtur IV
II. Brustwerk C-g'''
10. Holzgedackt 8'
11. Flöte 4'
12. Octave 2'
13. Waldflöte 2'
14. Quinte 1 1/3'
15. Cornettino II
16. Cimbel II
Pedal C-f'
17. Subbaß 16'
18. Octavbaß 8'
19. Octave 4'
20. Posaune 16'
Tremulant
Koppeln II/I, I/P, II/P
![[image]](http://www.jannorgelbau.com/wp-content/uploads/2010/07/Letzau.jpg)