Orgelweihe in München St. Michael

JFK, Sonntag, 30. Oktober 2011, 16:03 (vor 5431 Tagen)

Heute muss doch die Orgelweihe der neuen Michaelisorgel gewesen sein...
War niemand dort?

http://www.michaelsorgel.de/

Nach wie vor kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, was an einer 29 (!) Jahre alten Sandtner-orgel so defizitär ist, dass man sie durch einen Quasineubau ersetzen muss???

Orgelweihe in München St. Michael

FranzS. @, Sonntag, 30. Oktober 2011, 18:55 (vor 5430 Tagen) @ JFK

Heute muss doch die Orgelweihe der neuen Michaelisorgel gewesen sein...
War niemand dort?

http://www.michaelsorgel.de/

Nach wie vor kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, was an einer 29 (!) Jahre alten Sandtner-orgel so defizitär ist, dass man sie durch einen Quasineubau ersetzen muss???


ich war zwar nicht dort, aber am Samstag in München und ich habe sie kurz gehört. Die "alte" Sandtner war ja klanglich sehr gut, aber wohl eben nicht massiv genug. Das "Problem" dürfte jetzt gelöst worden sein.

Orgelweihe in München St. Michael

schnitgers.anderer.erbe, Sonntag, 30. Oktober 2011, 20:32 (vor 5430 Tagen) @ FranzS.

Heute muss doch die Orgelweihe der neuen Michaelisorgel gewesen sein...
War niemand dort?

http://www.michaelsorgel.de/

Nach wie vor kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, was an einer 29 (!) Jahre alten Sandtner-orgel so defizitär ist, dass man sie durch einen Quasineubau ersetzen muss???

ich war zwar nicht dort, aber am Samstag in München und ich habe sie kurz gehört. Die "alte" Sandtner war ja klanglich sehr gut, aber wohl eben nicht massiv genug. Das "Problem" dürfte jetzt gelöst worden sein.

Wissen? Vermutung? Gesabbel?

Orgelweihe in München St. Michael

Antilope, Sonntag, 30. Oktober 2011, 20:35 (vor 5430 Tagen) @ schnitgers.anderer.erbe

Wissen? Vermutung? Gesabbel?

NEIN: prophetisch Reden... ;-)

Orgelweihe in München St. Michael

FranzS. @, Sonntag, 30. Oktober 2011, 22:02 (vor 5430 Tagen) @ Antilope

Wissen? Vermutung? Gesabbel?


NEIN: prophetisch Reden... ;-)

da ist gar nichts prophetisch, wie gesagt, ich habs schon vorher (real) gehört.

Orgelweihe in München St. Michael

FranzS. @, Sonntag, 30. Oktober 2011, 21:58 (vor 5430 Tagen) @ schnitgers.anderer.erbe
bearbeitet von FranzS., Sonntag, 30. Oktober 2011, 22:04


ich war zwar nicht dort, aber am Samstag in München und ich habe sie kurz gehört. Die "alte" Sandtner war ja klanglich sehr gut, aber wohl eben nicht massiv genug. Das "Problem" dürfte jetzt gelöst worden sein.


Wissen? Vermutung? Gesabbel?

Ich kannte die alte Sandtner, ganz nebenbei kenne ich Teile der VorVorgängerin und ich habe die neue Orgel am Samstag gehört, ich glaube ich bin einer der Wenigen, die alles, was nach 1960 in der Jesuitenkirche stand und steht gehört hat.....

Orgelweihe in München St. Michael

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Montag, 31. Oktober 2011, 10:35 (vor 5430 Tagen) @ FranzS.

Nach wie vor kann ich mir noch nicht wirklich vorstellen, was an einer 29 (!) Jahre alten Sandtner-orgel so defizitär ist, dass man sie durch einen Quasineubau ersetzen muss???

Das frage ich mich offen gestanden auch seit geraumer Zeit. Erstens ist Sandtner ja nun wirklich kein schlechter Orgelbauer und hatte vor allem auch nahezu immer sehr gute und musikalische Intonateure zur Hand. St. Michael gehörtE für mich zu den typischen klanglich wohlgeratenen Sandtnerinnen.

ich war zwar nicht dort, aber am Samstag in München und ich habe sie kurz gehört. Die "alte" Sandtner war ja klanglich sehr gut, aber wohl eben nicht massiv genug. Das "Problem" dürfte jetzt gelöst worden sein.

So wie in St. Peter, dieser Hörsturzfabrik? Sorry, bei allen möglichen Qualitäten der dortigen (Haupt-)Orgel, aber sie ist für mich definitiv viel zu laut geworden. Das Wort "brutal" liegt mir auf der Zunge...

--
www.orgelauskunft.de

Orgelweihe in München St. Michael

FranzS. @, Montag, 31. Oktober 2011, 11:13 (vor 5430 Tagen) @ Fabian Brackhane

ich war zwar nicht dort, aber am Samstag in München und ich habe sie kurz gehört. Die "alte" Sandtner war ja klanglich sehr gut, aber wohl eben nicht massiv genug. Das "Problem" dürfte jetzt gelöst worden sein.


So wie in St. Peter, dieser Hörsturzfabrik? Sorry, bei allen möglichen Qualitäten der dortigen (Haupt-)Orgel, aber sie ist für mich definitiv viel zu laut geworden. Das Wort "brutal" liegt mir auf der Zunge...

Hallo,

nein ich glaube nicht, dass die neue Orgel zu laut sein wird. Die Jesuitenkirche ist auch ein Stück größer als St. Peter (ich glaube, dass im Innenstadtbereich nur noch der Dom und die Maria-Hilf-Kirche größer sind.). Soviel wie ich von der Orgel gehört habe, ist ein sehr voller und weniger ein brutaler Klang zu erwarten.

Grüße
Franz

Orgelweihe in München St. Michael

grs, München, Sonntag, 08. Januar 2012, 19:09 (vor 5360 Tagen) @ JFK

Hallo,

in den letzten Wochen gab es einige Gelegenheiten, die umgebaute Orgel in verschiedenen Stilrichtungen zu hören oder - um es gleich vorweg zu nehmen - zu geniessen. Es fällt natürlich schwer, aus dem Gedächtnis Vergleiche mit den Klang vor dem Umbau vorzunehmen, vor allem auch da ich den Eindruck habe, dass CD-Aufnahmen aggressiver und direkter klingen als der Höreindruck in der Kirche und daher auch nicht verlässlich sind.

Dem Ziel und der Erwartung der neuen Disposition entsprechend, hat die Orgel tatsächlich deutlich an Volumen gewonnen, ist dabei aber keineswegs "laut" geworden (siehe Vergleichsdiskussion mit St. Peter in München). Im Gegenteil bilde ich mir ein, dass die Intonation insgesamt weniger forciert wirkt. Insgesamt sehr angenehm.
Neu ist ja insbesondere das deutsche Schwellwerk auf der Seitenempore. Hier habe ich nicht viele Vergleiche, es sind hier aber eine ganze Reihe schöner Farben dazugekommen (dunkle Doppelflöte, Clarinette etc.)und das Seitenwerk mischt sich sehr gut mit der Hauptorgel und bringt Volumen. Im Verhältnis zum Raum auch sehr angenehm wenig "Mulm".
Das ebenfalls umgebaute Schwellwerk im Hauptgehäuse (nun Recit hinter dem Hauptwerk) wurde gleich am ersten Tage mit dem 1. Satz aus Widors 5. demonstriert. Auch sehr angenehm, kräftig, nicht zu laut oder dominant, Zungen klingt vielleicht etwas Richtung Rouen.
Das Hauptwerk ist von der Disposition ja nicht so stark verändert. Hier ist nun der wackelige Vergleich alt gegen neu gefragt... Man erkennt hier schon die Sandtner-Orgel deutlich wieder. Ich bilde mit ein, dass vor allem das Plenum ein wenig feiner, etwas weniger "schrill" geworden ist, aber entsprechend registriert immer noch sehr strahlend, silbrig und auch transparent ist. Sehr schön! Mehr Fundament in den Grundstimmen ist klar.
Das Rückpositiv erscheint für mich quasi wie vorher (das war und ist in den letzten Reihen recht spitz) - auch gut so.
Im Pedal fällt der Untersatz 32 positiv auf, die Bombarde kommt mir etwas kräftiger und "französischer" vor.

Ingesamt eine feine Sache!
Gruß
Gerd

Orgelweihe in München St. Michael

Dorforganist @, Sonntag, 08. Januar 2012, 23:17 (vor 5360 Tagen) @ grs

Ich hatte die Gelegenheit, die Orgel mit Harald Feller am 11.11. zu hören und war angenehm überrascht von der Symbiose aus "alt" (was hier ja sehr relativ zu sehen ist) und "neu". Im Gegensatz zu anderen Neubauten der letzten Zeit fand ich das Erweiterungswerk klanglich beeindruckend ohne die in letzter Zeit [meinem Empfinden nach] immer häufiger zu findende Brutalität.

Die Sandtner-Orgel wiederum steuerte zum symphonischen Fundament einen Gutteil Brillianz bei, so daß eine äußerst sympathische Mischung entstand, die weder schrill noch farblos-dumpf war und sowohl polyphone Klarheit als auch symphonische Gravität überzeugend vermitteln konnte.

Ob die "Reorganisation" per se nötig war, kann ich nicht beurteilen, weil ich die Orgel im vorherigen Zustand nicht kenne, das Ergebnis fand ich aber diesmal sehr überzeugend!

Orgelweihe in München St. Michael

fluteceleste @, München, Montag, 09. Januar 2012, 06:07 (vor 5360 Tagen) @ grs
bearbeitet von fluteceleste, Montag, 09. Januar 2012, 06:24

Dem Ziel und der Erwartung der neuen Disposition entsprechend, hat die Orgel tatsächlich deutlich an Volumen gewonnen, ist dabei aber keineswegs "laut" geworden (siehe Vergleichsdiskussion mit St. Peter in München). Im Gegenteil bilde ich mir ein, dass die Intonation insgesamt weniger forciert wirkt. Insgesamt sehr angenehm.
Neu ist ja insbesondere das deutsche Schwellwerk auf der Seitenempore. Hier habe ich nicht viele Vergleiche, es sind hier aber eine ganze Reihe schöner Farben dazugekommen (dunkle Doppelflöte, Clarinette etc.)und das Seitenwerk mischt sich sehr gut mit der Hauptorgel und bringt Volumen. Im Verhältnis zum Raum auch sehr angenehm wenig "Mulm".
Ingesamt eine feine Sache!
Gruß
Gerd

Ich hatte die Orgel bei Wolfgang Seifen gehört, und kann den Eindruck bestätigen. Schöne deutsch- (oder fast englisch-)romantische Klänge (tolle Klarinette) sind dazugekommen, und scheinen sich durchaus mit der Sandtnerin zu vertragen.
Hat eigentlich mal jemand den unterschied zwischen den beiden Tubaregistern (Tuba mirabilis, Tuba sonora) gehört?Wahrscheinlich ist da der Druck unterschiedlich? Ich kenne die beiden Register zumindest aus Orgeln von Austin, da ist die "Sonora" immer auf niedrigerem (wenn auch nicht normalem) Winddruck gewesen (und hat auch glaub ich meist doppelte Becherlänge).
Das "Gesamtvolumen" im Tutti und Pleno scheint mir jedenfalls(immer noch?) kräftig genug, um auch eine gut besuchte Kirche mühelos zu füllen.
Bei der Gelegenheit fiel mir auf, daß das Design der Registerzüge (weiß) vom üblichen von Rieger abweicht. Ob das wohl ein Kundenwunsch war? Hier ein Bild aus der Festschrift:
[image]
PS: Was mich bei solchen Festschriften immer ärgert, daß es in der Dispo selten eine Synopse gibt in Form einer Gegenüberstellung, welches alte Register welchen neuen Platz eingenommen hat. Das wäre nämlich im vorliegenden Fall hochinteressant gewesen. So meine ich, viele Register aus dem alten 4.Manual, das ja zugunsten des Seitenwerks wegfiel, wieder in den anderen Werken gefunden zu haben..aber das hatte wohl niemand als für das Volk interessantes Detail erachtet...

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