Truhenorgel auf 430

Kirnberger, Freitag, 28. Oktober 2011, 10:32 (vor 5429 Tagen)

Eine Knobelfrage:
Klop-Truhenorgel Standardmodell soll für ein Konzert auf 430Hz eingestimmt werden. Beim Test, aus der 440er-Einstellung tiefer zu stimmen, klappt alles. Vor dem Konzert dann großer Anstieg der Raumtemperatur und schon sind die Pfeifen zu kurz.
Beim Versuch, von 415 aus hochzustimmen, ziehen sich 4' und 2' so stark an, dass Stimmen auf die Schnelle unmöglich wird.
Erklärung?

Hg,
Kirnberger

Truhenorgel auf 430

Antilope, Freitag, 28. Oktober 2011, 10:35 (vor 5429 Tagen) @ Kirnberger

Hm. Du hast es doch selber gut erklärt!

Truhenorgel auf 430

Karl-Bernhardin Kropf, Freitag, 28. Oktober 2011, 10:58 (vor 5429 Tagen) @ Antilope

Hatte neulich erstmals selbst eine Truhe umgestimmt und kam auch ein wenig an die Kante. Auch hier verstummten einige offene 4'-Pfeifen in höherer Lage nahezu oder völlig, oder sprachen nur bei langsamem Anschlag (Fazit: Truhenorgeln sollten keine elektrische Traktur erhalten!!).

Truhenorgel auf 430

Kirnberger, Freitag, 28. Oktober 2011, 16:54 (vor 5428 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Das Verstummen der Pfeifen kommt mir spanisch vor. Vielleicht, weil sich wg. der Stimmbleche der Grundton kaum aufbaut?
Meine eigene Hypothese zum Ausgangsproblem ist noch nicht durchdacht und bestimmt hakt es da irgendwo, aber kann es an der veränderten Mensur liegen? Ich kenne rein per Überschlag mehr weite Register, die sich beim Stimmen anziehen. Daher dachte ich, es hätte vielleicht damit zu tun, dass eine 440er-Truhe beim Tieferstimmen quasi enger wird, während eine 415er bei Höherstimmung immer weiter wird.
Sonst fällt mir selbst nichts mehr ein.
Aber dann bliebe nur noch:
a) keinen Mozart bei 430 Hz,
b) nur in Kirchen, wo es so kalt ist, dass man die 440er Truhe noch ellenlang tieferstimmen könnte,
c) alle Truhenorgeln weg und neue Patente entwickeln...

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