St. Maximilian, D-Altstadt
Hallo Forum,
heute veröffentlicht die Rheinische Post auf ihren Lokalseiten diesen Artikel zum Orgelprojekt in St. Maximilian: http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Neue-Barock-Orgel-fue...
Gruß Clemens Schäfer
--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
St. Maximilian, D-Altstadt
Innerhalb von nicht einmal 80 Jahren schon der vierte (Quasi)-Neubau, es ist schon fast tragikomisch:
- 1932-35 Walcker/Fabritius
- 1961 Walcker
- 1977 Oberlinger
- 2011 Klais
"Deshalb wird sie auch wieder kleiner, hat statt der jetzigen 54 Register nur 40", heißt es in dem Zeitungsartikel. Bei den "54" sind wohl Tremulanten und Zimbelstern mitgezählt, stimmen denn wenigstens die 40?
Hier habe ich eine Disposition der "Neuen" gefunden, da komme ich auf 39:
http://maxorgel.blog.de/2011/01/03/disposition-10295602/
St. Maximilian, D-Altstadt
Innerhalb von nicht einmal 80 Jahren schon der vierte (Quasi)-Neubau, es ist schon fast tragikomisch:
Hallo, da wollen wir mal hoffen, daß Klais den Schiller widerlegt: "Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie fortzeugend Böses muß gebären"
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
St. Maximilian, D-Altstadt
Innerhalb von nicht einmal 80 Jahren schon der vierte (Quasi)-Neubau, es ist schon fast tragikomisch:
- 1932-35 Walcker/Fabritius
- 1961 Walcker
- 1977 Oberlinger
- 2011 Klais
Ja, ja, die Max-Orgel. Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als Oberlinger uns Ende der Siebziger im Rahmen eines geplanten Orgelneubaus auch in die Maximilian-Kirche führte, um uns und natürlich in erster Linie die Verantwortlichen mit ihrem Referenzstück zu beeindrucken. - Leider ist es ihnen gelungen und mit dem Ergebnis durfte nicht nur ich, sondern nach mir auch schon einige andere Kollegen leidvolle Erfahrungen sammeln, ganz zu schweigen von den wiederholten Investitionen und Versuchen, die Orgel einigermaßen spielbar zu halten. Sie wird wohl, im Gegensatz zur Max-Orgel, noch viele Jahre ihren Dienst verrichten müssen und damit weiteren Unmut produzieren.
Ralf
St. Maximilian, D-Altstadt
... hoffen wir, dass Klais an die von Clemens Schäfer beschriebene Qualität der Orgel in St. Joseph Rath anschließt und der Max-Orgel diesmal ein längeres Leben beschieden ist. Wie warb der Orgelbauer-Bund in den 70er Jahren? Die Orgel überdauert Jahrhunderte!
Gruß
Frank
St. Maximilian, D-Altstadt
Ich finde es außerordentlich bedauerlich, daß nicht, wie geplant, die Firma Weimbs diese Orgel bauen konnte.
St. Maximilian, D-Altstadt
Hallo!
Begründung?
Jeder, der sich um einen Auftrag bewirbt, ihn aber nicht bekommt, wird das bedauern. Und seine Freunde und Fans ebenso. Ist also selbstverständlich und bedarf keiner Diskussion.
Was also steckt hinter diesem "außerordentlichen" Bedauern? Ein Vorwurf? Weswegen? Oder gegen wen?
Im Rheinland fordert man "Butter bei de Fische!"
Gruß Clemens Schäfer
P.S. Ich war in den Entscheidungsprozeß nicht eingebunden und habe hier keine Aktien.
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
St. Maximilian, D-Altstadt
Schließe mich der Kritik von Rolf und von Clemens Schäfer an.
Die Beiträge klingen arg nach Werbung für eine Orgelbaufirma.
Auch wenn es sicher gute und auch sehr gute Instrumente von Weimbs gibt,
auch andere Orgelbauer sind nicht schlecht.
Also bitte - keine Werbung!
St. Maximilian, D-Altstadt
Sehr geehrter Herr Schäfer,
da ich kein Rheinländer bin werde ich Ihnen auch keine Butter zu den Fischen geben. Ich habe es auch nicht nötig, für die Fa. Weimbs Werbung zu betreiben. Ich habe auch genausowenig Aktien wie Sie bei der Entscheidung.
Aber ich hätte es für sehr gut empfunden, wenn die Maxkirche eine gute König-Kopie bekommen hätte. Das wäre in dem symphonischen Dschungel Düsseldorfs allemal ein ganz neuer Stern. Und Sie sind doch auch - so entnehme ich jedenfalls Ihren langatmigen Berichten - durchaus ein Freund von historischen Orgeln.
Herzlichen Gruß
St. Maximilian, D-Altstadt
Und Sie sind doch auch - so entnehme ich jedenfalls Ihren langatmigen Berichten - durchaus ein Freund von historischen Orgeln.
Au weia, da haben Sie Ihre Retourkutsche, lieber Herr Schäfer :-) Ich jedenfalls werde Ihre "langatmigen" Berichte mit Vergnügen weiterlesen.
St. Maximilian, D-Altstadt
???
nunja, wenn Sie in einem Fachforum Ihr "außerordentliches Bedauern" darüber zum Ausdruck bringen, dass eine bestimmte Firma den Auftrag nicht erhalten hat, dann kann (ich habe nicht gesagt "muss") man das schon in gewisser Weise als Werbung interpretieren. Aus dieser Richtung verstehe ich auch die Nachfrage von Clemens Schäfer nach "Butter bei die Fische", welche Sie ihm und anderen hier im Forum (mir auch) nun schuldig bleiben. Warum? Was hätte nach Ihrer Meinung so eindeutig für Weimbs gesprochen? Kann ein anderer Orgelbauer keine "gute König-Kopie"?
Und - by the way - St. Max bekommt doch m.W. eine Orgel, die sich ganz klar von ihren "symphonischen Schwestern" (... sooo viele sind das in Düsseldorf jetzt auch wieder nicht, jedenfalls nicht im engsten Sinne...) absetzt, oder wie würden Sie die geplante Disposition (siehe unten) interpretieren? Hier die geplante Disposition, entnommen aus dem Maxorgel-Blog
Viele Grüße
Thomas Becher
Auf mehrfache Nachfrage hier schon einmal die geplante Disposition der neuen Klais-Orgel. Weitere Details zur Konzeption folgen später!
I.ECHO C – g3
Grosgedakt 8‘
Salicional 8‘
Ondamaris 8‘
Kleingedakt 4‘
Octav 2‘
Carillon 2-3fach 1 3/5‘
Vox humana 8‘
Tremolant
II . HAUPTWERK C – g3
Praestant 8‘
Bourdon 16‘
Violdigamba 8‘
Rohrgedakt 8‘
Octav 4‘ (K)
Flauto douce 4‘
Superoctav 2‘
Sesquialtra 2fach 2 2/3‘ (K)
Cornett 4fach 4‘ (K)
Mixtur 4fach 1 1/3‘
Trompett 8‘
Claron 4‘
III. POSITIV C – g3
Principal 8‘
Bourdon 8‘
Flautraversier 8‘
Octav 4‘
Rohrflaut 4‘
Nasard 2 2/3‘
Flageolet 2‘
Terz 1 3/5‘
Quintflaut 1 1/3‘
Cymbel 3fach 1‘
Hubois 8‘
Cromhorn 8‘
Tremolant
PEDAL C –f1
Principal 16‘
Sub Bass 16‘
Praestant 8‘
Violdigamba Bass 8‘
Quintbass 5 1/3‘ (K)
Posaune Bass 16‘
Trompetten Bass 8‘
Claron Bass 4´
(K)= Christian Ludwig König, 1753
St. Maximilian, D-Altstadt
Au weia, da haben Sie Ihre Retourkutsche, lieber Herr Schäfer :-) Ich jedenfalls werde Ihre "langatmigen" Berichte mit Vergnügen weiterlesen.
Schließe mich an ...und oute mich damit als weiterer Fan der "langatmigen Berichte" aus dem Hause C. Schäfer ;-))
Viele Grüße,
Thomas Becher
St. Maximilian, D-Altstadt
Lieber Herr Schäfer,
ich selbst finde ihre "...langatmigen..." Berichte ebenfalls äusserst kurzweilig und interessant. Gerne weiter so! Manchmal muss man halt den längeren Atem haben...
Herzlich grüsst aus der Schweiz
Thomas Haubrich
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Thomas Haubrich
St. Maximilian, D-Altstadt
Danke für den Link zum Blog!
Höchst interessante Bilder, die so manche "Bedenklichkeiten" zeigen.
Gruß
Dieter
St. Maximilian, D-Altstadt
...
Der "andere Orgelbauer" nämlich Klais, kann sicher eine König-Kopie. Aber er erstellt keine. Haben Sie nicht gelesen?:
Die Bonner Orgelbaufirma Klais bekam daher den Auftrag, ein neues Instrument für die Maxkirche zu konzipieren. "Sie hat große Erfahrung mit historischen Orgeln", so Belmann, betont aber zugleich, dass die barocke König-Orgel nicht rekonstruiert werden soll. Vielmehr werde eine moderne Orgel gebaut, die den transparenten Stil des Barocks berücksichtige...
Da ich eine ganze Reihe rekonstruierter historischer Orgeln von Weimbs kenne, bevorzuge ich diese eben. Das ist aber noch lange keine Werbung für diese Firma.
Reicht Ihnen das als Butter bei die Fische?
Und die Langatmigkeit der Berichte des Herrn Schäfer habe ich durchaus nicht negativ gemeint, so sie denn objektiv sind. Im Gegenteil: ihr Informationswert ist absolut nicht zu unterschätzen.
Herzlichen Gruß
St. Maximilian, D-Altstadt
Und die Langatmigkeit der Berichte des Herrn Schäfer habe ich durchaus nicht negativ gemeint, so sie denn objektiv sind. Im Gegenteil: ihr Informationswert ist absolut nicht zu unterschätzen.
Seufz ...
Woher kommt eigentlich die verbreitete Ansicht, dass Berichte von Orgelkonzerten -- oder von Konzerten überhaupt -- "objektiv" sein sollen? Wären sie es, niemand würde sie lesen wollen. Das Schöne an Herrn Schäfers Berichten ist doch, dass sie keine sind, sondern echte Kritiken von Konzerten, die einer mit zwei offenen Ohren und einer Menge dazwischen erlebt hat. Sieht man einmal von Museums- und Verlagskatalogen und dergleichen ab, so gibt es einfach keine Möglichkeit, über Kunst objektiv zu schreiben. Und keinen Grund.
Gruß,
Friedrich
St. Maximilian, D-Altstadt
Hallo Friedrich,
okay, Sie haben eigentlich völlig Recht. Es wäre andersrum wirklich langweilig. Also: genug geseufzt, und nichts für ungut.
Herzl.Gruß,Zimbelstern
St. Maximilian, D-Altstadt
...
Der "andere Orgelbauer" nämlich Klais, kann sicher eine König-Kopie. Aber er erstellt keine. Haben Sie nicht gelesen?:Die Bonner Orgelbaufirma Klais bekam daher den Auftrag, ein neues Instrument für die Maxkirche zu konzipieren. "Sie hat große Erfahrung mit historischen Orgeln", so Belmann, betont aber zugleich, dass die barocke König-Orgel nicht rekonstruiert werden soll. Vielmehr werde eine moderne Orgel gebaut, die den transparenten Stil des Barocks berücksichtige...
Da ich eine ganze Reihe rekonstruierter historischer Orgeln von Weimbs kenne, bevorzuge ich diese eben. Das ist aber noch lange keine Werbung für diese Firma.
Reicht Ihnen das als Butter bei die Fische?
Hallo Zimbelstern,
nein, das reicht mir noch nicht so ganz... Ihre Begeisterung für die Arbeiten der Fa. Weimbs im im Bereich Restaurierung historischer Orgeln kann ich jetzt nachvollziehen (und die mag ja auch durchaus berechtigt sein), sie schreiben aber weiter oben, dass Sie in St. Max bei der Entscheidung über das Orgelprojekt "keine Aktien" haben. Kennen Sie denn den Ausschreibungstext? Was hat die Gemeine ausgeschrieben, eine "König-Kopie" oder eine "moderne Barockorgel" bzw. was haben die angefragten Firmen angeboten, König oder modern? War die Fa. Weimbs unter den angefragten Firmen und wollte sie vielleicht der Gemeinde partout eine König-Kopie schmackhaft machen? Wollte die Gemeinde überhaupt eine König-Kopie? Das alles würde mich interessieren, wenn ich so ein Posting lese wie (sinngemäß) "Schade, dass die Fa. Weimbs mit Ihrer geplanten König-Kopie den Auftrag nicht bekommen hat". Der von Ihnen aus der Rheinischen Post zitierte Absatz (aus dem Posting von C. Schäfer) lässt mich irgendwie vermuten, dass sich die Verantwortlichen bewusst für eine "moderne Barockorgel" und gegen eine "König-Rekonstruktion" entschieden haben.
Also... hätten wir da noch etwas erhellende "Butter", oder lassen wir es dabei bewenden und akzeptieren einfach die Entscheidung der St. Max-Gemeinde, in der Annahme, dass auch die "moderne" Klais-Orgel sicherlich schön werden wird?
Nix für ungut & schöne Grüße,
Thomas Becher
St. Maximilian, D-Altstadt
Auf die Gefahr hin, mir "das Maul" zu verbrennen:
Es findet sich hier unter folgender Adresse ein Blog, in dem etwas über das Konzept der "Neuen" gesagt wird:
Es gibt eine Setzeranlage (absolut nichts gegen diese, die Verwendung wird ausreichend begründet), allerdings Schiebekoppeln (und zwar nur I-II und III-II); als Pedalkoppeln I-P und II-P
III-P fehlt, ebenso die Manualkoppel III-I
Schiebekoppeln halte ich - bei einer NICHT VOLLKOMMEN STILREINEN Barockkopie für Unsinn, wenn z.B. hier ausdrücklich gesagt wird, dass es eine "moderne" Barockorgel werden soll. Ohne die Disposition abändern zu wollen, und ohne die Setzeranlage (für die Praxis) in Frage zu stellen:
Dann hätte man auch alle 6 Normalkoppeln planen können, und zwar die Manualkoppeln NICHT als unpraktische Schiebekoppeln, sondern als Züge oder Tritte. Ansonsten halt ehrliche Stilkopie a la König, OHNE Setzer und mit Schiebekoppeln...
Aber trotzdem freut es mich, das die Maxgemeinde eine schöne Orgel bekommt.
Gruss
Thomas
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Thomas Haubrich
St. Maximilian, D-Altstadt
Es gibt eine Setzeranlage (absolut nichts gegen diese, die Verwendung wird ausreichend begründet), allerdings Schiebekoppeln (und zwar nur I-II und III-II); als Pedalkoppeln I-P und II-P. III-P fehlt, ebenso die Manualkoppel III-I
Schiebekoppeln halte ich - bei einer NICHT VOLLKOMMEN STILREINEN Barockkopie für Unsinn ...
Das Koppelkonzept ist tatsächlich eigenartig. Ich kenne mich bei den Königs nicht so gut aus -- ist die Manualverteilung mit Echowerk auf I und Positiv auf III üblich? In Kloster Steinfeld z. B. ist es umgekehrt. Das kommt mir praktischer vor, kann aber an der dortigen Anlage mit Rückpositiv liegen. Vielleicht erzwingt in Düsseldorf die seitenspielige Anlage die Manualverteilung mit dem Positiv* auf III; so werden womöglich Umlenkungen vermieden.
Schwer zu verstehen finde ich, warum das eingekastelte Echowerk überhaupt an die mächtigeren Werke HW und Pedal gekoppelt werden soll. Ist das klanglich noch ergiebig? Der einzige Grund, der mir für die Pedalkoppel einfällt, ist, dass das Echo vielleicht als Continuowerk verwendet werden soll und es dann praktisch sein könnte, den Bass im selben Klang pedaliter auszuführen. Trotzdem würde mir eine Koppel Positiv an Pedal eher einleuchten, schon weil das Pedal keinen gedeckten 8' hat.
Das mit den Schiebekoppeln würde ich nicht so eng sehen. Flüssige Koppelübergänge sind vielleicht bei der Musik, die man auf einer solchen Orgel gerne spielt, nicht unbedingt vonnöten. Und die Spielanlage wird so sehr viel einfacher.
Gruß,
Friedrich
* korrigiert nach dem folgenden Beitrag
St. Maximilian, D-Altstadt
Hallo,
Vielleicht erzwingt in Düsseldorf die seitenspielige Anlage die Manualverteilung mit dem RP auf III; so werden womöglich Umlenkungen vermieden.
wird in Düsseldorf wirklich ein Rückpositiv gebaut? In der Disposition steht ein Positiv und ein altes Rückpositivgehäuse ist nicht vorhanden.
Grüße von tiratutti
St. Maximilian, D-Altstadt
wird in Düsseldorf wirklich ein Rückpositiv gebaut? In der Disposition steht ein Positiv und ein altes Rückpositivgehäuse ist nicht vorhanden.
Mein Fehler: Ich meinte nicht "Rückpositiv" (RP), sondern gerade "Positiv", also das Werk hinter der Zentralpartie des alten Prospekts. Für diese Anordnung könnte es bei seitenspieliger Anlage günstig sein, dass das Werk vom Obermanual angespielt wird.
Gruß,
Friedrich