komische Registernamen..

fluteceleste @, München, Freitag, 16. September 2011, 14:18 (vor 5470 Tagen)

.. heute: "Flute d'eglise"- hat das jemand schonmal gesehen? Der Name scheint ja eher vom Klang her zu stammen.
Gefunden hab ich das Ganze hier.
Was es nicht alles gibt!
[image]

komische Registernamen..

Florian-L, Samstag, 17. September 2011, 14:20 (vor 5469 Tagen) @ fluteceleste

Da kann ich auch etwas beisteuern:

Zaubergeige 8'
Gesang 8'
Wellenspiel 8'
Himmelsstimme 8'
Windharfe IV

[image]

[image]

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

komische Registernamen..

tiratutti @, Samstag, 17. September 2011, 14:37 (vor 5469 Tagen) @ Florian-L

Hallo,

interessante Eindeutschungen von Unda maris und Vox coelestis. Lese ich da richtig auch noch Vollflöte???
Wo steht die Orgel? Erbauer? Von wann (Vermutung: 30er-Jahre)?

Grüße von tiratutti

komische Registernamen..

Florian-L, Samstag, 17. September 2011, 14:56 (vor 5469 Tagen) @ tiratutti
bearbeitet von Florian-L, Samstag, 17. September 2011, 16:30

Hallo,

interessante Eindeutschungen von Unda maris und Vox coelestis. Lese ich da richtig auch noch Vollflöte???
Wo steht die Orgel? Erbauer? Von wann (Vermutung: 30er-Jahre)?

Ja, Vollflöte ist richtig.
Die Orgel steht in Wien, Pfarre Neusimmering. Erbaut 1919 von Rieger/Jägerndorf

[image]

Hier die Disposition:

I. Manual, C - g'''

Principal 16'
Principal 8'
Gedackt 8'
Gemshorn 8'
Schweizerpfeife 8'
Octave 4'
Nachthorn 4'
Rohrflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Octave 2'
Hornwerk III
Mixtur V
Trompete 8'
Bachtrompete 4'

II. Manual, C - g'''

Gedackt 16'
Hornprincipal 8'
Vollflöte 8'
Konzertflöte 8'
Quintadena 8'
Zaubergeige 8'
Gesang 8'
Wellenspiel 8'
Zartgeige 8'
Octave 4'
Traversflöte 4'
Mixtur 2'
Oboe 8'

III. Manual, schwellbar, C - g'''

Geigenprincipal 8'
Lieblich Gedeckt 8'
Aeoline 8'
Himmelsstimme 8'
Kleinprincipal 4'
Querflöte 4'
Glöckleinton 2'
Terz 1 3/5'
Windharfe IV
Klarinette 8'

Pedal, C - f'

Principalbass 16'
Bassgeige 16'
Untersatz 16'
Sanftbass 16'
Quintbass 10 2/3'
Offenbass 8'
Bassflöte 8'
Cello 8'
Quintbass 5 1/3'
Octavbass 4'
Posaune 16'
Trompete 8'

Normalkoppeln
Super I, Super II, Super III, Super III/II, Super III/I
Sub III, Sub II/I, Sub III/I

2 freie Kombinationen, Pleno, Tutti, Handregister fest, Walze an, Zungen an, Aut. Piano Ped. an

Der heutige Spieltisch stammt von einem Umbau im Jahr 1960, wo auch einige Register ausgetauscht worden waren. Dies wurde 2008 wieder rückgängig gemacht.

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

komische Registernamen..

doppelfloete_h @, Hannover, Montag, 19. September 2011, 22:58 (vor 5467 Tagen) @ fluteceleste

...ein Klassiker:
[image]

...und noch was sehr schönes:
[image]

komische Registernamen..

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Dienstag, 20. September 2011, 07:29 (vor 5466 Tagen) @ doppelfloete_h

... Doof ... (übersetzt "sanft/mild") war ursprünglich im Brabantischen Orgelbau im 15. Jhdt eine Bezeichnung für ein Principalregister, Koppel-Doof demenstsprechend die Octave 4' - Tja Zeiten ändern sich... :-)

Orgelkunst Brabant

Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

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doppelfloete_h @, Hannover, Dienstag, 20. September 2011, 09:36 (vor 5466 Tagen) @ untersatz32

...so isses! Dieses auch entsprechend zauberhaft doof klingende Register nebst Koppeldoof bzw. sein Hebel befindet sich an der van-Covelens-Orgel in Alkmaar.

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forenadmin @, Dienstag, 20. September 2011, 19:29 (vor 5466 Tagen) @ untersatz32

Und in den Niederlanden heisst "doof" taub. Da ist doch eine Parallele zu entdecken.

komische Registernamen..

Scharfensteiner @, Kiedrich, Mittwoch, 21. September 2011, 10:39 (vor 5465 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von Scharfensteiner, Mittwoch, 21. September 2011, 10:42

...mir ist auch schon mal eine "Paul-Gerhard-Zimbel" begegnet, ich glaube das war in der alten Orgel in Laubach/Hessen, außerdem gab es da nach meiner Erinnerung noch irgendetwas mit "Luther"(Flöte?)....Wen da was geritten hat? Keine Ahnung....
In England ist mir auch mal eine "German Flute" begegnet, wo kann ich nicht mehr genau sagen ...ich weiss nur noch, dass das Register (wie einige Andere) stillgelegt war...

komische Registernamen..

BourdonCéleste, Mittwoch, 21. September 2011, 10:56 (vor 5465 Tagen) @ Scharfensteiner
bearbeitet von BourdonCéleste, Mittwoch, 21. September 2011, 11:00

In England ist mir auch mal eine "German Flute" begegnet, wo kann ich nicht mehr genau sagen ...ich weiss nur noch, dass das Register (wie einige Andere) stillgelegt war...


Es gibt ein Foto von vor dem Einbau des besagten Registers, die Stilllegung erfolgte dann wohl später aus politischen Gründen. Vielleicht auch, weil die Tonansprache als etwas zu direkt empfunden wurde...

[image]

komische Registernamen..

jrbecker @, Mittwoch, 21. September 2011, 12:16 (vor 5465 Tagen) @ Scharfensteiner

...mir ist auch schon mal eine "Paul-Gerhard-Zimbel" begegnet, ich glaube das war in der alten Orgel in Laubach/Hessen, außerdem gab es da nach meiner Erinnerung noch irgendetwas mit "Luther"(Flöte?)....Wen da was geritten hat? Keine Ahnung....
In England ist mir auch mal eine "German Flute" begegnet, wo kann ich nicht mehr genau sagen ...ich weiss nur noch, dass das Register (wie einige Andere) stillgelegt war...


Oh, oh, das geht aber gerademal kunterbunt durcheinander...

Aber wenigstens Laubach stimmt *grins*, dort gab es spätestens seit der Erweiterung 1965 eine
Paul-Gerhardt-Mixtur V im Hauptwerk und die
Luther-Zimbel II im Oberwerk.

Mit der großen Restaurierung (ich berichtete) ist das aber alles kalter Kaffee...

Was die German Flute angeht:

T.C. Lewis hat 1869 eine Orgel mit einer "German Gamba" entworfen, die German Flute habe ich jetzt noch nicht gefunden. Sie mag ein abgeleiter Begriff aus der häufiger vorkommenden "Flûte allemande", die ich in meinen 7.000 Dispos 14 mal (in verschiedener Sprachregelung) finde.

Einen ungewöhnlichen Registernamen möchte ich noch einbringen, denn ich habe noch nie einen gehört, deshalb weiß ich nicht wie der angeblich von Skinner erfundene "Erzähler" - dessen Oktavversetzung dann tatsächlich mit "Kleiner Erzähler" bezeichnet wird - tatsächlich klingt. Gibt es ein verleichbares Register im heimischen Orgelbau? Ich weiß, dass es das Register zur Gemshorn-Familie gezählt wird und wohl den 2. Teilton (also die Oktave) recht deutlich hören lässt. Muss ich mir das in der Art vorstellen, wie eine Quintade den 3. Ton "hervorstechen" lässt?

LG
Jörg

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kjz1, Mittwoch, 21. September 2011, 12:38 (vor 5465 Tagen) @ jrbecker

Einen ungewöhnlichen Registernamen möchte ich noch einbringen, denn ich habe noch nie einen gehört, deshalb weiß ich nicht wie der angeblich von Skinner erfundene "Erzähler" - dessen Oktavversetzung dann tatsächlich mit "Kleiner Erzähler" bezeichnet wird - tatsächlich klingt.

Klangbeispiele und einige Hintergrundinformationen gibt es bei Ed Stauff:

http://www.organstops.org/e/Erzahler.html


Viele Grüße,

- Karl-Josef

komische Registernamen..

Oliver Horlitz ⌂, Mittwoch, 21. September 2011, 13:37 (vor 5465 Tagen) @ jrbecker


Einen ungewöhnlichen Registernamen möchte ich noch einbringen, denn ich habe noch nie einen gehört, deshalb weiß ich nicht wie der angeblich von Skinner erfundene "Erzähler" - dessen Oktavversetzung dann tatsächlich mit "Kleiner Erzähler" bezeichnet wird - tatsächlich klingt. Gibt es ein verleichbares Register im heimischen Orgelbau? Ich weiß, dass es das Register zur Gemshorn-Familie gezählt wird und wohl den 2. Teilton (also die Oktave) recht deutlich hören lässt. Muss ich mir das in der Art vorstellen, wie eine Quintade den 3. Ton "hervorstechen" lässt?

LG
Jörg

In der Johann-Simon-Buchholz-Orgel in Neuhardenberg gab es ein Register "Fama 8´D", das neben Gedackt 8´der einzige zusätzliche 8´ im II. Manual war. Lateinisch "Fama" übersetzt sich als "Sage" oder "Ruf" oder "Gerücht" - also etwas, das erzählt wird - ein früher "Erzähler"? ;-)

(In der gleichen Orgel befand sich übrigens im I. Manual eine "Trinuna 8´", von der meiner Kenntnis nach das einzige noch in Deutschland existierende historische Exemplar in der vom Sohn Carl August Buchholz erbauten Orgel in Tribsees existiert.)

erinnert sich grüßend
Oliver

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Scharfensteiner @, Kiedrich, Mittwoch, 21. September 2011, 21:24 (vor 5465 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von Scharfensteiner, Donnerstag, 22. September 2011, 23:43

Danke für die Richtigstellungen der Registernamen der Orgel in Laubach....wie doch die Erinnerung täuschen kann. Wie auch immer, meine Erinnerung war etwas nebulös - aber an was ich mich genau erinnere: die Kiste war grausam. Aber das ist sicher zum Einen keine qualifizierte, fachliche Aussage und zum Anderen Geschmackssache.

Was die "German Flute" angeht, habe ich etwas in meinen Unterlagen nachgeschaut und ohne die genaue Orgel gefunden zu haben, bin ich sicher das mir dieses Register bei einer Orgelstudienreise durch Wales begegnet ist. Das Instrument war zweimanualig und von keinem der bekannteren Orgelbauer der britischen Insel - und es war in einem bedauernswerten Zustand. Der Gedanke mit der Ableitung von der "Flûte allemande" scheint mir schlüssig...

komische Registernamen..

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Samstag, 24. September 2011, 16:36 (vor 5462 Tagen) @ Scharfensteiner

Und in Buldern, einem kleinen Ort zwischen Dülmen und Münster gibt es da noch die Bulderone 8´eine, wenn ich mich recht entsinne, oboenartige Zunge.

Hier hab ich noch was dazu gefunden: http://www.kirche-buldern.de/05kirchenfuehrung/04_orgelansichten/orgelbauer.htm

komische Registernamen..

Barry Jordan, Donnerstag, 24. November 2011, 06:30 (vor 5401 Tagen) @ Scharfensteiner

Außerhalb der engen Orgelwelt war in England im 18. Jahrhundert eine "German flute" eine Querflöte.

B

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Orlos, Freitag, 30. September 2011, 10:00 (vor 5456 Tagen) @ fluteceleste

Leider habe ich kein Photo gemacht, aber schon häufiger ist mir bei Orgeln aus dem Ausland, die eine "deutsche" Disposition erhalten haben, ein Register begegnet, welches die schönsten Erwartungen weckt und dann doch leider meistens enttäuscht: die Röhrflöte.
Beim Pömmer passte das akustische Ergebnis dagegen sehr gut zur lautmalerischen Beschriftung.
Andererseits treffen deutsche Orgelbauer, die französische Registerbezeichnungen verwenden wollen, nicht immer die korrekte Schreibweise. So findet sich in Wiesbaden eine Furniture, welche - englisch gesprochen - ein Möbelstück umschreibt. Allerdings handelt es sich hier um ein eher hässliches Möbelstück...
Irgendwo in Süddeutschland ist mir einmal eine Nonnenpfeife 8/9' begegnet; inwieweit hier ein unbewusster Schreibfehler oder eine gewollte Abweichung von der sonst üblichen Nomenklatura erfolgte, ist mir nicht klar. Es war aber ganz sicher KEINE Klosterkirche, noch nicht einmal eine mit männlichen Ordensleuten.

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willscher, Freitag, 30. September 2011, 10:17 (vor 5456 Tagen) @ Orlos

So findet sich in Wiesbaden eine Furniture, welche - englisch gesprochen - ein Möbelstück umschreibt. Allerdings handelt es sich hier um ein eher hässliches Möbelstück...

Sicher nicht nur in Wiesbaden. Nicht umsonst fordert Maurice Duruflé in seinem
Prélude sur l'Introit de l'Épiphanie im Récit ein "Fourniture".

Gruß
Andreas

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Orlos, Freitag, 30. September 2011, 10:23 (vor 5456 Tagen) @ willscher

aber mit "o"!

Die deutsche Übersetzung von fourniture ist putzig: Lieferung, Beschaffung, Ausstattung, Schulbedarf

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Friedrich @, Freitag, 30. September 2011, 10:26 (vor 5456 Tagen) @ Orlos

Andererseits treffen deutsche Orgelbauer, die französische Registerbezeichnungen verwenden wollen, nicht immer die korrekte Schreibweise.

Oh ja! Trompète harmonique, Récit expressive, Grande-Orgue, Grande-Chœur, Grande Bourdon und Grande Cornet, Viola de Gambe, Contrabasse und Soubbasse, Flûte cheminée, Flûte ouvert und Flûte traversier … Sowas leisten sich auch Firmen, die in alle Kontinente liefern. Das schmerzt schon beim Lesen.

Gruß,
Friedrich

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elsenp, Freitag, 30. September 2011, 10:58 (vor 5456 Tagen) @ Friedrich

Vor einigen Jahren habe ich mit Viktor Scholz (damaliger OSV in Aachen) überlegt, wie man die Registerbezeichnung in einer neu zu bauenden Orgel wählen soll (rein deutsch, rein französisch, gemischt?).
Seine Antwort: "Ach wissen sie, das mit den herkömmlichen Registernamen hat sich irgendwie totgelaufen. Man sollte da durchaus etwas kreatives, neues entwickeln, wie z.Bsp. "Vorne drin 8'", "Weicher Ton 16'", "Schmetterndes Horn 8'", "Sanftes Schnurren 8'" etc."

Wär doch sicherlich auch mal einen Versuch wert!

Gruß
Peter

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jrbecker @, Freitag, 30. September 2011, 13:37 (vor 5456 Tagen) @ elsenp

Hier finden sich auch noch einige seltene Registernamen, wobei die Rauchflöte 5fach und die Rauchpfeife 3 fach einfach nur Übertragungsfehler mit einem fehlenden "s" sein dürften. Trotzdem mag sich ein jeder für
Mariatima 2'
Schreari 8f.
Foxhomana 8'

eine eigene Vorstellung machen...

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Florian-L, Freitag, 30. September 2011, 15:39 (vor 5456 Tagen) @ jrbecker

Hier finden sich auch noch einige seltene Registernamen, wobei die Rauchflöte 5fach und die Rauchpfeife 3 fach einfach nur Übertragungsfehler mit einem fehlenden "s" sein dürften. Trotzdem mag sich ein jeder für
Mariatima 2'
Schreari 8f.
Foxhomana 8'

Josef von Glatter-Götz ist ja auch so einiges eingefallen, wie etwa bei der Chororgel im Ratzeburger Dom:

Peters Panflöte 8'
Bischofsprinzipal 4'
Buchholzer Waldflöte 2'
Anden-Terz 1 3/5'
Mixtur "Uwe und Hille" 2f.
Cocopula 8'
Römnitzer Grunzbass 16'

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

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Orlos, Freitag, 30. September 2011, 14:05 (vor 5456 Tagen) @ elsenp

Sehr hübsch fand ich auch den Schreibfehler Schnellwerk in einer Orgelfestschrift, da fühlt man sich als Organist doch richtig animiert...

Wobei ich bei Orgelführungen immer blöde Kommentare höre, wenn ich auf das Schwellwerk zu sprechen komme.

komische Registernamen..

elsenp, Freitag, 30. September 2011, 14:29 (vor 5456 Tagen) @ Orlos

[Zotenmodus an]aber nur, wenn darunter ein Brustwerk ist...[Zotenmodus aus]

komische Registernamen..

Florian-L, Freitag, 30. September 2011, 15:43 (vor 5456 Tagen) @ Friedrich

Andererseits treffen deutsche Orgelbauer, die französische Registerbezeichnungen verwenden wollen, nicht immer die korrekte Schreibweise.


Oh ja! Trompète harmonique, Récit expressive, Grande-Orgue, Grande-Chœur, Grande Bourdon und Grande Cornet, Viola de Gambe, Contrabasse und Soubbasse, Flûte cheminée, Flûte ouvert und Flûte traversier … Sowas leisten sich auch Firmen, die in alle Kontinente liefern. Das schmerzt schon beim Lesen.

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

komische Registernamen..

tiratutti @, Freitag, 30. September 2011, 17:36 (vor 5456 Tagen) @ Florian-L

Hallo,

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.

oha, das ist nicht nur schmerzend, sondern für den Produzenten dieses Mülls hochgradig peinlich. Bei mir könnte der die Registerschilder oder -beschriftungen grad wieder mitnehmen ...

Grüße von tiratutti
A man who would letterspace lower case would steal sheep. (Frederic Goudy)

komische Registernamen..

Florian-L, Samstag, 01. Oktober 2011, 06:50 (vor 5455 Tagen) @ tiratutti

Hallo,

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.


oha, das ist nicht nur schmerzend, sondern für den Produzenten dieses Mülls hochgradig peinlich. Bei mir könnte der die Registerschilder oder -beschriftungen grad wieder mitnehmen ...

Auf meine Nachfrage habe ich eine sehr originelle Erklärung bekommen:
Es handle sich um eine süddeutsche Schreibweise, so dass bei der Aussprache der Registernamen eine Verbindung zum Klang entstehe.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

komische Registernamen..

Aeolinchen, Samstag, 01. Oktober 2011, 07:06 (vor 5455 Tagen) @ Florian-L

Hallo,

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.


oha, das ist nicht nur schmerzend, sondern für den Produzenten dieses Mülls hochgradig peinlich. Bei mir könnte der die Registerschilder oder -beschriftungen grad wieder mitnehmen ...


Auf meine Nachfrage habe ich eine sehr originelle Erklärung bekommen:
Es handle sich um eine süddeutsche Schreibweise, so dass bei der Aussprache der Registernamen eine Verbindung zum Klang entstehe.

Gruß, Florian


Wer verzapft denn so einen Quatsch?

komische Registernamen..

Florian-L, Samstag, 01. Oktober 2011, 07:15 (vor 5455 Tagen) @ Aeolinchen

Hallo,

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.


oha, das ist nicht nur schmerzend, sondern für den Produzenten dieses Mülls hochgradig peinlich. Bei mir könnte der die Registerschilder oder -beschriftungen grad wieder mitnehmen ...


Auf meine Nachfrage habe ich eine sehr originelle Erklärung bekommen:
Es handle sich um eine süddeutsche Schreibweise, so dass bei der Aussprache der Registernamen eine Verbindung zum Klang entstehe.

Gruß, Florian

Wer verzapft denn so einen Quatsch?

Das kann ich hier nicht schreiben. Aber auf so etwas muss man erst einmal kommen ;-)

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

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Orlos, Samstag, 01. Oktober 2011, 09:54 (vor 5455 Tagen) @ Florian-L

Guckst Du hier:
Orgelbauer
dann Referenzen
dann Rüdesheim-Eibingen

komische Registernamen..

Orgelnist, Montag, 21. November 2011, 18:17 (vor 5404 Tagen) @ Aeolinchen

Johann Christian Kleine hat (im 18.Jhd.) seinen Gedackt sehr sparsam beschriftet... woher diese Schreibweise kommt entzieht sich meiner Kenntnis
Er nannte ihn (schon an zwei Orgeln gesehen)

Gedac

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Frank Berger @, Wassenberg, Mittwoch, 23. November 2011, 08:22 (vor 5402 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von Frank Berger, Mittwoch, 23. November 2011, 08:38

die Schreibweise hs für ß bzw ss gibt es auch in Familiennamen am Niederrhein.
Ein Bekannter von mir aus Studentenzeiten, heute Mitglied des WDR-Rundfunkchors und Bass-Solist, schreibt sich Gerihsen, spricht sich aber Gerissen.
Ist also kein Quatsch ... (wenn es denn wenigstens einheitlich gemacht wird)
LG Frank

komische Registernamen..

Florian-L, Mittwoch, 23. November 2011, 08:37 (vor 5402 Tagen) @ Frank Berger

die Schreibweise hs für ß bzw ss gibt es auch in Familiennamen am Niederrhein.
Ein Bekannter von mir aus Studentenzeiten, heute Mitglied des WDR-Rundfunkchors und Bass-Solist, schreibt sich Gerihsen, spricht sich aber Gerissen.
Ist also kein Quatsch ... (wenn es denn wenigstens einheitlich gemacht wird)

Hier jeweils zwei Registerschilder von zwei verschiedenen Orgeln:

[image]

Hier ist man mitunter versucht, das lange s als h zu interpretieren.

Bei der Aufschrift "Gemshorn" wird jedoch deutlich, wie das h eigentlich aussieht:

[image]

Eine andere Schriftart bei den folgenden Bildern:

[image]

[image]


Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

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MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Mittwoch, 23. November 2011, 10:05 (vor 5402 Tagen) @ Florian-L

Auch ich hatte mir vor langer Zeit schon einmal Gedanken gemacht, wo diese Schreibweisen herkommen. Liest man allerdings mehr in Frakturschrift (Alte Gesangbücher, etc.) dann fällt einem die Gestaltung des schrfen "s" auf und man weiß schnell, warum auch vom Es-Zett (nein, keine Schokoladentäfelchen für auf´s Brot!) gesprochen wird.
Ich verweise auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fraktur_%28Schrift%29
und dort auf die drei Formen des "s" in der Frkturschrift. Als Es-Zett gebrauchte man immer die lange Form des kleinen "s" zusammen mit dem kleinen "z", so entstand auch später die heute gebräuchliche Form des "ß". Auch bei doppel-"s" verwendete man gerne die lange und die gedrungene Form des "s" nacheinander, statt -auch selten zu sehen- zwei lange hintereinander; niemals: zwei gedrungene "s" nacheinander.
Die Schreibweisen auf den Registerschildern sind einmal einer Abwandlung der Frakturschrift und andermal eine interpretierenden Handschrift und deren Wieder-Interpretation geschuldet.
Also NIEMALS HISTORISCH: Subbafs oder gar Subbahs

komische Registernamen..

Florian-L, Mittwoch, 23. November 2011, 10:16 (vor 5402 Tagen) @ MichaelS

Auch ich hatte mir vor langer Zeit schon einmal Gedanken gemacht, wo diese Schreibweisen herkommen. Liest man allerdings mehr in Frakturschrift (Alte Gesangbücher, etc.) dann fällt einem die Gestaltung des schrfen "s" auf und man weiß schnell, warum auch vom Es-Zett (nein, keine Schokoladentäfelchen für auf´s Brot!) gesprochen wird.
Ich verweise auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fraktur_%28Schrift%29
und dort auf die drei Formen des "s" in der Frkturschrift. Als Es-Zett gebrauchte man immer die lange Form des kleinen "s" zusammen mit dem kleinen "z", so entstand auch später die heute gebräuchliche Form des "ß". Auch bei doppel-"s" verwendete man gerne die lange und die gedrungene Form des "s" nacheinander, statt -auch selten zu sehen- zwei lange hintereinander; niemals: zwei gedrungene "s" nacheinander.
Die Schreibweisen auf den Registerschildern sind einmal einer Abwandlung der Frakturschrift und andermal eine interpretierenden Handschrift und deren Wieder-Interpretation geschuldet.
Also NIEMALS HISTORISCH: Subbafs oder gar Subbahs

Ja, die s-Schreibungen sind ein weites Feld...

http://de.wikipedia.org/wiki/Heysesche_s-Schreibung

http://de.wikipedia.org/wiki/Adelungsche_s-Schreibung

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
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organum1973, Köln, Donnerstag, 24. November 2011, 05:32 (vor 5401 Tagen) @ Florian-L

Es gab damals in der sogenannten "deutschen Kurrentschrift" zwei Formen des Buchstaben "S" : Das "lange" und das "runde" "S". Die Regel lautete, dass das lange "S" am Wortanfang und innerhalb eines Wortes steht und das runde "S" am Wortende oder als Fugen-"S" in Zusammensetzungen. Das runde "S" steht auch dann, wenn nach dem "S" eine mit einem Mitlaut beginnende Nachsilbe wie -lein, -chen, -mus usw. folgt. Oder wenn z.B. bei zusammengesetzten Wörtern eine Silbe mit "S" endet und die nächste mit "S" beginnt, ist das erste rund und das zweite lang.

Insofern scheint mir auf den Bildern eigentlich alles in Ordnung und die Organisten in früheren Zeiten dürften keine Schwierigkeiten beim Lesen gehabt haben.

komische Registernamen..

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Mittwoch, 23. November 2011, 10:10 (vor 5402 Tagen) @ Florian-L

Hallo,

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.


oha, das ist nicht nur schmerzend, sondern für den Produzenten dieses Mülls hochgradig peinlich. Bei mir könnte der die Registerschilder oder -beschriftungen grad wieder mitnehmen ...


Auf meine Nachfrage habe ich eine sehr originelle Erklärung bekommen:
Es handle sich um eine süddeutsche Schreibweise, so dass bei der Aussprache der Registernamen eine Verbindung zum Klang entstehe.

Gruß, Florian

Also beim Sub-Baaahhhs kann man das "gehauchte" ja noch erahnen oder nachvollziehen, aber beim Posaun Bahs 32´ hätte ich dann lieber geschrieben: Posaun Brrrrrrrs 32´.

Man scheint mancherorts sowieso gerne das Rad neu erfinden zu wollen da am Niederrhein...

P.S.: Ich kannte einmal ein Contrafagott 32´ (inzwischen nicht mehr da) - wir nannten es "HILTI"

komische Registernamen..

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Mittwoch, 23. November 2011, 08:56 (vor 5402 Tagen) @ Florian-L

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.

Ich bin mir nicht sicher, ob "Subbahs" wirklich falsch ist. In St. Mauritz besteht die Bezeichnung jedenfalls schon verdammt lange ...

komische Registernamen..

Florian-L, Mittwoch, 23. November 2011, 09:50 (vor 5402 Tagen) @ Rochus Schmitz

Mir fällt auch noch etwas "Schmerzendes" ein:

Wenn unbedingt historisierende Registernamen gewünscht sind und man, weil das lange s missinterpretiert wird, etwa statt "Subbaſs" "Subbahs" aufs Registerschild schreibt.

Ich bin mir nicht sicher, ob "Subbahs" wirklich falsch ist. In St. Mauritz besteht die Bezeichnung jedenfalls schon verdammt lange ...

Dabei handelt es sich sicher um einen Lesefehler.

Gruß, Florian

--
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Friedrich @, Mittwoch, 23. November 2011, 10:59 (vor 5402 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von Friedrich, Mittwoch, 23. November 2011, 11:22

Ich bin mir nicht sicher, ob "Subbahs" wirklich falsch ist. In St. Mauritz besteht die Bezeichnung jedenfalls schon verdammt lange ...


Dabei handelt es sich sicher um einen Lesefehler.

Das denke ich auch. Ich vermute – das Schild bekommen wir ja nicht zu sehen, trotz der verunglückten Beteuerung auf Wikipedia –, dass da ein langes s zu sehen ist, das Schleifchen oben und unten aufweist. Liest man es einzeln, sieht es damit tatsächlich wie ein h aus. Man kann aber auch das untere Schleifchen als Ligatur zum folgenden gedrungenen s auffassen, oder als Ansatz dazu. Und wenn man bedenkt, wie Bass in aller Regel seit Zäsars Zeiten gesprochen wird, gibt es wirklich keinen Anlass für eine Schreibung "Bahs". Mir ist jedenfalls im Deutschen keine verkürzende Verwendung des h bekannt.

Die schon genannte Schreibung des Familiennamens mit -hs könnte übrigens auf eine ähnlich unkundige Übertragung in lateinische Schrift – etwa durch einen Amtsschreiber – zurückgehen, auch, dass der Name sich dann in der korrekten Aussprache -ss gehalten hat; ein Zeichen dafür, dass der Namensträger in der Gegend geblieben ist und sein klanglich korrekter Name bekannt war.

Gruhs,
Friedrich

P. S.
Es gibt es schon, das lange süddeutsche -as, wo sonst ein kurzes üblich ist. Ich hab's gehört, ich war dabei. Anlässlich einer Ars-Musici-Produktion saßen wir mal mit einem Komponisten beim Wein, der in einem berühmten Schweizer Kloster lebt. Der hatte während des Gesprächs einen jungen Adlatus dabei, der sich schweigsam verhielt. Dann fragte ihn der Meister, ob das denn auch so gewesen sei, wie er gerade erzählt habe, und der Adlatus zog aus tiefstem Mußtopf ein wunderschönes, mild ansteigendes, gleichsam muhendes "Waaas?" Es war wirklich schwer, die Würde des Ortes zu achten. Möglich, dass auf gleiche Art beim Orgelunterricht auch mal die Frage nach dem Pedal mit einem "Subbaaaß?" quittiert wurde.

komische Registernamen..

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Mittwoch, 23. November 2011, 14:42 (vor 5402 Tagen) @ Florian-L

Dabei handelt es sich sicher um einen Lesefehler.

Dann haben ihn die Seiferts (unter Referenzen Münster St. Mauritz) aber konsequent durchgehalten!

komische Registernamen..

Friedrich @, Mittwoch, 23. November 2011, 17:52 (vor 5402 Tagen) @ Rochus Schmitz

Dabei handelt es sich sicher um einen Lesefehler.

Dann haben ihn die Seiferts (unter Referenzen Münster St. Mauritz) aber konsequent durchgehalten!

Ja. Haben sie wohl. Müssen sie mit leben.

Gruhs,
Friedrich

komische Registernamen..

otto krämer, Mittwoch, 23. November 2011, 18:32 (vor 5402 Tagen) @ Friedrich

nein Friedrich...das geht so nur bei kurzem Vokal...!
also,
viel Spahs!

komische Registernamen..

Frank Berger @, Wassenberg, Mittwoch, 23. November 2011, 08:37 (vor 5402 Tagen) @ fluteceleste

hier ein Beispiel aus Wassenberg-Effeld. Den Himmelsfuchs hatte ich eine Zeitlang als Nickname.
Gruß Frank


[image]

komische Registernamen..

Martin78 @, Mittwoch, 23. November 2011, 08:45 (vor 5402 Tagen) @ Frank Berger

Spitze :-)

Hast du eine Ahnung, wie es dazu kam? Lateinunkundiger Orgelbauer oder einer mit dem Schalk im Nacken?

komische Registernamen..

Frank Berger @, Wassenberg, Mittwoch, 23. November 2011, 09:20 (vor 5402 Tagen) @ Martin78

Leider nicht - die Orgel stammt wohl aus den 1920er Jahren, als Erbauer ist der im weiteren Umfeld von Aachen öfter vertretene Karl Bach genannt. Der Spieltisch gehört wohl auch nicht original zur restlichen Orgel. Ob das Pfeifenwerk von Bach stammt oder von woanders übernommen wurde, steht dahin. Fest steht, dass die Orgel dringend sanierungs- bzw. erneuerungsbedürftig wäre. Aber im Gegensatz zu anderen Gegenden (z. B. Thread Würzburg) hat man hier wohl kein Geld dafür übrig...
Gruß... Frank

komische Registernamen..

elsenp, Mittwoch, 23. November 2011, 10:12 (vor 5402 Tagen) @ Frank Berger

Leider nicht - die Orgel stammt wohl aus den 1920er Jahren, als Erbauer ist der im weiteren Umfeld von Aachen öfter vertretene Karl Bach genannt. Der Spieltisch gehört wohl auch nicht original zur restlichen Orgel. Ob das Pfeifenwerk von Bach stammt oder von woanders übernommen wurde, steht dahin. Fest steht, dass die Orgel dringend sanierungs- bzw. erneuerungsbedürftig wäre. Aber im Gegensatz zu anderen Gegenden (z. B. Thread Würzburg) hat man hier wohl kein Geld dafür übrig...
Gruß... Frank

Hallo Frank,

ich glaube eher, dass der Graveur, bei dem die Registerschildchen gefertigt werden (Laukhuff?), ein Problem mit der Rechtschreibung hatte. Bei einer auch von Karl Bach stammenden Orgel im Dürener Raum gibt es einen "Priznipalbass 16'" nicht nur im Handregister, sondern auch im Freien Pedal, bei einer anderen Orgel gibt es eine "Flote".

Schöne Grüße
Peter

komische Registernamen..

Florian-L, Freitag, 25. November 2011, 16:41 (vor 5400 Tagen) @ Frank Berger

hier ein Beispiel aus Wassenberg-Effeld. Den Himmelsfuchs hatte ich eine Zeitlang als Nickname.
Gruß Frank

Mir ist einmal eine "Vox celist" untergekommen.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

komische Registernamen..

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Mittwoch, 23. November 2011, 09:07 (vor 5402 Tagen) @ fluteceleste

Was es nicht alles gibt!

Nicht vergessen wollen wir die Stifternamen in den Registerbezeichnungen wie Dolatina
oder Quantarde

komische Registernamen..

Martin78 @, Mittwoch, 23. November 2011, 09:22 (vor 5402 Tagen) @ Rochus Schmitz

Was es nicht alles gibt!


Nicht vergessen wollen wir die Stifternamen in den Registerbezeichnungen wie Dolatina
oder Quantarde

Wobei die Quantarde ja wohl zwischenzeitlich wieder Geschichte ist :-)

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