Klaviaturumfänge und mehr

Florian-L, Donnerstag, 08. September 2011, 14:34 (vor 5478 Tagen) @ doppelfloete_h
bearbeitet von Florian-L, Donnerstag, 08. September 2011, 14:37

...so sehe ich das auch. Natürlich hat irgendwann auch oktavieren seine Grenzen. Aber dann übt man halt passende Literatur. Oder einfach woanders. Ansonsten kann man sich natürlich beim Planen einer neuen Orgel schon über die Anforderungen im Klaren sein. Wenn, wie beschrieben, ein Orgelbauer keinerlei Probleme hat, auch bis a oder c zu bauen, her damit. Dann wär ich auch blöd. Bei "mir" hat Wegscheider z.b. auch auf ausdrücklichen Gemeinde- und Organistenwunsch jeweils bis f gebaut, obwohl angesichts Gehäuse und Historie d absolut vertretbar oder logisch gewesen wäre.

Mir kommt gerade spontan die großartige Demessieux-Gesamtaufnahme von Stephen Tharp in den Sinn (leider gerade verliehen...) - er verwendet neben der Stahlhut/Jann in Dudelange die traumhafte Cavaillé-Coll in Rouen. Und das gerade für die Sept Méditations, die auch des öfteren mit "amerikanischen" Klaviaturumfängen rechnen. Na und? Da wird dann auch locker oktaviert.
Oder wieviele Aufnahmen der Carillon-Fuge von Duruflé haben wir gehört, wo gar kein a3 vorhanden ist? Allerdings gibts da auch eher ungeschickte Lösungen...

Ja, das ist der springende Punkt. Manche Spitzentöne, die auf vielen Orgeln nicht vorhanden sind, sind etwa für den Melodieverlauf oft unerlässlich. Wenn es die Anlage des Stückes erlaubt, kann man nach unten oktavieren. Es bleibt die Frage, ob das Stück dadurch nicht zu sehr entstellt wird, z.B. wenn man mehrmals zwischen verschiedenen Oktavlagen hin- und herspringen muss.

Gruß, Florian

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"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-


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