Disposition erwünscht!
Hallo liebes Forum,
in diesem kleinen aber schmucken fränkisch-barocken Orgelgehäuse (um 1720) befindet sich ein pneumatisches Werk (II/9, Spieltisch mit Blick zum Altar) aus dem Jahr 1935, das mittlerweile nahezu unspielbar ist.
![[image]](images/uploaded/201109021104184e60b8320de3c.jpg)
Derzeitige Dispostion:
Pedal:
Subbas 16'
Zartbass 16' (Windabschwächung Subbass)
I. Manual:
Prinzipal 8'
Flöte 8'
Oktave 4'
Mixtur III 2 2/3'
II. Manual:
Lieblich Gedeckt 8'
Salizional 8'
Blockflöte 4'
Koppeln:
I-Ped
II-Ped
II-I
Sub II-I
Super II-I
In absehbarer Zeit soll ein Neubau erfolgen. Bei dieser Gelegenheit soll das Gehäuse ein Stückchen nach vorne gezogen werden und die an die Ohren anschließenden seitlichen Anbauten entfallen. Die beiden Säulen, die die Orgel einrahmen, könnten dann weiß gestrichen werden, sodass das eigentliche Orgelgehäuse auch tatsächliche mit den Ohren endet.
An dieser Stellt würde ich mich über eure Dispostions-Ideen sehr freuen. Rahmen: max. 10 Register, ein- oder zweimanualig liegt in eurer Entscheidung.
Vielen Dank! :-)
Disposition erwünscht!
Ich würde erst mal nachforschen, wie das Orgelwerk ursprünglich angelegt war und wie dessen Disposition lautete. Falls nicht mehr ergründbar, vergleichbare Orgeln (Orgelbauer, Baujahr, Größe, Region) suchen und mich davon "inspirieren" lassen.
Herzliche Grüße
Peter
Disposition erwünscht!
Pedal
Subbaß 2 fach 16' + 8' (auf einen Zug!)
I.Manual
Principal 8'
Gedackt 8' -----------
Octave 4'
Rohrflöte 4' -----------
Quinte 2 2/3' -----------
Superoctave 2' -----------
Terz 1 3/5' -----------
Mixtur 4 fach 1 1/3'
Trompete 8'
Aus dem I.Manual sind spielbar im
II. Manual:
Gedeckt 8'
Rohrflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Superoctave 2'
Terz 1 3/5'
Disposition erwünscht!
... wie ist denn die Substanz der jetzigen Orgel?
Technisch, klanglich?
Die einfach zu restaurieren?
Viele Grüße
Disposition erwünscht!
... wie ist denn die Substanz der jetzigen Orgel?
Technisch, klanglich?
Die einfach zu restaurieren?Viele Grüße
Eine Restaurierung kommt laut Gutachten nicht mehr in Frage. Die Technik ist desolat, das Pfeifenwerk größtenteils auch. Evtl. ließe sich der Subbass übernehmen.
Disposition erwünscht!
Hallo,
wenn ich einen Vorschlag machen müsste, dann in etwa so:
I.Man:
Portun 8 (füllig mit Strich)*
Copl 8 (glucksend)
Viol da Gamba 8 (spuckende silbrige Ansprache)
Principal 4 (sehr silbrig)*
Flauto ottava 4 (fröhlich spuckend)
Quinte 2 2/3 (sehr nasal)*
Principal 2 (frisch und hell)
Rauschwerk 1 1/3 + 1 + 2/3 (nicht repitierend)
* mit Schleifenteilung
II. Man:
Trompete 8
Ped.
Subbass 16
Normalkoppeln und Trompete zu Pedal super.
So und der das ganze intonieren muss, wird mich als Orgelschwachverständigen wohl verfluchen. und jetzt macht mich fertig, mein voller Ernst! ;-)
Disposition erwünscht!
Eine Restaurierung kommt laut Gutachten nicht mehr in Frage. Die Technik ist desolat, das Pfeifenwerk größtenteils auch. Evtl. ließe sich der Subbass übernehmen.
Hallo,
Ich traue mich wetten, dass der Gutachter die Pfeifen gar nicht angesehen hat. Principal, Oktave und Mixtur sind wahrscheinlich nicht die besten. Das andere Zeug kann man mit Sicherheit übernehmen. Ein Orgelsachverständiger mal in einem Gutachten bei einer Pfarrei, in der ich früher des öfteren georgelt habe: "das Pfeifenmaterial ist von minderwertiger Qualität und aus Zink" Ich habe ihm geantwortet dass nur die stummen Prospektpfeifen aus Zink sind und im übrigen alle Pfeifen aus dem Hause Steinmeyer stammen (= gewiss nicht schlecht). Darauf hat er der Kirchenverwaltung geschrieben, dass ich gar nichts zu sagen habe und es ihm eigentlich egal ist, ob die Pfeifen gut oder schlecht sind, denn alte Pfeifen werden bei ihm sowieso nicht verwendet. Also mein Tipp: Wenn du deine Nerven schonen willst, lass den Schwachverständigen alles machen, der stellt dir eine Disposition auf, die sich schon in dutzend anderen Projekten bewährt hat (oder auch nicht).
Grüße und viel Glück (das wirst du brauchen)
Franz
Disposition erwünscht!
I. Manual, Hauptwerk:
1 Principal 8'
2 Rohrflöte 8'
3 Oktave 4'
Superoctave 2' (Vorabzug Mixtur)
4 Mixtur 2' 3fach
II. Manual, Positiv
5 Bordun 8'
6 Rohrflöte 4'
7 Sesquialter 2fach
8 Doublette 2'
9 Krummhorn 8' (Oder Oboe 8' wenn der Platz es zulässt)
Tremulant
Pedal:
10 Subbass 16'
Subbass 8' (Extension aus 16')
Das ganze auf eine Zwillingslade gesetzt, dazu folgende Koppeln:
II-I
I-P
II-P
Fertig :-)
Disposition erwünscht!
So und der das ganze intonieren muss, wird mich als Orgelschwachverständigen wohl verfluchen. und jetzt macht mich fertig, mein voller Ernst! ;-)
Nöö, ist doch super. An die süddeutsche Kombi Bordun und Copl hatte ich auch gleich gedacht, war mir nur nicht klar, ob das Gehäuse und der Raum dann Gamba oder Quintatön besser vertragen. Das einzige, was mir fehlt, ist ein Kornett – so ein prinzipaliges, vielleicht auch nur eine Soloterz, die sich in Dein Rauschwerk einfügt (müsste dessen Spitze nicht bei 2/3' liegen und das ganze bei c' dann doch einmal in die Unteroktave repetieren?).
Das Trompeten-Auxiliaire ist nett. Die Trompete dann aber nicht zu zaghaft – darf auch einen fetten Bass haben.
Und dann eine Stunde lang Rathgeber-Pastorellen und Böhm-Partiten, dazu eine Prise Orgelbüchlein und der eine oder andere gewagte Messiaen (Les Anges!) … Und als erstes Stück zur Weihe natürlich BWV 541! Eine Orgel für und wie dieses Stück, sowas wäre doch schön für so ein Gehäuse.
Gruß,
Friedrich
Disposition erwünscht!
So weit, so gut. Aber mit der Tendenz, in jede mittlere Orgel als "Allroundzunge" eine Oboe zu stellen, konnte ich mich nie anfreunden, die sind für mich weder Fisch noch Fleisch.
Wenn man beim süddeutschen Konzept bleibt, dann bekommt sie entweder gar keine Zunge - oder WENN, dann wenigstens ein Krummhorn mit Charakter, wenns für eine Trompete nicht reicht. Aber bitte nicht noch eine Oboe.
Ganz davon abgesehen halte ich es für bedenklich, einen 4-Fuß-Prospekt mit einem 8-Fuß nachrüsten zu wollen. Insofern finde ich das Konzept von Franz am überzeugendsten.
Rücksicht auf möglicherweise herausgeforderte Intonatoren fällt mir ebenso schwer. Ich bestelle ja auch in einem Restaurant nicht zur Feier des Tages nur die Hühnersuppe, weil ich die Fähigkeiten des Kochs nicht überstrapazieren möchte. Eine Orgel kostet viel Geld und ist immer ein Einzelstück, da kann man als Auftraggeber auch Ansprüche an die Intonation stellen.
Disposition erwünscht!
So und der das ganze intonieren muss, wird mich als Orgelschwachverständigen wohl verfluchen. und jetzt macht mich fertig, mein voller Ernst! ;-)
Nöö, ist doch super. An die süddeutsche Kombi Bordun und Copl hatte ich auch gleich gedacht, war mir nur nicht klar, ob das Gehäuse und der Raum dann Gamba oder Quintatön besser vertragen. Das einzige, was mir fehlt, ist ein Kornett – so ein prinzipaliges, vielleicht auch nur eine Soloterz, die sich in Dein Rauschwerk einfügt (müsste dessen Spitze nicht bei 2/3' liegen und das ganze bei c' dann doch einmal in die Unteroktave repetieren?).Das Trompeten-Auxiliaire ist nett. Die Trompete dann aber nicht zu zaghaft – darf auch einen fetten Bass haben.
Und dann eine Stunde lang Rathgeber-Pastorellen und Böhm-Partiten, dazu eine Prise Orgelbüchlein und der eine oder andere gewagte Messiaen (Les Anges!) … Und als erstes Stück zur Weihe natürlich BWV 541! Eine Orgel für und wie dieses Stück, sowas wäre doch schön für so ein Gehäuse.
Gruß,
Friedrich
Hallo Friedrich
ah, da versteht mich wieder mal einer! und an die gleiche Literatur habe ich auch gedacht. Auch der Muffat wäre wunderbar: Copl, Portun diskant, Quinte diskant in den cantablen Stellen, dann im mit der Viol da Gamba antworten...., Pricipalplenum im virtuosen Finale, Trompete zum Pedal und Orgelpunk und im Grave der Coda dann die Trompete zum Manual- Plenum dazu. Die Trompete muss in der tiefen Oktave immer kräftiger werden und auch sonst sollte sie nicht zu dezent sein, dachte ich doch auch mit der Superoktavkoppel zum Pedal an eine gute c.f. Stimme....
Ein Soloterz passt mir jedoch nicht so ins Konzept, ganz einfach weil ich kein großer Freund von Terzen in kleinen Orgeln bin. Bei meinem "Rauschwerk" müsste die Spitze bei 2/3 liegen, da habe ich mich vertippt. Die Idee einer fehlenden Repitation stammt aus einem Nachmittag an einer großen Schmid-Orgel, die ja bekanntlich viele Einzelaliquoten hat und da kann man sich die wildesten Mixturen selber machen (eine Weihnachtsmixtur mit 8/9 und 8/13, da glaubt man aus der Orgel kommen die Schneeflocken raus). Ab diesem Nachmittag wusste ich auch, warum mich Mixturen an kleinen neuen Orgeln immer so nerven; weil sie repitieren.
Ach ja zur Weihe 564, nach dem Pedalsolo sofort die Trompete weg und dann der Concertoteil, volles Werk im Grave des 2. Satzes und die Fuge sehr schnell und ohne riterdando in der Coda, damit sich ein großes Fragezeichen bildet.
Grüße Franz
Disposition erwünscht!
Wo steht den dat Dingens?
Gruß
Dieter
Disposition erwünscht!
Wo steht den dat Dingens?
"Dat Dingens" steht in Steinbach, einem kleinen Örtchen in Unterfranken, am Main, zwischen Bamberg und Schweinfurt. Gegenüber auf der anderen Mainseite steht die Wallfahrtskirche Maria Limbach, gebaut von Balthasar Neumann, mit einer Orgel von Johann Philipp Seuffert (1756).
![[image]](images/uploaded/201109021522264e60f4b28ea33.jpg)
Disposition erwünscht!
I. Manual, Hauptwerk:
1 Principal 8'
2 Rohrflöte 8'
3 Oktave 4'
Superoctave 2' (Vorabzug Mixtur)
4 Mixtur 2' 3fachII. Manual, Positiv
5 Bordun 8'
6 Rohrflöte 4'
7 Sesquialter 2fach
8 Doublette 2'
9 Krummhorn 8' (Oder Oboe 8' wenn der Platz es zulässt)
TremulantPedal:
10 Subbass 16'
Subbass 8' (Extension aus 16')Das ganze auf eine Zwillingslade gesetzt, dazu folgende Koppeln:
II-I
I-P
II-PFertig :-)
Hallo,
ohne Zweifel ein praktisches Konzept. Mich stören ein paar Dinge und das ist nur meine persöniche Meinung. Mir gefällt der Principal 8 nicht, zum einen weil schon ein Principal drin ist (Registerredundanz) und zum anderen weil er nicht zum Stil dieser Orgel und ihrer Landschaft passt. Dann die Mixtur mit Vorabzug, den ich nie verstanden habe. Ähnlich wie Wolfgang den "Zartbass" um 1900 bewerte ich den "Vorabzug" als einen Irrtum, der weder im Stande ist den einzelnen Zweifuß noch den Chor einer Mixtur zu ersetzen. Und dann noch etwas, das ich allgemein nicht verstehe. Warum baut man Rohrflöten? ich kann mit den Dingern nichts anfangen. Warum keine weichen fülligen oder auch spuckende, vor allem charakteristische Flöten. Möglicherweise ist es mit der Rohrflöte genau das gleiche wie mit der Oboe. Man baut sie deshalb, weil sie keinen Charakter haben und somit kann man wohl ja nichts falsch machen.
Grüße Franz
Disposition erwünscht!
Hihi, Orgel von Seuffert, CD-Digipak von mir – eine meiner letzten Taten für Ars Musici selig. Eine hübsche Aufnahme, fand ich immer.
Gruß,
Friedrich
Disposition erwünscht!
wenn du keine Rohrflöte kennst die einen Charakter hat warst du eindeutig an den falschen Orgeln. Ein guter Intonateur ist durchaus in der Lage Zauberhafte Rohrflöten zu machen, ich denke da an Spitzenleute wie Rainer Janke, Hartmut Reiser oder Patrick Collon! Auch eine Rohrflöte in Holz gebaut kann sehr reizvoll sein und auch spucken!
Disposition erwünscht!
I. und II. Manual Wechselschleifen
I.Manual:
Principal 8'
Copl 8' (nettes, spuckendes Gedackt, füllig - für Continuo)
Holzflaut 8' (C-H mit Copl; ab c0 selbständig offen)
Viola di Gamba 8'
Unda maris 8' (ab c0; mit allen vier 8'-Registern verwendbar)
Octave 4'
Rohrflaut 4'
Quint 2 2/3'
Superoctav 2'
Terz 1 3/5'
Mixtur IV 1 1/3'
II.Manual (Wechselschleifen mit I)
Principal 8'
Copl 8'
Holzflaut 8'
Viola di Gamba 8'
Unda maris 8'
Octave 4'
Rohrflaut 4'
Quint 2 2/3'
Superoctav 2'
Terz 1 3/5'
Krummhorn 8' (frz.) oder Dulcian 8' (norddeutsch)
Pedal:
Subbass 16'
Subbass 8' (aus 16')
Principal 8' (aus I.)
Alle 3 Normalkoppeln
Bei Weglassungen: zunächst Unda maris weglassen, dann die Zunge - bzw. umgekehrt, je nach Vorliebe und Stimm-"Fähigkeit" des/der Organisten (bei der Zunge).
Gruss
Thomas
--
Thomas Haubrich
Disposition erwünscht!
...unter Tränen könnte man natürlich auch alternativ auf die Holzflaut verzichten... allerdings ungern....
--
Thomas Haubrich
Disposition erwünscht!
Unda maris als Gedackt- oder Streicherschwebung?
Disposition erwünscht!
Unda maris als Gedackt- oder Streicherschwebung?
Streng genommen gibt es eine Unda Maris nicht als Streicherschwebung
(Meeres - Simme.... streichend??)
Gruß
Dieter
Disposition erwünscht!
Hallo Bauernflöte
ich hätte da eine Idee, dazu solltest du aber zuerst 2 Fragen beantworten
1. Innenmaß des Obergehäuses?
beträgt das zufällig mind. 2580 mm?
2. Was ist von den offensichtlich alten Register
(ich vermute mal Liebl. Ged., Salicional und ev.
Flöte 8') noch brauchbar? oder klingt gut?
Grüße
KarlM
Disposition erwünscht!
Eine Überlegung wäre auch eine liturgisch-praktische Lösung wert, bei der ein 2. Manual nur einen 8' enthält, um ein Solo auf dem anderen Manual zu begleiten oder schnelle Wechsel für V/A-Gesänge zu ermöglichen.
I.
Gedackt 8
Viola 8
Oktave 4
Spitzflöte 4
Oktave 2
Mixtur 1 1/3 4f
Cornettino 2 2/3 + 1 3/5, Quinte als Vorabzug
Trompete 8
II.
Rohrflöte 8 (Venteillade, ohne Registerzug)
Pedal:
Subbass 16
Normalkoppeln, II-I Sub
Tremulant
Denkbar wäre, die Trompete in B/D zu teilen.
Schöne Grüße
Axel
Disposition erwünscht!
Eine Überlegung wäre auch eine liturgisch-praktische Lösung wert, bei der ein 2. Manual nur einen 8' enthält, um ein Solo auf dem anderen Manual zu begleiten oder schnelle Wechsel für V/A-Gesänge zu ermöglichen.
Hallo,
da stellt sich für mich die Frage, ist es eine Hauptkirche oder eine Filialkirche (worauf ich eher tippen würde). In einer Hauptkirche in der sämtliche Hochfeste, Sonntagsmessen mit Chor usw.. einfach mehr Praxis gefordert wird, sollte man eine kleine Orgel auch praktisch planen (=0815 Disposition mit Wechselschleifen). Wenn es sich dabei um eine Filialkirche handelt mit einer Messe am Samstag oder Donnerstag, kann man glaube ich die Praxis etwas vernachlässigen und ein kleines "Spielzeug" bauen. Hier würde ich wirklich was reinstellen, dass primär dem Gehäuse, der Kirche und der Orgellandschaft entspricht, wenns sein muss, gerne auch mitteltönig (nutzt die Chance! hier "störts" keinen). Ich würde sogar sagen, dass das besser ist, denn die Kirche (als Raum) kann nur gewinnen und wird vielleicht sogar ein beliebter Ort für Orgel- oder Kammerkonzerte. Also, wenn die Praxis in dieser Kirche nicht ganz so wichtig ist, bauts wos gspinnerts und vor allem, lasst den Orgelbauer mal kreativ sein.
Grüße Franz
Disposition erwünscht!
da stellt sich für mich die Frage, ist es eine Hauptkirche oder eine Filialkirche (worauf ich eher tippen würde).
Wenn man es genau nimmt ist es eine Kuratie-Kirche, mit einem Sonntags- bzw. Vorabendgottesdienst, einem Gottesdienst am Werktag, hinzu kommen Andachten im Mai, in der Fastenzeit, im Oktober etc.
Wegen ihrer überschaubaren Größe ist die Kirche sehr beliebt für Hochzeiten. Eine normal Hochzeitsgesellschaft findet hier bequem Platz. In der "aktuellen Saison" waren es 8 Hochzeiten.
Disposition erwünscht!
Wegen ihrer überschaubaren Größe ist die Kirche sehr beliebt für Hochzeiten. Eine normal Hochzeitsgesellschaft findet hier bequem Platz. In der "aktuellen Saison" waren es 8 Hochzeiten.
Das ist natürlich eine wichtige Information! Dann darf eine orchestrale "String-Division" im Schwellwerk für die verschiedenen Ave Marias sowie eine HD-Zunge (en chamade im Gehäuse oder hooded) für die Trumpet Tunes nicht fehlen :D Gerne auch auf Wechselschleifen ;)
Gruß
Karsten
Disposition erwünscht!
Genau.
Und als Cantus-Firmus-Stimme im Pedal am besten ein Cornet harmonique 2' in vierfacher Länge.
Heilandsgewitter.
Wobei ich Axels Vorschlag, neben Franzens, noch am angemessensten finde. Daß ich nichts davon halte, hinter so einen Prospekt noch einen 8-Fuß-Prinzipal stellen zu wollen, sagte ich ja bereits.
Und, a propos Experimente: Wenn schon keine Chamade (hach!), wie wäre es mit einer Trompete mit Blechbechern?
Disposition erwünscht!
Ich habe hier zu Hause noch eine komplette Trompete mit Kupferbechern liegen. Die Pfeifen stammen aus einer Orgel von 1869, die Kemper 'mal "restauriert" hatte. Jetzt ist wieder eine originale Trompete aus dem 19. Jahrhundert eingebaut worden. Die Kupferpfeifen klangen zwar historisch "falsch", ich habe sie jetzt aber versuchsweise in eine Neobarock-Orgel gestellt, in der er gar keine Trompete gibt. Die Töne klangen eigentlich ganz ordentlich und in dieser Orgel auch irgendwie "richtig". Warum werden heute keine Kupferpfeifen mehr hergestellt - abgesehen vom irrwitzig hohen Preis für Kupfer zurzeit?
Disposition erwünscht!
Kupfer? Wer redet von Kupfer? Ich rede von Weißblech.
Und, wenn du Kupfertrompeten brauchst ... ich schätze, in Neuenfelde dürfte bald eine günstig zu haben sein ;-)
Wenn die Welt noch nicht ganz verloren ist, dann gilt dasselbe hoffentlich auch bald für Otterndorf.
Disposition erwünscht!
Da die Unda maris hier mit möglichst allen oder vielen Registern mischbar sein sollte (wenn auch hauptsächlich auf Gamba und Holzflöte 8 bezogen), würd ich sie hier offen ab c0 vorschlagen.
Unda Maris kann vieles sein, im Uebrigen nicht nur eine Flöten- oder Principalschwebung, sonder DURCHAUS doch z.B. bei Cavaille-Coll eine Schwebung zum Salicional.
Grüsse
Thomas
--
Thomas Haubrich
Disposition erwünscht!
...Hmmmm, bei Cavaille-Coll aber durchaus zum Salicional...
--
Thomas Haubrich
Disposition erwünscht!
Ach so, und das Registertableau wird dann größer als der Prospekt? Übrigens: Einen Principal (den man mangels Höhe irgendwo verteilen muss um ihn ab c° im Prospekt zu haben) auch noch für beide Manuale UND Pedal als Transmission und/oder Wechselschleife spielbar zu machen, dürfte Platzangebot und Finanzmittel sprengen...
I. und II. Manual Wechselschleifen
I.Manual:
Principal 8'
Copl 8' (nettes, spuckendes Gedackt, füllig - für Continuo)
Holzflaut 8' (C-H mit Copl; ab c0 selbständig offen)
Viola di Gamba 8'
Unda maris 8' (ab c0; mit allen vier 8'-Registern verwendbar)
Octave 4'
Rohrflaut 4'
Quint 2 2/3'
Superoctav 2'
Terz 1 3/5'
Mixtur IV 1 1/3'
II.Manual (Wechselschleifen mit I)
Principal 8'
Copl 8'
Holzflaut 8'
Viola di Gamba 8'
Unda maris 8'
Octave 4'
Rohrflaut 4'
Quint 2 2/3'
Superoctav 2'
Terz 1 3/5'
Krummhorn 8' (frz.) oder Dulcian 8' (norddeutsch)
Pedal:
Subbass 16'
Subbass 8' (aus 16')
Principal 8' (aus I.)
Alle 3 Normalkoppeln
Bei Weglassungen: zunächst Unda maris weglassen, dann die Zunge - bzw. umgekehrt, je nach Vorliebe und Stimm-"Fähigkeit" des/der Organisten (bei der Zunge).
GrussThomas
Disposition erwünscht!
Mein Vorschlag:
I. Man:
Rohrflöte 8´
Traversflöte 8´ (ab g°, vorher mit Rohrflöte)
Salicional 8´ (große Octave als Quintade)
Principal 4´
Nashorn 3´
Octave (mit etwas weiterer Mensur) 2´
Terz 1 3/5´ (Flötig, quasi Cornet decomposé)
Mixtur III-IV 1 1/3´
Vorabzug/Halbzug: 1 1/3´
II. Manual:
Gedeckt 8´
Kleingedeckt 4´ (Octavauszug)
Vox humana 8´
Pedal:
Subbaß 16´
Gedacktbaß 8´ (Octavauszug)
Violonbaß 8´
Basson-Dulcian 16´ (wenn wirklich viel Geld und Platz da ist!)
Normalkoppeln
Tremulanten für beide Manuale
Als alternative könnte man das zweite Manual "nur" mit Gedeckt und Vox humana ausstatten, dazu mit durchziehender Sub- und Superoktavkoppel. Das ist zwar nicht wirklich barock, aber bei etwas Kreativität sehr vielseitig einsetzbar. Statt der Vor humana ließe sich auch eine Schalmei (nach Gabler) oder ein Krummhorn vorstellen.
Auf dieser Empore würde ich keinen Principal 8´ Disponieren, die Kirche dazu kann den wahrscheinlich gar nicht klanglich aufnehmen, wenn eine Hochzeitsgesellschaft schön drin Platz hat - also rund 150 Plätze?
Disposition erwünscht!
Hallo,
Auf dieser Empore würde ich keinen Principal 8´ Disponieren, die Kirche dazu kann den wahrscheinlich gar nicht klanglich aufnehmen, wenn eine Hochzeitsgesellschaft schön drin Platz hat - also rund 150 Plätze?
einen Principal 8' würde ich immer (!) versuchen unterzubringen. Zu kleine Räume für dieses Register gibt es nicht, siehe die Orgel meines "Zweit"arbeitsplatzes, 4 Register mit Principal 8', ca. 60 Sitzplätze.
![[image]](http://www.orgelforum.info/forum/images/uploaded/201109041711514e63b1577cfbb.jpg)
Grüße von tiratutti
Disposition erwünscht!
Hallo,
Auf dieser Empore würde ich keinen Principal 8´ Disponieren, die Kirche dazu kann den wahrscheinlich gar nicht klanglich aufnehmen, wenn eine Hochzeitsgesellschaft schön drin Platz hat - also rund 150 Plätze?
einen Principal 8' würde ich immer (!) versuchen unterzubringen. Zu kleine Räume für dieses Register gibt es nicht, siehe die Orgel meines "Zweit"arbeitsplatzes, 4 Register mit Principal 8', ca. 60 Sitzplätze.Grüße von tiratutti
Genau... wie sagte mal eine Organistenkollegin: "Auf der Orgel spiel' ich keinen Bach, die hat keinen Principal 8'" ... Also, wer auf "seiner" Orgel Bach spielen möchte, wird dieser Leh(/e)rmeinung nach nicht um einen Principal 8' umhin kommen.
LG
Jörg
P.S.: Die Kollegin war nicht in Schlüchtern.
Kein Bach
Genau... wie sagte mal eine Organistenkollegin: "Auf der Orgel spiel' ich keinen Bach, die hat keinen Principal 8'" ... Also, wer auf "seiner" Orgel Bach spielen möchte, wird dieser Leh(/e)rmeinung nach nicht um einen Principal 8' umhin kommen.
LG
Jörg
Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand sowas sagt. Vielleicht war sie betrunken.
Obwohl ich auch schon erlebt habe, daß ein angehender Orchestermusiker (Violine) meinte, Brahms sei ihm schon zu modern...........
Man stelle sich vor, jemand sagt: Auf der Orgel spiele ich keine französischen Romantiker, die hat keine Zungen.............da fände sie sogar in Paris immerhin 9 Instrumente, wo das so ist ;-))
Gruß
Andreas
Disposition erwünscht!
Ich bedauere es sehr, daß ich hier in der Krankenhauskapelle keinen Principal 8' disponiert habe. Die Orgel hat 8 Register auf einem Manual mit Pedal.Auch eine Manualtrompete 8' würde sich da ganz gut machen.
Manual:
Gedackt 8' B+D
Principal 4' B+D
Rohrflöte 4' B+D
Schwegel 2'
Quinte 1 1/3' B+D
Sesquialtera ab c' 2fach
Mixtur 4 fach
Pedal:
Subbaß 2fach 16' + 8'
Disposition erwünscht!
Lieber Michael S.,
Das mit der "nicht unterbringbaren" Verteilung der Registertableaus ist ja wohl unsinnig:
Diese kann man bequem rechts und links der Manuale unterbringen, oder man macht, wie Seifert, Registerschieber, siehe hier:
http://www.orgelbau-seifert.de/de/index.html
Seifert -> Referenzen -> Neckarsulm: Foto Mitte
oder Otzenrath:
http://www.orgelbau-seifert.de/de/index.html
Heimsheim-Wimsheim ist auch ein Beispiel (allerdings mit Zügen)
- dein Argument zählt also für mich persönlich nicht.
Wenn du etwas gegen Wechselschleifen hast, ist das deine Sache.
Ich war selber 4 Jahre lang Organist an einer vollmechanischen Orgel mit 11 Registern und Wechselschleifen und fand die Lösung einfach optimal.
Den Principal kann man bei den Wechselschleifen natürlich auch weglassen (also nur im I. Manual und Pedal spielbar).
Gruss
Thomas H.
--
Thomas Haubrich
Disposition erwünscht!
Ganz deiner Meinung... Im Notfall lieber auf etwas "höheres" verzichten, dafür samtigen Grundton und satten Sound mit dem offenen 8'!
Gutes Beispiel sind auch die zahlreichen einmanualigen englischen Dorforgeln: Zur Liedbegleitung einfach optimal.
Beste Grüsse
Thomas
--
Thomas Haubrich
Disposition erwünscht!
Sorry für die deutlichen Worte: Das Instrument hat ja auch überhaupt keine Basis! Nein, ich denke vier Achtfüße im Manual bei rund 14 Registern (je nach Detaillösung) sind genug und bei ordentlicher Leistung eines Intoneurs wird man dank der Kombination Rohrflöte 8´ + Salicional 8´ (nicht zu eng!) den Principale gar nicht vermissen.
Das Instrument stünde mit seinem ersten Manual in der fränkischen Tradition und wäre eine moderne Orgel des einundzwanzigsten Jahrhunderts ohne eine Vergwaltigung des Prospekts. Eine neue Orgel würde man hier vielleicht als Brüstungswerk mit Principal 8´ bauen (Beispiele gibts massig, ich müsste zwei Bei Rensch suchen, mach ich nachher!), aber das schöne Gehäuse - da passt es einfach nicht. Das wäre wie ein alter VW Polo mit einem Mercedes Sechszylinder drin - die Motorhaube musste man natürlich verlängern um das Teil hineinzubekommen...
Kein Bach
Obwohl ich auch schon erlebt habe, daß ein angehender Orchestermusiker (Violine) meinte, Brahms sei ihm schon zu modern...........
Mir sagte mal jemand nach einem evangelischen Gottesdienst (zum Auszug Duruflé Toccata gespielt), ich solle doch bitte künftig mehr Bach spielen, nicht immer so ein "Gebrause". Und wenn es unbedingt mal etwas Moderneres sein müsse, dann doch vielleicht Carl Philipp Emanuel Bach...
Kein Bach
Obwohl ich auch schon erlebt habe, daß ein angehender Orchestermusiker (Violine) meinte, Brahms sei ihm schon zu modern...........
Mir sagte mal jemand nach einem evangelischen Gottesdienst (zum Auszug Duruflé Toccata gespielt), ich solle doch bitte künftig mehr Bach spielen, nicht immer so ein "Gebrause". Und wenn es unbedingt mal etwas Moderneres sein müsse, dann doch vielleicht Carl Philipp Emanuel Bach...
Demjenigen kann man dann nur raten, seine Euronen in eine Zeitmaschine zu investieren.
Wie sagte mal einer, dem meine Choralbegleitungen zu forsch waren: "In Rußland singen die Leute langsamer". Meine Antwort: "Wir sind hier aber in Hamburg".......
Gruß
Andreas