Organistenarbeitsplätze...
jrbecker
, Sonntag, 28. August 2011, 20:58 (vor 5488 Tagen)
bearbeitet von jrbecker, Sonntag, 28. August 2011, 22:03
Guten Abend,
ich möchte mal schnell drei Arbeitsplätze vorstellen, die ich so in der letzten Zeit bedienen durfte. Der erste ist zugegebenermaßen nichts besonderes, ich stelle ihn nur mal vor um zu zeigen, dass - zumindest meiner Meinung nach - die Rückbesinnung auf historische Technik und Bauweise nicht in allen Fällen sinnvoll sein muss.
Es handelt sich um eine zweimanualige Orgel, die 1979 in der Dorfkirche errichtet wurde. Die Orgel verfügt über ein Rückpositiv, und die Werkstatt, die diese Orgel errichtete hat, hat in dieser Zeit mehrere Orgeln gebaut, die die Registerzüge des Rückpositiv im Rücken des Organisten am RPos selbst angeordnet haben. Das hat eindeutig historische Vorbilder und es ist natürlich von der Mechanik her deutlich einfacher zu bauen, als die Züge an die "Hauptstaffel" zu legen. Aber so, wie es hier umgesetzt wurde, gewinnt es keinen Praktikabilitätspreis: Die 8 Züge des RPos sind auf die linke und rechte Seite verteilt. Die Züge von HW (links der Manuale) und Pedal (rechts derselben) sind ebenso auf zwei Seiten verteilt, so dass ich hier vier Bedienplätze für die insgesamt 20 Registerzüge vorgefunden habe. Hätte man sich hier nicht auf zwei Seiten beschränken können...?!?
(Ach ja: Das Rückpositiv wird hier vom II. Manual aus angespielt, bei meiner Orgel hat das die Werkstatt wenige Jahre vorher noch anders herum gebaut. Und ich habe an meiner Orgel auch alle Registerzüge neben den Manualen...)
Nun aber einmal zu zwei echten Schätzchen, zunächst einmal einem historischen Instrument aus dem Jahr 1771, das der Frankfurter Köhler/Wegmann-Werkstatt entstammt. Ich zeige zunächst einmal eine Gesamtsicht dieser ungewöhnlichen Kirche in Groß Eichen, einem Dorf im Vogelsberg:
![[image]](http://img853.imageshack.us/img853/1115/bild033negnr34.jpg)
Der Weg des Organisten führt unter der Balganlage der Orgel hindurch, die auf einem Gerüst über dem Gang auf der Empore hinter der Orgel "schwebt":
![[image]](http://img13.imageshack.us/img13/3228/bild026negnr27gedreht.jpg)
Der eigentliche Arbeitsplatz ist schließlich recht geräumig, wenn man das Gesamtbild anschaut steht der gesamte rechte Teil der Empore neben dem Orgelgehäuse zur Verfügung. Allerdings ... ist da eine sehr kräftige Säule und die Orgel ist aufgrund der Aufstellung in der Emporenbrüstung mit einer seitenspieligen Mechanik ausgestattet... Daher ist die Klaviatur sehr weit links und sehr nah an der Brüstung angebracht ist. Die Säule führt dazu, dass man die Orgelbank nicht zurückrücken kann. Auch ist der die Klaviatur umschließende Holzkasten, in dem sich wohl Teile der Mechanik verstecken, nicht gerade förderlich für die Gewährung einer gewissen Beinfreiheit. Für Organisten meiner Größenklasse (1,90 m) ist das ein absolut unbequemer Arbeitsplatz, ich habe echte Mühe, mich hier hinter die Tasten zu "klemmen":
![[image]](http://img842.imageshack.us/img842/5828/bild024negnr25.jpg)
Dabei klingt die restaurierte Orgel wirklich sehr frisch und angenehm, es ist eigentlich eine Freude, dieses Instrument auszuprobieren und die verschiedenen Klangmöglichkeiten zu erkunden. Die Disposition findet sich hier (allerdings ist die Angabe "Nordrhein-Westfalen" hier falsch, wenn dann muss es "Oberhessen" heißen).
Das dritte Beispiel ist ebenfalls eine historische Spielanlagen, und es sieht auf den ersten Blick eigentlich ziemlich "normal" aus, was der Weilburger Orgelbauer Weller 1863 hier erbaute:
![[image]](http://img853.imageshack.us/img853/3880/imgp2289d.jpg)
Die "Kleinigkeiten" sind noch, dass
- das von C-c1 reichende Pedal natürlich breiter ist als das heute übliche, was ja noch 5 Töne mehr hat und dass natürlich hier auch nicht die heute übliche Ausrichtung findet,
- die eigenen Orgelschuhe mit Schuhgröße 46 für diese kurzen Pedaltasten eigentlich zu lang sind,
- der Notenständer so niedrig ist, dass vielleicht gerade einmal die Cäcilianischen Mini-Orgel-und-Harmonium-Vor-und-Nachspiel-Sammlungen im kleinen Queformat platz haben,
- die Registerzüge so angeordnet sind, dass man keinen einen mehr sieht, wenn man auch nur ein Blatt auf dem Notenständer aufgestellt hat,
- die Klappergeräusche der Traktur so laut sind, dass sie die leisen Register vollständig übertönen...
![[image]](http://img851.imageshack.us/img851/9653/imgp2305.jpg)
Bei genauerer Betrachtung jedoch ist hier äußerste Vorsicht angebracht, denn dieser Arbeitsplatz wird ganz schnell zu einer Luftnummer:
![[image]](http://img35.imageshack.us/img35/1483/kinzenbachgedreht.jpg)
Hier wurde die Stufe der Empore mal kurz mit zwei Brettchen nach hinten verlängert, damit man die Bank überhaupt aufstellen konnte. Das muss wohl historisch sein, während das Begrenzungsbrettchen, welches ein nach hinten rücken der Bank verhindert, ganz offensichtlich neueren Datums ist. Und schließlich: Was wird man wohl in dem kleinen Schublädchen in der Orgelbank weggeschlossen haben? Das Notenheft wird es kaum gewesen sein, das passt hier schon wieder nicht hinein. Was noch fehlt ist eine Gesamtansicht der Orgel, die findet ihr hier.
Von dem Orgelbauer Weller sind übrigens nur drei oder vier Orgeln überhaupt bekannt (bei einer bin ich mir nicht sicher), nur noch eine weitere ist heute erhalten. Die habe ich auch schon gespielt, die hatte eine halbwegs normale Spielanlage, auf der man sogar - abgesehen vom Pedalumfang - Bach spielen konnte. Hier geht das kaum, und wenn man an dieser Spielanlage sitzt, dann ist man insgesamt nicht böse darum, dass der Herr Weller offensichtlich keine weiteren Orgeln gebaut hat...
Der Vollständigkeit halber hier noch die Disposition der Orgel in Kinzenbach: Principal 8', Hohlflöte 8', Gedakt 8' [sic!], Viola di Gamba 8', Octave 4', Flöte 4', Super Octave 2', Mixtur III 2' - Im Pedal: Sub Baß 16', Octaven Baß 8'. Pedal Coppel
Ach ja, und dann gibt es da noch diese Bedienungsanleitung des Kirchenvorstandes:
![[image]](http://img703.imageshack.us/img703/4562/imgp2310.jpg)
Jetzt lass' ich euch wieder in Ruh'!
Herzliche Grüße
Jörg
Organistenarbeitsplätze...
Bauernflöte 2'
, Montag, 29. August 2011, 07:42 (vor 5488 Tagen) @ jrbecker
Jetzt lass' ich euch wieder in Ruh'!
Mit solch tollen Bildern und Infos darfst du jederzeit die (sonntägliche) Ruhe stören! ;-) "Organistenarbeitsplätze" könnte ich mir stundenlang betrachten und fragen, warum gewisse Dinge so und nicht anders gelöst wurden.
Was haltet ihr davon, wenn an dieser Stelle jeder "seinen" Arbeitsplatz mal vorstellt?
Gruß
Bauernflöte 2'
Organistenarbeitsplätze...
jrbecker
, Montag, 29. August 2011, 08:06 (vor 5488 Tagen) @ Bauernflöte 2'
Was haltet ihr davon, wenn an dieser Stelle jeder "seinen" Arbeitsplatz mal vorstellt?
Gruß
Bauernflöte 2'
Hallo Bauernflöte 2',
genau diesen Hintergedanken hatte ich eigentlich auch, als ich meinen Beitrag schrieb. Warum fängst du nicht gleich einmal damit an?
LG
Jörg
Organistenarbeitsplätze...
JFK, Montag, 29. August 2011, 11:31 (vor 5488 Tagen) @ Bauernflöte 2'
also bevor hier das Thema im Sande verläuft, fang ich jetzt mit meinen 2 Arbeitsplätzen an:
![[image]](images/uploaded/201108291121294e5b7639479db.jpg)
einmal etwas unaufgeräumt mit hässlichem Telefon
![[image]](images/uploaded/201108291129464e5b782ad1262.jpg)
Nr. 2:
![[image]](images/uploaded/201108291123314e5b76b36cfd6.jpg)
und einmal, wie sichs gehört.
![[image]](images/uploaded/201108291125264e5b772682fb6.jpg)
Jetzt bin ich gespannt auf die anderen :-)
Organistenarbeitsplätze...
willscher, Montag, 29. August 2011, 11:42 (vor 5488 Tagen) @ JFK
Mann, die zweite Orgel kommt mir sowas von bekannt vor..............wo ist das?
Metzler?????
Organistenarbeitsplätze...
JFK, Montag, 29. August 2011, 13:38 (vor 5488 Tagen) @ willscher
Das ist die Metzler-Orgel in Rohr i. NB., das schönste an dieser Orgel ist allerdings zweifelsfrei der Prospekt!
Kloster Braunau
willscher, Dienstag, 30. August 2011, 06:33 (vor 5487 Tagen) @ JFK
Das ist die Metzler-Orgel in Rohr i. NB., das schönste an dieser Orgel ist allerdings zweifelsfrei der Prospekt!
Joa mei,
dös hoab i doch gwußßt.
Ich habe jahrzehntelang auf dem Vorgänger-Instrument gespielt, immer in der Woche nach Ostern. Mal einen schönen Gruß an die Belegschaft, besonders an Pater Gregor. Die alte - von Quoika disponierte - war echter Schrott, wenn auch dreimanualig.
Gruß
Andreas
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Subkoppel II - I
, Montag, 29. August 2011, 12:28 (vor 5488 Tagen) @ Bauernflöte 2'
Was haltet ihr davon, wenn an dieser Stelle jeder "seinen" Arbeitsplatz mal vorstellt?
Gruß
Bauernflöte 2'
Da mache ich gerne mit:
BJ: 1952 / Elektropneumatisch / 40/III/P
![[image]](images/uploaded/201108291225174e5b852d147b9.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108291226104e5b85628836e.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108291226434e5b8583752d3.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108291227004e5b859418e4e.jpg)
Gruß,
Subkoppel II - I
Organistenarbeitsplätze...
Fabian Brackhane
, Worms, Dienstag, 30. August 2011, 09:33 (vor 5487 Tagen) @ Subkoppel II - I
BJ: 1952 / Elektropneumatisch / 40/III/P
Das sieht doch schwer nach einer älteren Klaisine aus! Einfach absolut ästhetisch (und ergonomisch), diese Spieltische von damals...
Organistenarbeitsplätze...
Subkoppel II - I
, Dienstag, 30. August 2011, 19:07 (vor 5486 Tagen) @ Fabian Brackhane
BJ: 1952 / Elektropneumatisch / 40/III/P
Das sieht doch schwer nach einer älteren Klaisine aus! Einfach absolut ästhetisch (und ergonomisch), diese Spieltische von damals...
Ahh, das Gedächtnis von Wolfgang und tiratutti funktioniert tadellos !!
Es ist eine Stockmann und weil ich oft danach gefragt werde habe ich bei Klais mal angefragt (bei Nachkriegsorgeln weiß man ja nie wo die Einzelteile alle so herkommen).
Klais hat nach gründlicher Überprüfung geantwortet, daß es mit Sicherheit kein Klais-Spieltisch ist.
Ich liebe diese alten Spieltischformen!
Gruß,
Subkoppel II - I
Organistenarbeitsplätze...
P.Kampf, Dienstag, 30. August 2011, 20:26 (vor 5486 Tagen) @ Subkoppel II - I
BJ: 1952 / Elektropneumatisch / 40/III/P
Das sieht doch schwer nach einer älteren Klaisine aus! Einfach absolut ästhetisch (und ergonomisch), diese Spieltische von damals...
Ahh, das Gedächtnis von Wolfgang und tiratutti funktioniert tadellos !!
Es ist eine Stockmann und weil ich oft danach gefragt werde habe ich bei Klais mal angefragt (bei Nachkriegsorgeln weiß man ja nie wo die Einzelteile alle so herkommen).
Klais hat nach gründlicher Überprüfung geantwortet, daß es mit Sicherheit kein Klais-Spieltisch ist.
Ich liebe diese alten Spieltischformen!Gruß,
Subkoppel II - I
Ich finde diese Spieltische auch schön, aber leider haben Heuss und Laukhuff diese Registerwippen nicht [mehr] im Katalog. Würde ich heute ein Neubauprojekt betreuen, würde ich mir auch eher so einen Spieltisch wünschen als die sog. Form nach ACC, die überall so in Mode ist. Allerding nen Setzer statt FKs dürfte sie dann doch schon haben...
Organistenarbeitsplätze
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Dienstag, 30. August 2011, 22:48 (vor 5486 Tagen) @ P.Kampf
Ich finde diese Spieltische auch schön, aber leider haben Heuss und Laukhuff diese Registerwippen nicht [mehr] im Katalog. Würde ich heute ein Neubauprojekt betreuen, würde ich mir auch eher so einen Spieltisch wünschen als die sog. Form nach ACC, die überall so in Mode ist. Allerding nen Setzer statt FKs dürfte sie dann doch schon haben...
Ganz meiner Meinung. "Unmöglich" ist es nicht, wie ja der neue Klais-Spieltisch in Karlsruhe beweist - die "alten" Wippen mit Setzerfunktionalität, eine FK noch zusätzlich.
Grüße,
perotin
Organistenarbeitsplätze
tiratutti
, Mittwoch, 31. August 2011, 05:54 (vor 5486 Tagen) @ perotin
Hallo,
"Unmöglich" ist es nicht, wie ja der neue Klais-Spieltisch in Karlsruhe beweist - die "alten" Wippen mit Setzerfunktionalität, eine FK noch zusätzlich.
der Karlsruher Spieltisch ist für mich der beste in letzter Zeit gebaute: die schicken Registerschalter, ein Setzer und eine freie Kombination, die dazu auch noch optional geteilt aktiviert werden kann mit Fußpistons, so dass man damit das Konzept der französisch-romantischen Appells d'Anches realisieren kann. Das nenne ich durchdacht. Das einzige Spieltischmodell, was hier nicht vorhanden ist, ist das englische mit den Divisionals unter den Manualen.
Grüße von tiratutti
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Anna-Theresia, Freitag, 02. September 2011, 20:01 (vor 5483 Tagen) @ Subkoppel II - I
Ich liebe diese alten Spieltischformen!
Gruß,
Subkoppel II - I
Ich auch. Spiele Klais-Orgel Bj. 1928:
![[image]](images/uploaded/201109021958394e61356f0d430.jpg)
Prospekt:
![[image]](images/uploaded/201109021959164e61359420111.jpg)
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Bernd_Walther_Brandt, 48683 Ahaus, Freitag, 02. September 2011, 20:49 (vor 5483 Tagen) @ Anna-Theresia
Ist das die Klais Orgel in St. Kunibert Blatzheim in Kerpen? Ich habe diese orgel sehr oft in meiner Jugend gespielt!
Organistenarbeitsplätze...
Anna-Theresia, Samstag, 03. September 2011, 19:59 (vor 5482 Tagen) @ Bernd_Walther_Brandt
Ist das die Klais Orgel in St. Kunibert Blatzheim in Kerpen? Ich habe diese orgel sehr oft in meiner Jugend gespielt!
Ja, das ist sie!
War Tremulant damals intakt?
Organistenarbeitsplätze...
Florgel
, Dienstag, 30. August 2011, 13:15 (vor 5487 Tagen) @ Bauernflöte 2'
![[image]](images/uploaded/201108301251454e5cdce1e6d16.jpg)
Weise, 1928, II/13 Pneumatisch
![[image]](images/uploaded/201108301311234e5ce17b2cf9b.jpg)
Man möge die schlechte Bildqualität entschuldigen.
Organistenarbeitsplätze...
FranzS.
, Dienstag, 30. August 2011, 13:56 (vor 5487 Tagen) @ Florgel
Weise, 1928, II/13 Pneumatisch
Hallo, eine Weise mit 13 Registern von 1928, da will ich doch gleich mal die Disposition raten.
1.Manual:
Principal 8
Gemshorn 8
Spitzflöte 8 (oder Flauto dolce, jedenfalls sehr mager)
Traversflöte 4
Mixtur III fach 2
2. Manual im Schwellkasten
Geigenprincipal 8
lieblich Gedackt 8
Salicional 8
Äoline 8
Principal 4
Nachthorn 2
Ped.
Subbass 16
(Zartbass 16 als abschwächung)
Oktavbass oder Cello 8
Normalkoppeln incl. sub und super II zu I
schätze mal ca. Opus 300-350
Na wie nah bin ich dran?
Grüße Franz
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Florgel
, Dienstag, 30. August 2011, 15:42 (vor 5486 Tagen) @ FranzS.
Servus,
du bist sehr nah dran, Franz:
Hauptwerk:
Principal 8´
Gamba 8´
Konzertflöte 8´
Dolce 8´ ("für späteren Einbau vorgesehen" ^^)
Octave 4´
Mixtur 2 2/3´ 3f.
Schwellwerk:
Geigenprincipal 8´
Lieblich Gedackt 8´
Salicional 8´
Vox Coelestis 8´
Traversflöte 4´
Nachthorn 2´
Pedal:
Contrabass 16´(siehe Dolce 8´)
Subbass 16´
Zartbass 16´(auch hier ist nur der Schalter vorhanden)
Octavbass 8´
Dazu kommen
Normalkoppeln, Sub II/I, Super II/I und Super I
Spielhilfen: Fks: P, Mf, Tutti
Die genaue Opuszahl kann ich dir leider nicht nennen, da müsste ich in den Akten suchen.
Die Principale sind sehr kräftig intoniert, was aber absolut nötig ist in diesem Raum. Recht viel ist an der Orgel nicht verändert oder gerichtet worden und so kam Mitte der 90er das Aus, eine "Elektronische" sollts richten, aber man änderte plötzlich die Meinung und mittlerweile gehts wieder ...
Leider habe ich grad keine besseren Bilder.
![[image]](images/uploaded/201108301534554e5d031f4880a.jpg)
Hallo, eine Weise mit 13 Registern von 1928, da will ich doch gleich mal die Disposition raten.
1.Manual:
Principal 8
Gemshorn 8
Spitzflöte 8 (oder Flauto dolce, jedenfalls sehr mager)
Traversflöte 4
Mixtur III fach 22. Manual im Schwellkasten
Geigenprincipal 8
lieblich Gedackt 8
Salicional 8
Äoline 8
Principal 4
Nachthorn 2Ped.
Subbass 16
(Zartbass 16 als abschwächung)
Oktavbass oder Cello 8
Normalkoppeln incl. sub und super II zu I
schätze mal ca. Opus 300-350Na wie nah bin ich dran?
Grüße Franz
Organistenarbeitsplätze...
FranzS.
, Dienstag, 30. August 2011, 16:49 (vor 5486 Tagen) @ Florgel
bearbeitet von FranzS., Dienstag, 30. August 2011, 17:03
Recht viel ist an der Orgel nicht verändert oder gerichtet worden...
Servus,
das kommt einem vielleicht so vor, aber Weise pfuschte oft selbst an seinen eigenen Orgeln rum. Weise baute zu der Zeit viele Kombinationszüge und Transmissionen, die selten funktionierten. Wenn die Orgel oft nach 10 Jahren nicht mehr spielbar war (eine alte Tradition wenn man so will), musste er sie komplett umbauen, was dann zu sehr verbastelten Spieltischen führte. Auch die nicht besetzten Register könnten dafür sprechen. Mich würde interessieren, ob "Dolce" Platz auf der Lade hat, ansonsten würde ich auf eine ausgebaute Transmission vom Salicional tippen.
und so kam Mitte der 90er das Aus, eine "Elektronische" sollts richten, aber man änderte plötzlich die Meinung und mittlerweile gehts wieder ...
Ja dann lieber Weise als was "Elektronisches", zumal die Orgel durch die Sub und Super-koppeln ordentlich was hergeben dürfte, trotz des (von mir vermuteten) "lebendigen" Windes. Im Pedal ist es dann eben ein wenig mager, weshalb ich über den Einbau des Registers "Contrabass" nachdenken würde. Lustig ist das Nachthorn 2', dass man in fast jeder Orgel von Michael Weise (*1889 +1969) findet, sogar seine letzte Orgel, eine mechanische Schleiflade von 1968 (die ist verhältnismäßig gut), hat ein Nachthorn 2'.
Und noch ein Tipp; die Orgel steht wahrscheinlich im Bistum Passau.
Grüße Franz
Organistenarbeitsplätze...
Florgel
, Mittwoch, 31. August 2011, 09:11 (vor 5486 Tagen) @ FranzS.
Recht viel ist an der Orgel nicht verändert oder gerichtet worden...
das kommt einem vielleicht so vor, aber Weise pfuschte oft selbst an seinen eigenen Orgeln rum ... auch die nicht besetzten Register könnten dafür sprechen.
Das kann schon sehr gut sein, denn meines Wissens nach war da nie ein "fremder Orgelbauer" dran. Die Wartung macht immernoch ein ehemaliger Mitarbeiter ...
Mich würde interessieren, ob "Dolce" Platz auf der Lade hat, ansonsten würde ich auf eine ausgebaute Transmission vom Salicional tippen.
Im Gehäuse ist es sehr eng, da muss man sich öfters mal mit Turnübungen behelfen.
Im Hauptwerk ist also definitiv kein Platz mehr. Deine Idee von der Transmission scheint mir da nicht abwegig.
Ja dann lieber Weise als was "Elektronisches", zumal die Orgel durch die Sub und Super-koppeln ordentlich was hergeben dürfte, trotz des (von mir vermuteten) "lebendigen" Windes.
Ja, das Tutti ist am Spieltisch schon sehr kräftig. Ein Chorsänger meinte mal: "Eitz houds an dreeg aber asseghaud!" Dementsprechend schnaufts dann aber.
Im Pedal ist es dann eben ein wenig mager, weshalb ich über den Einbau des Registers "Contrabass" nachdenken würde.
Ehrlichgesagt ist es mir ein Rätsel, wo der noch Platz finden sollte im Gehäuse.
Auf jeden Fall wird was gemacht werden. Zunächst steht eine Innen- und Außenrenovierung der Kirche an (man beachte die Flecken an der Decke auf meinem Bild).![[image]](images/uploaded/201108310854184e5df6ba676a0.jpg)
Finanziell siehts aber nicht besser aus, wie anderswo, also wurde ein Orgelbauverein gegründet. Was gemacht wird- werden kann; werden muss; werden darf; steht dabei aber noch nocht fest
Und noch ein Tipp; die Orgel steht wahrscheinlich im Bistum Passau.
Diesmal liegst du weit daneben: [![[image]](images/uploaded/201108310904304e5df91e9f2d9.jpg)
^^ Die Orgel steht in der katholischen Pfarrkirche St.Georg in Plößberg in ...
der nördlichen Oberpfalz und somit im Bistum Regensburg.
Schöne Grüße und Danke fürs Interesse,
Florgel
Organistenarbeitsplätze...
FranzS.
, Dienstag, 30. August 2011, 14:16 (vor 5487 Tagen) @ Bauernflöte 2'
bearbeitet von FranzS., Dienstag, 30. August 2011, 18:48
Hallo,
hier zwei von "meinen"
![[image]](images/uploaded/201108301400304e5cecfe1f89f.jpg)
eine Edenhofer von 1880, spaßiges Teil und unkaputtbar.
![[image]](images/uploaded/201108301403214e5ceda923f64.jpg)
von links nach rechts:
Gedeckt 8
Gamba 8
Salicional 8
Principal 4
Subbass 16
Manual ständig angehängt
und mein Hauptinstrument
![[image]](images/uploaded/201108301408584e5ceefac0444.jpg)
Georg Jann 1983
I.Man, Rp.
Rohrflöte 8
Blockflöte 4
Sesquialter 2 2/3 + 1 3/5
Principal 2
Quint 1 1/3
Scharff 3 fach 1
Krummhorn 8
Tremulant
II.Man, Hw.
Prästant 8
Kopula 8
Viola 8
Octave 4
Gemshorn 4
Schwegel 2
Mixtur 4 fach 1 1/3
Trompete 8
Ped.
Subbass 16
Oktavbass 8
Bassflöte 8
Holzflöte 4
Hintersatz 4 fach 2
Fagott 16
Normalkoppeln als Tritte.
![[image]](images/uploaded/201108301414044e5cf02c6d8d8.jpg)
Und das liegt zur Zeit auf dem Notenpult ;-)
![[image]](images/uploaded/201108301415224e5cf07abb726.jpg)
Grüße Franz
Organistenarbeitsplätze...
Gonzaga
, Dienstag, 30. August 2011, 18:13 (vor 5486 Tagen) @ FranzS.
Hallo FranzS.,
huch, ich bin ganz schön irritiert. Ich kenne diese Jann-Orgel noch aus meiner Jugendzeit, und da sah das Gehäuse ganz anders aus. Wer hat sich denn diese barocke "Überattrappe" einfallen lassen.
Schöne Grüße aus Niederbayern
Gonzaga
Organistenarbeitsplätze...
FranzS.
, Dienstag, 30. August 2011, 18:42 (vor 5486 Tagen) @ Gonzaga
bearbeitet von FranzS., Dienstag, 30. August 2011, 18:57
Hallo FranzS.,
huch, ich bin ganz schön irritiert. Ich kenne diese Jann-Orgel noch aus meiner Jugendzeit, und da sah das Gehäuse ganz anders aus. Wer hat sich denn diese barocke "Überattrappe" einfallen lassen.
Schöne Grüße aus Niederbayern
Gonzaga
Hallo,
ich freue mich, dass du die Orgel kennst.
die (beim näheren hinsehen eher pseudoneugotische) "Überattrappe" war die Idee vom Pfarrer und dürfte schon ca. 15 Jahre vorhanden sein (vor meiner Zeit, dem hätte ich nicht zugestimmt). So sah sie früher aus (direkte Verlinkung vom Werkverzeichnis der Firma Jann). Die Kirche war 1983 ziemlich leer und als der neugotische Altar in den 90ern wieder aufgebaut wurde, wurden die Schleierbretter und die Farbe der Orgel entsprechend angepasst. Sonst wurde aber nichts verändert.
Grüße Franz
Organistenarbeitsplätze...
Gonzaga
, Dienstag, 30. August 2011, 19:01 (vor 5486 Tagen) @ FranzS.
Hallo,
ich ließ meine Augen nochmals über das Bild schweifen, allein das Neugotische im Ornament vermag ich nicht zu erkennen. Der Vergleich mit der typisch neugotischen Kanzel macht mich noch mehr stutzig. Wenn ich wieder in die Gegend komme, muss ich mir das näher anschauen.
Schönen Gruß
Gonzaga
Organistenarbeitsplätze...
FranzS.
, Dienstag, 30. August 2011, 19:12 (vor 5486 Tagen) @ Gonzaga
Hallo,
ich ließ meine Augen nochmals über das Bild schweifen, allein das Neugotische im Ornament vermag ich nicht zu erkennen. Der Vergleich mit der typisch neugotischen Kanzel macht mich noch mehr stutzig. Wenn ich wieder in die Gegend komme, muss ich mir das näher anschauen.
Schönen Gruß
Gonzaga
Hallo,
das kann man auf dem Foto nicht erkennen (Die "Kamera" war ein Werbegeschenk und die einzige die ich gefunden habe). Die Kanzel aber ist ganz neu. Solltest du in die Gegend kommen, schreib mich einfach vorher an, dann sperr ich dir auf wenn du auch örgeln möchtest (schon im Kindergarten lernt man doch, dass man nicht nur mit den Augen sieht, oder wie war das?)
Grüße
Franz
Organistenarbeitsplätze...
jrbecker
, Dienstag, 30. August 2011, 20:25 (vor 5486 Tagen) @ FranzS.
...(schon im Kindergarten lernt man doch, dass man nicht nur mit den Augen sieht, oder wie war das?)
Beliebte Frage unsererseits an unsere Kinder - damals im Kindergartenalter - wenn wir in ein Spielzeuggeschäft gingen:
"Und denkt daran: Gucken geht mit den ... ?"
eínhellige Antwort: " ... FINGERN!!!"
LG
Jörg
Organistenarbeitsplätze...
Fabian Brackhane
, Worms, Mittwoch, 31. August 2011, 07:42 (vor 5486 Tagen) @ FranzS.
Die (beim näheren hinsehen eher pseudoneugotische) "Überattrappe" war die Idee vom Pfarrer und dürfte schon ca. 15 Jahre vorhanden sein (vor meiner Zeit, dem hätte ich nicht zugestimmt). So sah sie früher aus
Ein Jammer. Ursprünglich war das doch mal ein wirklich bemerkenswerter Prospekt. Jetzt ist es zumindest auf den ersten Blick ein weiterer fantasieloser Neo-neo-Abklatsch. War da kein OSV in der Nähe, das zu verhindern?
Organistenarbeitsplätze...
FranzS.
, Mittwoch, 31. August 2011, 08:18 (vor 5486 Tagen) @ Fabian Brackhane
bearbeitet von FranzS., Mittwoch, 31. August 2011, 08:28
Die (beim näheren hinsehen eher pseudoneugotische) "Überattrappe" war die Idee vom Pfarrer und dürfte schon ca. 15 Jahre vorhanden sein (vor meiner Zeit, dem hätte ich nicht zugestimmt). So sah sie früher aus
Ein Jammer. Ursprünglich war das doch mal ein wirklich bemerkenswerter Prospekt. Jetzt ist es zumindest auf den ersten Blick ein weiterer fantasieloser Neo-neo-Abklatsch. War da kein OSV in der Nähe, das zu verhindern?
Hallo,
wie gesagt sind ja nur die Schleierbretter und die Farbe anders. Ob es vorher um so viel besser war sei dahingestellt. Prospekte waren und sind nicht eben die Stärke von Jann (dafür ist das was dahinter steht umso besser). Die alten Schleierbretter sind einer Anekdote nach so entstanden: Georg Jann zum Lehrling kurz vor der Einweihung: "Det zeichne ick dir jetzt schnell mal auf, und du schneid mal aus, aber zügig!". Ein OSV war bei der ganzen Orgel nicht involviert. Der damalige Pfarrer Meier hatte Beziehungen bis nach oben (den FJS kannte er übrigens auch) und er konnte es sich leisten, den ganzen Verwaltungsakt inklusive Orgelsachverständigen einfach zu übergehen (Die Frau des damaligen Orgelsachverständigen einmal zu mir: "Gerzen, der Name kommt mir so bekannt vor, ich weiß aber jetzt nicht warum". Na ja, wahrscheinlich war ihr Mann damals mächtig sauer und "Gerzen" deswegen öfters Thema am heimischen Frühstückstisch). Eine inoffizielle Orgelsachberatung fand durch Franz Lehrndorfer statt, der damals Jann für sich entdeckt hat. Lehrndorfer spielte auch das Einweihungskonzert.
Die alten Schleierbretter liegen sicher noch irgendwo rum.
Grüße
Franz
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sjoosten
, Dienstag, 30. August 2011, 16:10 (vor 5486 Tagen) @ Bauernflöte 2'
bearbeitet von sjoosten, Dienstag, 30. August 2011, 22:01
... hier ist mein Instrument: Seifert, Kevelaer aus 1974.
![[image]](http://www.kirchenchor-dingden.de/bilder/orgel/Dingden2.jpg)
I. Hauptwerk
Pommer 16'
Prinzipal 8'
Gedackt 8'
Oktave 4'
Spitzflöte 4'
Oktävlein 2' (ursprünglich Waldflöte 2')
Nasat 2 2/3'
Mixtur 4-5fach 1 1/3'
Trompete 8'
Tremulant
II. Rückpositiv
Rohrflöte 8'
Praestant 4'
Kleingedackt 4'
Waldflöte 2' (ursprünglich Prinzipal 2')
Quinte 1 1/3'
Sesquialter 2-fach 2 2/3' und 1 3/5'
Scharff 4-fach 1'
Krummhorn 8'
Tremulant
Pedal
Subbass 16'
Prinzipal 8'
Flautbass 8'
Choralbass 4'
Oktave 2' (ursprünglich Hintersatz 4fach 2 2/3')
Posaune 16'
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Fabian Brackhane
, Worms, Mittwoch, 31. August 2011, 07:55 (vor 5486 Tagen) @ sjoosten
Pedal
Subbass 16'
Prinzipal 8'
Flautbass 8'
Choralbass 4'
Oktave 2' (ursprünglich Hintersatz 4fach 2 2/3')
Posaune 16'
Hmm, was hatte es für einen Grund, den Hintersatz gegen einen einsamen 2' auszutauschen? Fürs c.f.-Spiel sollte doch der 4' absolut passend sein und die Mixtur gibt dem Pedal etwas mehr Volumen. Mit 2' stelle ich mit den Pedalklang durchaus magerer vor, so ganz ohne Aliquote.
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sjoosten
, Mittwoch, 31. August 2011, 11:19 (vor 5486 Tagen) @ Fabian Brackhane
Der Hintersatz war sehr prägend und dominant. Das führte dazu, dass ich ihn so gu wie nie benutzt habe. Rundum zufrieden bin ich mit dem Redalwerk derzeit nicht. An der Orgel stehen mittelfristig umfangreichere Sanierungsarbeiten an, evtl. auch eine Neuintonation, da sie insgesmat sehr kräftig geraten ist. Da die Pfeifen lediglich abgesteckt sind, könnte man die Quinte ohne größeren Aufwand wieder locken. Dann kommt auch wieder etwas "Farbe ins Spiel".
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Bauernflöte 2'
, Dienstag, 30. August 2011, 18:23 (vor 5486 Tagen) @ Bauernflöte 2'
Mein Arbeitsplatz:
Hoffmann 1983 / Eichfelder 2010 (III/36)
![[image]](images/uploaded/201108301730174e5d1e29d1218.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108301752254e5d23592d0a4.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108301738024e5d1ffa6e92e.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108301753134e5d23896189f.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108301815564e5d28dcaf65a.jpg)
Disposition:
I. Rückpositiv:
Holzgedeckt 8'
Gemshorn 4'
Prinzipal 2'
Quinte 1 1/3'
Cimbel I 1'
Holzregal 8'
Tremulant
II. Hauptwerk:
Bordun 16'
Prinzipal 8'
Spitzflöte 8'
Gambe 8'
Oktave 4'
Holzflöte 4'
Sesquialtera 2 2/3'
Superoktave 2'
Mixtur IV 1 1/3'
Trompete 8'
III. Schwellwerk:
Rohrflöte 8'
Salizional 8'
Vox coelestis 8'
Prinzipal 4'
Blockflöte 4'
Nasat 2 2/3'
Waldflöte 2'
Terz 1 3/5'
Mixtur III 2'
Basson 16'
Hautbois 8'
Clairon 4'
Tremulant
Pedal:
Prinzipalbass 16'
Subbass 16'
Oktavbass 8'
Gedecktbass 8'
Choralbass 4'
Bauernflöte 2'
Posaune 16'
Holztrompete 8'
Mechanische Schleiflade, Elektrische Registertraktur, Normalkoppeln, Zimbelstern
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Subkoppel II - I
, Dienstag, 30. August 2011, 19:36 (vor 5486 Tagen) @ Bauernflöte 2'
Ein sehr ordentlicher "Arbeitsplatz", sogar mit Liedanzeiger-Schublade (davon träume ich auch noch).
Aber was ist das für eine "Kurbel" über dem 3. Manual?
Gruß,
Subkoppel II - I
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Bauernflöte 2'
, Dienstag, 30. August 2011, 19:43 (vor 5486 Tagen) @ Subkoppel II - I
Aber was ist das für eine "Kurbel" über dem 3. Manual?
Das ist das Mikro, welches einen ziemlich langen Schwanenhals hat, um bis in die Spieltisch-Mitte zu reichen. Ich hab es deshalb so komisch gebogen, um zu verhindern, dass es in die Digi-Anzeige ragt.
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Subkoppel II - I
, Montag, 29. August 2011, 11:57 (vor 5488 Tagen) @ jrbecker
Zum Thema Aushänge kann ich mein eigenes "Wutschreiben" mal vorstellen.
Aufgehängt nachdem ich den Spieltisch zum x-ten Male nach einer Hochzeit als Schlachtfeld vorgefunden habe.
Da kann einem schon mal der Hut hochgehen!
![[image]](images/uploaded/201108291156144e5b7e5e7de96.jpg)
Gruß,
Subkoppel II - I
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Orlos, Montag, 29. August 2011, 15:15 (vor 5488 Tagen) @ jrbecker
meine sechs Dienstorgeln:
freitags, 18 Uhr:
![[image]](images/uploaded/201108291454314e5ba82713423.jpg)
Klais, 1906
freitags, 19.30 Uhr:
![[image]](images/uploaded/201108291505344e5baabe6bbee.jpg)
Klais, 1964
samstags, 18 Uhr:
![[image]](images/uploaded/201108291449594e5ba717aa17d.jpg)
bis c4!
Wild (Saverne, Elsass), 1994
![[image]](images/uploaded/201108291452184e5ba7a2b8c3d.jpg)
Kreisz, 2008
Die Truhe steht in der Regel in der gleichen Kirche und dient für Vorsängerlieder und Begleitorgel mit anderen Instrumenten, wird aber in jedem Gottesdienst eingesetzt.
sonntags, 9.30 Uhr:
![[image]](images/uploaded/201108291457274e5ba8d7a0280.jpg)
Förster&Nicolaus, 1981
sonntags, 11.15 Uhr:
![[image]](images/uploaded/201108291503194e5baa37271ec.jpg)
Förster&Nicolaus, 1962
Übrigens benutze ich niemals ein Mikrophon, ich finde das so künstlich, wenn die Gemeinde eine Stimme hört, aber nicht den "Verursacher" sieht.
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tombecher
, Saarbrücken, Montag, 29. August 2011, 19:11 (vor 5487 Tagen) @ Orlos
Hallo Orlos,
was ist denn das für ein Zweitspieltisch im Hintergrund auf dem ersten Bild ("Freitag 18 Uhr")?
Gruß,
Thomas
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Orlos, Montag, 29. August 2011, 21:06 (vor 5487 Tagen) @ tombecher
Die Klais-Orgel galt eine zeitlang als unreparierbar, deshalb wurde ein elektronisches Gerät angeschafft. Weil aber niemand darauf spielen wollte, wurde sie mit einer Selbstspielanlage ausgestattet. Jetzt, da die Klais-Orgel wieder funktioniert, steht das Ding nur herum. Die Gemeinde möchte es gegen viel Geld verkaufen, aber wer will so was? Ich möchte das Gerät auch nirgendwo anpreisen müssen...
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zehnzweidrittel
, Mittwoch, 31. August 2011, 18:27 (vor 5485 Tagen) @ jrbecker
Guten Abend,
nach so vielen schönen (alten) Spieltischen möchte ich Euch noch meinen sonntäglichen Arbeitsplatz (Eisenschmid-Spieltisch) präsentieren - frisch abgelichtet. Die Fototasche gehört nicht zur Serienausstattung.
![[image]](images/uploaded/201108311819594e5e7b4fe705c.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108311825044e5e7c80df040.jpg)
Jann 2007
Infos: Festschrift
Viele Grüße
zehnzweidrittel
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orgamat, Mittwoch, 31. August 2011, 19:57 (vor 5485 Tagen) @ zehnzweidrittel
Hallo zehnzweidrittel,
wie funktioniert das Auxiliar in der Praxis. Kann man wirklich gleichzeitig z.B. den 16' ins HW, die Oboe aber an RP koppeln?! Am Rande: wären die Pedalpfeifen rechts nicht unauffällig weiß weggestrichen schöner?!
Gruß orgamat
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zehnzweidrittel
, Mittwoch, 31. August 2011, 20:15 (vor 5485 Tagen) @ orgamat
"Kann man wirklich gleichzeitig z.B. den 16' ins HW, die Oboe aber an RP koppeln?"
Ja, das kann man. Und nicht nur das.
Die Register des Auxiliaires kann man wirklich unabhängig voneinander in jedem Manual und im Pedal registrieren.
Deshalb ist z.B. die Registerwippe Oboe 8' viermal im Spieltisch enthalten.
Das bietet mir dann auch den Luxus, die Oboe mit der Vox Coelestis begleiten zu können.
Zusammen mit den Sub- und Superoktavkoppeln (leider nicht ausgebaut) stehen einem damit unendlich viele Möglichkeiten zur Verfügung, Klangfarben zu zaubern.
Wohlgemerkt, es geht nicht um Lautstärke!!
Auf der Website www.proorganopleno.com kann man ein Programm zum Bearbeiten der Setzer inkl. Spieltischlayout der Neustädter Orgel herunterladen. Da kann man sich die Wippenanordnung etc. genauer ansehen.
Die Pedalpfeifen waren nie richtig weiß, sondern im Farbton der Wand gestrichen. Naturgemäß haben sie etwas nachgedunkelt (das mit der Farbentreue auf den Fotos ist leider immer noch so eine Sache), sie sind aber immer noch recht unauffällig.
Viele Grüße
zehnzweidrittel
Organistenarbeitsplätze...
fluteceleste
, München, Mittwoch, 31. August 2011, 20:24 (vor 5485 Tagen) @ zehnzweidrittel
zweifellos ein sehr spannendes instrument!
ist denn die Traktur insgesamt elektrisch? Was mich noch interessieren würde, hat sich die Integration der vielen Weise-Register bewährt? Nach meinen Quellen hat Jann noch 1998 beim vorigen Umbau eine neue Rohrschalmei(!) ins RP gebaut. Eine Reminiszenz an Neobarockes?
Grüße von Fluteceleste
Organistenarbeitsplätze...
zehnzweidrittel
, Donnerstag, 01. September 2011, 03:24 (vor 5485 Tagen) @ fluteceleste
zweifellos ein sehr spannendes instrument!
Auf jeden Fall. Man kommt schnell mit der Orgel zurecht, muss sich aber auf jeden Fall eine gewisse Zeit befassen, wenn man wirklich überzeugend registrieren will. Nach vier intensiven Jahren mit diesem Instrument bin ich noch lange nicht bei geschätzten 50 % (wenn überhaupt) der Möglichkeiten angekommen.
ist denn die Traktur insgesamt elektrisch?
Nur das Auxiliaire ist elektrisch. HW, SW, RP und Pedal (von der Weise-Orgel übernommene Laden) sind weiterhin mechanisch.
Was mich noch interessieren würde, hat sich die Integration der vielen Weise-Register bewährt?
Überraschend gut. Organisten, die die Orgel vor und nach dem "Neu"-Bau kannten, haben sich mehrfach gefragt, wie man in einem Instrument soviel Altsubstanz verstecken kann. Weise hat uns in mancher Hinsicht geholfen, indem er damals an vielen Registern nicht groß rumintoniert hat. Allerdings dort, wo z.B. gefeilte Kerne zu bändigen waren, mussten die Intonateure von Jann (Frank Schüngel und Siegfried Jehmlich) ganz schön kreativ arbeiten.
Nach meinen Quellen hat Jann noch 1998 beim vorigen Umbau eine neue Rohrschalmei(!) ins RP gebaut. Eine Reminiszenz an Neobarockes?
Durchaus. Ich hätte lieber eine Klarinette gehabt, aber Thomas Jann hat mich überzeugt, dass das in das sehr neobarocke Gesamtbild des RP wirklich nicht passt. Und die Rohrschalmei war auch als Gebraucht-Register verfügbar und hat uns damals einiges an Geld gespart. Ein wirklich schönes Register.
Grüße von Fluteceleste
Gruß
zehnzweidrittel
Neustadt-war Organistenarbeitsplätze
fluteceleste
, München, Donnerstag, 01. September 2011, 05:13 (vor 5485 Tagen) @ zehnzweidrittel
Danke für die Infos aus 1. Hand!
Ich hätte lieber eine Klarinette gehabt, aber Thomas Jann hat mich überzeugt, dass das in das sehr neobarocke Gesamtbild des RP wirklich nicht passt. Und die Rohrschalmei war auch als Gebraucht-Register verfügbar und hat uns damals einiges an Geld gespart. Ein wirklich schönes Register.
Hätte denn eine Klarinette ins RP räumlich hineingepaßt? ich dachte immer dass man dafür längere Becher braucht als beim Krummhorn, und dann wäre ja (bei 2' Höhe) nur kröpfen noch in Frage gekommen. oder es wäre ein Cromorne mit Klarinettentouch geworden :-)
Das bietet mir dann auch den Luxus, die Oboe mit der Vox Coelestis begleiten zu können.
Das kann man nicht genug würdigen, geht nämlich leider fast nie auf einer "deutschen" Orgel weil immer beides im selben Manual disponiert wird...
Gruß
zehnzweidrittel
...jetzt versteh ich auch den Namen "10 2/3", wegen der Grobquinte in der Dispo :-)
Neustadt-war Organistenarbeitsplätze
zehnzweidrittel
, Donnerstag, 01. September 2011, 16:35 (vor 5484 Tagen) @ fluteceleste
Danke für die Infos aus 1. Hand!
Immer gerne.
Hätte denn eine Klarinette ins RP räumlich hineingepaßt? ich dachte immer dass man dafür längere Becher braucht als beim Krummhorn, und dann wäre ja (bei 2' Höhe) nur kröpfen noch in Frage gekommen. oder es wäre ein Cromorne mit Klarinettentouch geworden :-)
Das ist vollkommen zutreffend - man hätte eine Klarinette wohl nicht ordentlich untergebracht. Aber ist doch mehr als schön, wenn ein Orgelbauer erstmal musikalisch-klanglich argumentiert, bevor er das Totschlagsargument "Platz- und Höhenverhältnisse" auspackt.
Gruß
zehnzweidrittel
...jetzt versteh ich auch den Namen "10 2/3", wegen der Grobquinte in der Dispo :-)
Eigentlich hätte ich lieber 32Fuß als Alias, aber der fand weder Platz noch Budget...
Organistenarbeitsplätze...
Axel
, Mechernich, Samstag, 03. September 2011, 16:27 (vor 5482 Tagen) @ jrbecker
Also dann, hier meine Dienst-Ottilie:
![[image]](images/uploaded/201109031626284e625534ed109.jpg)
![[image]](images/uploaded/201109031626514e62554b94eef.jpg)
![[image]](images/uploaded/201109031627064e62555a30d6a.jpg)
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jrbecker
, Samstag, 03. September 2011, 18:15 (vor 5482 Tagen) @ Axel
Also dann, hier meine Dienst-Ottilie:
... kann es sein, dass sie für die Kirche ein wenig verloren wirkt?!?
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Axel
, Mechernich, Samstag, 03. September 2011, 18:48 (vor 5482 Tagen) @ jrbecker
Nicht unbedingt, das kann an meiner Weitwinkelaufnahme liegen. Aber sie ist damals aufgrund der Wünsche der Gemeinde nach viel Platz auf der Empore sehr kompakt gebaut worden, Ott hatte ursprünglich ein großzügigeres Gehäuse gezeichnet. Innen ist es nun teilweise recht eng.
Klanglich ist sie übrigeng grenzwertig laut im Raum.
Schöne Grüße
Axel
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jrbecker
, Sonntag, 04. September 2011, 05:52 (vor 5482 Tagen) @ Axel
Nicht unbedingt, das kann an meiner Weitwinkelaufnahme liegen.
... stimmt, sind ja auch "nur" 144 Stühle im Raum zu erkennen, das sah beim ersten Anschauen irgendwie größer aus...
LG
Jörg
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fluteceleste
, München, Sonntag, 04. September 2011, 11:33 (vor 5482 Tagen) @ Axel
bearbeitet von fluteceleste, Sonntag, 04. September 2011, 11:49
Hallo Axel, sehe ich da elektrische Koppeln, oder wofür sind die weißen Registerwippen? Und daneben scheinen noch mehr Knöpfe zu sein?
fragt sich
fluteceleste
Edit: oder ist da die Glocken- und Liedanzeigersteuerung in den Spieltisch integriert worden :-) ?
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Axel
, Mechernich, Sonntag, 04. September 2011, 13:04 (vor 5482 Tagen) @ fluteceleste
Nein, es gibt einige elektronische Register, die nachträglich von Ahlborn eingebaut wurden. Technischer Stand Anfangs der 80er. Ich brauche das so gut wie nie. Wegen mir hätte man das bei der letzten Reinigung entsorgen können, aber die Leute, die das angeleiert haben gibt es noch...
Grüße
Axel
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3rd_astronaut, Samstag, 10. September 2011, 23:33 (vor 5475 Tagen) @ jrbecker
Dort habe ich heute eine Trauung gespielt. Da bei Hochzeiten ja immer so viel geknipst wird, habe ich mich angeschlossen und bin zwischen den Liedern auf der Empore mit Foto rumgeturnt ;-)
![[image]](images/uploaded/201109102329494e6bf2ed946d8.jpg)
Es ist meiner Meinung nach ein ganz schmucker Spieltisch (Orgel von Strebel/Nürnberg).
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D. Hausmann
, Sonntag, 11. September 2011, 07:39 (vor 5475 Tagen) @ 3rd_astronaut
Kommt mir irgendwie bekannt vor - wo steht die Orgel? Mechanische Kegellade?
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Aeolinchen, Sonntag, 11. September 2011, 13:55 (vor 5475 Tagen) @ D. Hausmann
Kommt mir irgendwie bekannt vor - wo steht die Orgel? Mechanische Kegellade?
Sieht eher nach einer frühen pneumatischen Kegellade aus.
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3rd_astronaut, Montag, 12. September 2011, 22:12 (vor 5473 Tagen) @ Aeolinchen
Aeolinchen hat recht :-)
Ist in Erlangen-Bruck (evangelisch Peter&Paul).
![[image]](images/uploaded/201108291151484e5b7d54092b5.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108291152554e5b7d97b58b5.jpg)
![[image]](images/uploaded/201108291150304e5b7d0658422.jpg)