Hallo Andreas, hallo Forum,
ist doch interessant, daß keiner der ganz Großen sich an dieses Gebet herangetraut hat. Messkompositionen gibt es zu Hauf, Magnificats immerhin in Mengen aus dem Barock (neuere sind eher selten), Ave Maria, Ave Verum, Requiem, Bibeltexte... alles schon reichlich komponiert. Da steht das Vater-Unser doch vergleichsweise dürftig da. Mendelssohns Sonate ist sicher sehr schön - vor einer Stunde erst wieder gehört - aber damit dürfte die Theologie noch nicht ausgeleuchtet sein.
Ein weiteres Thema, eine andere Geschichte des Neuen Testaments scheint mir bislang ebenfalls vernachlässigt. Gäbe nicht die Emmaus-Geschichte - m.E. eine Schlüsselgeschichte des NT - eine wunderbare Vorlage für eine Orgelsymphonie/paraphrase? Damit hat sich noch kaum ein Komponist beschäftigt. Enttäuschung, Verzweiflung, hintergründig dämmernde Erkenntnis durch Antsoß von außen, Öffnung der Augen durch Setzen eines Zeichens, Gläubige Annahme mit zweifacher Wirkung: Aufbruch nach Jrerusalem und Entschwinden des Stichwortgebers in die Mystik: Das alles müßte mit musikalischen Mitteln darstellbar sein.
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)